Einstellung Zündzeitpunkt

  • Neuester Stand ist das wenn ich die 0.4 mm um OT einstelle , den Motor 4 mm vor OT drehe ( in Laufrichtung wegen des Spiels ) der Unterbrecher nicht schließt ( Lampe , keine LED geht nicht aus ) .

    Egal wohin die Grundplatte positioniert wird .

    Ich habe telefonisch sehr viel Hilfe bekommen , ein Nachbar der in den 60 ern KFZ Schlosser gelernt hat war stundenlang dabei und ratlos .

    Die verdrehte Nocke wäre tatsächlich eine Erläuterung .

    Er lief als ich ihn letztes Jahr gekauft habe , leider gerade einmal so , unter der Grundplatte war ein sehr großer Grad der dazu führte das sie natürlich schief und kippelig saß , als ich das sah ging ich davon aus das Problem beseitigt zu haben . War nix .

  • Es ist wichtig, dass Du systematisch vorgehst.

    Wenn Du also den Verdacht hast, der Unterbrecher würde nicht schließen, solltest Du diesen isoliert prüfen. Also als erstes eventuell die Grundplatte heraus nehmen, den Unterbrecher verkabeln und den Hebel mit dem Finger betätigen. Weiter oben wurde auch berichtet, dass es bereits beobachtet wurde, dass ein Hebel schwergängig war.

    Weiterhin würde ich eine Sichtprüfung vornehmen. Wenn der Kolben fast oben ist, steht die (in Drehrichtung) steil ansteigende Nockenflanke am Fuß des Unterbrecherhebels? Wenn nicht: steht sie eventuell genau gegenüber? Dann ist der Nocken auf dem Versteller falsch herum aufgesteckt.

  • Ich hatte schon Unterbrecher auf neuen Grundplatten, die haben im geschlossenen Zustand nicht geleitet, einmal mit der Kontaktfeile drüber gegangen haben sie funktioniert.

  • Oder die Kontakte schlicht mit (Bremsen-) Reiniger gründlich säubern.

    Was den Nocken angeht: der trägt eine runde Markierung, die mit einer zweiten Markierung auf dem Trägerteil/dem Fliehkraftregler übereinstimmen muss. Dort ist das jeweils ein eingeprägter kleiner Kreis, auf dem Nocken nur bei der älteren Metallvariante. Die neuere (mit dem weißen Kunststoffträger) hat dort.als Markierung einen erhabenen "Pippus".

    So oder so sollte man bei ausgebauter G.platte sofort sehen, ob der Nocken stimmt - oder eben nicht. ;)

  • Ja , das habe ich alles schon abgearbeitet .

    Mit ausmessen des Spaltes wenn er eigentlich geschlossen sein sollte , Feile , Öl , Bremsenreiniger , Ersatzkontakt , mit und ohne Filz , Filz oben eingestellt etc .

    Die Nocke habe ich nicht gelöst .

    Wie gesagt , ich erwarte ein Paket mit dem rundrum-sorglos-Paket / elektrische Zündung , bis zu dessen Eintreffen habe ich die Arbeiten eingestellt .

    Ich möchte auf Nummer sicher gehen damit wir sorgenfrei unterwegs sein können .

    Sehr beeindruckt bin ich nach wie vor von der Hilfe im Forum und telefonisch das gibt Vertrauen .

  • Bau mal die Grundplatte aus und dann den Fliehkraftversteller mitsamt Nocken. Kontrolliere ob in der Bohrung der Kurbelwelle auch der kleine Aretierstift ist und das im Fliehkraftversteller auch der Schlitz dafür in Ordnung ist. Kontrolliere den Nocken das der auch richtig auf dem Fliehkraftversteller sitzt mit den Markierungen und das er sich spielfrei und leicht dreht. Schraube Jetzt den Fliehkraftversteller auf die Kurbelwelle und pass auf das der Stift richtig in die Nut passt und nix verkanntet. Lass jetzt jemanden den Motor starten und schau das der Fliehkraftversteller und dessen Schraube auf der Kurbelwelle nicht taumelt. Ansonsten mit einem gekonnten Taumelschlag den Rundlauf einrichten. Dann die Unterbrecherplatte einbauen und schauen das auch diese sich richtig plan in die Zentrierung des Unterbrechergehäuse setzt. Dann sollte das auch mit dem Zündung einstellen klappen.

  • Neuester Stand ist das wenn ich die 0.4 mm um OT einstelle , den Motor 4 mm vor OT drehe ( in Laufrichtung wegen des Spiels ) der Unterbrecher nicht schließt ( Lampe , keine LED geht nicht aus ) .

    Egal wohin die Grundplatte positioniert wird .

    ...

    Verstehe ich das richtig? -


    Du stellst die 04 in OT erster Zyl ein und drehst dann in Motordrehrichtung weiter?


    Wenn ja dann wird das nix. Der Öffnungszeitpunkt liegt vor OT. Du müßtest also rückwärts drehen und 4mm vor OT muß die Lampe angehen. Das wiederum setzt voraus, daß sie in OT aus ist.

    Korrekt wäre allerdings, den Punkt 4mm vor OT zu suchen, diesen Punkt auf der Uhr merken, weiter zurückdrehen. Dann vorwärts drehen und bei besagtem Punkt muß die Lampe aus gehen.

    Wenn das gar nicht funktioniert, dreh die Platte in Mittelposition und versuch mal, Zyl 2 einzustellen. Wenn das geht und dem Zyl 1 überhaupt nicht beizukommen ist, dann ist womöglich, wenn alle anderen Sachen die schon genannt wurden ausgeschlossen werden können, die KW in sich verdreht. Dann wird das auch mit ner Elektronik nichts.

  • Nein, er schrieb: "...den Motor 4 mm vor OT drehe ( in Laufrichtung wegen des Spiels ) ..."

    Also um ca. 340° vorwärts, was auch korrekt ist. Alternativ eine viertel Umdrehung zurück und dann auf ca. 4mm vor OT. Bei erster Variante muss die Prüflampe aufhören zu leuchten, weil der Unterbrecher zu geht. Das setzt voraus, dass die Prüflampe von Klemme 1 gegen Masse geschaltet ist.

  • Das mit dem Zurückdrehen ist natürlich klar , so steht es ja auch im Buch , ich bekam den Tipp in Laufrichtung zu drehen um eventuelles Spiel möglichst zu vermeiden , mit ein wenig Übung kam ich auch auf den Punkt 4 mm vor .

    Zuerst den zweiten Zylinder einzustellen hatte tatsächlich Erfolg , leider lief er sehr schlecht ( logisch ) .

    Klemme 1 , bzw 2 auf Masse ist selbstverständlich Voraussetzung , die Masse habe ich bei verschiedenen Versuchen an verschiedenen Stellen abgenommen , es gab dabei meinen Unterschied .

    Ich hoffe das die Kurbelwelle nicht verdreht ist natürlich möchte ich den Motor nicht zerlegen , wie kann das passieren und was ist dann noch alles im Argen ?

    Wir haben noch eine Quickly mit Kurbelwellenschaden ( ist aber was für nächsten Winter )

    Die Grundplatte konnte ich verdrehen , in keiner Position schloss sich der Unterbrecher ...

    Wir gesagt ich habe tatsächlich eine Woche daran gearbeitet , Infos eingeholt und gehe immer Schritt für Schritt und mit Ruhe ans Werk um Fehler zu vermeiden .

  • Ich hoffe das die Kurbelwelle nicht verdreht ist natürlich möchte ich den Motor nicht zerlegen , wie kann das passieren und was ist dann noch alles im Argen ?

    Wenn sie beim Zusammenpressen nicht genau im 180° Versatz ausgerichtet wurde. Das kommt bei Pfuschern vor.


    Prüfen kannst du das ganz einfach, du fährst einen Kolben auf OT und der Zweite muss dann genau im UT sein. Dafür steckst du einfach etwa langes ins Kerzenloch beim UT Zylinder, drehst und schaust ob er, wenn du den OT verlässt, der im UT noch tiefer geht. Das darf nicht sein. Das musst du in beide Drehrichtungen probieren.

  • Da der Trabant ja schon mal lief, mit alter Grundplatte??? gehe Ich davon aus, das entweder ein Fehler an der neuen Grundplatte besteht oder aber etwas beim einstellen falsch gemacht wird.

  • Wurde zwar schon gesagt, aber nochmal:

    Vor der ZZP-Kontrolle bitte doch erstmal klären, ob die maximale Kontaktöffnung, ob OT oder sonstwo, 0,4 mm -und nicht mehr!- beträgt. Dieses gebetsmühlenhafte Herumreiten auf "OT" führt zu nichts...

    Jawohl, Sie haben richtig gehört! Wir machen Hausbesuche! Selbstverständlich ohne langwierige vorherige Terminabsprache! Wir kommen auch zu Ihnen! Stets zu Diensten...Ihre Steuerfahndung! :grinsi:

  • Er lief aber eher suboptimal , es war ein gewaltiger Grad unter der Grundplatte , sie kippelte als ich sie löste , daher mußte ich sie eh anschrauben ...

    Bin gespannt wie das mit der Elektronischen funktioniert , bin dran , komplett auf 12 Volt umzubauen .

  • Hallo ZR99,

    hätte ich das Thema früher gesehen hätte ich dir anbieten können eventuell mal vorbeizuschauen.

    Wohne in Kassel, wäre vielleicht gar nicht soweit weg gewesen.

    Habe das ganze Thema mit Unterbrecherzündung einstellen nämlich auch erst letztes Jahr gemacht.

    Bei mir lief auch nicht alles reibungslos mit der Einstellung, bei mir lag es allerdings an einem wie auch immer verformten "neuen" Fliehkraftversteller, das wird hier wohl eher nicht das Problem sein.

    Aber wenn du jetzt sowieso auf elektronische Zündung umbaust, ist das eh obsolet.

    Mir hat für das Verständnis von der Unterbrecherzündung dieses Video übrigens sehr geholfen, obwohl es vielleicht nicht gerade schön gefilmt ist und es sich um einen Wartburgmotor handelt:


    Zündung Wartburg einstellen Teil 2 Unterbrecher!!Es geht nur um die Zündung einstellen.!!
    In diesem Video,einstellen einer normalen Zündung mit Unterbrecher am Wartburg 353/311-12.Keine EBZA,Steini oder sonstiges Elektronisches.Normale Unterbreche...
    www.youtube.com


    Gruß, Sneerik

  • ...

    Die Grundplatte konnte ich verdrehen , in keiner Position schloss sich der Unterbrecher ...

    Im Bereich dessen, was die Langlöcher zulassen oder auch wenn Du weiter drehst?


    Wenn sie beim Zusammenpressen nicht genau im 180° Versatz ausgerichtet wurde. Das kommt bei Pfuschern vor.

    Nicht nur. Irgendwie muß das auch im Fahrbetrieb passieren können. Ich hatte in jungen Jahren mal so einen Kandidaten, da habe ich die Langlöcher in Drehrichtung (?) ca 1cm verlängert, um Zyl 1 einstellen zu können. Entsprechend schlecht war dann Nr 2 'hinzubasteln'. War nur ne Notlösung. Der Motor hatte plötzlich ein Problem mit allem - LL, Leistung, Rundlauf ..

  • Wir hatten damals mal eine reg. Welle, die sich nach ca. 1000km um etwa 45° versetzt hat. Also Liegenbleiber und Garantiefall...

    (so aber auch nur das eine Mal erlebt)

  • Es gibt einen Wert für die Kraft der Verpressung. Hubzapfenscheibe ist da etwas schwächer als die Mittelachse.

    Beim auseinanderpressen kann man das gut am Manometer sehen was noch gut ist und was nicht.