Autonomes Fahren

  • 100% autonomes Fahren wird es nie geben, solange das Grundgesetz nicht geändert wird (und hoffentlich auch nie wird).

    Zusätzlich verblöden die halb inaktiven Verkehrsteilnehmer noch mehr, als sie es jetzt schon sind.

  • Allein mir fehlt der Glaube das es zu meinen Lebzeiten noch soweit kommt.

    Solange ich lebe wird es Straßen geben und Verbrenner werden auch nicht aussterben.


    Zur Not koche ich meinen Sprit dann selber für einen Sonnatgsausflug.

    Ich dachte immer, Du willst schön gesund ziemlich alt werden? Dann wird's aber eng vmtl. ...;)

    In 30 Jahren sehe ich keine Verbrenner heutiger Prägung mehr auf den Straßen (und auch keine "freifahrenden" Oldies mehr ?( ).

    Da wird es ggf. auch nichts nutzen, Sprit zu haben/zu besorgen/selber "kochen" zu können - weil man ihn vmtl. gar nicht mehr wird fahren/verbrennen dürfen. Da bin ich mir fast sicher...

  • ...


    Bei wirklich vollautonomen Fahrzeugen sollte dann hoffentlich der Hersteller oder der Wartungsbetrieb in der Verantwortung stehen. Bis das soweit ist, wird es ganz sicher noch einige Jahre dauern.


    ...

    Das Autohaus hat da keine Mitverantwortung (Reparaturfehler mal ausgenommen).


    An der Software haben wir keine Aktien. Wir haben auch null Einfluß drauf, was der Tester bei einem Update grade runterlädt und ans Auto schickt. Auftrag 'Servicemaßnahme xyz' oder 'Rückrufaktion abc': Tester ran, Maßnahmencode eintippen und machen lassen.

  • Und ich meine, ohne das klemmende Gaspedal wäre die Unfallsituation wohl gar nicht erst entstanden und darum musste folgerichtig der Hersteller haften - hat die damalige Rechtsprechung offenbar genauso gesehen.

    Ja, in den USA. Das ist eine andere Welt. Natürlich ist der Hersteller auch irgendwie mit verantwortlich, wenn ein technischer Defekt vorliegt, der zu einem Unfall beiträgt. Genau so muss der Bediener einer technischen Anlage aber auch in der Lage sein, beim Eintreten eines technischen Defekts adäquat zu reagieren. In dem konkreten Fall wäre die Reaktion eine ganz natürliche gewesen: nämlich bremsen. Aber bei den Amis ticken die Uhren offensichtlich anders.


    Ich habe übrigens noch nie gehört, dass ein Reifenhersteller verklagt wurde, wenn ein Unfall durch einen Reifenschaden verursacht wurde. Auch das steht in der Verantwortung des Fahrzeugführers und eine solche Situation ist sicherlich deutlich schwerer zu beherrschen, als einfach nur auf die Bremse zu treten.


    Wie weiter oben schon gesagt: das quasi-autonome Fahren stellt sicherlich hohe Ansprüche an den Fahrzeugführer, beim wirklich vollautonomen Fahren sollte das eher anders sein, abgesehen von der Haftpflichtversicherung. Aber davon sind wir ein Stück weit entfernt.

  • Ich dachte immer, Du willst schön gesund ziemlich alt werden? Dann wird's aber eng vmtl. ... ;)

    Ja.....

    Eng? Wenn ich ich es so düster wie du sehen würde ganz sicher ja.

    Da ich aber positiv optimistisch bin, werde ich alt und fahre bis zum Schluss Trabant. 🙂

    Denn ich bin mir sicher, dass es selbst in 50 Jahren noch Selberfahrer geben wird.

    Schon allein die Zeit die man gerade braucht um nur deine Haftungsfrage endlich mal zu klären.

  • Wir werden sehen... Mein Optimismus bezüglich des "ewigen" Trabantfahrens hält sich jedenfalls in Grenzen. Gerne ließe ich mich hier positiv überraschen. ;)


    Fridl : Wenn der Reifenschaden auf einen (Material)Fehler des Herstellers beweiskräftig zurückzuführen wäre, würde der bestimmt haften müssen. Aber wann war bzw. ist das wohl der Fall?

    In den allermeisten Fällen passieren dieses Schäden doch durch Fahren mit zu wenig Luft, durch Fremdkörper oder durch "unsachgemäßen Gebrauch" (also z.B. Vorschäden durch Überfahren von Bordsteinkanten oder das Durchpoltern von Schlaglöchern). Ein ganz anderes Paar Schuhe meiner Meinung nach.

  • Eher unwahrscheinlich, dass Du dann wirklich noch zufrieden sein wirst/kannst diesbezüglich, fürchte ich. Alles andere sollte mich ebenso wundern, wie erfreuen.

    Allerdings werde ich in 50 Jahren definitiv nicht mehr da(bei) sein. Das ist wiederum kein Pessimismus, sondern purer Realismus. ;)

  • Wir werden sehen... Mein Optimismus bezüglich des "ewigen" Trabantfahrens hält sich jedenfalls in Grenzen. Gerne ließe ich mich hier positiv überraschen. ;)

    Andersrum...du sprichst schon immer so, dass weiß man. Auch schon vor 10 Jahren diese düsteren Prognosen.

    Und was ist seit 2010 in die Richtung (wirklich einschneident) passiert?

    Garnichts............

  • Gar nichts stimmt nicht ganz, es gibt immerhin die Umweltzonen und damit de facto Fahrverbote, die ich auch unterschätzt hatte.


    Andererseits...das H steht uns jetzt allen offen, es gibt nirgendwo wirklich Beschränkungen und wir dürfen fahren soviel wir wollen. Oder uns leisten können.


    Ganz so pessimistisch wie Kollege fahrgast sehe ich es jedenfalls auch nicht.

  • Es ist schon einiges passiert und vorbereitet worden, googelt mal Gesetztgebung autonomes Fahren. Als Kind hätte ich auch nie gedacht mal ein privates Telefon oder TV mit Fernbedienung zu haben. Jetzt gibt es Internet, Handys, 3D-Drucker, Internetwährungen, Mc Donalds und wir Quatschen mit Alexa.

  • Zuallererst sollte die Haftungsfrage (im Falle eines vom autonomen Fzg. verursachten Unfalls) eindeutig geklärt werden. Halter/"Fahrer" oder Hersteller, Software-Fa. ?

    Haha, da hat sich doch der Scheuer Andi mit seinem Ministerium schon dran versucht. Da man aber eingesehen hat, daß es da nicht nur Haftungsprobleme gibt (oder auch Datenschutz, etc.), hörte man lange nichts mehr davon.

    Interessanterweise ist grade im Bereich Autonomes Fahren/Verkehr die Technikgläubigkeit weithaus höher als im Bereich Kommunikation/Informationstechnik. Die Erwartungshaltung, künftig seine Kinder allein in die Schule fahren zu lassen oder nachts betrunken heimgefahren zu werden, ist halt groß.


    Automatikgetriebe. Die Logik wie das Ding Schaltet und Gas annimmt hab ich bis heute nicht verstanden. manchmal fährt es sich super, manchmal ist es zum verzweifeln.

    Wird wohl eine adaptive Automatik sein. Die lernt von dir und passt sich deiner Fahrweise an. Hatte ich mal im Volvo. Die brauchte immer eine gewisse Zeit, um sich von einem Fahrzustand (Gibihmautobahnindenwesten auf Schaukelmitderfamilieindenfeierabend) an den anderen zu "adaptieren".

  • Tomsailor: "Wir quatschen mit Alexa" ? ! Davon müsste ich wissen... ;)

    Andersrum...du sprichst schon immer so, dass weiß man. Auch schon vor 10 Jahren diese düsteren Prognosen.

    Und was ist seit 2010 in die Richtung (wirklich einschneident) passiert?

    Garnichts............

    Gar nichts? Vor 10 Jahren waren E-Autos noch (scheinbar ferne) Zukunftsmusik und absolute Exoten. Mittlerweile sind sie schon deutlich sichtbar unterwegs und die Zulassungszahlen steigen (massiv subventioniert) weiter und weiter.

    Umweltzonen gibt es längst und so eine massive Klimadiskussion gab es vor 10 Jahren auch noch nicht. Ebenso wenig die damit deutlich einhergehende Verteufelung des Individualverkehrs. Und wir sind mit unseren "alten Stinkern" der unwichtigste und "schmutzigste" Teil davon, was über kurz oder lang in den Focus rücken wird (Diskussionen über die H-privilegien in Umweltzonen gibt es längst...).

    Andererseits...das H steht uns jetzt allen offen, es gibt nirgendwo wirklich Beschränkungen und wir dürfen fahren soviel wir wollen. Oder uns leisten können.

    Das ist doch nur der Status quo - und der ist keineswegs in Stein gemeißelt. Schon ganz und gar nicht für die genannten 50 Jahre (m.E. nicht mal für die nächsten 15-20... ).

    Die Luft für die Bewegungsfreiheit unserer Fzge. wird garantiert dünner werden und das "leisten können" wird an Bedeutung gewinnen. Alles andere wäre wäre ein schieres Wunder.

    Euren (Zweck)Optimismus in allen Ehren - ich kann ihn nicht teilen. Dafür sind mir die Vorzeichen, in welche Richtung es wohl gehen wird, eindach zu deutlich. Leider... X/

  • Ich fahre Trabant, genauso wie vor 10 Jahren auch. Es hat sich nichts geändert! Ob es da nun mehr E-Karren gibt oder nicht, welche Rolle spielt das genau für den Trabantfahrer?

    Die Zonen gabs auch vor 10 Jahren schon, kann man mit dem erwähnten H trotzdem rein (wenn man denn muss).

    Also was hat sich für dich in den letzten 10 Jahren geändert?

    Dass das Drumherum in Bewegung ist...garkeine Frage.

    Ich bleibe dabei, dass ich annehme auch noch in 10 Jahren genauso wie jetzt unterwegs zu sein. Benzin könnte dann mehr kosten......


    Und die Diskussionen um H wirds auch immer mal wieder geben. Auch nichts neues. Und im Grunde wird es ja besser. Was heute ein H bekommt ist teilweise mit bis zu Euro3 unterwegs, also "sauberer" als ein "Stinker" aus den 60zigern.

    Selbst (Klein)Serienelektrofahrzeuge sind demnächst oder schon mit H dran. Golf3-E, Skoda Favorit-E, Citrön Saxo-E.

    Insofern schreckt mit eine wiederkehrende H-Diskussion auch nicht sonderlich.


    Wenns da mal einen Entwurf zur Entscheidung einer Gesetztesänderung geben sollte horche ich auf. Vorher atme ich weiter locker durch die Hose. :)

  • Wird wohl eine adaptive Automatik sein.

    Oder Automatisiertes Schaltgetriebe, wie es jetzt oft anzutreffen ist.

  • "Wir quatschen mit Alexa" ? ! Davon müsste ich wissen...

    IM "Alexa" kommt mir auch nicht ins Haus. Es reicht mir da schon das Handy was mich ausspioniert.

    Unter autonom fahren verstehe ich das das Auto alles komplett alleine macht. Alles andere sind Assistentsysteme.

  • Das wäre Stufe 4 oder 5, hochautomatisiert oder vollautomatisiert.

    Bei beiden kann das Auto alles, bei Stufe 5 würde noch der Fahrer und die manuelle Bedienung komplett entfallen.

    Heißt, es gibt quasi nur ein Passagierabteil in dem der zu Befördernde sitzt und das Fahrzeug selbstständig ohne jegliche Möglichkeit des Eingriffes, abgesehen von der Angabe/Änderung des Ziels per Spracheingabe, sein Ziel autonom ansteuert.

    Das ist zwar dann autonomes Fahren, aber für mich kein Auto mehr im Sinne dessen was ich darunter verstehe.

    Eher ein "Straßenbeförderungsgerät" oder sowas.