Axiallüfter neu lagern

  • Sehr schön. Danke für die Bemühungen!


    Wie es scheint gibt es auch noch Fertigungsschwankungen, vor allem bei der Bohrung. Einen Dorn oder eine Ahle als Maßstab hast du wahrscheinlich nicht zur Hand!? Den Fall, dass man die (gebrauchte) Riemenscheibe nichtmal über den Wellenansatz (wo der Sicherungsring sitzt) stecken kann, habe ich jetzt mehrfach. Aber ich scheue mich die Scheibe auf die Welle zu pressen. Draufstecken mit etwas Kraft oder Wärme wäre mir lieber und sollte für die Kontruktion ausreichen.

  • Nein, aktuell hab ich keinen 13er Ahl da ......mal schauen ob auf der Abeit einer ist.


    Und ja,wie erwähnt schwankt die Bohrungstoleranz sehr, aber mit Tendenz eher zur Pressverbindung (Übergangspassung).

  • Eine verstellbare Reibahle ist zu ungenau?

    Sowas hätte ich.

  • Um mit ihrem Schaft zu messen.....ja

    Um die Bohrung "anzupassen" kann man sie nehmen. Allerdings nur mit einer Maschine betrieben, von Hand wird das nix.

  • Belege habe ich genannt. Die kannst du oben nachlesen. Wahrscheinlich hast du dich selbst mit der Thematik noch nicht weiter beschäftigt, ziehst aber hier Schlußfolgerungen ohne Begründung.


    Aber gut, was erwartet man, bei einem Mitteilungsbedürfnis und einer Vielzahl von Beiträgen, die hier (früher im TF) fast täglich geschrieben werden. :rolleyes:

    Nee, ich habe bisher über die (auch Berufs-) Jahre einfach nur (wohl runde 2 Dutzend) Gebläse neu gelagert, zuallermeist ohne nennenswerte Probleme, auch beim Abziehen oder Raufdrücken der RS nicht (früher mit Schlagdorn oder Hebelpresse, heute etwas eleganter mit der hydraulischen). Und nein, 'ingeneurtechnische' Gedanken über Passungen und Toleranzen habe ich mir dabei nie gemacht, funktioniert und zuverlässig gehalten hat's irgendwie trotzdem...;)

    Ich war auch weder der Erste noch der Einzige, der die besagte Schlussfolgerung (Bohrung lieber nicht nacharbeiten) gezogen hat, aber nur an mir ziehst Du Dich hoch...:hä:


    Obwohl's das eigentlich nicht wert (weil völlig OT und nebenbei bemerkt von Dir auch ziemlich persönlich angreifend X/) ist, sei doch auf den letzten Absatz geantwortet:

    Mein "Mitteilungsbedürfnis" reicht so weit, dass ich neben meinen (tatsächlich gerne täglichen und irgendwie mitunter auch diverse Likes erreichenden) Forenbeiträgen hier KEINE weiteren derartigen Online-Aktivitäten entfalte: kein Fratzenbuch, kein Twitter, kein gar nix.

    Um noch eins draufzusetzen, telefoniere ich auch noch ultraselten, weil ich das ganz einfach nur ungerne tue. Erst seit ca. 2 Jahren kommt noch ein bisschen Whatsapp mit einigen wenigen handverlesenen Freunden und Verwandten dazu, darin erschöpft sich mein "Bedürfnis" mich mitzuteilen dann auch schon...:)

    Doch, halt - da war noch was! Habe soeben 5 Ansichtskarten geschrieben und verschickt! :grinser: :zwinkerer:

  • Weil TF fiel, wie hat Casi früher immer gemacht :dududu:.....nee es waren die Augen so nach rechts/links, aber den gibts hier nicht :zwinkerer:


    Nun hab ihr euch ja verständigt und wir können uns auf den Lüfter konzentrieren.

  • Matze


    Noch mal zur Wechselbelastung. Spann mal den Riemen nicht ganz so doll wie nötig und schau dir dann bei Gasstößen den Riemen an. Auf der Strecke Riemenscheibe Kurbelwelle bis hoch zur Riemenscheibe Lüfter wirst du sehen wie der Riemen regelrecht ins springen kommt. Vordergründig wird hier nicht der Luftwiederstand sein , es liegt eher an der Massenträgheit des Lüfters wenn der Motor bei Gasstößen die Drehzahl ändert oder beim runter schalten.




    Kleine Anmerkung. Verstellbare Reibahlen, bei Bohrungen mit Nut, sind meistens ungünstig. Bei Bohrumg mit Nut sollten die Reibahlen bzw. deren Schneiden entweder gedrillt sein oder die Schneiden so eng beieinander das die einzelne Schneide nicht in der Nut einhakt u d die Passung versaut.

  • Noch mal zur Wechselbelastung. Spann mal den Riemen nicht ganz so doll wie nötig und schau dir dann bei Gasstößen den Riemen an. Auf der Strecke Riemenscheibe Kurbelwelle bis hoch zur Riemenscheibe Lüfter wirst du sehen wie der Riemen regelrecht ins springen kommt. Vordergründig wird hier nicht der Luftwiederstand sein , es liegt eher an der Massenträgheit des Lüfters wenn der Motor bei Gasstößen die Drehzahl ändert oder beim runter schalten.

    Das müsste ich mir mal anschauen. Aber ich denke, das "Springen" wird eher eine Entlastung des Riemens sein, als eine Lastumkehr an der Lüfterwelle (ein Zahnriemen "springt" oder "flattert" ja auch irgendwie) . Eine Lastumkehr würde wohl zu einen Ausschlagen der Scheibenfeder in der Lüfterwelle führen. Allerdings sitzen die Scheibenfedern bei der Demontage immer sehr fest (zumindest bei mir).



    Unterdessen ist die bestellte Reibahle heute angekommen. Ich habe diese darauf an mehreren gebrauchten Kombinationen probiert. Die Ahle hat in der Bohrung wenig, aber letztlich in der gesamten Bohrung Material abgetragen. Man konnte dies mit etwas Kraftaufwand per Hand bewerkstelligen (also ohne Windeisen o.a.). Die Scheiben ließen sich dann problemlos aufstecken, so dass das Einfädeln der Scheibenfeder möglich wäre (die Scheibenfeder war aber nicht montiert). Die Riemenscheibe konnte man dann mit einer Drehbewegung und etwas Kraft per Hand in die Endposition bringen (in einem Fall bzw. in einigen Bereichen auch etwas leichter). Bedenkt man jetzt, dass die Scheibenfeder noch montiert ist, kann man die Scheibe aufstecken, in die Scheibenfeder einfädeln und mit leichten Schlägen in die Endposition bringen (die Scheibenfeder hat ja auch eine Passung). Damit würde dann auch die Angabe im Reparaturhandbuch ("leichte Schläge") einen Sinn ergeben.


    Als Zwischenerkenntnis funktioniert die Nacharbeitung der Bohrung mit der Reibahle ganz gut, denke ich. Selbst wenn man die Scheibe ohne Scheibenfeder und ohne Fett leicht, aber "saugend" ganz auf die Welle schieben kann, hätte ich kein schlechtes Gewissen. Die Scheibenfeder bringt ja auch noch eine Passung und eine entsprechende Verspannung der Verbindung mit sich. Vielleicht schaue ich mich nochmal nach einer verstellbaren Reibahle um, fürchte aber auch, dass es wegen der Nut schwierig ist. Das Aufpressen mit größeren Kräften durch Pressen ist für mich keine Option, da damit wahrscheinlich die Möglichkeit einer weiteren Demontage genommen wird (Fressen auf der Welle!?, Zerstörung der Riemenscheibe beim Abziehen!?, ...!?).


    fahrgast: Letzter Kommentar dazu. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass ich aufgrund deines Kommentars mit meinem Kommentar nicht ganz falsch liege. Auch wenn ich damit alleine dastehe, aber bei diesen "das haben wir schon immer so gemacht"-Aussagen werde ich immer hellhörig (man kann seine Sache auch lange Zeit nicht gut machen). Sobald es eine Begründung dazu gibt, sieht die Welt schon anders aus und man kann es nachvollziehen und sogar vielleicht auch besser machen, weil es neue Erkenntnisse und Möglichkeiten gibt. In diesem Fall, werden vielleicht mal die Riemenscheiben selten, gesucht und teuer!?

  • Weil TF fiel, wie hat Casi früher immer gemacht :dududu:.....nee es waren die Augen so nach rechts/links, aber den gibts hier nicht :zwinkerer:


    Nun hab ihr euch ja verständigt und wir können uns auf den Lüfter konzentrieren.

    ;)

  • Das Aufpressen mit größeren Kräften durch Pressen ist für mich keine Option, da damit wahrscheinlich die Möglichkeit einer weiteren Demontage genommen wird (Fressen auf der Welle!?, Zerstörung der Riemenscheibe beim Abziehen!?, ...!?).

    Wenn du den Lüfter überholst, mit 2Z oder 2RS Markenlagern, wie oft willst du Ihn dann wieder zerlegen? Die Lüfter die Ich bis Dato überholt habe, mit Tschechenlager, laufen alle unauffällig, der älteste hat auch schon wieder über 15 Jahre auf den Buckel am 2. Motor.


    Zum Abziehen bekommen die Riemenscheiben bei mir immer zwei M6 Gewindebohrungen, damit habe Ich jede noch so fest sitzende Scheibe zerstörungsfrei runter bekommen.


    2 Lüfter hatte Ich sogar, dort waren Nut und Feder schon abgearbeitet und die Scheibe lies sich radial verdrehen, somit wäre Ich schon dabei, das die Scheibe doch etwas Straffer auf der Welle sitzen sollte.

  • 2 Lüfter hatte Ich sogar, dort waren Nut und Feder schon abgearbeitet und die Scheibe lies sich radial verdrehen, somit wäre Ich schon dabei, das die Scheibe doch etwas Straffer auf der Welle sitzen sollte.

    Tatsächlich wäre das zu diskutieren, denn die Keilriemenscheibe mit Kolbenringabdichtung (Serie) auf der Kurbelwelle ist auch nur "handwarm" (Spielpassung) montiert. Eingearbeitete Wellenzapfen durch besagte Wechselbelastungen sind mir da aber bisher eher noch nicht untergekommen. Ebenso die Scheibe der Lima.


    An beiden Stellen wird aber der Formschluss/Festsitz durch das Anziehen der entsprechenden Mutter hergestellt und nicht wie bei der Lüfterscheibe nur durch einen Sicherungsring in Position gehalten, so dass an der Stelle (Lüfter) m.M. schon besser wäre den Festsitz auf der Welle durch eine Übergangspassung zu gewährleisten.


    Ich würde meinen, sitzt das Keilriemenrad Lüfter zu locker auf der Welle, werden sich beide Teile über kurz oder lang ineinander einarbeiten und dann irgendwann "klappern" und beides wird dann verschlissen/defekt sein.

  • Genau so würde ich das auch vermuten. Und ich sehe auch den Unterschied genau so - Lima und KW sind wenigstens axial noch "verspannt" durch die Mutter, aber beim Lüfter fehlt das komplett. Das Drehmoment muß dort anderweitig aufgenommen werden, da bleiben nur die Paßfeder oder die Passung selber. Die Paßfeder dürfte dafür aber zu schwach sein - Belege wie gewünscht hab ich aber leider auch nicht

    Die Scheibenfeder bringt ja auch noch eine Passung und eine entsprechende Verspannung der Verbindung mit sich.

    Wie meinst du das?

    Die Feder "trägt" doch gar nicht.

    Ich würde vermuten (leider auch ohne Belege), daß die Feder in den Fällen einer etwas weniger festen Passung ein beliebig weites wandern der Riemenscheibe verhindern soll. Das Drehmoment würde dann sowohl von der schwachen Passung als auch von der Feder aufgenommen werden und das könnte dann dauerhaltbar sein.


    Zum Thema Demontage: ich hatte auch noch nie einen Abzieher und mache das immer so wie Mario. Haben alle Scheiben bisher tadellos überlebt.

    sapere aude! incipe! (Horaz)
    (bzw. frei nach F. v. Schiller: "Erdreiste Dich zu denken!")

  • Wenn du den Lüfter überholst, mit 2Z oder 2RS Markenlagern, wie oft willst du Ihn dann wieder zerlegen? Die Lüfter die Ich bis Dato überholt habe, mit Tschechenlager, laufen alle unauffällig, der älteste hat auch schon wieder über 15 Jahre auf den Buckel am 2. Motor.

    Zugegeben, die Wahrscheinlichkeit mit neuen Lagern ist wohl ziemlich gering, wenn auch ein Restrisiko besteht. Bezogen auf die ferne Zukunft ist es wohl eher vorsorglich zu sehen.


    Zum Abziehen bekommen die Riemenscheiben bei mir immer zwei M6 Gewindebohrungen, damit habe Ich jede noch so fest sitzende Scheibe zerstörungsfrei runter bekommen.

    Ich denke, dass funktioniert bei Riemenscheiben, die zuvor bei der Herstellung montiert wurden. Sofern die Riemenscheiben aber schonmal mit größeren Kräften gefügt wurden, wird auch diese Methode an ihre Grenze kommen.

  • mir stellt sich gerade die Frage ob man sich wirklich in der Zukunft Sorgen um die Riemenscheibe machen muss.

    Biete Serienmotoren, Sportmotoren, Rennmotoren, Sport-VSD, Vergaserumbauten, Regenerierung Drehschieberflächen, Gehäusereparaturen, Aluschweißen, Sandstrahlen mit verschied.Material auf Anfrage

  • Ich denke auch das für die nächsten Jahre davon noch genügend rumliegt.

    Ich hatte vor kurzem jemanden eine geschickt in der Annahme das die neu und rund läuft, war aber nicht so. Hab da mal alle Riemenscheiben die ich habe auf der Drehbank kontrolliert und festgestellt das die alle nicht sehr rundlaufen. Hab die dann gerichtet und leicht abgedreht, dann waren die ok. Ist eigentlich kein großer Aufwand.

  • mir stellt sich gerade die Frage ob man sich wirklich in der Zukunft Sorgen um die Riemenscheibe machen muss.

    Berechtigte Frage. Im Moment wohl eher nicht. Aber es haben längst nicht alle Online-Händler mehr Riemenscheiben im Angebot. Die Preise steigen und TW hat wohl schon Nachfertigungen im Angebot (zumindest augenscheinlich lt. Abbildung).

  • TW hat wohl schon Nachfertigungen im Angebot (zumindest augenscheinlich lt. Abbildung).

    Sieht mir eher wie ein gestrahltes und silber lackiertes Gebrauchtteil aus.

  • Ja, Farbe ist da wohl nicht wenig drauf. Aber die Form der Innenseite ist deutlich "ebener" als beim Original. Zudem ist neben der Nut eine Bohrung, bei den Original-Scheiben ist keine.

  • Ich denke das täuscht mit dem ebener. Die Älteren sehen etwas anders geformt aus als die Jüngeren.


    Und die Bohrung ist eine Wuchtbohrung, für die die wohl zu sehr "geeiert" haben. An verschiedenen Stellen in differierenden Durchmessern und Tiefen.

    Das haben nicht alle.....aber einige.

    Ich gehe davon aus, würde TW die nachfertigen lassen, könnte man das heute technologisch so gut fertigen das nicht je gewuchtet werden muss bzw. wäre sie neu gefertigt und gewuchtet auch sicher teurer als jetzt aktuell dort ausgeschrieben ist.



    Das ist auch der Grund, warum ich da keine zwei Gewinde zum Abdrücken reinmache. Ich gebe dem Teil damit eine Unwucht.

    Werden viele wieder sagen..."ach ne das spielt keine Rolle, das geht schon"....

    Ja mag sein.......und es wird auch keiner eine Studie haben wie sehr das beeinflusst und event. zum vorzeitigen Lagerausfall führt.


    Ich mache es nicht. Ich habe den Abzieher und wenn da eine Scheibe beim abziehen drauf geht, dann war die Passung eh zu stram und/oder die Scheibe Käse.


    Die ganz alten 13er Scheiben hatten zwei Langlöcher zum abziehen. Das war aber ein Stück (Gussteil) das auch gewuchtet war und nicht aus drei miteinander verpreßten Einzelteilen bestand.

  • Selbst wenn das zum vorzeitigen Lagerausfall führen würde, was immer dann auch vorzeitig ist... seitdem ich erlebt habe, wie enorm positiv sich neue Lager auf die Geräuschkulisse des Triebwerks auswirken (und da war nie was ausgesprochen klapprig) wechsle ich lieber einmal öfter die Lager.

    Und solange die Riemenscheiben augenscheinlich eiern (radial) stören mich die Löchlein in der Tat wenig ;-)


    Aber was anderes: ist das Lüfterrad selbst eigentlich gewuchtet? Oder ist das hinreichend gleichmäßig gegossen?

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