Hochwasser 2013, 2021

  • Ich lehne mich mal so weit aus dem Fenster und sage: selbst wenn vorher in hohem Maße mit einer Wahrscheinlichkeit informiert wäre, hätte tatsächlich vermutlich kaum eine Vorstellung für diese Katastrophe aufkommen können.

    Der Mensch zweifelt solange er lebt.

    Ich denke aber doch, dass sich bei eindringlicherer Vorwarnung und -information wohl doch etliche Leute von ihren Kellern und Erdgeschossen ferngehalten hätten und somit die Opferzahl geringer ausgefallen wäre.

    ...weil auf den alten Bruchsteinwänden des Erdgeschosses quasi ein Neubau aufgesetzt wurde. Neu im Sinne von komplett neu, mit drei Ringankern, neuen Geschoßdecken, neuem Dach und komplett neuem Mauerwerk. Also auch ein entsprechender Gegenwert da ist und die Police die wir vorher hatten damit auch nicht vergleichbar ist. 500€ Elementarschutz im Jahr käme mir jetzt nicht extrem vor, muß ich zugeben. Und wenn ich ausrechne, wieviele Jahrhunderte man da Elementarschutz einsparen müßte, um die Baukosten wieder reinzuholen...dann zahle ich das lieber, denn das nächste Unwetter kommt bestimmt.

    Bei einem Quasi-Neubau in der offenbaren Größe und Ausstattung Eurer "Hütte" wären mir die (zusätzlichen) 500€ für den Elementarschutz auch nicht extrem vorgekommen, bei unserer sachte aufgehübschten Bauernkate schon. Satte 5500 Öcken hätten wir inzw. dort schon versenkt...

    Wir hatten hier in mittlerweile 31 Jahren genau EIN Mal etwa 70cm Regenwasser im Keller. - Und das resultierte zum einen aus einer fehlenden Wasserableitung/ keinem Bordstein an der Durchgangsstrasse (die wir uns danach erstritten haben) - genau von dort kam das Wasser damals als 2-3m breiter Sturzbach heruntergerauscht. Könnte so inzw. nach menschlichem Ermessen nicht mehr passieren, weil sich die strassenbaulichen Gegebenheiten in diesem Bereich fundamental verändert haben.

    Zum anderen war unsere Anwohnerstr. damals noch unsaniert und unbefestigt, hatte ebenfalls keine Entwässerung, Wasser konnte von dort ggf. noch ungehindert auf den Hof laufen. Schon vor ca. 20 Jahren wurde die Straße incl. Regenentwässerung kpl. erneuert und entsprechend verbessert.


    Bei einer bezahlbareren Alternative für den Elem.schutz bin ich sehr gerne wieder mit dabei (wie vor der fetten Erhöhung viele Jahre gehabt).

    Tatsächlich wurde erst gestern wieder die Forderung nach der besagten Versich.pflicht für alle erhoben und das u.a. im Radio thematisiert. Allerdings fürchte ich, dass das auch diesmal wieder in wenigen Wo in der Versenkung verschwinden dürfte... ?(

  • Wie schon angemerkt, Regen / Rückstau würde bei dir ja reichen...

  • Vorhin gerade im Fernsehen gesehen.

    Eine Geländekarte im Computer, darauf läßt man es regnen und sieht, wo das Wasser hinfließt.

    War ganz einfach. Man konnte sogar die Regenmenge je Zeit einstellen.

    :genau:

    Trabant - seit 1958 ohne Rückruf

    und auch den Elchtest bestanden

  • Das der Regen seit Tagen über diesem Gebiet stand, war jeden Tag auf der Radarkarte zu sehen.

    Ich meine, daß man von der breiten Bevölkerung nicht verlangen kann,

    daß sie sich hinsetzt und ausrechnet, welche Auswirkungen so und soviel Niederschlag für ihren Ort hat.

    Dafür gibt es schleißlich Spezialisten und die Beraten die Verantwortlichen

    und meiner Meinung liegt das Problem bei den Letzteren

    Da bist du vermutlich falsch informiert. Wieviel Niederschlag wann und wo genau herunter kommen wird, konnte niemand vorhersagen. Und die Warnungen waren da. Ab etwa einer Woche vorher war von einer Vb-Wetterlage die Rede, die dann aber nicht ganz eingetreten ist.


    Niemand konnte vorhersagen, wo genau der Niederschlag herunterkommen wird, und welche Auswirkungen er haben wird. In RP und NRW war es beispielsweise nur halb soviel Niederschlag, wie 2002 im Osterzgebirge, aber die Auswirkungen waren deutlich drastischer. Die Problematik ist eben einfach sehr viel komplexer, als sich der Außenstehende vorstellen kann. Schuldzuweisungen, die die Medien aktuell gerade suchen, sind da völlig fehl am Platze.


    Vielmehr sollte man aus solchen Situationen lernen, und die Wissenschaftler werden das auf jeden Fall tun, sonst wären es keine.


    Was dann die Politik daraus macht, ist eine ganz andere Geschichte.


    Gruß Steffen

  • Es wird ja jetzt das Thema Klimaschutz von der Politik extrem thematisiert.

    Was mir dabei auffällt ist, dass wir uns in Deutschland nun vor fast allen Ländern besonders darum bemühen

    wollen bzw. sollen.

    Ich frage mich allerdings was das nützen soll, wenn die umliegenden Länder nicht mitmachen.

    Auch der Rest der Welt müßte entsprechend handeln, was wohl ziemlich illusiorisch ist.


    Zugegeben muß zunächst irgendwo angefangen werden, aber wir allein werden die Welt nicht retten.

  • Krümel Ich könnte das ins Niederländische übersetzen und in einen niederländische Forum posten. Oder in einen Belgischen.

    Global denken, lokal handeln ist da angesagt.

    Und dann nicht international in Emissionsrechte handeln, wie die große Industrien es machen.

  • Die Kernfrage ist, was die USA, China und Indien machen.


    Wir paar Männekens, selbst alle 300 Millionen Europäer zusammen, richten mit all den Maßnahmen nahezu nichts aus, im Vergleich zu den Riesen Indien und China. Wenn es dort weiter qualmt wie bisher oder gar noch mehr, sind unsere Bemühungen sinnlos, weil sie verpuffen.


    Abgesehen davon, daß ich es für äußerst fragwürdig halte, wenn die Menschheit glaubt, sie könne am Erdklima etwas korrigieren. Umweltschutz - ja, und zwar nachhaltig. Weg von der Wegwerfgesellschaft, das wäre für mich Schritt 1. Schluß mit der Ideologie des ewigen Wachstums.

    Aber Klimaschutz? Den halte ich für Augenwischerei.

  • Es wird ja jetzt das Thema Klimaschutz von der Politik extrem thematisiert.

    Das ist super, zig Mrd. für den Klimaschutz versenken.

    Europa bis 2050 auf 0% Emission und China zieht bis 2060 nach.

    Und die Menschen müssen mit Wasser, Feuer und Wind zusehen wie sie klar kommen.

    Es wird eh von einer Erwärmung von 1,5 °C (°K) ausgegangen,

    bzw. wird sogar schon von 2°K gesprochen.

    Da ist eh nicht mehr viel zu retten.

    Für mich wäre es sinnvoller die Mrd. in den Schutz und die Umstellung des Lebens der Menschen zu stecken,

    und nicht, daß man in Kauf nimmt, daß immer mehr Wasser, Feuer und Wind zum Opfer fallen.

    Trabant - seit 1958 ohne Rückruf

    und auch den Elchtest bestanden

    Edited once, last by Atomino. ().

  • Wieviel Niederschlag wann und wo genau herunter kommen wird, konnte niemand vorhersagen.

    Weiter oben hatte ich es geschrieben, daß es gestern im Fernsehen kam.

    Die hatten ein reales Geländemodel, haben es drauf regnen lassen und man konnte genau sehen, was passieren wird.

    Und wenn die Vorherberechnung nur zu 80% oder gar 70% stimmt,

    sollte das ausreichen, um zu erkennen, wo es dicke kommt.

    Trabant - seit 1958 ohne Rückruf

    und auch den Elchtest bestanden

    Edited once, last by Atomino. ().