Fahrgestellnummer Radschale, Oldtimer Gutachten

  • Guten Tag zusammen,


    ich habe 2 Fragen:


    1. Mein Trabant besitzt eine Fahrgestellnummer an der zwischen Motorraum und Fahrer (offiziell eingetragen). Und eine zweite, andere an der rechten Radschale bei den Zündspulen.

    Ist das üblich, oder wurde da was ausgetauscht?

    Beide Nummern passen zum Jahr 1975.


    2. Mein Trabant soll demnächst ein Wertgutachten erhalten. Restauriert wurde er bereits.

    Könnt ihr mir Tipps geben um den Wagen noch besser da stehen zu lassen? Bzw. was wird besonders akribisch begutachtet?

    Ist es sinnvoll dazu die komplette Fahrzeug-Historie mit Bildern und Rechnungen etc. beizulegen?



    Vielen Dank! :)


    Liebe Grüße


    Max

  • Bitte Bitte benutzt doch mal die Suche. Was die Nummer auf dem Radkasten bedeutet wurde bestimmt schon 100 mal erklärt.

    Das ist eine laufende Nummer aus der Produktion, sogenannte Fortschrittsnummer.

    Ist mehr oder weniger unwichtig. Wenn sie nicht mehre Tausend oder Zehntausend abweicht von der FIN übern Tank ist alles gut.


    Bei einem Gutachten kommt es auf den Gutachter an. Wenn das Auto normal sauber und gepflegt ist, wird es auch mit Tricks nicht mehr wert......die Tricks kennen Gutachter.

    Und um so mehr Belege zum Auto existieren, um so besser. Immer alles mitnehmen, der Gutachter sucht sich raus was er für die Einschätzung braucht.

  • Könnt ihr mir Tipps geben um den Wagen noch besser da stehen zu lassen?

    Wenn du ihn besser da stehen lassen willst, anstatt ihn zu fahren, wozu benötigst du dann ein Wertgutachten?


    Gruß

    Benjamin

    Fährt und schraubt gern IFA *Simson S50B1* *Schwalbe KR51/1* *Trabant 601 LX '88* :love:

  • st es sinnvoll dazu die komplette Fahrzeug-Historie mit Bildern und Rechnungen etc. beizulegen?

    Ja, das ist sinnvoll.


    Ich hatte fü meinen Trabant dies gemacht.

    Ich habe alle Rechnungen aus den Werkstätten, etc.

    Es wurde dokumentiert und im Gutachten erwähnt.

    Jetzt wo ich tot bin ist alles soviel leichter,
    ihr müsst alle aufstehen und ich schlaf einfach weiter.


    Nicht lange raten, recherchieren! Original-Trabant.de

  • Die Nummer an der Stirnwand in der Nähe des Tanks ist die Fahrzeug-Identifikationsnummer (FIN), früher schlicht Fahrgestellnummer. Auf die kommt es an - sie ist die Identität des Fahrzeuges.


    Die Nummer auf dem Radkasten ist die Karosserienummer. Sie liegt im Normalfall etwas höher als die FIN, da mehr Karosserien produziert als FIN vergeben wurden. Das hing mit der Lieferung von Ersatzkarosserien für Unfallwagen oder Grundinstandsetzungen an Werkstätten zusammen.


    Bei Kombi-Karosserien gab es auch noch eine dritte Nummer, nämlich die aus dem Karosseriewerk Meerane, wo jeweils im laufenden Jahr durchgezählt und entspr. nummeriert wurde.

  • Danke an alle hilfreichen Hinweise.


    Bezüglich der Dokumentation habe ich jetzt knapp 200 Seiten zusammen.

    Das werde ich mit beilegen.

  • Die Nummer auf dem Radkasten ist die Karosserienummer. Sie liegt im Normalfall etwas höher als die FIN, da mehr Karosserien produziert als FIN vergeben wurden. Das hing mit der Lieferung von Ersatzkarosserien für Unfallwagen oder Grundinstandsetzungen an Werkstätten zusammen.

    Vollkommen klar. Wie könnte man aber erklären, dass sie im ersten Produktionsjahr (1964) im Oktober noch etwa 500 Zähler kleiner war als die FIN. Auch davon ausgehend, dass es manipulationsfrei ist.

    Ob das den in diesem Jahr mehrfach gewechselten Nummernkreisen (64....., 65....., 10.....) geschuldet ist?

  • Bei Kombi-Karosserien gab es auch noch eine dritte Nummer, nämlich die aus dem Karosseriewerk Meerane, wo jeweils im laufenden Jahr durchgezählt und entspr. nummeriert wurde.

    Höchst interessant! Wo finde ich die?

  • Ob das den in diesem Jahr mehrfach gewechselten Nummernkreisen (64....., 65....., 10.....) geschuldet ist?

    Das ist eine Möglichkeit - vermutlich sogar die wahrscheinlichste.

    Die andere ist, daß man irgendwann aufgrund des Modellwechsels P60/P601 mal neu angefangen hat zu zählen. Oder daß man bei den Karossen mit Beginn des Geschäftsjahres genullt hat - das wäre am 1. Oktober gewesen und auch eine mögliche Erklärung. Das weiß ich aber nicht.

  • Ebenfalls auf dem Radkasten, in Form einer ovalen Plakette. Bei frühen Kombi-Jahrgängen auch an der Stirnwand, direkt eingeschlagen.

    Hab am WE endlich mal nachgeschaut, bei meinem Universal (06/1990) steht da dur die Karrossienummer, nix weiter.