Verschleiß der ausgebauten Kupplung bestimmen

  • Im Grunde nicht.......und ja, da die DDR Beläge nicht mehr werden, kann es sinnvoll sein nur einseitig zu tauschen um die Reststärke wirklich auszunutzen.


    Ich würde aber messen ob sich das wirklich lohnt. Die Maße stehen ja jetzt hier drin und man kann, wenn man eine Seite abgebohrt hat ja mal messen wieviel Restwandstärke vorhanden ist.


    Im Normalfall ist es aber so, das zwar eine Seite weniger Verschleiß hat, aber am Ende dann doch nicht soviel wie man meinen würde (wenn man nachmisst).

  • Messen - das werde ich dann mal machen. Verwendbares wegschmeißen war noch nie meine Devise.

  • Gut, dann werde ich auch die eine starre Scheibe die ich habe behalten, zwei neue gefiederte habe ich auch noch da. Und wg Asbest, es soll ja keiner daran lecken oder schnüffeln;) (Es sei denn ein User will sue der Originalität wegen tauschen.).

  • So, einige Zeit ist vergangen und heute kam endlich die Ersatzlieferung. Paket ausgepackt - nur ein Kupplungsautomat. Ich bin langsam etwas zerknirscht, ich hatte doch eindeutig eine Scheibe und einen Automaten reklamiert. Irgendwie liegt auf dieser Aktion kein Segen.


    Dann wollte ich heute zumindest diesen Automaten prüfen und komme wieder nur auf 48kg. Ich habe mir dann noch mal eine Waage vom Nachbarn geliehen - leider auch ne digitale. Mit der kam ich bei dem Automaten dann tatsächlich auch einmal auf 55kg, aber so richtig gut reproduzierbar ist das alles nicht. Gibs da noch irgendeinen Trick? Ich messe je nach dem wie ich auf den Automaten trete durchaus Werte in einer Spanne von 10kg. Es scheint mir auch so zu sein, dass das erste Messergebnis bei einem Automaten meistens noch relativ hoch ausfällt, aber wenn ich dann weiter probiere sinken die Ergebnisse ab. Macht das für irgendjemanden Sinn? Gibt es noch eine andere Methode? Das ist alles noch nicht befriedigend.


    Achja und dann habe ich noch die Kupplung, die ich bis letzte Woche an einem leicht leistungsgesteigerten Motor vollkommen problemlos gefahren bin vermessen. Ich habe Sie ausgebaut, weil der Motor instand gesetzt werden soll. Sie ist 5 Jahre alt, ca. 40.000km gelaufen und von der selben Instandsetzerei wo ich jetzt bestellt habe. Scheibe und Automat hatten keinerlei sichtbare Beschädigungen oder Riefen. Auf der Scheibe war noch einiges an Restmaterial - ich habs leider noch nicht gemessen. Ich würde fast sagen, dass man Automat und Scheibe so wieder einbauen kann. Der Automat knickt irgendwo zwischen 50 und 60kg ein. Genauer kann ich wie gesagt nicht messen. Die machen da also ansich keine schlechte Arbeit. Vielleicht hatte ich nur Pech mit der einen krummen Scheibe und meine Messungen mit den Automaten sind murks?


    Gruß, Felix

  • Moin,


    ich habe mir heute über eBay-Kleinanzeigen eine olle mechanische Personenwaage besorgt - für 3 Euro! Sie ist wirklich oll und den Absolutwerten traue ich so ganz nicht. Ich hab sie so halbwegs mit meiner digitalen Waage geeicht. Ich könnte mir vorstellen, dass meine Messergebnisse so auf 1-2kg genau sind. Beweisen kann ichs nicht.


    Außerdem habe ich mir ein flaches Brett oben auf den Kupplungsautomaten gelegt, so dass man es mit dem Fuß deutlich besser im Gefühl hat, ob man den Druckring nicht irgendwie einseitig belastet - also immer so belastet, dass der Schleifring und der Druckring parallel zueinander sind. Damit kann ich nun sehr gut reproduzierbare Ergebnisse erzeugen. Bei jeder Messung komme ich an einem Automaten immer auf exakt die gleichen Werte. Ha!


    Das wars auch schon mit den guten Nachrichten. Von der Instandsetzerei bekam ich demnach zuerst einen Automaten der bei 48kg und einen der bei 53kg einknickt. Als Reaktion auf meine Reklamation wurde mir dann gestern einer geliefert der bei 52kg nachgibt. Ausgebaut aus meinem aktuellen Fahrzeug habe ich einen Automaten der ohne Probleme funktionierte und ebenfalls 53kg schafft. Ein Automat aus einem Trabi den ich vor 5 Jahren ohne Kupplungsprobleme abgestellt habe, konnte ich mit 51kg messen. In meinem Fundus konnte ich bei Automaten mit Bandmitnahme ansonsten noch 45 und 52kg messen. Bei Automaten ohne Bandmitnahme 45, 51, 52 und einmal tatsächlich 60kg. Das wäre dann von 11 vermessenen Automaten ein einziger der die hier genannte 55kg Marke schafft.


    Das erscheint mir irgendwie nicht plausibel. Es gibt nun 3 Möglichkeiten: Entweder ich messe falsch oder der Wert von 55kg stimmt nicht oder ich habe echt Pecht und nur Schrott hier liegen. Kann man die 55kg irgendwo nachlesen? Das ich falsch messe halte ich nicht für unrealistisch. Ich weiß aber echt nicht wie ich es noch genauer hinbekommen soll. Ich habe jetzt wirklich lange getüftelt um diese Ergebnisse wiederholbar hinzubekommen. Das ich hier nur Schrott liegen habe, ist zwar denkbar, aber dann bedeutet das wohl auch, dass man gute Automaten wohl kaum noch bekommt? Hmm ...


    Da ich das Thema irgendwann auch mal abschließen muss, habe ich nun beschlossen, dass ich den 48kg Automaten zurückschicke und die mit 52 und 53kg behalte und verbaue. Ich werde dann halt sehen müssen, ob sie was taugen. Mir bleibt ja sonst auch nicht viel übrig. Ich kann ja schlecht noch 20 Kupplungen kaufen oder noch 3 Waagen anschaffen, in der Hoffnung dass dann alles passt. Oder hat jemand einen besseren Vorschlag?


    Gruß, Felix

  • Kann man die 55kg irgendwo nachlesen?

    Es ist eine selber ausgedachte Haus und Gartenmethode; was da dokumentiert ist, habe ich hier bereits geschrieben.

    Fahrfusshebel meint 55 Kg, ich hielt 45Kg für akzeptabel.

    Da müsste man eigentlich einen 45Kg-Automaten einer Praxisprobe unterlegen um zu sehen ob das wirklich akzeptabel ist.

  • Hi Felix,


    Wenn du deinen bisherigen Messergebnissen so sehr misstraust, dann verstehe ich nicht ganz, warum du immer noch mit deinem eigenen Körpergewicht auf deiner Messanordnung herumbalancierst. Da du doch eigentlich eher kreativ bist, hättest du dir längst was basteln können, um besser reproduzierbare Ergebnisse zu erzielen.


    Ich hätte erstmal die ganze Anordnung Personenwage-Kupplungsautomat samt Beilagen zwischen Wage und Automat zwischen zwei Brettern eingespannt. Das Brett unter der Wage muss natürlich groß genug sein, um die gleiche Auflage zu bieten, wie auf einem ebenen Boden. Ggf. die beiden Bretter noch mit Kanthölzern verstärken. Dann links und rechts je eine Schraubzwinge ansetzen, und langsam, gefühlvoll und gleichmäßig anziehen. Wenn das Ganze zu kippelig ist, vielleicht besser 3 oder 4 Schraubzwingen und entsprechend Kanthölzer. Währenddessen natürlich immer den Ausschlag der Wage beobachten. An dem Punkt, wo der Automat einknickt, fällt zwar verutlich die ganze Anordnung auseinander, aber die Kraft, die du kurz davor gemessen hast, sollte aus meiner naiven Sicht doch eigentlich gut reproduzierbar sein? Jedenfalls wesentlich besser, als selbst darauf herum zu balancieren...


    Viele Grüße

    Steffen

  • Mach es mit Körpergewicht, aber stell die Waage in einer Türöffnung, damit man am Türrahmen Halt hat und den Körperdruck optimal regulieren kann.

    Aber Felix kann es schon gut reproduzieren, die Ergebnisse sind konstant.

    Die Frage ist jetzt ab welche Widerstand die Drückkörper brauchbar werden. Das könnte schon individuell unterschiedlich sein.

  • Kann man das denn nicht berechnen wie vie der Automat drücken muss um der 50 Nm stand zu halten?

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  • Könnte man, wenn jemand die Reibwerte der Paarung messen kann.


    Ich würde den 45-kg-Automat einfach mal einbauen, dann sieht man ja. Und nur das zählt letztlich: geht oder geht nicht. Alles andere hat nur akademischen Wert.

  • Hi Felix,


    Wenn du deinen bisherigen Messergebnissen so sehr misstraust, dann verstehe ich nicht ganz, warum du immer noch mit deinem eigenen Körpergewicht auf deiner Messanordnung herumbalancierst. Da du doch eigentlich eher kreativ bist, hättest du dir längst was basteln können, um besser reproduzierbare Ergebnisse zu erzielen.


    ...

    Hallo Fridl,


    :) da ticken wir ja recht gleich. Die Idee mit den Schraubzwingen hatte ich gestern Abend auch, aber ich habe sie schnell verworfen. Ich stelle mir das so vor, dass die Tellerfeder dann nicht einknickt, da ja kein Gewicht drauf ist. Es gibt dann nur einen Punkt, ab dem die Schraubzwingen auf einmal deutlich leichter anzuziehen sind. So lässt sich vermutlich sehr gut der Höchstwert bestimmen. Nur bezweifle ich, dass diese Werte dann mit der 55kg Angabe vergleichbar sind. Wenn ich aber keinen gültigen Grenzwert mehr habe, dann nützt mir auch das Messen nichts. Ich kann dann nur die Kupplungen untereinander vergleichen. Das kann ich mit meiner Methode jetzt aber auch schon ganz gut - ich habe ja gut reproduzierbare Ergebnisse. Ich traue nur nicht so ganz den absoluten Messwerten.


    Mach es mit Körpergewicht, aber stell die Waage in einer Türöffnung, damit man am Türrahmen Halt hat und den Körperdruck optimal regulieren kann.

    So ähnlich habe ich es dann auch gemacht. Ich habe mich zwischen zwei Werkbänken abgestützt. Damit konnte ich mein Körpergewicht auf ein halbes Kilo genau regulieren. Mehr Genauigkeit braucht man hier ja nun wirklich nicht.

    Ich würde den 45-kg-Automat einfach mal einbauen, dann sieht man ja. Und nur das zählt letztlich: geht oder geht nicht. Alles andere hat nur akademischen Wert.

    So ähnlich habe ich es ja nun beschlossen. Ich werde die 52 und 53kg Automaten demnächst verbauen, dann werde ich sehen ob das passt. Wenn ich aber höre, dass andere hier schon mit 45kg zufrieden sind, wird es wohl hoffentlich nicht ganz untauglich sein. Und ich bin ja zudem auch letzte Woche noch mit dem anderen 53kg Automaten rumgefahren und hatte selbst mit voller Beladung und Anhänger keine Probleme. Allerdings wohnen wir hier halt auch nicht gerade in den Alpen. ;) Ich schließe daraus, dass 53kg prinzipiell noch brauchbar sind - die Frage ist halt nur wie lange. Ich habe auch kein Problem damit den 48kg Automaten als Reklamation zurückzuschicken und die beiden 45er aus meinem Fundus werde ich als zu regenerierende Altteile einschicken. Dann habe ich nur noch Automaten die nach meiner Messmethode mehr als 50kg schaffen. Das erscheint mir aktuell das Sinnvollste zu sein, was ich jetzt machen kann. Ich frage mich nur, ob eure 55kg nicht vielleicht ein bisschen hoch angesetzt sind oder meine Messmethode so falsch ist. Aber vielleicht ist das auch ein bisschen zu akademisch.


    Ich danke euch jedenfalls allen sehr für eure Tipps, fürs Mitknobeln und für die Vorschläge. :)


    Gruß, Felix


    Edit: Ich werde natürlich noch berichten, ob ich mit dem 52kg und dem 53kg Automaten von der Stelle gekommen bin. ;)

  • Ich bin der Meinung, das die Messung der Druckkraft der Feder im Ausgebauten Zustand garnicht so aussagekräftig ist, eher interessant ist die Anpresskraft bei montierter Kupplung.


    Somit könne man zwar eine grobe voraussage über die Druckkraft treffen, aber weis immer noch nicht, mit wie viel Kg die Kupplungsscheibe dann wirklich beaufschlagt wird.


    Auch behaupte Ich, das um so öfter ein Automat Regeneriert wird die Anpresskraft immer weiter abnimmt. Man müsse die Druckkraft somit im montierten Zustand messen, da der Automat ja dann erst seine Vorspannung erhält.


    Wenn Ich eine Schwungscheibe an der Schraubfläche abdrehe, erhöhe Ich ja die Anpresskraft dadurch, das die Tellerfeder mehr vorgespannt wird, genauso verringere Ich selbige wenn Ich die Druckplatte des Automaten überschleife.


    Bei den alten Automaten konnte man die Anpresskraft gut erhöhen indem man Scheiben in die Federbecher gelegt hat.

  • Auch behaupte Ich, das um so öfter ein Automat Regeneriert wird die Anpresskraft immer weiter abnimmt

    Warum sollte das der Fall sein? Die Teile die dafür primär verantwortlich sind, also die Tellerfeder z.B. wird doch ersetzt.

    Wenn Ich eine Schwungscheibe an der Schraubfläche abdrehe, erhöhe Ich ja die Anpresskraft dadurch, das die Tellerfeder mehr vorgespannt wird, genauso verringere Ich selbige wenn Ich die Druckplatte des Automaten überschleife.

    Du erhöhst die Kraft ja....., aber der Automat hat doch nur eine maxiamle Kraft X die man nur durch dein genanntes abdrehen oder überschleifen im Rahmen des maximal möglichen variieren kann.

    Also ist es nicht möglich die Kraft von den z.B. hier genannten 50kg zu überschreiten. Oder?

  • Du gest davon aus Tim, das die Tellerfeder beim Regenerieren ersetzt wird, Ich habe jedoch schon sehr oft das gegenteil erlebt, das die Tellerfeder alt war und nur die Druckplatte geschliffen wurde sowie das Druckstück für den Ausrücker erneuert bzw überarbeitet wurde.

  • Ok, aber das ist dann kein regeneriert, das ist Betrug! Die Blätter innen beim Automat mit Bandaufnahme scheuern sich ja ein. Wenn das bei einem als "regeneriert" deklarierten Automat so wäre, würde ich den sofort zurückgeben.


    Aber das ist vermutlich wie mit den als regeneriert angebotenen Vergasern, die meist nicht mehr als nur sauber gemacht sind.

  • Eins steht jedenfalls fest, das Maß Anschraubfläche zu Reibfläche ist maßgebend für den Anpressdruck und muss mit berücksichtigt werden.

    Das vor sortieren mit einer Waage ist vollkommen richtig weil man nicht davon aus gehen kann, das ein Automat mit 45 KG im verbauten Zustand 55KG schafft.

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  • Frank, bei dir sollte es natürlich sinnvoll sein, Automaten mit möglichst kräftiger Feder zu verwenden, aber Persönlich habe Ich schon Automaten ausgebaut, die haben sich Butterweich betätigen lassen und die Kupplung hat funktioniert, auch mit Anhänger, neues Set eingebaut mit gefühlt fast der doppelten Betätigungskraft und nach ca 2000km fing das rutschen an.


    Die neue Scheibe wieder mit den alten Automaten verbaut und die Kuppung hat wieder gegriffen, bei Butterweicher Betätigung, also fallen da doch andere Faktoren scheinbar mehr ins Gewicht, als die zu messende Federkraft.