Bremsflüssigkeitsverlust, Wagen bremst nach links

  • Hallo,


    gestern bemerkten wir einen Verlust an Bremsflüssigkeit, da der Stand unter Minimum war. Vor 2-3 Monaten etwa war er noch zwischen Minimum und Maximum. Nun wissen wir nicht, ob es normaler Schwund ist, oder aber einen triftigen Grund hat. Wollen aber auf Nummer sicher gehen und haben uns auf Spurensuche begeben. Durch vorherige Fahrten wussten wir, dass der Wagen beim freihändigen bremsen leicht nach rechts zog und bei Vollbremsung manchmal entsprechend ausbrach. Haben also an einen defekten Bremszylinder gedacht.


    Die vorderen beiden Bremstrommeln haben wir abbekommen und fänden das Innere sehr trocken, aber vergammelt. Auf beiden Seiten gab es keine Stellen, wo etwas raussuppte, auch die Gummis auf den Zylindern waren trocken. Anbei seht ihr die Fotos.


    Vorne Links


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    Vorne Rechts


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    Die hinteren Trommeln haben wir nicht abbekommen, weil sie angegammelt waren. Vor allem aber sagen die meisten, dass die Fehler eher vorne auftreten. Die Bremsleitungen haben wir auch abgeleuchtet, nicht gefunden, Hauptbremszylinder ebensowenig.


    Nach einer erneuten Probefahrt zog der Wagen erst leicht nach rechts, dann war er ok. Als ich dann nach meinem Vater Vollbremsungen gemacht habe, zog er extrem nach links, sodass er sich fast quer stellte.


    Was können wir jetzt noch machen. Eins ist klar, meine Freundin bekommt ihr Auto erstmal nicht wieder.


    Aber wie beurteilt ihr die Bremsen? Ich find da nix besonderes dran.


    Gruß. Dennis

  • Bau erstmal die hinteren Trommel ab, vielleicht (oder sicher) liegt der Bremsflüssigkeitsverlust an den hinteren RBZ.
    Aber auch die vorderen RBZ solltest du auf Freigängigkeit kontrollieren.
    Hol den ganzen Plunder von den Ankerplatten runter und entroste das alles mal incl. neuem Rostschutz. Dann drückst du die Kolben aus den RBZ raus und schaust nach Rost auf den Laufflächen der RBZ.
    Sind die i.O., neue Manschetten auf die Kolben. Ist dort Rost, mach die RBZ neu, unzwar alle, ebenso die Nachsteller.
    Sparst du an vernünftiger Arbeit an der Trabantbremse, bist du im Endeffekt häufiger dran als dir lieb ist.

  • Auf jeden Fall würd ich auch die hinteren Trommeln aufmachen. Hatte dasselbe Problem und bei mir lag es daran das ein Radbremszylinder hinten angegammelt war und somit nicht mehr funktionierte was dann zu dem ungleichmäßigem Bremsen, teilweise auch mit ausbrechen führte!
    Wenn die Trommeln angegammelt sind kannst du sie am besten mit ein paar gezielten Schlägen mit dem Hammer lösen. Anschliessend mit zwei Schraubenziehern gleichmäßig abhebeln.

  • Heute war der Wagen mal auf nem Bremsenprüfstand.


    Vorne sind beide Gut. Hinten hat links 50% von rechts. Das dürfte also der Grund für das Ausbrechen sein. Handbremsleistung ist aber bei beiden gleich gut. :hä:


    Zudem fuhr mein Vater heute von der Arbeit nach hause und plötzlich schnarrte es. Er dachte erst es wäre im Radio, dann merkte er aber dass es von hinten kam. War dann auch mal wieder weg und wieder da. Als er hier war, hat er mal die Trommeln angefasst. Hinten links war warm, rechts war kalt.


    Jetz haben wir nen radbremszylinder für hinten bestellt. mal sehen was zum vorschein kommt, wenn die Trommel ab ist.


    Hat einer von euch noch ne Idee oder passen alle Mängel gut zusammen?


    DarkBlue601
    haben wir schon probiert mit den hammerschlägen und gleichmäßigem runterhebeln. klappt aber überhaupt nicht. keine ahnung wie wir das mistding abbekommen sollen. mittlerweile ist das schild dahinter schon ein wenig verbogen.

  • Für die Bremstrommel brauchste nen Abzieher.


    Und wenn dann mach sie paarweise Also beide Radbremszylinder. Sonst haste es nachher wieder einseitig

  • Wie verkeimt is denn die Bremse. Hatte das ma beim Polo, da warn die Halter, mit den Federn, von den Bremsbacken weg gerostet, so das es die die Backen beim bremsen immer verdrückt hat. Würde das schleifen und die Wärme erklären.


    Wissen hat eine wunderbare Eigenschaft: Es verdoppelt sich, wenn man es teilt.

  • Bei Bremsflüssigkeitsverlust innerhalb der Brenstrommeln hast du meist feuchte Reifen an der Innenseite.
    Ansonsten: Alle Bremsen öffnen, reinigen und neu zusammenbauen. Vor allem die Rücksteller gammeln gern und hinten die Hebel für die Handbremse gehen fest.
    UND: Bremsen sind Sicherheitsrelevante Bauteile. Keine Spassbauteile eben.

    Wenn irgendein Teil in einer Maschine falsch eingebaut werden kann, so wird sich immer jemand finden, der dies auch tut.
    - 5. Murphysches Gesetz -

  • Moin,


    mal ganz ehrlich: wenn ich sowas lese, krieg' ich Plaque...


    Quote

    Original von DarkBlue601
    [...] Anschliessend mit zwei Schraubenziehern gleichmäßig abhebeln.


    Um mir die Tipparbeit zu ersparen :zwinkerer:, habe ich einfach mal kurz die Suche bemüht und folgende Anleitung gefunden:



    Dazu sei noch eins gesagt: Wenn dein Trabser vor 84 gebaut ist, kommst du um einen Abzieher nicht drum herum. Andernfalls wie oben beschrieben bzw. wie es @heckman und Murphy auch schon beschrieben haben. Dann bist du auf jeden Fall auf der sicheren Seite - was ja bei den Bremsen vielleicht nicht ganz unwichtig ist!

    Die Stoßstange ist aller Laster Anfang...

  • so der trabi war heut wieder bei meinem vater.


    der randbremszylinder hinten war echt undicht. bremstest vorher ergab hinten rechts 0,4 und links 1,0. jetzt wo der radbremszylinder gewechselt wurde hat er links 0,9 und rechts 1,0.


    vielen dank für eurer aller hilfe ;)