Trabant-Friedhof

  • fahrgast , des hat mein Vater mit 68ig gemacht, war aber nicht krank und saß sein ganzes Leben hintern Lenkrad.als Kraftfahrer. Er kam mit dem Stress auf unseren Straßen auch nicht mehr zurecht und hat sein alten grau/blauen lappen in ein Bilderrahmen gehängt mit dem Stempel ungültig.

    Was mir aber auch die ganzen jahren stört, ist das die Leute den Ellenbogen auspacken und auf Ihren Recht bestehen. Ich sage mir da, Mensch, wenn du etwas mehr Ruhe in deien fahrstil reinbringst kommst 100%ig ausgeruhter an deinen Zeil an. Viele vergessen den §§ 1 von der StVO, gegenzeitige Rücksichtnahme......., man muß halt mit Fehlern andere rechnen und da sollte man sein Fahrstil anpassen und vorraus schauen fahren, dann passiert auch weniger und nicht stur draufhalten.

    Auch beführworte ich das man im gewissen Alter ein Test machen sollte um zu sehen, ob man noch tauglich ist für den Strassenverkehr, so halt wie bei den LKW/Busfahrern. Auch glaub ich, wenn es nicht mehr geht mit dem Fahren, gebe ich die Karte ab, da ich mit 110 Jahren noch in einen Mädchenhaus gehen möchte und da die Augen zumachen möchte, nach vollenendenden Schäferstündchen. Gruß

    Scheiß auf Fridays for Future, ich fahre 1:508o

    ;( Hat der Schlosser gefuscht, wird`s mit Farbe übertuscht 8o

  • dass der Unfallanteil älterer Fahrer nicht extrem hoch ist

    Das stimmt so eben nicht mehr.

    Die Versicherer und ihre Statistiken stellen seit 10-15 Jahren einen kontinuierlichen Anstieg bei Unfällen mit älteren Fahrern fest. Mittlerweile liegen die Senioren in der Unfallstatistik mit den Fahranfängern (18-23) nahezu gleich auf.

    Das Problem besteht und ist auch nicht wegzudiskutieren.


    Die Frage ist nur, wie man es lösen will. Und da wird wohl früher oder später eine verpflichtende Tauglichkeitsprüfung kommen.


    Die kommt wahrscheinlich auch noch aus einem anderen Grund:

    Im Moment sind die Senioren noch eine relativ kaufkräftige Schicht - die kaufen gern Neuwagen und bringen auch richtig Geld in die Werkstätten. Wenn irgendwann die geburtenschwachen Jahrgänge mit deutlich weniger Rentenerwartung soweit sind, wird das wirtschaftliche Interesse seitens der Politik soweit geschwunden sein, daß man solche Tests zur Pflicht macht. Weil nicht mehr soviel Schaden für die Autolobby entstehen kann...


    Als mein Großvater (der heute 90 Jahre alt würde, wenn er denn noch lebte) anfing, sich im Dunkeln auch in der gewohnten Umgebung zu verfahren, hat ihm (oder uns) die Entscheidung ein Schlaganfall und ein wenige Monate später folgender Oberschenkelhalsbruch "abgenommen". Zusammen mit extrem schnell grassierender Demenz stand die Frage nach dem Autofahren dann nicht mehr - obwohl er mich selbst im Pflegeheim noch heimlich (damit Oma nicht mithört) beiseite nahm und mich beauftragte, ihm doch mal wieder ein kleines, handliches Auto zu versorgen. :grinser:

  • "Und ich würde mir einfach wünschen, dereinst ebenso eigenverantwortlich entscheiden zu können - und eben nicht fremdbestimmt zu werden (z.B. auf Grund einer 'Fahrtauglichkeitsprüfung' - die letztenendes auch nur eine Momentaufnahme darstellen kann, womöglich ausgerechnet an einem Tag stattfindet, wo's mir nicht sonderlich gut geht. Von ergebnisverzerrender Prüfungsangst und -stress mal ganz zu schweigen"


    Wenn man mit Demenz in vollstationärer Pflege (oder eben auch ambulant) vor sich hinvegetiert, findet man wenigstens den Autoschlüssel nicht mehr.

    Aber selbstbestimmt und §1 BGB sind dann schon lange passé.


    In Österreich gibt's das auch. Und wer beim ersten Anlauf durchrauscht, darf nochmal. Danach ist stellt sich die Frage, ob die Souveränität für den Alltag dann wirklich noch da ist.


    Der derzeitige Straßenverkehr ist eine permanente Prüfung in sich selbst. Wer da durchfällt muss vielleicht erst zur MPU - und verliert dann die Fahrerlaubnis.


    Ist eben so. Wer die Fahrprüfung nicht mehr bestehen kann, ist eben raus. Oder wäre es akzeptabel, einem durchfallenen Fahrprüfling trotzdem die Fahrerlaubnis auszuhändigen? Genau....


    Für die meisten hier kommt vermutlich das autonome Fahren noch früh genug.


    PS: die Schadenquote bei meinem damals 79jährigen Großvater schnellte ab 75 hoch.

    Ungenauigkeit, körperliche Einschränkungen + Stress beim Fahren.... Ich bin nicht mehr gerne mitgefahren....

  • Er kam mit dem Stress auf unseren Straßen auch nicht mehr zurecht ...


    ... Die Frage ist nur, wie man es lösen will. ...

    Nicht nur auf der Straße, unsere ganze Gesellschaft ist ein Streßzirkus geworden. Wer es mit der Ruhe nehmen will, fällt raus.


    Da fiel mir übrigens folgendes ein:

    Quote

    Ich möchte schlafend sterben wie mein Opa, nicht kreischend und schreiend wie sein Beifahrer

    :S

  • Ich kann nachvollziehen,dass die die DDR auch im Erwachsenenalter intensiv erlebt haben, allergisch auf irgendeine Form von Entziehung von Freiheiten reagieren. Auch verständlich bei Leute wo das Alter unmissverständluch an die Tür klopft.


    Dennoch sollte man das Wohl der Allgemeinheit nicht konsequent vor Eigeninteressen stellen nur weil man panische Angst hast nachhaltig eingeschränkt zu werden. Ich bin immer nachsichtig mit unseren betagten Verkehrsteilnehmern. Ich bin auch keineswegs unfehlbar und von daher nicht erpicht darauf einen Unfall durch einen anderen koordinations- und reaktionsgeschwächten Fahrer zu erleiden, denn auch ich dann nicht mehr verhindern konnte. Bisher hat ich Glück und kam mit fluchen über diese sonderbare Fahrweise davon.


    Ich sagte ja auch nicht das ich den Test vorschreiben lassen würde. Sowas könnte man ja bei der jährlichen Vorsorgeuntersuchung (freiwillig) mitmachen.

  • In Deutschland? Freiwillig? Was mit Autofahren..... ? :D:D:D

  • Das stimmt so eben nicht mehr.

    Die Versicherer und ihre Statistiken stellen seit 10-15 Jahren einen kontinuierlichen Anstieg bei Unfällen mit älteren Fahrern fest. Mittlerweile liegen die Senioren in der Unfallstatistik mit den Fahranfängern (18-23) nahezu gleich auf.

    Das Problem besteht und ist auch nicht wegzudiskutieren.

    Ich würde behaupten, der Anteil ist sogar noch höher, weil die Statistik logischerweise nur die bekannten Fälle berücksichtigt. Ich möchte nicht wissen, wieviele Parkrempler mit anschließender Unfallflucht auf das Konto ergrauter Verkehrsteilnehmer gehen, die es schlicht nicht mehr merken. Als wir unserem Opa den FS abgenommen haben, sah sein Auto ringsherum aus, wie ein Malkasten. Aber er ist 70 Jahre unfallfrei gefahren...?

  • Die Sache mit der Fahrerflucht nach Bagatellschäden kann man m.E. nun aber wirklich nicht vorrangig nur "den Alten" in die Schuhe schieben - das ist wohl ziemlich sicher ein ALLE Altersklassen von Autofahrern betreffendes Problem (nicht zuletzt auch durch das Rabattsystem der Versicherer befördert).


    Warum steigen denn wohl (auch) die Schadensfälle mit Senioren? - Weil es schlicht und ergreifend %ual mehr davon gibt, vmtl. gab es überhaupt noch nie so viele Auto fahrende Senioren. ;)Andererseits dürften auf der Fahranfängerseite spürbar die geburtenschwachen Jahrgänge "am Ruder" sein. Das erklärt die Verschiebung in besagter Statistik natürlich nicht vollkommen - sollte aber m.E. berücksichtigt werden, wenn man damit argumentiert.


    Ganz ehrlich - ich habe im Straßenverkehr deutlich mehr Angst vor (ganz bewusst!) rücksichtslos draufhaltenden und rasenden 'Young- und Middleagern', als vor etwas unsicher geworden dahinschleichenden Senioren. Mit ersteren hatte ich jedenfalls defin. schon weit mehr "Erlebnisse", als mit letzteren...;)

    Selbst wenn - mit mehr Vorsicht- und Rücksichtnahme der Jüngeren ließe sich hier wohl so manche Situation von vorn herein entschärfen.


    Letztlich bin ich auch schon ausgesprochen neugierig, wie viele von den (mehrheitlich noch "voll im Saft"/ihren besten Jahren stehenden) Kontrollbefürworten das in 1, 2 oder 3 Jahrzehnten wohl noch exakt genauso sehen werden...;)

  • Der Witz ist: Es besteht ja schon eine Untersuchungspflicht, nämlich für die Inhaber der alten FS- Klasse 3 bzw. DDR- Äquivalent. Ich darf mit dem alten dreier Züge mit drei Achsen fahren, bei denen das Zugfahrzeug ein zGG 7,5t und der Zug über 12t haben darf, aber eben ohne Untersuchung nur noch bis zu meinem 50. Das finde ich halt ziemlich undurchdacht: Wenn ich mit 80 durch die Fünfjahresprüfung für den 7,5-Tonner falle, darf ich trotzdem noch Fahrzeuge bis 3,5t fahren. Das ist dem Fußgänger relativ wurscht, ob ich ihn mit nem 7,5-Tonner oder mit nem 3,5-Tonner beim Abbiegen totfahre... Aber es hat den Charme, daß ich einfach künftig alle fünf Jahre zum Doc gehe. Wenn ich dann keinen 7,5er mehr fahren darf, hol ich mir einen selbstfahrenden Krankenfahrstuhl :-)

    Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Muthes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen.

  • Der Witz ist: Es besteht ja schon eine Untersuchungspflicht, nämlich für die Inhaber der alten FS- Klasse 3 bzw. DDR- Äquivalent. Ich darf mit dem alten dreier Züge mit drei Achsen fahren, bei denen das Zugfahrzeug ein zGG 7,5t und der Zug über 12t haben darf, aber eben ohne Untersuchung nur noch bis zu meinem 50. Das finde ich halt ziemlich undurchdacht: Wenn ich mit 80 durch die Fünfjahresprüfung für den 7,5-Tonner falle, darf ich trotzdem noch Fahrzeuge bis 3,5t fahren.

    Das gilt doch aber nur für die berufliche Nutzung? Der alte 3er verliert auch nach dem 50. Lebensjahr ohne Untersuchung nicht die Gültigkeit. Bis 11,99t alles kein Problem.

  • Öhm... Nö! Mein Paps durfte ab 51 nicht über siebeneinhalb Tonnen fahren. Gab auch keinen Grund.

    Herr gib Regen und Sonnenschein, für Reuß - Greiz, Schleiz und Lobenstein,
    und woll'n die annern auch was haam, so soll'n 'se es dir selber saa'n!

  • Das gilt doch aber nur für die berufliche Nutzung? Der alte 3er verliert auch nach dem 50. Lebensjahr ohne Untersuchung nicht die Gültigkeit. Bis 11,99t alles kein Problem.

    Tja, das ist ein weitverbreiteter Irrtum. Deswegen müssen ja auch die alten Führerscheine demnächst umgetauscht werden. Im neuen dann die Befristung drin. Ich hatte ja noch den rosa Lappen, der war aber mal ins Wasser gefallen und das Lichtbild daher unlesbar. Deswegen habe ich einen -mittlerweile auch schon überholten und 2033 auszutauschenden- Plastikschein, in dem die Befristung für die genannte Klasse C1E auf meinen 50. drinsteht. Wer wann seinen Lappen umtauschen muß, sieht man z.B. hier: http://www.spiegel.de/auto/akt…cht-werden-a-1253543.html

    Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Muthes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen.

  • Ich habe die Klassen 1 u. 5 in meiner aufklappbaren Fahrerlaubnis stehen


    Zwei junge Polizisten wunderten sich anlässlich einer Verkehrskontrolle -

    hatten die noch nie gesehen, und mit den Klassen konnten die auch nichts

    anfangen.


    Wenn der Kenntnisstand bei allen Polizisten so ist, kann ich noch immer

    alles fahren.

    Merkt ja keiner !;)

  • Hat irgend ein alter Opa noch die Chance seinen alten Wehrmachtsführerschein aus der Tasche zu ziehen oder musste er den auch mal umtauschen?

    Falls er den noch hätte...das Gesicht der jungen Kontrollbeamten würde ich gerne sehen.

  • Bis 1971 ?

    Seine Gültigkeit hat er theoretisch bis jetzt noch nicht verloren.

  • Wobei es sicherlich auch ein erheblicher Unterschied ist, WO jemand unterwegs ist.

    Zwischen hektisch-komplexem Großstadtverkehr und entspannter Überlandfahrt von Dorf X nach Dorf Y besteht m.E. ein doch erheblicher Unterschied. Somit könnte derselbe 75er, der mit ersterem schon merklich überfordert ist, mit dem Zweiten noch problemlos zurecht kommen. Schon deswegen wäre ich kein Freund starrer Altersgrenzen/kontrollauflagen. Zumal auf dem Lande oft auch jegliche Mobilitätsalternative fehlt (1 oder 2 Linienbusse am Tag sind nicht wirklich eine...).