plötzlich seltsamen Geräusche aus dem Motor

  • Liebe Mitfahrer,

    von jetzt auf gleich macht mein Kleiner ganz seltsame, schwer zu beschreibende Geräusche im Motor :(


    Ich habe das Auto daraufhin nur noch ganz vorsichtig ca. 200 m in die Garage gefahren, seit dem hab ich das Hochleistungsmotörchen nicht mehr gestartet.


    Hab heute mal die Kerzen ausgebaut und den Motor am Lüfterrad manuell gedreht. Ich spüre einen deutlichen Druckpunkt. Es braucht schon etwas Kraft, um diesen zu überwinden. Bei der nächsten Umdrehung kommt der Druckpunkt an exakt derselben Kolbenposition (0,1 mm vor OT Zyl. 2).


    Fahren kann ich so natürlich nicht mehr, oder etwa doch? Was kann das sein?


    Evt. ist ja auch jemand in der Nähe (14774), der oder die sich das mal live und in Farbe anschauen kann. Kann dich auch mit dem falschtaktenden Westblech oder der Schwalbe abholen kommen :)

  • Wenn ein Lager der Kurbelwelle hochgegangen ist, hat er ja meist trotzdem Kompression und das auch ohne Kerzen nur eben deutlich weniger (Vorverdichtung im Kurbelhaus). Wenn die Geräusche im Motor waren, dann hilft nur zerlegen und schauen.

  • magst du noch etwas zum Zustand des Motors wie z.b. der laufleistung sagen?


    Ist das Geräusch ein Klopfen ähnliches? Von der Beschreibung würde ich darauf tippen das sich ein Lager auflöst, und nun ein Stück davon auf dem kolbenboden steckt.

  • Laufleistung unbekannt, aber sicher in der Gegend von 100*10^3 Kilometer. Lief bisher unauffällig, lediglich der 28H1-1 hat kürzlich eine Generalinstandsetzung von Tim bekommen. Seither bin ich nur ca. 25 km Probe gefahren.


    Geräusch kann ich nicht recht beschreiben, irgendwie eine "weiches Klopfen". Klingt nicht so, als ob da auf dem Kolbenboden irgendwas herumtanzt.


    Auch der Druckpunkt ist nicht so hart, als ob der Kolben irgendwo gegen fährt, Er baut sich mehr oder weniger "sanft" innerhalb von geschätzt einem Grad Kurbelwellendrehung auf.


    Ich besorg mir mal inne Firma drinne ein Endoskop, damit kann ich dann mal versuchen, ob ich auf den Kolbenböden irgendwas erkennen kann.

  • 100.000km und mechanischer Druckpunkt. Du kannst aufhören zu hoffen, sondern ganz profan von vorn anfangen. Einmal alles neu.

    Starterkranzschmierer, Luftwerkzeugbenutzer, 15W40 Mischer, Westblechpfleger, Autovordergaragemitwarmenwasserwascher, Wohnwagenmitheizungbesitzer, Hohlraumfluidierer usw. usf. och hör bloß uff....

  • Bei 100000 würde ich auch sagen - Feierabend.

    Aber vielleicht ging es dir auch so wie franagch und ein Federring hat sich in den Vergaser geflüchtet und wurde dann mit verdaut.

  • Ich vermute eher im Tim 's Richtung: da wird ein Lagerkäfig gestorben und in den Brennraum hochgewandert sein. 1x Zerlegen, Befunden und Innereien neu - anders wird kein Schuh draus werden. :schulterzuck:

  • Höchst unwahrscheinlich mit dem Federring, weil er mir per PN schrieb, dass er nach dem Anbau schon 25km gefahren ist und erst bei einer späteren Fahrt die Geräusche aufkamen.


    Und ja, es ist nicht ungewöhnlich das bei der Revision eines Anbauteils, der Rest der nicht revidiert wurde kurze Zeit später die Hufe hochreißt. Und wenn die 100tkm stimmen........dann hat der Motor die (Werks) Erwartung gut erfüllt.

  • Kann zur Laufleistung nur mutmaßen. Bekommen habe ich den Apparat mit ca. 80 Tkm lt. Tacho, bin seither runde 20 Tkm gefahren. Kann aber natürlich sein, dass da der Vorbesitzer schon was getauscht oder rumgewerkerlt hat, wer weiß das schon.


    Der Zeitpunkt des Defekts hängt sehr wahrscheinlich nicht mit der Vergaserkur zusammen, hier stimme ich Tim zu. Das wird Zufall sein. Auch die eingangs erwähnte Position (0,1 mm vor OT Zyl. 2) ist sicherlich Zufall, hätte bestimmt auch an jeder anderen Position sein können.


    Ich bau das Ding am Wochenende einfach mal aus. Wird Neuland für mich, hab ich noch nicht gemacht.


    Gibt es was zu beachten? Würde zunächst die Anbauteile (Generator, Anlasser, Kühlluftgehäuse, Vergaser, Lüfter) abbauen. Dann mal schauen, wie das Ding am Hilfsrahmen befestigt ist, das ist sicher keine Raketenwissenschaft.

  • Getriebeaufhängung vo muss abgeschraubt werden und der ganze Motor-Getriebeblock /dessen beide vorderen Motorlager VOR dem Abflanschen aus dem Hilsrahmen gehoben (dazu längeren Montierhebel oder stabile Stange unters Getriebe setzen) und in Fahrtrichtung etwas nach li versetzt werden - danach Motor Abflanschen und rausheben (idealerweise mit Hebezeug oder mit einer Hilfsperson).

    Ich baue vorher auch gerne alles ab, was wiegt und stört... ;)


    Eigentlich ist der Motorenausbau sehende Arbeit - ansonsten immer wieder der Rat zum "Whims" ("Wie helfe ich mir selbst") - Buch, spätestens beim Zerlegen des Motors. Bei dessen Befundung und Überholung sollte aber dann eh ein 'Wissender' mit ins Boot... ;)

  • Die "Raketenwissenschaftler" aus der einen LKW-Werkstatt haben zwar neulich schön den Vorschalldämpfer und Stoßstange samt Schürze abgebaut, das Getriebe war aber festgeschraubt.


    Die müssen sich über diese scheiß Technik total gefreut haben.... 🤔

  • ... spätestens beim Zerlegen des Motors. Bei dessen Befundung und Überholung sollte aber dann eh ein 'Wissender' mit ins Boot... ;)

    Soweit kommt es nicht! Das mach ich nicht selbst, bin bereits mit Fg601 in Kontakt.


    Krümmer würde ich nur am Vorschalldämpfer lösen, nicht an den Zylindern. Dann hab ich was zum Greifen. Oder ist davon abzuraten?

  • und in Fahrtrichtung etwas nach li versetzt werden - danach Motor Abflanschen und rausheben

    Vor dem Abflanschen noch einen ca. 20mm dicken Holz- oder Gummiklotz zwischen Kupplungsglocke und Hilfsrahmen legen. Dann haben Motor und Getriebe auch nach der Trennung eine stabile Auflage, bleiben parallel und belasten die Kupplungsscheibe nicht. Ist besonders später beim wieder Einfädeln hilfreich.

    Krümmer würde ich nur am Vorschalldämpfer lösen, nicht an den Zylindern. Dann hab ich was zum Greifen. Oder ist davon abzuraten?

    Ich glaube nicht, dass der Krümmer als "Griff" hilfreich ist. Er wird davon sicher nicht kaputt gehen, ist aber viel zu weit aus dem Schwerpunkt. Ich greife einfach mit beiden Händen unter die Zylinder.


    Gruß Steffen

  • Außerdem macht alles was du vorher abschraubst den Klumpen leichter.

  • Schraub alles ab. Muss doch ohnehin komplett auseinander.

    Starterkranzschmierer, Luftwerkzeugbenutzer, 15W40 Mischer, Westblechpfleger, Autovordergaragemitwarmenwasserwascher, Wohnwagenmitheizungbesitzer, Hohlraumfluidierer usw. usf. och hör bloß uff....

  • Vor dem Abflanschen noch einen ca. 20mm dicken Holz- oder Gummiklotz zwischen Kupplungsglocke und Hilfsrahmen legen. Dann haben Motor und Getriebe auch nach der Trennung eine stabile Auflage, bleiben parallel und belasten die Kupplungsscheibe nicht. Ist besonders später beim wieder Einfädeln hilfreich.

    Ich drehe beim bzw. vor dem Zusammenflanschen einen oder beide Anlasserbolzen als Führung rein. ;)

    Der Krümmer als Griff geht schon (bei abgebautem Kühlluftgehäuse), ohne ist " der Klumpen" aber wirklich noch ein Stückchen leichter und unter den Kühlrippen fasse ich ggf. auch an. - Wie so oft führen verschiedene Wege nach Rom... :)

  • So, das Herz ist raus! Bei der Gelegenheit auch noch einen defekten Krümmer diagnostiziert.


    Da war mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit schon einmal jemand dran. Der Vorschalldämpfer war mit einem lustigem Mix an 16er und 17er Schlüsselweiten an Schrauben und Muttern befestigt. Auch die Muttern zur Krümmerbefestigung am Zylinder waren zum Teil vergrießgnaddelt. Hab aber alles problemlos lösen können.

  • Aber du kannst ausschließen das die Geräusche von dem defekten Krümmer sind/waren?