Dreieckslenker links gebrochen

  • Oha, bei so ein hochbelasteten Hilfsmittel wie den Federspanner würde Ich keine Experimente wagen, wenn Ich nicht Zweifelsfrei selber beurteilen kann ob das eingebrachte Gewinde Tragfähig ist, würde Ich mich an jemanden wenden, der das kann. Man könne mit einen Gewindegrenzlehrdorn schon mal die Maßhaltigkeit überprüfen.

  • Wer hat so einen Lehrdorn zu Hause ;)

    Eine neuwertige Schraube tut es zum testen auch.

    Und ja, ein anständiger Helicoileinsatz oder eine Gewindebuchse hält da auch.

    Wichtig ist halt immer auch die Mutter des Herzbolzen zu entfernen und dann erst die Gewindestange des Spanners ansetzen.


    Und da es verschieden dicke Federn gab, gibt es auch unterschiedlich lange Herzbolzen. Und da kann auch schon mal ein kurzer der Limofeder in einer Kombifeder stecken und hat dann praktisch eigentlich zu wenig "Fleisch". Oder am verjackelten Ansatz wurde nachgefeilt oder oder....


    Auch sollte die Gewindestange fest auf dem Herzbolzen angezogen werden (nicht nur handwarm) damit das Gewinde auch vollständig trägt.

  • Ja, ich denke auch ein Helicoil sollte der Belastung standhalten. Ich versuche es erstmal mit dem Schneider, wenn dann die Schraube ganz rein geht, werd ich den Federspanner nur leicht anziehen und mit längeren Schrauben für die Dreieckslenker arbeiten, sollte eigentlich funktionieren oder?

  • So hab jetzt das Gewinde mal neu geschnitten, jetzt geht der Herzbolzen auch ganz rein. Wenn ich jetzt den Dreieckslenker tauschen will, muss ich dann die Federbefestigung abschrauben und dann den Spanner ansetzen? Im WHIMS steht man soll die Feder nur entspannen. Aber wenn man die Federbefestigung auch abschrauben muss, kommt mir die Feder doch dann entgegen, wenn ich sie entspannt habe oder?

  • Wenn du nur die Dreieckslenker tauschen willst musst du nicht die Feder abschrauben, nur mit dem Spanner hochdrücken.

  • Wenn ich mich recht erinnere hab ich damals ca.1988 als bei meinem damaligen 79ziger bei gebrochenem Dreiecklenker, die Feder nur mit Hilfe einer großem Brechstange (oder zwei) und zwei Kollegen wieder auf die Federauflage gehoben. Der Federspanner ist zwar ne gute Hilfe aber ich denk auch nicht, dass die Feder ausgebaut werden muss.

  • Wenn du nur die Dreieckslenker tauschen willst musst du nicht die Feder abschrauben, nur mit dem Spanner hochdrücken.

    Einiges an Ballast (Motoren, Sandsäcke, Schwiegermutter) hinten im Wagen kann hilfreich sein, sonnst hebt man das ganze Heck hoch. Ich habe dabei mal ein Kippbock vom Hebe&Kippvorrichtung ins Längsträgerloch gehängt, und als den ganzen Holzstapel, auf dem der Wagen stützte, ins Rollen kam, hat das mein Kumpel der da auf seinem Hof unter seinem Wagen lag, ein Nasenbruch erspart...

  • Einiges an Ballast (Motoren, Sandsäcke, Schwiegermutter) hinten im Wagen kann hilfreich sein, sonnst hebt man das ganze Heck hoch. Ich habe dabei mal ein Kippbock vom Hebe&Kippvorrichtung ins Längsträgerloch gehängt, und als den ganzen Holzstapel, auf dem der Wagen stützte, ins Rollen kam, hat das mein Kumpel der da auf seinem Hof unter seinem Wagen lag, ein Nasenbruch erspart...

    Macht wenig Sinn wenn man mit dem federspanner arbeitet. Der wird ja an der Feder angeschraubt, und drückt sie dann hoch. Da braucht man kein zusätzliches Gewicht im Kofferraum.

  • Grandpa, 

    hast recht, nur will ein herkömmlicher Federspanner nicht immer passen. Ich hatte den Spannvorrichtung für den Hinterfeder (WHIMS 14.34) in Gedanken.

  • Soo Leute, die Reperatur ist durch. Hier mein Abschlussbericht:


    Eigentlich wollte ich die Reparatur auf einer Bühne durchziehen, aber leider ging das dann doch nicht. Der gute Fahrfusshebel hatte angeboten mir zu helfen, danke dafür! Aber leider hätte der Transport viel Geld gekostet, auf eigener Achse war ja nicht. Auch die Mietwerkstatt hat mir dann doch eine Absage erteilt, wegen Corona....


    Sehr ärgerlich, also ohne Bühne. Das ganze war eine ziemliche Tortur in meiner Minigarage, aber es ging dann doch irgendwie.


    Hab erstmal die Bremsleitungen und das Handbremsseil gelöst, dann die 2 Schrauben, die den Lenker halten angeschraubt, sodass er nur noch am Stossi hing. Dann einfach Stossi ab und mit nem Heber den Lenker runtergelassen. Ziemlich easy.

    Dann hab ich die Glocken entrosten und mit Zinkspray behandelt, Gewinde waren Ok zum Glück. Lustigerweise lief aus der einen Glocke eine ölartige Flüssigkeit aus dem Innenraum heraus. Wollte gar nicht aufhören, was das wohl war...


    Einbau gestaltete sich dann natürlich recht schwierig. Hab mit einem Wagenheber die Feder hochgedrückt dann mit nem zweiten und Unterstellböcken den Lenker irgendwie in Position gebracht. Höllenfummelei... Dann erstmal die Schrauben am Lenker halb fest gemacht und das Lager wo die Feder aufliegt war noch ab. Dann konnte ich mit ein bisschen gewalt das Lager zwischen Feder und Lenker prügeln und festziehen. Glücklicherweise hat das Eigengewicht des Wagens gereicht um die Feder genug hochzudrücken. Ich wollte ja erst den Federspanner einsetzen aber hatte dann doch keine Lust AHK und Auspuff abzubauen.


    Nach elendiger Fummelei unterm Auto um die Bremsleitungen wieder anzuschrauben war ich dann komplett durchgeschwitzt aber das Auto fertig. Ursprünglich wollte ich den anderen Lenker samt Gummis auch erneuern, aber ohne Bühne mach ich das nicht nochmal.


    Außerdem scheint der andere Lenker schon mal neu gekommen zu sein, sieht jedenfalls so aus. Trabi fährt auch stabil.


    Vielen Dank an alle, die Tipps gegeben haben und auch an Krapproter , von dem ich den Dreieckslenker habe.



    Ein Nachtrag zu den Gummis: Die waren weder Spröde noch rissig, nur leicht deformiert natürlich. DDR Gummis sind prima! Hab trotzdem neue verbaut, allein wegen den Deformierungen. Die Glocken, die von unten in den Gummis sitzen waren bei mir extrem gammelig, rostig, voll mit Gummiabrieb, kaum sauber zu bekommen. Hab zum Glück neue liegen gehabt. Ich glaube die kriegt man nur mit Sandstrahlen wieder sauber. Die Lagersitze in den Dreieckslenkern hingegen waren rostfrei. Sehr seltsame Kombination.

  • Tipp, ich bürste die Titten mit Zopfbürste sauber, einmal dünn Fertan über Nacht, abwaschen, grundiere und pinsel die 2x dick mit schwarzem 1k Lack. Dann dick einfetten. Dauert nur ein paar Tage die Prozedur durch die Trocknungszeit.

  • Oh ja, guter Tipp, da ist mein Zinkspray etwas unterdimensioniert. Aber er wird auch selten bei Regen gefahren und bei Schnee sowieso nicht. Also sollte das erstmal genügen. Beim nächsten mal dann das volle Programm 😁