Corona COVID 19

  • Es muss übrigens kein Notar bei der Patientenverfügung kein - ein Rechtsanwalt kann dies auch.


    Ein Notar ist ein Jurist mit Beglaubigungsvollmacht - "mehr" nicht.


    Und das Hauptproblem ist hier noch gar nicht genannt worden: Wie kommt die Verfügung im Ernstfall überhaupt zum behandelnden Arzt? Der Betreuer ist im Urlaub, die Person bewußtlos bzw. nicht ansprechbar oder dement.


    Dafür gibts ein zentrales Vorsorgeregister und genau da sollte dieses hinterlegt und abrufbar sein, sonst ist ein (ggf. sogar gültiges) Stück Papier von dem niemand weiß und an das im E-Fall keiner rankommt. Nur mal so....

  • Das stimmt natürlich, weil ein Rechtsanwalt ja auch ein Jurist ist, im Gegensatz zum Arzt. ;)

    Aber, es sei dazu auch erwähnt, dass nur der Notar zur Unparteilichkeit verpflichtet ist im Gegensatz zum (eigenen ) Anwalt. Der Notar macht also nur wozu er beauftragt wird. Der Anwalt stellt die Interessen des Mandanten in den Vordergrund, was für andere Beteilige die keine Mandanten sind, z.B. andere Erben oder der Erblasser selber, am Ende nachteilig sein kann.

    Das sollte unbedingt erwähnt sein, wenn man auf den Anwalt hinweist. In einer Erbengemeinschaft würde ich eine Anwaltsvollmacht gründlicher prüfen als eine Notarvollmacht.


    Der Punkt mit dem Hinterlegen der Papiere ist auch richtig, aber wie so oft auch einzelfallabhängig. Wir bei uns in der (relativ großen) Familie haben alles geregelt und die Wahrscheinlichkeit das alle gleichzeitig verreisen, unauffindbar sind, sterben oder sich im (vorläufig festgestellten) unumkehrbaren Sterbeprozess (so nennen es die Juristen) befinden ist nahezu Null.

  • Wie praktisch, wenn man keine große Sippe in der Umgebung hat.


    PS: das Vorsorgeregister wird prophylaktisch in der Klinik vor Behandlung abgefragt.

  • Du weißt selber wieviel Menschen sich (richtig) um ihre Angelegenheiten kümmern...…

    Von dem Thema wissen sicher viele etwas, darüber sprechen tun davon Einige und letztendlich (richtig) handeln machen die Wenigsten bzw. schieben sie es viel zu lange vor sich her...manchmal bis es dann ggf. zu spät geworden ist.:schulterzuck:

  • Der Notar macht also nur wozu er beauftragt wird.

    Du verwexelst das noch immer.

    Es gibt keine Gesetz und keine Vorschrift, wonach ein notarielles Schreiben erforderlich wäre. Die Frau Lambrecht lässt lediglich in einem entsprechendem Pamphlet auf den §126 BGB verweisen.

    Um das mal aufzuschreiben: Der Jurist wird nicht für einen bestimmten Erfolg (über)bezahlt. Sowas kannst Du mit dem Fliesenleger oder Dachdecker machen. Sondern Du bezahlst dafür, dass er sich an alle Regeln seiner Kunst gehalten hat.

    Deshalb stehen dann meistens so nette Belehrungen Im Text: "Insbesondere wird darauf hingewiesen, dass die Bestimmungen sich möglicherweise in Zukunft als

    unwirksam erweisen könnten, d.h. dass insbesondere eine Änderung der diesbezüglichen derzeitigen Rechtsprechung möglich ist."

    So kennt man die!

    Und deshalb kann man es gleich selber machen.

  • Wahnsinn wie voll die Straßen wieder sind

    Die 18 km zur Kurs sind normalerweise eine ziemlich entspannte Fahrt, aber wenn das, wo ich mich gestern durchschlagen mußte, das neuen Normal wird, dann wird 's noch spannend.

    Aber vielleicht war einfach meine Idiotenquote für dieses Jahr noch nicht voll.

  • Nein ich verwechsle nichts, auch wenn du das gern möchtest. Oder wir reden aneinander vorbei.


    Ja natürlich gibt es keine gesetzliche Pflicht das per Notar/Anwalt zu machen oder machen zu müssen. Das Problem ist die Anerkennung entsprechender Vollmachten ohne entsprechende Beglaubigung.

    Und die Selbstgebastelten werden eben in der Regel oft nicht anerkannt. Da liegt der Hase im Pfeffer.


    Geh doch mal zu einer Bank und versuche eine Kontoangelegenheit, beispielsweise ein Abhebung, für jemand anders zu erledigen und zeige dabei eine nicht vom Notar/Anwalt beglaubigte Vollmacht vor. Das die dich auslachen dürfte noch das Geringste sein.


    Wenn du es selber schreibst und der Notar/Anwalt beglaubig es, dann ist es ok. Und sollten dann da Fehler drin sein, wird man dich schon vor der Beglaubigung darauf hinweisen.

  • Ja, wir reden aneinander vorbei.

    Wie hier schon erwähnt wurde, funktioniert das nur mit einer Patientenverfügung. Und ich setzte noch eins drauf, Diese muss heutzutage von einem Notar beglaubigt sein.

    Vermutlich haben wir eine unterschiedliche Auffassung von "müssen".

    Ja natürlich gibt es keine gesetzliche Pflicht das per Notar/Anwalt zu machen oder machen zu müssen.

    Im Übrigen denke ich, dass sich die Ärzte schließlich auch irgendwie absichern müssen. Und wenn man die Verfügung selbst verfasst hat, dann zählt eben der mutmaßliche Wille.

    Irgendwo ist das auch so niedergeschrieben.

  • Dann habe ich mich für dich unverständlich ausgedrückt.


    Diese muss heutzutage von einem Notar beglaubigt sein, um an entsprechender Stelle auch anerkannt zu werden!


    So besser? Du kannst auch gerne mal versuchen bestimmte Angelegenheiten ohne Notarvollmacht zu erledigen. Viel Erfolg dabei.:thumbup:

  • Geh doch mal zu einer Bank und versuche eine Kontoangelegenheit, beispielsweise ein Abhebung, für jemand anders zu erledigen und zeige dabei eine nicht vom Notar/Anwalt beglaubigte Vollmacht vor. Das die dich auslachen dürfte noch das Geringste sein.

    Auch das hatte mir erstmal nichts genutzt.

    Die wollten, daß ich als Bevollmächtigter im Konto eingetragen bin, sonst geht nichts.

    Genauso bei der Patientenverfügung. Es sollte ein Extrapapier sein.

    Diese Schreiben vom Notar sind den meisten zu kompliziert....

    Trabant - seit 1958 ohne Rückruf

    und auch den Elchtest bestanden

  • Sowas ist immer ein Fall für eine Gespräch mit dem Chef des Geldinstitutes. Ich habe sowohl mit einer (notariellen) Vorsorgevollmacht, als auch mit meiner Urkunde als gerichtlich bestellter Betreuer mit Vermögenssorge keine Schwierigkeiten gehabt.

    Aber im Zweifel ist mir eine genaue und übervorsichtige Kontrolle der Bank auch lieber als andersrum.

  • Von der Impfquote zum Notar... Ich hab' leider nicht die Zeit, hier dauernd reinzuschauen und auf alle die interessanten Beiträge zu antworten, daher nur kurz: Die Impfquote im LK ERZ lag neulich unter 50%. Da ist doch alles klar. Natürlich ist es auch eine Frage der Disziplin, aber vor allem der Immunisierung, wie viele Leute sich a) überhaupt und b) mit schweren Verläufen anstecken. Auf ITS liegen annähernd 100% ungeimpfte. Im Umfeld habe ich mehrere Fälle, bei denen es aufgrund der Impfung trotz belegten "Kontakts" gerade nicht zur Ansteckung kam. Mag jeder glauben, was er will: Impfen ist die richtige Strategie und als kleiner Anstoß für die unentschlossenen/unwilligen Mitbürger kommt ja nun wohl wirklich die Impfflicht. Ich hätte in diesem Land, das irgendwelche Pflichten ja per se für absolut unzumutbar hält, kaum noch dran geglaubt. Was hätten wir z.B. mit der Wehrpflicht für ein Potential an Soldaten/Zivis für die Freisetzung von Klinikpersonal...

  • Heutige Momentaufnahme:


    Bei uns gilt inzwischen "2GPlus".(obwohl ich immer noch nicht krank bin...aber mir sagt ja auch immer noch niemand, was ich da falsch mache)


    Gestrige Beobachtung am Testcontainer, welcher auf dem Parkplatz einer bekannten Discounterkette aufgestellt ist:


    - 2! sozialistische Wartekollektive bei nasskaltem Nieselregen um 4 Grad vor dem einen! Container

    - Kollektiv Nr. 1 (das Kleinere), Altersdurchschnitt gefuehlt um die 40; hier steht die "Arbeiterklasse mit Termin" (oder solche, die es behaupten)

    - Kollektiv Nr. 2 (geht ca. 150 Meter diagonal ueber den Parkplatz), gefuehlter Altersdurchschnitt 60+; hier stehen "Rentner ohne Termin" (bzw. Personen, die es nicht "raffen")

    - Wartezeit im Kollektiv 1: ca. 1 Stunde

    - Wartezeit im Kollektiv 2: tja, wer denn durchhaelt...2+ Sunden (das Abfertigungsverhaeltnis der Kollektive K1 zu K2 betraegt 3:1); - eine Omma - gefuehlt Ende 80 / Anfang 90 - haelt sich im Kollektiv 2 eisern an dem Einkaufswagen fest, den sie als Rollatorersatz verwendet, Lippen ob der Kaelte leicht blaeulich angefaerbt. Vermutlich braucht die den Wisch "fuer den Friseur oder fuer den Dokter". Zynisch koennte man ja sagen, die Generation hat das Leiden nach dem Krieg gut gelernt, die haben damit kein Problem...


    Mein oberster Dienstherr fabuliert inzwischen etwas von "2G am Arbeitsplatz". Gerne doch! Ich schicke dem dann in froher Erwartung meinen Dienstplan. Und waehrend der dann meinen Job erledigt, komme ich endlich mal dazu, dem Holzhaufen vor unserem Hause zu Leibe zu ruecken. Bei den steigenden Energiepreisen ist das schliesslich bitter notwendig. Stressfreier und schneller kann ich mein Geld kaum verdienen. Und ausserdem soll Bewegung an frischer Luft ja gut gegen Corona sein. Sagt man.


    Ich hätte in diesem Land, das irgendwelche Pflichten ja per se für absolut unzumutbar hält, kaum noch dran geglaubt. Was hätten wir z.B. mit der Wehrpflicht für ein Potential an Soldaten/Zivis für die Freisetzung von Klinikpersonal...

    Du solltest eine Partei gruenden, welche sich fuer die Wiedereinfuehrung des Frohndienstes einsetzt. Weitere Beispiele aus der Geschichte moechte ich hier nicht nennen.

    Edited 2 times, last by Postkugel: Ein Beitrag von Postkugel mit diesem Beitrag zusammengefügt. ().

  • Mal eine Bemerkung zu den Einschränkungen für Ungeimpfte.


    Ich darf Alkohol trinken, aber mit dem Auto fahren ist dann nicht erlaubt.

    Ich darf rauchen,muß das ggf. aber vor der Tür tun.

    Sind die Leute, die diese Dinge tun, in ihrer persönlichen Freiheit eingeschränkt ?

    Aus ihrer eigenen Sicht vielleicht.

    Aber gebietet es nicht der Anstand, dass man auf seine Mitmenschen Rücksicht nimmt und

    das akzeptiert ?


    Gleiches gilt mMn. für die Covid - Maßnahmen.

    .


  • Du solltest eine Partei gruenden, welche sich fuer die Wiedereinfuehrung des Frohndienstes einsetzt. Weitere Beispiele aus der Geschichte moechte ich hier nicht nennen.

    "Frohndienste"? :hä: - Als Wehrpflichtiger zu Ostzeiten sicherlich...

    Aber als Zivi hat sich vmtl. ebenso wenig irgend jemand 'tot gemacht' oder gesundheitlich ruiniert, wie als Wehrpflichtiger bei den paar Monaten Buntewehr. :/

    Aber er hat (bzw. hätte) der Gesellschaft vielleicht doch ein klitzekleines bisschen dessen zurückgegeben, was sie ihm hat zukommen lassen. Zumindest hätte der eine oder andere womöglich mal ein Stück weit aus seiner hintenrum pudergezuckerten Wohlstandsblase herausblicken und realisieren können, dass es tatsächlich noch sonstige ernsthafte Probleme gibt, jenseits des bis zum Abwinken propagierten Klimawandels.

    Gerade im Pflegebereich fehlt diese gewisse Entlastung schon sehr, die Zivis bei Routineaufgaben wie z.B. Essenausteilung und Geschirr einsammeln zu leisten vermochten.

  • Von der Impfquote zum Notar... Ich hab' leider nicht die Zeit, hier dauernd reinzuschauen und auf alle die interessanten Beiträge zu antworten

    Es ging um die Patientenverfügung.

  • Nicht alles was hinkt, ist ein Vergleich. Aber 90igjaerige Frauen stundenlang in der Kaelte Schlange stehen zu lassen, gebietet sicherlich der Anstand. Ganz bestimmt :doof:

    Falls du dich auf meine Äußerung beziehst, so behaupte ich nicht dass es gut ist, dass man Leute

    stundenlang draußen auf eine Impfung warten läßt.

    Andererseits wäre die Wartezeit wesentlich kürzer, wenn die Leute die bisher eine Impfung

    verweigert haben, nicht plötzlich eine Impfung haben wollten.

    Woran das wohl liegt, und was hat diesen Stimmungsumschwung bewirkt ?


    Langsam bekommen einige Mitbürger wohl doch die sprichwörtlichen kalten Füße.

  • ....und Sylvester fällt nun auch wieder ins Wasser.

    Keine Ahnung wie die Lösung mal aussehen wird, aber ich persönlich will raus aus dieser Endlosschleife.

    Wir alle können uns schon denken wie es Ostern aussehen wird.

    Nur immer 4 bis 5 halbwegs unbeschwerte Monate im Jahr können uns doch auf Dauer nicht genug sein.

    Hoffentlich bleibt es friedlich.

  • Aktuell ist der Stand der Covid-Patienten auf der Intensiv um ca. 1000 höher als im Jahr 2020 (etwa 4000 zu 5000).

    Nun könnte man das so deuten, daß die Impfung nichts nutzt.

    Könnte man auch anders sehen: Ohne Impfung wäre es jetzt wie in Bergamo damals.

    Wenn ich so auf die Deutschlandkarte schaue und mal davon ausgehe,

    daß die Werteskala nicht zu gravierend angepaßt wird, um eine Dramatik in die Darstellung zu bringen,

    sieht es für mich so aus, als würde sich die Infektionswelle kontinuierlich von SO nach NW ausbreiten.

    Es bleibt spannend.

    Trabant - seit 1958 ohne Rückruf

    und auch den Elchtest bestanden