Antriebsschaden P50K

  • Heute hab ich mal gewonnen :)

    Der Simmerringhalter, und alle zerbrochenen Reste sind raus :thumbsup: . Das Getriebe konnte drin bleiben. Ich hab mir aus einem Stück Winkelstahl ein provisorisches Auszugswerkzeug gebastelt und in den Wellenstumpf ein Stück 10er Gewinde geschnitten.

    Beim nächsten mal wird wieder zusammengebaut :)

  • Die Frage wäre, ob die Fummelei im eingebauten Zustand (bei ihm) unterm Strich nicht doch länger dauert, als wenn man's gleich ausbaut und ordentlich rankommt. ;)

  • Ich hab die Motor-Getriebe bei dem Auto schon mal rausgebaut, geht ja nur zusammen.

    So war das der deutlich geringere Aufwand (für mich)

  • Nur zusammen? :hä: Ich hab schon als Stift einen 500er Motor einzeln und alleine ausgebaut (das war insgesamt mein erster übrigens). Die Stehbolzen müssen erleichternderweise raus. :zwinkerer:

  • Hm, das war zumindest bis gerade eben mein Kenntnisstand :S  :/

  • Mit der Aktion habe ich allerdings wohl auch den Grundstein für meinen angeschlagenen Rücken gelegt. Flaschenzug o.ä. gab's nicht, um einen Koll. um Hilfe zu bitten war man einfach zu blöd... :rolleyes:

  • Mittelfristiges Abbüßen von Eigenverschulden.....


    Man munkelt, der Wartburg Motor soll allein noch viel bescheidener ein- und auszubauen sein.

  • Munkelt man... Wobei man sich da immerhin etwas (!) rückenfreundlicher breitbeinig auf den Rahmen stellen und nicht so arg vorn übergebeugt heben muss. Der wurde aber ggf. auch bei uns zu Zweit rausgehoben, quasi von einem dem anderen Koll. weitergereicht.


    Eigenverschulden ist relativ... ALLE haben die Trabimotoren alleine raus- und reingewuchtet, das war seit Jahrzehnten Usus. - Da wäre es - abgesehen vielleicht von dem speziell engen P50-Erstlingsfall - ziemlich komisch bzw. "anrüchig" gewesen, jedes mal einen Kollegen von seiner Arbeit wegzuholen (wenn auch unbestritten vernünftiger).

    Aber ehrlich: wer denkt mit 16, 18, 2X schon an evtl. Spätfolgen und Rückenschäden?

    Das wäre dann wohl viel eher die Pflicht des Chefs gewesen, für Hebezeuge und Gesundheitsschutz zu sorgen. Aber warum sollte er - ging ja auch so... :rolleyes:

  • aus einem Stück Winkelstahl ein provisorisches Auszugswerkzeug gebastelt und in den Wellenstumpf ein Stück 10er Gewinde geschnitten.

    Oh, dann war der Wellenstumpf doch recht weich, evtl auch deshalb so bröselig abgeschert, die die Ich mal hatte, war der Bruch recht glatt.

  • Das du da ein Gewinde rein bekommen hast wundert mich auch sehr.

  • So sehr hart ist das Material garnicht ,die Erfahrungen habe ich zumindest am 311 gemacht .

  • Vermutlich weil viele Teile nur oberflächengehärtet sind. Also nur Einsatzhärtiefen von 1-2mm haben.

    Da soll eben nur die Verzahnung nicht so schnell abgenutzt werden.

    Wäre das durchgehärtet, würde (wäre) es vermutlich viel öfter zum Bruch (ge)kommen.

  • ....wobei "Gewinde" auch ein recht dehnbarer Begriff ist. :)

    Ich hab den 10er Gewindeschneider mit etwas Schneidöl, Schwung und Akkuschrauber ein paar reinfahren lassen bis es nicht mehr weiter ging.

    Das hat gereicht, das die 10er Schraube gehalten hat.

    Aber trotz allem erscheint mir das "Materialgefüge" doch etwas mürbe.....

  • Die Gefahr besteht auch das noch Späne und Metallstücke im Getriebe sind. Würde ich danach nochmal spülen.

  • Ja, das war auch meine Befürchtung. Nur deswegen habe ich den Simmerringträger gezogen.

    Dahinter war aber zum Glück alles sauber.

    Spülen werd ich aber trotzdem nochmal.

  • Zum Glück ist der Gewindebohŕer bei der Prozedur nicht abgebrochen. Mit nen Akkuschrauber "und Schwung" hätte ich mich da nicht rangetraut. :verwirrt: Aber ist ja gutgegangen... :zwinkerer:

  • Ich hätte da trotz allem Bauchschmerzen ,wer weis wie das Diff. beim P50 augebaut ist ,sieht das Späne leicht zwischen die Kegelräder gelangen können. Ob das durch Spülen des gleichen abgetan ist ,wage ich zu bezweifeln.

  • Ganz so viel Sorgen machen ich mir da nicht ;)

    Das Kegelrad ist ja eine Art "Rohr" in der der Mitnehmer steckt. Der Bruch passierte in diesem "Rohr" und die Späne können nur nach außen (innen steckte ja noch der Rest, der von der Rückseite her sauber und ohne Krümel war)

    Beim herausziehen der Reste könnten höchsens Späne zwischen Simmerringhalter und Lager gefallen sein.

    Deswegen habe ich zur Kontrolle den Ring gezogen....

  • Die Späne beim Gewinde schneiden können aber ins Differential kommen.

  • So, die Reparatur war erfolgreich und der Trabant fährt wieder :)

    Eins würde mich aber noch interessieren, wurden die "Mitnehmer" früher noch bei anderen Fahrzeugen verwendet, oder "exklusiv" für das unsycr. Trabantgetriebe entwickelt?

    Die Dinger erscheinen mir recht aufwändig zu fertigen. Ein überdrehtes/-frästes Gußteil..... :/