Zylinderkopf oder Fußdichtung oder beide undicht?

  • Hallo,


    mein 601 Motor ölt aus einem der beiden Zylinder. Anbei ein Foto:





    Was meint ihr zu dem Ölfilm? Reicht es die Kopfdichtung zu wechseln oder sollte ich die Fußdichtung gleich mit machen?

    Viele Grüße

    Sascha

  • Ich täte sogar alle vier neu machen. Denn so viel zusätzliche Arbeit ist das ja nicht.


    MfG

    hjs

  • Fußdichtung ist eher selten, Krümmer sehr häufig.

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  • Ich wollte es schon schreiben, Fussdichtungen kenne ich nur, wenn mindestens eine Mutter nicht richtig fest ist oder sich gelockert hat. Sprich, kontrollier die Fussmuttern, sitzen die, würde ich deshalb nicht die Zylinder ziehen.

  • Wenn ich einen Motor habe der so aussieht....zerlege ich den sowieso komplett, denn anders bekomme ich den garnicht sauber.


    Undichtigkeiten kommen auch gern über die Stehbolzen/Schrauben oben zum Kopf hin nach außen.

    Das Problem der ZKD ist, dass sie innen zum Stehbolzen hin am dünnesten sind und dort unberbranntes Öl über den Bolzen rausgedrückt werden kann. Das geschieht lange unbemerkt, weil es dabei keine merkbaren Kompressionsverluste gibt. Man sieht das erst beim genauen Hinsehen, wenns dann wie hier vom Themenersteller zu sehen hinten am Zylinder runterläuft. Viel tun kann man dagegen wenig, außen bei Anziehen ein paar (wenige) Nm dazu zu geben.



    Man kann das gut nach abnehmen der Muttern/Schrauben/Zylinderkopf (je nach Ausführung) sehen wenn sich genau dort Öl gesammelt hat.


    Das ist aber auch eher ein Problem jüngeren Datums. Die alten ZKD waren mit kleinerem Innendurchmesser und auch an den Schrauben dick genug um nicht so zu "suppen".


    Hier der Vergleich, oben die beiden Alten und unten eine Neue.


    Edited 3 times, last by Tim ().

  • Bin anderer Meinung, in der Nähe der Bolzen ist der größte Druck, noch dazu auf schmalerer Fläche. Wenn die Bolzen zu viel angezogen werden, verzieht sich der Kopf.

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  • Das darfst du gerne sein, aber du wirst doch nicht bestreiten, dass genau da immer besonders viel Öl zu finden ist bis in die Bohrung der Köpfe?


    Und genau deshalb schrieb ich WENIG mehr anziehen. Das bei zuviel die Köpfe krum werden ist klar.

  • Hier der Vergleich, oben die beiden Alten und unten eine Neue.


    Das war mir noch nicht bewusst, danke. Auch im höheren Alter kann man immer was dazulernen.

    Danke

  • welchen innen Durchmesser haben die alten?

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  • Der Sascha2000 hat ja noch nichts wieder geschrieben, deshalb noch eine kleine Anmerkung.

    Solltest du dich für das Tauschen der Kopf und Fußdichtungen entscheiden, setz dich bitte dringend vorher mit der fachgerechten Montage (ausrichten der Zylinder) auseinander. Die Kurbelwelle und die beiden Zylinder sind momentan aufeinander eingelaufen!

    Fußdichtung einfach nur mal tauschen, damit die neu ist, wäre deshalb nicht immer der beste Gedanke.

  • welchen innen Durchmesser haben die alten?

    Die Zylinderkopfdichtung mit dem Innendurchmesser 75,4 - 0,4 wird serienmäßig ab 28. 11. 1966 Motor-Nr. 60-301372

    verwendet.

    Davor war sie 74 -0,4 (wurde in die 75,4 geändert da es Probleme mit der Phase (zu groß)am Zylinder gab) und ab Juli 1968 dann die bekannten 82. Der Bund am Kopf kam erst 1969.


    Damit man es besser ablesen kann hab ich es "hingeschoben". Beim messen waren es 75,15.


  • Hallo,


    vielen Dank für eure Unterstützung.


    Bzgl. Zylinderfußdichtung würde ich es machen wie hier beschrieben... oder?

    Wechseln der Fussdichtung, was beachten?

    Jedoch neige ich gerade dazu erst mal die Kopfdichtung zu tauschen, den Motor zu reinigen und dann mal schauen ob er noch Ölt.

    Viele Grüße

    Sascha


  • Bei einem Durchmesser von 74/75 müsste ja auch der Kopf anders sein sonst würde der Feuersteg mit auf die Dichtung drücken.

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  • Jedoch neige ich gerade dazu erst mal die Kopfdichtung zu tauschen, den Motor zu reinigen und dann mal schauen ob er noch Ölt.

    Das ist ne gute Idee, du kannst ja dabei trotzdem die Verbindungen am Fuß noch auf festen Sitz kontrollieren.

    alles schön sauber machen, dabei aber peinlichst darauf achten, dass nichts von dem Schmodder im Motor oder Verbrennungsraum landet.

    Normal hättest du den Tausch der Kopfdichtung im eingebauten Zustand durchführen können.

    Warum ist den der Motor überhaupt ausgebaut??

    Wenn der eh schon draußen ist, warum bemühst du dich nicht um ne ordentliche Regenerierung, der sieht ja nicht so aus, als hätte er erst paar hundert km hinter sich.

    Viel Spaß

  • Hallo,


    >Warum ist den der Motor überhaupt ausgebaut??


    Weil die Kupplung durchgerutscht ist.


    >Wenn der eh schon draußen ist, warum bemühst du dich nicht um ne ordentliche Regenerierung, der sieht ja nicht so aus, als hätte er erst paar hundert km hinter sich.


    Lt. Tacho und Vorgeschichte hat er knapp 19000km hinter sich. Ich habe den Motor gesäubert, die Kopfdichtungen getauscht, den festen Sitz der Schrauben am Fuß kontrolliert. Auch die Kupplung habe ich getauscht.

    Der Motor sieht jetzt wieder ganz ordentlich aus. Da er bisher gut lief, will ich ihn wieder einbauen und mal schauen ob er jetzt dicht ist. Sollte er Probleme machen, dann lass ich ihn überholen.


    Viele Grüße

    Sascha

  • Na dann gutes Gelingen.

    und viel Spaß

    :thumbsup:

  • Da würde ich mich aber fragen wieso bei angeblich 19tkm die Kupplung rutscht.

    Matt ist das neue Hochglanz
    Zwei Zylinder, zwei Takte und ein Mikuni: da geht was! :thumbsup:

  • Weil der Tacho vermutlich weniger Umdrehungen hatte oder ne Komplette Umrundung und 19T, der Motor sah ja vom äußeren Bild auch nicht nach 19T km aus eher nach ner kompletten Runde des Tachos.