Hochwasser 2013, 2021

  • Hallo Leute,
    es ist wieder passiert und einige Landstriche sind abgesoffen.
    Wenn jemand bei der Wiederbelebung seiner Pappe Hilfe braucht, dann meldet Euch. So weit es mir möglich ist, werde ich helfen.
    Gruß Jürgen

  • Tja Jürgen,
    oben an der Oder (Stolpe bei Angermünde) ist der Wasserstand drastisch gestiegen.
    Ist sogar schon übern Deich gelaufen...
    War dort von Arbeit aus. Alle Äcker unter Wasser.. Gummistiefel reichen gerade noch so. (aber auch nur Haarscharf)
    In den nächsten 2 Wochen soll es noch um 20 cm steigen.


    Hier in Finowfurt haben wir Glück. Über 20 Grad und Sonne pur.

  • Ich mag mir gar nicht vorstellen, dass, wenn unsere Halle mal unter Wasser stehen sollte, was da alles hinterher kaputt ist.
    vielleicht kann der eine oder andere ja mal noch ein paar Bilder reinstellen, von seiner abgesoffenen Garage, und uns an dem Dilemma teilhaben lassen.
    Für micht ist es fast unvorstellbar was ihr da unten durchmacht, weil bei uns alles drööch ist und wir schwitzen wie die Borstentiere.
    am 21.August 2002, als ich beim Bund war, mussten wir uns vom 2.PiBtl Schleswig auch fertig machen für den Hochwassereinsatz..am Freitag warteten wir auf den Marschbefehl bis abends 19 Uhr..leider kam der nicht mehr und wir mussten nach Hause fahren, wäre da sehr gern runtergefahren und hätte mein Geburtstag auf dem Deich gefeiert. Die Bilder im Fernsehen sind ja teilweise erschreckend!!

    Die Frösi... war das nicht ne Kinder- bzw Jugendzeitschift in der DDR mit lustigen Bastelbögen drin?? :top:
    Anklam 2016: 3.Platz in der Kategorie "Trabant Original Baujahr 79-84"
    und 4. Platz "Trabant 1.1 original"
    stirnfett.de

  • Ich komme aus NRW, finde deine Solidarität aber wirklich toll! Es passiert im Moment für viele Menschen in den betroffenen Regionen viel Leid. Wenn alles Überstanden ist wird jeder versuchen müssen wieder in den Alltag zurück zu finden und dein Hilfeangebot ist eine gute Sache. Ich hoffe, dass die Pegelstände bald sinken werden!

  • Heute gegen 15 Uhr hatte ich auch "Landunter". Weltuntergang und das Wasser stieg innerhalb von 5 Minuten im "Bach" neben der Werkstatt (Wassertiefe normal 2 - 4 cm) auf viel mehr als einen Meter: Wassereinbruch in Firma, aber nur paar Zentimeter (3 - 4). ich stand neben meinem "Hugo" und sah dem Wasser beim Steigen zu! Etwa 30 Minuten später schien die Sonne! Das Wasser ist wieder seit etwa 17 Uhr aus der Werkstatt raus (keine Schäden, da nur ein alter Karton abgesoffen ist). wann hört das Scheißwetter endlich auf?

  • Mit etwas Glück in 150 Jahren ??

    Gruß Guido
    Stattlicher Satzverständiger für sprachliche Irritationen------------------------------------------------------------------------------- Niveau sieht nur von unten aus wie Arroganz.
    Mercedes Achtzylinder V8 500SEC Coupe--
    Duo Dreirad--Ford Explorer-- Materia--
    Microcar Lyra Bj 1999 Lombardini-Diesel 500ccm,Ligier Ambra Diesel in Restauration,
    Trabant Universal Bj 1983 12Volt Drehstrom-Lima
    Velomobil go-one2

    Edited once, last by Anne: Überflüssiges Zitat entfernt. ().

  • Mein Beileid an alle vom Hochwasser betroffenen!
    Mich selbst Hat es nur beinahe erwischt.
    Hab bei einem Kumpel meinen Warti 353 & 600er Trabbi stehen.
    Ein drittes Fahrzeug (vom Kumpel) mit festen Bremsen. :augendreh:
    Als ich das letzte Auto aus der Gefahrenzohne schleppte, stand das Wasser 15cm hoch.
    Danach noch bis in die Nacht, Sachen aus Garagen, Werkstatt, Nebenräumen in sicherheit gebracht.
    Wasserstand ging um 15cm zurück, dachte wir haben es überstanden.
    Am nächsten Morgen, stand das Wasser im Erdgeschoss 78cm hoch.
    Nachdem das Wasser zurück gegangen war, Schlamm und.......


    Mein Kumpel kam zwei Tage später aus Norwegen (Urlaub) zurück. :hau:
    Mfg Henry

  • Mich hats auch erwischt.
    Das Wasser stand Kellerdecke plus 40cm.
    Das erste Bild wurde nach 10 Stunden auspumpen in meinem Keller aufgenommen.
    Man glaubt gar nicht, was alles schwimmen kann :S
    Das zweite ist vom Haus.

  • Die Trabien Eulen waren am Samstag auch Helfen und haben in


    Walternienburg (Sachsen Anhalt) Sandsäcke gefüllt so wie sich das gehört wir helfen gerne wenn wir können

    Hier könnte ihre Werbung stehen :thumbsup:

  • Wir in Sachsen hatten es 2002 erlebt ...


    Bildquelle: https://www.trabantteam-freita…ra/dieflut2002/index.html

    Nicht jeder Sachse kann jetzt in Westdeutschland mit anpacken. Aber jeder kann finanziell helfen! Revanchieren wir uns für die Hilfen von damals, geben wir denen etwas zurück.


    Wassermassen unterspülen Häuser, Gebäude stürzen ein, rutschen ab, Menschen sterben: Die Hochwasserkatastrophe im Westen Deutschlands bringt Chaos, Verwüstung und Leid. Das endgültige Ausmaß kann noch nicht abgeschätzt werden.


    Die Stiftung Lichtblick, eine Initiative der Sächsischen Zeitung, ruft auf, zu spenden. Das Geld wird in vollem Umfang vor Ort von Kooperationspartnern der Stiftung unbürokratisch an Betroffene ausgezahlt. Die Sächsische Zeitung wird in den nächsten Wochen über die Menschen, denen geholfen werden konnte, ausführlich berichten. „Menschen helfen Menschen in Not“ heißt das Motto, unter dem Lichtblick seit 1996 zu Spenden für Bedürftige in Sachsen aufruft. In diesem Fall geht es um Solidarität mit den Flutopfern im Westen Deutschlands.


    Ostsächsische Sparkasse Dresden

    Stichwort: „Sachsen gibt zurück“

    IBAN: DE88 8505 0300 3120 0017 74

    www.lichtblick-sachsen.de

  • Super Idee das mit dem Hilfegedanken hier ein zu stellen . Ja was derzeit hier im Westen mit Hochwasser abgeht ist schon heftig . Ich habe die letzten beiden Tage zum Glück ohne Schaden überstanden . Die Trabis hatte ich schon einen Meter höher in die Garage geholt da der unser Grundstück begrenzende Bach kurz davor war unser Grundstück zu betreten . Es ist Wasser der Rur aus dem Rurstausee der ca 24 km von uns sein Wasser abgibt . Wir hatten Glück aber etliche Städte und Dörfer an der Rur hatten weniger Glück bis nach Holland hinein . Von der anderen Seite unseres Dorfes liegt der Tagebau Inden in diesen ist die Inde eingebrochen und hat den Überschwemmt dabei verschwand ein Mitarbeiter des Tagebaus in den Fluten . In der Eifel hat die Rur und der Vichtbach gewütet Straßen und Häuser gingen zu Bruch . So schlimm war das hier noch nie . Die Nachrichten hier sind voll mit Horrorgeschichten und Bildern . Etliche Tote hier in Deutschland ,Belgien und Holland hat es leider auch gegeben . Ich glaube hier wird jede Hilfe gerne angenommen .

  • In den NL noch keine Hochwassertoten. Verglichen mit Pepinster, Schuld oder Erftstadt ist Valkenburg a/d Geul eigentlich ein Leichtfall, so schlimm es dort auch ist.

    Aber spannend bleibt es vorerst noch. Deichen drohen zu brechen, ein Loch ist schon provisorisch gedichtet, und Zehntausende werden vorsorglich evakuiert, müssen manchmal die Haustiere zurücklassen.

  • ;(

    Hochwasser...

    Bei aller Tragik des Geschehens mit Menschenopfern, die Logistik des Staates hat nahezu versagt.

    Hier beginnt der Begriff "Heimatfront" .

    Es ist echt traurig....

    Bei gleicher Umgebung lebt doch jeder in einer anderen Welt!


    Artur Schopenhauer

  • Die Wetterfrösche hatten es schon eine Weile vorher angekündigt, was dort anrauscht.

    Trabant - seit 1958 ohne Rückruf

    und auch den Elchtest bestanden

  • Die Wetterfrösche hatten es schon eine Weile vorher angekündigt, was dort anrauscht.

    Das kann man nicht so uneingeschränkt stehen lassen. Noch am Anfang der Woche gaben die Meteorologen eine leichte "Entwarnung" (bzw. Abschwächung der vorherigen Warnung), da eine Vb-Wetterlage nicht ganz zu Stande gekommen war.


    Und in der Tat sind die aktuell in NRW und RP gemessenen Niederschlagsmengen deutlich unter denen, die 2002 und 2013 in Mitteldeutschland (bzw. 2002 vor allem im Osterzgebirge) herunter gekommen sind. Trotzdem sind die Auswirkungen mindestens genau so drastisch wie 2002, oder höchstwahrscheinlich sehr viel extremer.


    Das ist eher ein Indiz dafür, dass der aktuelle Stand der Wissenschaft noch nicht ausreicht, um halbwegs verlässliche Prognosen zu treffen. Wo genau das von den Meteorologen angesagte Wasser durch die Landschaft rauscht, hängt maßgeblich von den topographischen Gegebenheiten ab, und davon, wieviel Wasser ein Boden aufnehmen kann, bevor es ungebremst ins Tal rauscht. Das sind äußerst komplexe Zusammenhänge, und niemand ist aktuell in der Lage, wirklich alle Faktoren zu messen und einzuschätzen.

    ...die Logistik des Staates hat nahezu versagt.

    Diese Aussage wirkt etwas befremdlich auf mich. Für mich liest es sich so, dass du selbst betroffen bist, und irgendwas bei der Rettung deiner Familie oder eurer Habseligkeiten schlecht funktionierte. Wenn das stimmt, dann kann ich das nachempfinden.


    Aber was die "Logistik des Staates" angeht: Den Medien zu Folge sind alle Mittel und Ressourcen aktiviert, um die Katastrophe in den Griff zu bekommen. Genau wie 2002 und 2013. Und im Großen und Ganzen bin ich immer wieder überwältigt, dass das trotz aller Reibungsverluste so gut funktioniert. Eine Katastrophensituation ist eine enorme logistische Herausforderung. Eine zentrale Koordination wird damit immer überfordert sein.

    Hier beginnt der Begriff "Heimatfront"

    Ja, genau. Alle müssen mitmachen. so war es ja auch 2002 und 2013. Und es funktionierte.

  • Diese erneute, mit den vermehrt auftretenden Wetterextremen einhergehende, Naturkatastrophe macht aber auch wieder eines deutlich:

    statt immer nur an den (bestenfalls mittel-, eher langfristig evtl. wirksamen) "Klimaschutz" zu denken und dort Unmengen an Geld reinzustecken, müsste noch viel mehr in sofort wirksame Unwetterschutz-Maßnahmen investiert werden. Die Wetterexreme sind da und die lassen sich auch nicht mehr zurückdrehen.

    Wichtig wäre also z.B., Entwässerungen für Starkregenereignisse zu ertüchtigen, Aufnahmebecken und Überflutungsflächen schaffen, wo möglich Deiche zurückversetzen, das sturmfest Machen von Dächern fördern,...

    Oder z.B. - statt immer nur Energie und Mobilität - auch die Flächenversiegelung zu verteuern und gesetzlich zu erschweren.

    Aktuell ist hierzulande genau das Gegenteil der Fall:

    laut B.umweltministerium werden täglich 52 Hektar (73 Fussballelder - andere Quellen sprechen von deutl. über 100! :staun: ) Fläche "verbraucht", zu Wohn-, Straßenbau- oder sontigen Zwecken. Davon rechnet man zwar "nur" bei knapp der Hälfte mit tatsächlicher Versiegelung - aber selbst das ist noch eine enorme Menge, die der Versickerung dauerhaft entzogen wird. Tag für Tag!

    Zwar beabsichtigt "man", diesen Flächenverbrauch bis 2030 auf "weniger als 30 ha zu verringern, aber auch das ist m.E. noch immer viel zu viel.

    Da braucht man sich alleine nur den irrsinnigen (die Preise ebenso irsinnig hochtreibenden) "Bauboom" auf der grünen Wiese ansehen, während anderswo alte Gebäude verfallen. Gebäude, die oft mit wesentlich weniger Mat.aufwand noch für mehrere Generationen zu ertüchtigen und weiter nutzbar wären. Die bräuchten dann eigentlich auch gar nicht auf einen 'Niedrigenergiestandard' runtergedämnt und ultradicht gemacht zu werden, um unterm Strich öko-logisch zu sein.


    Das Ausmaß der Katastrophe(n) im Westen macht tatsächlich fassungslos, vor allem die hohe Anzahl an Todesopfern. :traurig:

    Wir werden, wie schon bei den damaligen Hochwasserdesastern im Osten, das wenige tun, was man von hier aus machen kann: mit einem Obolus auf eines der Spendenkonten wenigstens ein klein wenig zur Linderung der Folgen beitragen.

  • ...müsste noch viel mehr in sofort wirksame Unwetterschutz-Maßnahmen investiert werden.

    Das sehe ich auch so. Aber man sollte auch nicht vergessen, dass insbesondere in Mitteldeutschland seit 2002 viele Milliarden Euro in einen wirksamen Hochwasserschutz investiert wurden. Ich sehe das besonders in meiner Heimatstadt Dessau. Da wurde sehr viel gemacht, und inzwischen gab es schon mehrere Pegelstände, die deutlich höher als 2002 waren, und locker auf einer Backe abgesessen wurden (außer 2013, da war die Kacke wieder am dampfen, weil 10km Flussabwärts scheinbar das Geld alle war).


    Ich gehe davon aus, dass es in den betroffenen Gebieten in RP und NRW nicht anders laufen wird. Entlang des Rheins sind über die Jahrzehnte die Schutzmaßnahmen mitgewachsen, und dort wird vermutlich auch die aktuelle Situation auf einer Backe abgesessen. Entlang der kleinen Nebenflüsse lebt man ebenfalls seit wer weiß wie lang mit Hochwasser-Situationen, nur hat es eine solche Extremsituation seit vermutlich mehreren hundert jahren nicht gegeben. Ich bin mir sicher, dass auch dort zukünftig viel in bessere Schutzmaßnahmen investiert werden wird, auch wenn man das nicht in der Tagesschau sehen wird.


    Dass das ganze Klimaschutz-Geschwafel gerade jetzt in der Politik wieder hochkocht, dürfte vor allem an der bevorstehenden Bundestagswahl liegen. Da haben die Wahlkämpfer ja nun eine passende Steilvorlage bekommen. Wichtig ist, dass sich die Kanzlerkandidaten zum richtigen Zeitpunkt die Gummistiefel anziehen. (Obwohl ich die Notwendigkeit des Klimaschutzes insgesamt natürlich nicht kleinreden möche).

  • Dass in deñ einschlägig bekannten, schon mehrfach extrem abgesoffenen Orten und Regionen schon viel gemacht und investiert wurde, ist mir natürlich bekannt. ;)

    Nur nützen die dortigen Maßnahmen den bedauernswerten Leuten, die anderswo abgesoffen sind und absaufen werden, eben herzlich wenig.

    Was ich meine, ist ein Umdenken in der Breite. Das fängt beim regelmäßigen Reinigen und Spülen der Entwässerungssysteme an (die z.B. bei uns in der Straße anfänglich regelmäßig jährlich gemacht wurde, die letzten Jahre aber gar nicht mehr - eingespart offenbar :schulterzuck: ) und es hört bei deren Erweiterung incl. groß bemessener Auffang- und Versickerungseinrichtungen noch lange nicht auf.

    Das muss - nach und nach aber eben doch zeitnah - überall passieren, weil "es" eben auch überall passieren kann.

    Zu teuer? - Vmtl. nicht mal viel teurer, als all die enormen Schäden, die aktuell wieder entstanden sind (von den zukünftig zu erwartenden ganz zu schweigen!).


    Die besagte ausufernde Flächenversiegelung müsste unbedingt deulich eingeschränkt werden. Stattdessen werden Ein- und Zufahrten, Höfe, Vor"gärten" etc.pp. zugepflastert, dass die Heide wackelt.

    - Immer in der Hoffnung, dass "die Brühe" im E-Fall schon zum Nachbarn laufen wird. Dumm nur, wenn stattdessen die von dem oberhalb in den eigenen Keller läuft, nachdem sie auf dem Weg dorthin freie und sickerfeste Bahn hatte. :augendreh:


    "Effizient zu bearbeitende" Riesenfelder, ohne die früher üblichen Hecken /evtl. Wasser- und Schlammlavinen zumindest bremsende Baumstreifen, sind ein weiteres schlechtes Beispiel dafür, wie seit Jahrzehnten genau in die falsche Richtung gewirtschaftet wurde.