Kupplung richtig einbauen

  • Fakt ist, wenn der Automat überstülpt ist, hat er zu wenig Druck. Dann sollte man an der Maßhaltigkeit etwas korregieren.

  • Ein DDR Automat mit Bandmitnahme soll 7mm Ausrückweg haben. Demzufolge sollte eine 6,5mm Scheibe funktionieren.

    Wenn auch dieser (es sieht auf dem Bild so aus) irgendwie "regeneriert" wurde so kann man natürlich für nichts garantieren. Wenn der Ausrückweg durch neue nicht dem Original entsprechende Teile ersetzt wurde kann das natürlich auch dazu führen das es nicht so funktioniert wie es soll.


    Es gebe eine Möglichkeit das zu testen. Einen großen Ring aus einem 1mm Blech herstellen und unter den Automat legen. Hilfsweise wenn man auf Motor aus und einbauen steht, kann man zum testen auch einfach Unterlegscheiben runter packen.

  • Ein DDR Automat mit Bandmitnahme soll 7mm Ausrückweg haben. Demzufolge sollte eine 6,5mm Scheibe funktionieren.

    Wenn auch dieser (es sieht auf dem Bild so aus) irgendwie "regeneriert" wurde so kann man natürlich für nichts garantieren. Wenn der Ausrückweg durch neue nicht dem Original entsprechende Teile ersetzt wurde kann das natürlich auch dazu führen das es nicht so funktioniert wie es soll.


    Es gebe eine Möglichkeit das zu testen. Einen großen Ring aus einem 1mm Blech herstellen und unter den Automat legen. Hilfsweise wenn man auf Motor aus und einbauen steht, kann man zum testen auch einfach Unterlegscheiben runter packen.

    Kann man machen, oder man lockert die Schrauben bis der Automat kommt (1 Umdrehung=1mm) . Und dann schaut man, an welcher Stelle es am sinnvollsten ist nachzuarbeiten.

  • Um einen Vergleich zu haben, hier das Mass von einem neuen DDR Automaten mit Bandmitnahme im unbelasteten Zustand.



    Ein wenig gelaufener Gebrauchtautomat war identisch.

    Damit sollte sich was anfangen lassen.


    -Höhe der Schwungscheibe 19mm

    -neue Kupplungsscheibe gefedert ca. 5,8mm

    -Höhe Automat Anschraub-/Reibfläche 16,5mm


    Ausgehend von Originalteilen sollte es damit funktionieren.

  • Danke für die Maße. Werde ich mal messen wenn der Motor wieder draußen ist. Hab jetzt mal Original DDR Beläge + Nieten bestellt. Mal sehen wie es damit wird. Wenn ich richtig rechne 19-16,5-5,8=-3.3 sollte der Automat also 3,3mm vorgespannt werden. Selbst mit der 6,5er Scheibe wären es 4mm. Klingt eigentlich ganz ok. Denke es war bei mir einiges mehr.

  • Gestern alles wieder zerlegt. Der Automat hat etwas Farbe bekommen aber ist bestimmt normal wenn er die ganze Zeit schleift. Maße hab ich kontrolliert und sind alle so wie bei euch bis auf die Kupplungsscheibe. Aufgefallen ist mir das auf der Reibfläche der Schwungscheibe eine leichte Erhöhung spürbar ist wenn man mit dem Finger drüber geht. Wollte die zwar eigentlich nicht ausbauen aber mal plandrehen würde wohl nichts schaden. Muss ich die Dichtung zum Kurbelgehäuse unbedingt erneuern oder nur wenn sie hinüber ist?

  • Das sieht mir fast so aus als wäre das Drucklager auch ein Problemfall.

    So wie die Stelle aussieht schleift der Graphitring dauerhaft.

    Die Dichtung der Schwungscheibe verbleibt am Motor.

    Vorsicht beim abdrehen, denn dann nimmst du wieder Reibfläche weg, ggf. Schwungscheibe ersetzen.

    Ein Oldtimer ist wie die Freundin Deines besten Freundes, Du kannst Sie ansehen, ja bewundern aber bitte nicht berühren!

    Edited once, last by oldtimerfreund ().

  • Die Anlassfarbe da ist nicht normal. Das Ausrücklager darf unbetätigt nicht anliegen.

    Wenn alles eingebaut ist, sollte mit der Hand ein Leerweg von ein paar Millimeter spürbar sein bevor es auf den Automat trifft.



    Hast du mal ein Bild wo man das Lager samt Getriebe sieht? Die Gabel mit dem Lager muss innen am Getriebe anliegen.

  • So, wie das an deinem Automat aussieht hast du aber kein Problem mit der Kupplungsscheibe, sondern eher

    mit dem Schleifring.

    Graphitschleifring Kupplungsausrücklager - Kupplung - Trabant 601 - Trabant Danzer DDR-Autoteile (danzer-autoteile.de)

    Bei solchen Anlassfarben ist eher zu vermuten, dass es den Graphitring überhaupt nicht mehr gibt und Eisen auf Eisen schleift.

    Der Graphitring muss zwei(4) deutlich sichtbare Schrägen aufweisen.

  • Ich denke das die Anlassfarben daher kommen das die Wärme sich von der "Schleifplatte" auf die Feder und dann auf den Ring verteilt. Der Graphitring ist vorhanden und Spiel war eher zuviel. Nur Schrägen erkenn ich keine. Kann den Hebel aber im zusammengebauten Zustand (ohne Bautenzug) ca. 4cm bewegen bis ein Anliegen spürbar ist. Für was sind eigentlich die Schrägen am Graphitring? Das der nicht ganzflächig anliegt und die Reibung verringert wird?

  • Wenn der Graphitring soweit abgeschlissen ist, daß es die Schrägen nicht mehr gibt, gilt sie als abgenützt und soll ersetzt werden..

  • Ich denke das die Anlassfarben daher kommen das die Wärme sich von der "Schleifplatte" auf die Feder und dann auf den Ring verteilt.

    Das ist nicht plausibel. Wieviel Wärmemenge soll denn das bissel Kontaktfläche der Feder auf den Ring übertragen? Dann müsste die Feder schon geglüht haben, um den Ring blauzuärgern. Außerdem müssten die Anlassfarben verstärkt im Bereich des Wärmeeintrags auftreten, und auf dem Foto sieht es nun mal eindeutig so aus, dass es aus Richtung Schleifring kommt.

  • Wie steht es eigentlich mit der Leichtgängigkeit und der vollständigen Rückstellung der Ausrückgabel aus?

    Die muss sich leicht bewegen lassen und via der dort eingebauten Spiralfeder alleine vollständig bis Anschlag am Getriebegehäuse zurückstellen, wie Tim schon schrieb.

  • Die Verfärbung ist schon merkwürdig, den Hebel des Ausrücklager konnte ich mit dem Finger ca. 5mm bewegen also kann doch der Ring eigentlich nicht geschliffen haben.

    Die Ausrückgabel geht sauber wieder zurück ans Getriebe. Ist auch leichtgängig, kann man mit dem Finger locker bewegen. Der Graphitring hat keine Schrägen mehr. Ist es ratsam nur den Graphitring zu wechseln oder immer das ganze Lager?

  • Ist es ratsam nur den Graphitring zu wechseln oder immer das ganze Lager?

    Hallo, das bleibt dir überlassen, dein Graphitring ist jedenfalls verschlissen.

    Die Aufnahme des Graphitring verschleißt nur sehr gering und wenn dann nur in den Drehpunkten.

    Es gibt zahlreiche Anbieter die sowohl den einzelnen Graphitring, als auch das komplette Lager anbieten.

    Auch ein axiales Rollendrucklager gibt es zu kaufen, das soll allerdings des Öfteren Probleme bereiten.

    Ein Oldtimer ist wie die Freundin Deines besten Freundes, Du kannst Sie ansehen, ja bewundern aber bitte nicht berühren!

    Edited once, last by oldtimerfreund ().

  • Der Ring ist geklebt und an der Seite ist ein ganz kleiner Stift als Sicherung. Braucht man auf jeden Fall einen guten und haltbaren Kleber.


    So ganz kann ich noch nicht nachvollziehen wo dein Problem ist. Am ehesten tippe ich hier wie Tole sagt auf die zu dicke Scheibe. Damit wird der Automat zu weit vorgespannt und verliert so an Anpresskraft. Das wäre son bissel wie wenn du die Kupplung immer ganz leicht trittst.


    Liegt dein Fuss beim Fahren (unbewußt) öfter auf dem Kupplungspedal?

  • Ich kann mich erinnern das ich auch schon mal einen unbenutzten Automaten gehabt habe der auch so blau angelaufen war.

    Das blaue hat vielleicht nichts mit der rutschen den Kupplung zu tun und ist schon so gewesen.

    Als ich in den 90er den ersten neuen Motor in meinen 600er eingebaut habe ging es mir ähnlich. Vermeintlich neuen Automaten, neue Scheibe, alles zusammen gebaut und nichts passierte, keinerlei Kraftschluß.

    Es lag daran das der Automat ein regenerierter war mit abgedrehter Druckplatte.

  • Auf seinem ersten Bild ist die Druckplatte aber noch nicht angelaufen.

  • Blitzmerker, toll, das du das jetzt sa(h/g)st.

  • Stimmt, hast recht, hab mir das Foto noch mal angesehen, da war noch nichts zu sehen. Dann ist mir das auch nur erklärlich wenn da beim Fahren permanent der Grafitring draufdrückt, warum auch immer.