CO2-Steuer-2021

  • In Eupen auf der Herbesthaler Straße war es auch hin und wieder sehr günstig. Aber ich weiß nicht, ob du dort vorbei kommst, Maasmechelen ist ja doch ein kleines Stück weg.

    Zur Schlosserkurs fahr ich wöchentlich an Bruno vorbei. Direkt hinter der Brücke häufen sich Tankstellen aller Art.

    Für 'ne Tourfahrt eignen die Ostkantons sich sehr gut; für alles Andere ist es für mich total aus der Richtung. Es sei ich muß zum Möhrenmuseum. Ich bin nur gespannt wie das wallonische Vornehmen mit der Oldtimerbegrenzung sich entwickelt, und wie die das handhaben wollen. Die Idioten haben vor ab 2023 aus ganz Wallonien eine LEZ (low emission zone) zu machen, aber für Fahrzeuge die maximal 3000km im Jahr fahren soll 'ne Ausnahme gelten.


    Na ja, mehr als 3000km im Jahr schafft man auf deren holprigen Straßen eh nicht...

  • Aktuell kostet bei uns der 5er gerade 1,469 - in der 20km entfernten Ex-Kreisstadt bis zu 18ct mehr! Wären mal runde 36 Pfennig Unterschied gewesen - ziemlich irre, oder? :doof:

  • sieh das ganze Mal in Relation, dann hätte der Liter auch 3DM gekostet, da fällt es dann schon weniger auf ob es 3DM sind, oder 3,40DM ;)

    Aber ungesund ist das Niveau und die Preisunterschiede trotzdem langsam.

    Mal sehen wohin die Reise geht...

  • Habe gerade gelesen, dass Thüringen eine Rep.prämie für E-Geräte einführen will, 50% bis 100 € immerhin. Halte ich für eine gute, der allgemeinen Wegwerfmentalität mal etwas entgegengehaltende, Idee. :thumbup:


    Wobei natürlich die Geräte erstmal überhaupt noch reparabel/mit normalen Aufwand zerlegbar sein müssen....

    Und es bliebe zu beobachten,, ob sowas evtl. einen "Mitnahmeeffekt" bei den Rep.preisen auslösen wird.

  • Das ist mal ein guter Ansatz. Ich frage mich nur, wenn die Förderung ausläuft, wird dann wieder alles weggeschmissen? :/

  • Da ist der Wunsch Vater des Gedanken......


    Wie schon gesagt wurde, welche Haushaltsgeräte lassen sich überhaupt noch reparieren und wieviele qualifizierte Reparturbetriebe gibt es noch?


    Kompenenten sind heute teil so gebaut, dass man garnichts mehr reparieren kann, sondern nur noch ganze Einheiten/Baugruppen austauschen kann, was mitunter dann oft der wirtschaftliche Totalschaden ist.


    Wer ab und an mal ein Gerät aufschraubt das defekt ist und versucht es zu reparieren wird das kennen.


    Ein Beispiel: mein Akkuschrauber Bosch blau der fast täglich im Einsatz ist, hat geknistert und dann war Ruhe.

    Ich hab ihn zerlegt und der Schaden war eine gebrochene Blattfeder für eine der Kohlen.

    Früher warn da Spiralfedern dran und selbst die billige Baumarktbohrmaschine hatte ein Tütchen Ersatzkohlen dabei.

    Bosch früher bekannt dafür das man jede Schraube als Ersatzteil kaufen konnte .... heute schwierig. Der Motor des Akkuschraubers ist schon so konstruiert, dass man keine Kohlen mehr tauschen kann. Nur den kompletten Motor kann man tauschen, was ich dann mit entsprechenden Kosten fürs Ersatzteil (60€ der Motor, statt 5€ für ein paar Kohlen mit Feder) getan habe.


    Und so ist es heute mit div. Geräten, die sich teilweise schon durch ihre Konstruktion weigern überhaupt noch aufzugehen. Da ist eine Reparatur garnicht vorgesehen. Und außerhalb der Garantie wird das bestenfalls für besonders hochpreisige Artikel noch etwas.

  • Mir ist am Wochenende der 4. Boschmotor vom Fahrrad kaputt gegangen. 7 Jahre alt das Rad, 38.000 km. Den 3. Motor bekam ich voriges Jahr bei rund 30.000 km auf Kulanz, immerhin. Jedes mal der gleiche Defekt.

    Jetzt hab ich mich selbst damit beschäftigt, es gibt jemanden in Süddeutschland, der ein Zahnrad entwickelt hat, welches auch hält, er hat bislang um die 100 davon in 3 Jahren verbaut , ohne Reklamationen. Ich habe das Ding jetzt dorthin geschickt. Ich hätte auch nur das Zahnrad für 70,- erwerben können, lasse ihn das aber machen, macht dann 210,-

    Traurig für Bosch.


    Hintergrund, das Zahnrad wird heiss auf den Motorfreilauf aufgespritzt, wenn es abkühlt, hat es ordentlich Spannung. Bei Drehmomentspitzen knallt es dann.

    Er hat eins entwickelt, was quasi eine Metalleinlage mit 6 Schrauben hat und spannungslos montiert wird.

  • Diese hohe Ausfallzahl ergibt eine bemerkenswerte Ökobilanz für ein Fahrrad, das ja in der Richtung eigentlich eher entlastend wirken sollte.


    Ich hab mir vor 3 Jahren mein drittes Neufahrrad gekauft - nach einem 24er "Pionier" 1986 (VEB Fortschritt-Landmaschinen) und einem 28er "Barbarossa" 1990 (vermutlich MIFA) nun ein "Diamant", allerdings ohne elektrische Unterstützung. Und mich würde mal interessieren, wieviele Kilometer man mit einem bereits vorhandenen PKW fahren kann, bis man soviel Umweltbelastung erzeugt hat, wie bei der Fahrradproduktion entsteht. Nur mal interessehalber.

  • Die zu verarbeitenden Massen an Endprodukt sind dafür schon eine Indikation.

    Und dabei stecken unser Trabis gar noch nicht so schlecht ab, die 32 kg Außenhaut sind weniger als was ein modernes Auto an Innenausstattung mitschleppt.

    Noch zu schweigen von der Beständigkeit.

  • Schon in den Achtzigern, als wir von unsere Nebenverdienst als Zeitungen austragen Stereokomponente sammelten, galt bei Zweifel das Gewicht als Geheimtipp. Der größte Kostenfaktor von Produktion (damals noch in Japan) bis Laden war (und ist) der Transport, also wurde jeden überflüssige Gramm gespart. Wenn ein Verstärker also schwerer war, mußte das ein guter Grund haben, auch wenn wir nicht wußten welche.

  • Geplante Obsoleszenz scheint heute kein Einzelfall mehr zu sein.


    Gutes Beispiel, dass es auch anders geht :

    Ich habe innerhalb kürzester Zeit 2 Rührgeräte RG 28 S geschenkt bekommen.

    Die müssen jetzt mindestens 30 Jahre alt sein.

    Bei beiden habe ich die Gehäuse geöffnet ( 4 Schrauben ) und innen eine Reinigung

    vorgenommen, sowie das Getriebe neu gefettet.

    Ergebnis - Funktion einwandfrei, wobei beide auch zuvor noch liefen.


    Somit dürfte ich bis ans Ende meiner Tage auf diesem Gebiet ausgesorgt haben.


    Noch ein Beispiel :

    Meine Mutter hat sich z.B. nach dem Krieg ein Diamant Fahrrad gekauft, und ihr Leben

    lang genutzt. Kaputt gegangen ist da bis auf die Bereifung nie was.

    Ich hätte dieses Rad womöglich noch heute, aber mein Sohn hat sich das Rad irgendwann

    klauen lassen.

    Wahrscheinlich wußte der Dieb was Qualität ist. ;)

  • Das Hauptübel ist die Stellschraube am Energiepreis! Ob nun in Form der Strompreise, Öl- und Gaspreise und natürlich der Kraftstoffpreise, egal ob für Diesel-, Benzin- oder Gasverbrenner. Das damit die gesamte Warenlogistik einschließlich Transportwirtschaft immens verteuert wird und diese letztendlich alle Produkte einbezieht, liegt klar auf der Hand. Der Umwelt zuliebe darfs gern auch noch etwas mehr sein!


    Aktuellstes Beispiel! Keine Riesaer Nudeln mehr im Kaufland-Regal.


    Hintergrund der Entscheidung: Die Teigwaren und Kaufland hatten sich bei den Jahresgesprächen nicht auf einen Preis einigen können. Weil in den vergangenen Jahren die Preise für Rohware, für Kraftstoff und für Energie rasant gestiegen seien, sei man zu Anpassungen gezwungen gewesen, erklärt Teigwaren-Geschäftsführer Mike Hennig.


    Kaufland, das wie der Discounter Lidl zur Schwarz-Gruppe gehört, ist mit solchen harten Verhandlungstaktiken aber nicht alleine. (Quelle: https://www.saechsische.de/rie…d-regal-5461890-plus.html)


    Da freut sich demnächst die Konkurrenz aus dem Westen. Oder die Sachsen machen es demnächst doch noch ein wenig billiger??? Darin haben sie ja in den vergangenen Jahrzehnten ausreichend Erfahrung sammeln können. Stichwort: Bundesland mit den niedrigsten Stundenlöhnen!

  • Die erpresserische Macht, die die 4 großen Discounter-Konzerne gg.über ihren Lieferanten skrupellos ausspielen, ist ein prima Beispiel dafür, was und wie "der Markt richtet".

    Bei NP (Edeka) gab's die Riesaer Nudeln letzte Wo noch reichlich. Wir kaufen die schon seit langer Zeit fast ausschließlich. :*

  • Das Thüringer Rep.-Fördermodell wurde vorhin im TV nochmal präzisiert:

    es gibt max. die 100 € , pro Person und Jahr (als 50% einer Rechnung oder auch auf mehrere kleinere verteilt).

    Ich halte diese Förderung jedenfalls für gut und sinnvoll! :top:

    Ein gutes Beispiel hierfür wäre der Akkuwechsel am Schmiertelefon - anstatt des weit verbreiteten ex und hopp.

    Hat meine bessere Hälfte an ihrem Eier-fon erst vor 3 Monaten machen lassen - funktioniert bestens.

    Mein Akku ist auch nicht mehr der Beste. Da warte ich mal noch 'n bisschen - vielleicht macht das Thüringer Beispiel ja Schule... :zwinkerer:

  • Momentan legen die Hühner wie verrückt, sogar die Laufenten.

    Da werden Nudeln erst gar nicht mehr eingekauft. ;)


    Gruß

    Benjamin

    Fährt und schraubt gern IFA *Simson S50B1* *Schwalbe KR51/1* *Trabant 601 LX '88* :love:

  • Riesaer Nudeln, Wurzener Reis sowie viele viele Konservenprodukte aus den neuen Bundesländern haben zwischen 2004 und 2008 selbst hier im tiefsten Bayern eine regelrechte Renaissance erlebt. Genau so schnell ist das aber auch wieder abgeebbt. Obwohl beispielsweise beim Edeka-Simmel in Unterhaching immer wieder von Kunden nachgefragt (weil es die Produkte ja schonmal gab), sind sie fast komplett aus dem Sortiment verschwunden.


    Inzwischen muss ich mir schon lange wieder Ostpakete schicken lassen ;-)

    Ich kaufe Nudeln schon länger nur noch im Hofladen. Unvergleichliche Qualität mit sämtlicher Kaufhallenware.

    Nicht ganz. Aus Riesa gibts (oder gabs?) auch Hausmachernudeln (in der schwarzen Verpackung). Ich meine, da merkt man kaum einen Unterschied zu wirklich selbstgemachten. Die (schwarzen Riesaer) bekommt man inzwischen auch kaum noch zu kaufen, nicht mal in der Heimat. Zum Glück gibts in einem kleinen Laden im elterlichen Dorf seit einiger Zeit sehr gute Suppennudeln von einem Hofgut aus der Region zu kaufen. Die sind immerhin so gut, dass wir uns bisher noch nicht veranlasst fühlten, das Rezept, dass uns die Großmutter noch rechtzeitig vor ihrem Ableben weitergab, selbst auszuprobieren.

    Oder die Sachsen machen es demnächst doch noch ein wenig billiger??? Darin haben sie ja in den vergangenen Jahrzehnten ausreichend Erfahrung sammeln können. Stichwort: Bundesland mit den niedrigsten Stundenlöhnen!

    Hmm.. das erinnert mich an die Halberstädter. Die machten mal eine vorzügliche eingeweckte Kartoffelsuppe (in der Dose, aber trotzdem fast wie selbst gemacht). Dann kam eine wirtschaftliche Schieflage des Unternehmens, weil die Produkte zu teuer in der Herstellung waren. Dann verschwanden viele Halberstädter Produkte aus den Regalen, und das Produktportfolio wurde stark ausgedünnt. Ein paar Jahre später gab es dann plötzlich Halberstädter Kartoffelsuppe im Sonderangebot bei Penny zu kaufen. Aber was war da drin? Der billigste Dreck! Palmfett, Synthetikfleisch etc. pp. in einer Qualität deutlich unterhalb "erasco"

    Die erpresserische Macht, die die 4 großen Discounter-Konzerne gg.über ihren Lieferanten skrupellos ausspielen, ist ein prima Beispiel dafür, was und wie "der Markt richtet".

    Das sehe ich auch als das größte Problem der freien Marktwirtschaft. Es geht sogar noch weiter: Denn viele Kunden sind bereit, bessere Qualität mit mehr Geld zu bezahlen. Das hat der Handel auch erkannt. Aber ebenfalls hat der Handel auch erkannt, dass ein Großteil der zahlungswilligen und -fähigen Kunden auch doof genug ist, um sich verarschen zu lassen. Ein Öko- Bio- oder Sonstwas-Siegel lässt sich eben bei nahezu gleichem Einkaufspreis wie Billigschrott, viel teurer verkaufen, als andere wirklich hochwertige Produkte, die eben nur nicht die entsprechenden Siegel haben.


    Gruß Steffen


    PS: Wo ich gerade bei der Doofheit der Kunden bin setze ich noch einen drauf:

    Heutzutage ist eigentlich davon auszugehen, dass der größte Teil der Bevölkerung im mittleren Alter wenigstens eine 10jährige Schulbildung hat.


    Gestern wurde ich im N3 Fernsehen eines Besseren belehrt: Es ging um Waschmittel; U.a. wurden Leute auf der Straße befragt, ob sie die Dosieranleitung von Waschpulver verstehen. Das entsetzende Ergebnis war, dass die meisten nicht damit zurecht kamen, dass die Menge in der Regel als Volumen angegeben ist! Die wollten das echt irgendwie in eine Masse umgerechnet bekommen, statt es einfach mit einem Becher abzumessen! ;(:doof::doh:


    Und das Schlimme daran ist: Es ist davon auszugehen, dass die Befragten sogar einen Führerschein hatten! Was soll einen da noch wundern... ;(

  • Riesaer Nudeln kann man übrigens beim Hersteller bestellen.

    Ich weiß, da wird dann wieder Lebensmittel durch die Gegend gekarrt. Aber die Möglichkeit besteht eben und das Sortiment ist gigantisch. So in keinem Laden zu finden, außer vielleicht vor Ort beim Hersteller. Ach ja, das Riesaer Nudelmuseum ist auch interessant und sein Besuch kann mit einem Nudeleinkauf kombiniert werden. ;)


    Schwiegermuttern bestellt dort ab und zu mal und meine Frau (und andere Leute) hängt sich dann mit ran. So wird es auch wieder halbwegs ökonomisch.



    Gruß

    Benjamin

    Fährt und schraubt gern IFA *Simson S50B1* *Schwalbe KR51/1* *Trabant 601 LX '88* :love:

  • Alles unter der Voraussetzung, daß man Nudeln entsprechend goutiert....


    Nudelarme Erziehung sage ich da nur.....