Metallstoßdämpfer Wartburg 311

  • Hallo,


    mir sind vor kurzem zwei alte Stoßdämpfer aus Vollmetall für den Wartburg 311 zugelaufen. Bei diesen ist die Schutzhülle, die es üblicherweise nur noch in Plaste gibt, auch aus Metall. Spricht etwas dagegen, diese zu verbauen? Hat jemand Erfahrungen damit, z.B. Klappergeräusche aufgrund des Metalls? Irgendeinen Grund muss es ja geben, dass die Produktion umgestellt wurde (billiger?).


    Viele Grüße

  • Das sind die für den 311er, was dann spätestens 1965 auslief.


    Sie sollten schon frisch regeneriert sein, ansonsten ist es mindestens 55 Jahre alte Lagerware.


    Variante B: du tauschst über jemanden ein, der so etwas noch suchst und dir dafür vielleicht deutlich Aktuelleres zu Verfügung stellen kann und will...

  • Der Plan wäre die regenerieren zu lassen und dann zu verbauen wenn nichts dagegen spricht. Vom Baujahr passt es prima. Zudem dürften die stabiler als die Plasteteile sein, da ist mir schon eines gerissen.

  • Einfach wirkend - doppelt wirkend beachten!


    Am 312 / 353 / 1.3 dürfen die nicht verbaut werden, zu klein und falsche Wirkungsweise.

  • Hallo Mossi,


    was meinst Du mit einfach wirkend - doppelt wirkend? ich habe mal die Rostschicht entfernt. Es ist ein liegender Stoßdämpfer mit SWH zu erkennen sowie die Nummer TD 1-27-150.

  • Einfach wirkend ist einer der nur auf Zug dämpft und doppelt der in beiden Richtungen dämpft.

  • Danke Dir. Welche Wirkungsweise hat dann dieser? Und ist dann die Wirkungsweise bei den 312 / 353 / 1.3 Dämpfern anders, obwohl die doch teilweise auch für den 311 geeignet sind?

  • Weil es zwar zulässig war / ist, beim 311 doppeltwirkende einzubauen, aber bei den schraubengefederten Nachfolgetypen keine einfachwirkenden.


    Die Eigendämpfung der Blattfeder ist deutlich höher.

  • Ok, dann sollte es aus technischer Sicht also besser sein in Verbindung mit der Blattfeder die alten einfach wirkenden einzubauen oder irre ich mich da?

  • Ja du irrst. Der doppelt wirkende war ja eine Weiterentwicklung des einfach wirkenden. Ziel war es den Fahrkomfort zu erhöhen und den Verschleiß zu verringern.


    Dadurch kann z.B. ein "Durchschlagen" verhindert werden, was beim Trabant dazu führte die Fangbänder weglassen zu können. Keine ausgerissenen Radkästen mehr, keine Scheuerstellen mehr auf den Hinterachsen.


    Aus technischer Sicht ist der doppelt wirkende immer die bessere Wahl.

  • Nicht in jedem Fall.

    Beim P50 /60 an der Hinterachse ist es nicht ratsam die doppelt wirkenden zu verwenden wenn die Radkästen noch im Orginalzustand ohne Verstärkungen wie beim 601 sind. Dann gibt es recht schnell Risse im Radkasten.

  • Auf den verschlissenen Buckelpisten der DDR ganz sicher......

    Viele Fahrwerksteile halten heute deutlich länger, ganz einfach weil die Straßen größtenteils um ein vielfaches besser sind. In den 70zigern war eine Blattfeder am Trabant bei Erhebungen des Herstellers nach durchschnittlich 40-50tkm verschlissen. Heute ist die min. doppelt so lang drin.

    Und ich bin zich tausende Kilometer im P50 Limo und Kombi mit doppelt wirkenden Dämpfern gefahren.....ohne Risse.

    Und selbst wenn, die kann man ja auch mittels schweißen reparieren.

  • Eigentlich geht es mehr um die VA, die 500/600er hatten nicht umsonst das gewellte Zusatzblech an den Aufnahmen.

    Schwachpunkt ist links und rechts am Windlauf, wo verzinnt wurde. Da riss der Popel früher oder später auf, wenn der Radkasten die Stehwände links und rechts bearbeitet.

    Gerade früher auf schlechten Wegstrecken.