Wiederaufbau Trabant 601 Kombi BJ1977

  • 11.10.2021


    Hallo Zusammen,


    nachdem ich mir im Juni einen 601 Kombi (Bj1977) Projektabbruch gekauft habe und mich dann hier am 7.7.21 angemeldet und Vorgestellt habe war erst mal Pause.


    Ich habe noch unser WoMo fertig gemacht und mich fleißig durch Forum gelesen. Jetzt soll es aber losgehen und ich werde den Aufbau hier so gut es geht dokumentieren. Ziel ist es den Trabbi Alltagstauglich aufzubauen, Umbau auf 12V und Zweikreisbremse.


    Letzte Woche waren wir in der Nähe von Schwerin im Urlaub und ich habe mir 2 Tarbant Motoren mitgebracht.


    Heute habe ich angefangen den Trabbi zu strippen und muss sagen ich bin bisher von der Substanz begeistert. Bisher habe ich ein kleines Loch hinten recht in der Kofferraumecke gefunden und die vordere untere Traverse (an die die Stoßstange kommt) muss getauscht werden.


    Unter den Kotflügel ist leider alles dünn mit Unterbodenschutz gestrichen sieht aber auch gut aus. Der Unterbodenschutz kommt natürlich kompl. runter.






    Der Innenraum



    Der Unterboden ist weitgehend Lackfrei und bis auf Oberflächenrost in super Zustand.




    Außerdem habe ich noch den Fahrschemel ausgebaut.


    Viele Grüße


    Frank

  • Sieht, so aus der Entfernung, gar nicht mal schlecht aus. Wenn's unter der Dachhaut keine weiteren bösen Überraschungen gibt, sollte der Neuaufbau gut realisierbar sein :thumbup:

  • 12.10.2021


    Heute habe ich den Fahrschemel, in einer Waschbox an der Tankstelle, mit dem Hochdruckreiniger mal vom Fett der letzten 40 Jahre befreit.


    Außerdem habe ich die beiden Innenkotflügel vom Unterbodenschutz befreit. Die gute Nachricht ich habe keinen groben Rost entdeckt. Ich denke die Fahrerseite ist noch im originalen Zustand mit zwei kleinen Flicken im Radhaus. Auf der rechten Seite wurde wohl mal die Viertelschale getauscht und das sehr ordentlich wie ich finde.

           


    Morgen folgt dann das entlacken des Motorraums.


    Da der Unterboden ja bereits gestrahlt und somit schutzlos ist werde ich mit dem lackieren von Unterboden, Motorraum und den vorderen Innenkotflügeln beginnen.


    Der Lackaufbau ist folgendermaßen geplant. Owatrol so sparsam wie möglich in Spalten und Überlappungen, dann 1K Rostschutz darüber. Falzen mit Dichtmasse versiegeln und anschließend mit 2K EP Grundierfüller für den Endlack grundieren. Die Farbe steht noch nicht ganz fest, allerdings habe ich noch 6l Gelb vom WoMo über daher wird er evtl. gelb mit weißem Dach, mal sehen.


  • weshalb sind den im radhaus VR die ganzen Löcher?


    Owatrol würde ich denke ich erst ganz zum Schluss nutzen (wobei es da auch bessere Mittel geben könnte).

    Und ne 2k Grundierung auf ne 1k Grundierung macht für mich auch keinen Sinn.

  • weshalb sind den im radhaus VR die ganzen Löcher?


    Owatrol würde ich denke ich erst ganz zum Schluss nutzen (wobei es da auch bessere Mittel geben könnte).

    Und ne 2k Grundierung auf ne 1k Grundierung macht für mich auch keinen Sinn.

    Hi,

    warum da die Löcher drin sind kann ich Dir nicht sagen, keine Ahnung.

    1k Grundierung habe ich bisher immer als "Sperrschicht" über dem Owatrol genutzt.

    Die 2k EP Grundierung hält auf dem Owatrol nicht wirklich, ich bin aber für bessere Ideen offen.

    Viele Grüße

    Frank

  • Sehe ich auch so. 1K Grundierung, wie beispielsweise Brantho-Korrux-Nitrofest geht als Trennschicht für Owatrol.


    Allerdings würde ich auch mit den Owatrol sparsam sein, und eher auf vollständige Entrostung setzen. Wenn keine Möglichkeit zum Strahlen besteht, dann kann man kleinere Stellen auch mit der Nylonbürste oder dem Negerkeks behandeln, um metallisch blanke Oberflächen zu erzielen.

  • 13.10.2021


    Heute habe ich den Trabbi tiefer gelegt. Spaß beiseite, da er nicht auf mein Fiat 500 Rollgestell passt und wieder rangierbar sein muss habe ich kurzerhand zu Plan B gegriffen. Ein Vierkantholz mit 2 Lenkrollen.

    Den ersten Fusch habe ich inzwischen auch gefunden. Auf der Beifahrerseite fehlt vorne unten das Loch zum Schweller. Das habe ich gesetzt in erster Linie um in den Schweller zu schauen und um später das Loch zum spülen und konservieren des Schwellers zu nutzten. Dabei habe ich dann feststellen müssen das die untere Ecke faul war und mit einem alten kleine Rollerversicherungsschild zugeklebt war. Gott sei Dank hielt sich der Schaden aber in Grenzen ich habe den vorhandenen Rost rausgetrennt, zwei kleine Bleche gekantet und eingeschweißt.


    Außerdem habe ich angefangen den Motorraum zu entlacken, bisher habe ich keinen Rost gefunden.


  • Du hast da ja eine ganz gute Karosse erwischt. Das Dach hast du aber noch nicht ab, oder?

    Die Mühe mit deinem "entlacken" ist in meinen Augen Zeitverschwendung. Gerade in den Ecken wo der Rost zuerst beginnt kommst du gar nicht hin. Dein Vorteil natürlich das da noch nicht viel ist.

  • Du hast da ja eine ganz gute Karosse erwischt. Das Dach hast du aber noch nicht ab, oder?

    Die Mühe mit deinem "entlacken" ist in meinen Augen Zeitverschwendung. Gerade in den Ecken wo der Rost zuerst beginnt kommst du gar nicht hin. Dein Vorteil natürlich das da noch nicht viel ist.

    Hi,

    das Dach kommt auch noch ab.

    Jetzt werden erstmal er Unterboden (schon gesandstrahlt), der Motorraum, die vorderen Innenkotflügel zur Grundierung mit 2K EP Grundierfüller vorbereitet und dann lackiert.

    Ob ich den Unterbodenschutz hinten auch noch runter mache weiß ich noch nicht genau da vorne darunter ja alles OK war.

    Den Motorraum muss ich soweit entlacken da der Lack nicht wirklich hält. Ist wohl mal ohne jegliche Vorbereitung im Motorraum nachlackiert worden.

  • Das letzte Bild weckt Erinnerungen ||. Was eine sch*** Arbeit, da ich damals nicht die Möglichkeiten zum strahlen hatte. Kleiner Tip wenn Du mit Nahtabdichtung arbeitest, erst 2k Epoxigrund, dann Nahtstellen mit 2K lackieren und dann erst Nahtabdichtung drauf. Den 2K Lack der dann noch sichtbar ist vor dem Lackieren mit Flies anschleifen, dann hält das super.


    Glückwunsch zu guten Basis, viel Erfolg.


    Kai

  • 14.10.2021


    Der Rest vom Motorraum ist auch so gut wie fertig entlackt. Am Wochenende kommen dann noch die ganzen Ecken.

    Nach wie vor habe ich keine groben Rost entdeckt ich hoffe das bleibt so. Auch unter der Batterie ist alles Rostfrei.


           


    Laut dem Nummernschlüssel aus der Kaufberatung ist es auch noch die erste Karosse von 1977.



    Wie ersetzte ich das Frontmittelteil am besten einfach stumpf da zwischen setzen? Im Original ist ja eine umgelegte Blechlasche (Winkel) aber die hat das Rep. Blech ja leider nicht.

  • Macht es Sinn den Keder vor dem Ausbau der Scheibe aus der Scheibendichtung zu ziehen oder kann ich den drin lassen und die Scheibe einfach so rausdrücken?



    Vielen Dank und viele Schrauber Grüße




    Frank

  • Wie ersetzte ich das Frontmittelteil am besten, einfach stumpf dazwischensetzen?



    Im Original ist ja eine umgelegte Blechlasche (Winkel) aber die hat das Rep. Blech ja leider nicht.




    Vielen Dank und viele Schrauber Grüße




    Frank

  • Leichter geht es ohne, da der Keder den Gummi sozusagen 'spannt'. Willst Du den Gummi wiederverwenden? - Gäbe ggf. Dichtheitsprobleme...

    Vorsicht bei evtl. Verbundglasscheibe - die sind beim Rausdrücken rissempfindlich (also schneide ich den Gummi beim Ausbau solcher Scheiben auf der Innenseite lieber ab, um möglichst wenig Druck ausüben zu müssen. Vorsicht ist ggf. besser, als Scheibe neu kaufen :zwinkerer: ).

  • Ist ne alte Sekuridscheibe und den Gummi wollte ich gerne wiederverwenden wenn er noch weich genug sein sollte. Die Frage geht in erster Line in Richtung bekommt man den Keder zerstörungsfrei raus und anschließend wieder rein?

  • Bitte nicht für jede Frage zu deinem Aufbau ein neues eigenes Thema eröffnen. :winker:

  • Bitte nicht für jede Frage zu deinem Aufbau ein neues eigenes Thema eröffnen. :winker:

    sorry das kenne ich so aus anderen Foren. Da es die spätere Suche für gleiche Fragestellungen deutlich erleichtert.

    Nochmal sorry ich wollte hier nichts durcheinander bringen.

    Danke fürs verschieben.

    Frank

  • Der Keder geht ganz leicht raus und mit dem entsprechenden Werkzeug auch leicht wieder rein.

  • Und so ein Kederreißahle gibt es in brauchbarer Qualität auch für den Hobbyschrauber. Alternativ kann man das wohl auch mit einem zurecht gebogen Stück Schweißdraht machen.

  • Ich würde zu einer richtigen Ahle raten, die relativ wenigen Euronen sind wirklich gut angelegtes Geld. ;)


    Wenn Du den Gummi also wiederverwenden möchtest, wirst Du auf jeden Fall Dichtmasse mitverwenden müssen, zumindest in den Ecken. Vor allem unten drückt es sonst gerne durch (Stoß oben verkleben sowieso).

    Wie sagte der selige Vater meines damaligen besten Kumpels immer so schön:

    "Wasser ist doof, das läuft überall hin" ;)