Achsen Überholen

  • Guten Tag liebe Trabantgemeinde,

    Nach längerer Pause bin ich nun daran, endlich meinen Trabant, insbesondere die Vorderachse, da das Fett ja schon bröselt, zu Überholen.

    Dank Ausbildung ist nun im Vergleich zu letztem Jahr nun auch Geld vorhanden, welches ich Investieren kann.

    Ich habe hier Mal ein Bild der rechten Vorderachse eingestellt, und wollte mich eigentlich an Hegaus Anleitung halten.

    Ich bin aber gerade Verunsichert, was jetzt genau zu Machen ist. Muss die Bremstrommel auch abgenommen werden und sollte ich jetzt neue Radlager einbauen? Braucht man zum Abziehen der Trommel nicht ein besonderes Werkzeug?

    Was meint ihr dazu?


    Viele Grüße aus der Garage, Roman

  • Gegenfrage, wie willst du die Achse überholen, wenn du sie nicht zerlegst?

    Oder anders, deffiniere "Überholen".

    Die Trommel ziehst du von Hand ab, die sollte relativ locker sitzen. Eventuell ganz leicht mit einem Aludorn/Hammer von hinten auf die Nabe nachhelfen.


    Also nach meine Verständnis und bei der Ausgangslage, würde ich bei einer Überholung diesen Schenkel vollständig zerlegen,strahlen, lackieren oder pulvern und dann neu montieren mit neuem Radlager und ggf. überholten/neuen Bremsenteilen, sowie neuen Buchsen und ggf. neuer/überholter Federgabel/Schwenklager und ggf. neuem Schwenlagerbolzen.

  • Alles Klar, das hört sich nach einem Plan an.

    Ich werde die Achsen Mal zerlegen und dann weitere Bilder einstellen zur Beurteilung.


    Hier schonmal ein Foto des Innenlebens:

  • Zwischenfrage: Wie kann man mit SOLCHEN Handschuhen an Achse/Bremse etc. arbeiten? :hä:

    Die sind was für grobmotorische Arbeiten auf dem Bau, aber nichts fürs Auto/dessen Mechanik. Dafür gibt's eng anliegende Handschuhe, mit denen man wenigstens noch sowas ähnliches wie "Fingerspitzengefühl" hat (also zumindest noch merkt, was man gerade in den Fingern hat).

    Ich war nie ein Freund von Handschuhen beim Schrauben - mit diesen moderneren Spezialdingern konnte ich mich inzw. aber doch halbwegs anfreunden. :dafuer:


    Sorry fürs OT - und viel Erfolg beim:

    Weitermachen! :zwinkerer:

    Tim hat den Weg dazu bereits beschrieben.

  • Komischerweise komme ich mit den Handschuhen gut zurecht, ich hab jetzt auch nicht unbedingt Lust, weitere Handschuhe einzusauen ;)

    Hier Mal ein Foto der Federgabel, was meint ihr, kann man das noch Verwenden oder muss das Neu?

    Ich muss noch das Radlager Rauspressen und dann ist der Schenkel schon blank.

    Die Frage ist, wie geht es weiter, wie reinige ich dann Achsschenkel und Trommel am Besten, und wo/wie kann ich das Ganze lackieren (lassen)?

  • federgabel kann neu, und ich denke der laufbolzen wird nicht besser aussehen.

    Buchsen bitte mit erneuern.


    Sobald an diesen Teilen in dem Bereich wo die Buchse läuft Rost ist, sollten sie ersetzt werden. Ansonsten ist der Rost wie Schleifpapier, und die Buchse hat sehr sehr schnell wieder Spiel.


    Bedenke das man die Buchsen immer passig aufreiben muss!

  • Die Federgabel muss aber nicht unbedingt in den Schrott. Die kann auch noch mal abgedreht werden. Kommt auf deren Maß bzw deren Verschleiß an.

  • Eine Bitte hätte ich auch, kannst Du im Querformat fotografieren ?

    Danke :zwinkerer:

  • und hält wie tief der Rost drinne ist.

    Aber grundsätzlich hast du natürlich recht.

  • Im oberen Bereich der FG sind deutliche Narben zu sehen, immerhin ist in der Mitte noch kein Bund zu sehen. Mit Abdrehen hab ich da so meine Schmerzen, ein leichtes ankratzen mag ok sein, aber ein Bauteil an dieser Stelle würde ich ungern durch verschlanken schwächen.

    Starterkranzschmierer, Luftwerkzeugbenutzer, 15W40 Mischer, Westblechpfleger, Autovordergaragemitwarmenwasserwascher, Wohnwagenmitheizungbesitzer, Hohlraumfluidierer usw. usf. och hör bloß uff....

  • Im Normalfall ein Zehntel wegdrehen bzw schleifen reicht meist um den Schaft wieder rund und glatt zu haben.

    Die erlaubten Mindestmaße sind bekannt.

  • Ich mein ja nur. Ein Zehntel ist nicht viel, wenn ich mir so manche Federgabel anschaue, die ich schon aus irgendwelchen Autos geholt habe...

    Starterkranzschmierer, Luftwerkzeugbenutzer, 15W40 Mischer, Westblechpfleger, Autovordergaragemitwarmenwasserwascher, Wohnwagenmitheizungbesitzer, Hohlraumfluidierer usw. usf. och hör bloß uff....

  • Anhand des Fotos kann man da schwer was sagen, da hilft nur messen.

  • Ich mein ja nur. Ein Zehntel ist nicht viel, wenn ich mir so manche Federgabel anschaue, die ich schon aus irgendwelchen Autos geholt habe...


    Das ergibt sich meist bei der Bearbeitung......


    Passig oder Durchfallbuchse.

  • Hängt auch insbesondere von der Quelle der Buchse ab. Die hellgrünen Nachbau-Buchsen haben, zumindest für das untere Lager, einen größeren Innendurchmesser als die DDR Variante. Ich habe 3 versucht einzubauen: Zwei waren direkt zu groß, eine passte perfekt ohne aufzureiben. Wenn dann der Bolzen dünner als normal ist, hat man keine Chance mehr. Ich weiß, hier geht es um die Federgabel, da kenne ich die Nachbau-Buchsen nicht.

  • Welche Presse? Na eine ganz normale Presse. Werkstattpresse 6T sollte vollkommen ausreichen. Für die Buchsen reicht schon der normale Schraubstock oder eine lange Schraube Muttern sowie Unterlegscheiben.

    Selbst Radlager geht zur Not auch am Schraubstock, setzt aber wie an der Presse ein paar passende Hülsen/Druckstücke voraus.

  • Diese Plastebuchsen wäre für mich keine Alternative, entweder Originale oder falls es diese irgendwann nicht mehr geben sollte selbst gedrehte aus Hartgewebe.


    thecookie17 mach Federgabel und Schwenklagerbolzen neu, mit Original Buchsen, Bremstrommel und Achsschenkel sandstrahlen (lassen), Lagersitz und Konus des Spurstangenkopf abkleben, wenn es vernünftig werden soll vorher das Bremsankerblech am machen, nur wichtig dieses wieder dran, bevor Lackiert wird, Lack nehme Ich hochwertigen 1K Lack aus der Spraydose, erst Grundieren und danach Decklack.

  • Wobei 2K-Lack aus der Dose eine deutlich beständigere Alternative für Hobbyschrauber sein kann.

  • Mit 2K habe Ich an Achsteilen bei Gebrauchsfahrzeugen schlechte Erfahrungen gemacht, da dieser schneller zu Abplatzungen neigt als 1K.