Corona COVID 19

  • Auf jeden Fall hat der BGH heute (nichts anderes habe ich erwartet) die sogen. "Bundes-Notbremse" nachträglich als rechtmäßig durchgewunken. Der Weg zu den nächsten "Notbremsen" wäre somit also auch juristisch geebnet.

    "Demnächst in diesem Theater..."

    :paahh:

  • Das hat 1,5 Jahre gedauert :verwirrt:

    Haben sie gewartet, wie sich die Stimmung entwickelt und dann geurteilt :gruebel:

    Trabant - seit 1958 ohne Rückruf

    und auch den Elchtest bestanden

  • Auf jeden Fall trifft in den letzten Wochen alles zu, was die Spatzen vom Dach pfeifen. So jetzt auch wieder Schulschließungen, der Anfang z.B. bei uns im Land MV ist gemacht. Es wird zwar großzügig von zusätzlichen freien Tagen gesprochen, aber gleichzeitig von Aufgaben an diesen Tagen. Übersetzung: Schulschließung und Homeschcooling. Und genau das hieß es gestern noch von der Landesregierung, als Rostock sowas im Alleingang durchsetzten wollte, sollte es nicht geben. Das politische Gedächnis ist kurz.

    Achso, das Beste, um die armen Lehrer zu entlasten, als ob es keine andere gebeutelten Berufsgruppen geben würde. Und ich richte meinen Blick damit nicht nur auf die Gesundheitsberufe.

    Nun heißt es jedenfalls für viele Eltern und deren Arbeitgeber wieder einiges umzuorganisieren.

    Und Ihr hört es ja selber, die Spatzen pfeifen noch viel mehr von den Dächern.



    Ansonsten und deswegen, und weil wir familär in einer Demokratie leben, haben wir uns heute, da die Kinder in der Überzahl bei uns sind, man könnte somit auch eher von einer Diktatur der Kinder in unserem Haushalt reden, doch auf dem Weg zum Weihnachtsmarkt gemacht, schließlich wird es ab morgen nochmals deutlich aufwendiger werden. War ganz nett, vieles hat aber gefehlt, was sonst die Jahre immer da war und fest dazu gehört hat. War auch erstaunlich leer gewesen. Die Kinder hatten trotzdem ihren Spaß. Bei dem einen Mal wird es aber auch belassen, es fühlte sich alles so unecht an.

    Die Schausteller hatten sehr auf die Einhaltung der aktuellen Regeln geachtet, hätte ich ehrlich gesagt gar nicht so gedacht. Auch die Besucher hielten sich an die Vorschriften, ich war richtig erstaunt. Es lief mal wirklich alles wie geplant ab, mit Kontrollen an jedem Stand. Hat zwar manchmal etwas genervt, aber gut funktioniert. Knallhart, ohne Außnahmen.

  • Niemand hat vor eine Impfpflicht einzuführen :zwinkerer:

    Hieß es nicht so mal vor langer, langer Zeit ?

    Und wenn man sich dann im März kommenden Jahres evtl. dazu durchgerungen hat,

    ist es bestimmt eh egal..... :gruebel:

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    und auch den Elchtest bestanden

  • Bevor ich mich impfen lasse, hole ich mir lieber Corona: 2 Wochen zu Hause und 6 Monate Ruhe.

    Im April soll der Totimpfstoff kommen.

    Wenn viele so denken wie ich werden die Zahlen noch mehr durch die Decke gehen.

  • 2 Wochen zu Hause und 6 Monate Ruhe.

    Ja, das ist wahrscheinlich so, rein rechnerisch.


    Es könnte aber auch sein, Du hast Pech und landest im Krankenhaus, falls die noch ein Plätzchen haben. Eventuell an der Beatmung oder auf dem Friedhof.


    Das ganze ist reine Lotterie. Meistens geht es gut, aber man kann eben auch Pech haben und dann rollen die Krokodilstränen.


    Die Todesrate bei Erkrankten liegt derzeit bei 0,8%, so zumindest wurde es vor Tagen veröffentlicht. Prüfen kann ich es nicht. Klingt ja auch nicht viel.

    Aber hochgerechnet ergeben sich da schon Zahlen...auf 100.000 Erkrankte immerhin 800, die nicht wieder aufstehen. Und keineswegs nur alte, schwache oder vorerkrankte.

    Klar sind es nur wenige junge, gesunde Betroffene. Aber die gibts eben auch...

  • Wenn man die Einstellung von pesechszig hat, muss man halt damit rechnen das es schief geht.

    Ich vertrete ja die selbe Meinung, lasse mich jetzt aber meiner Nerven wegen ja impfen.

    Aber als ungeimpfter hätte ich dann z.b. nicht auf einen intensivplatz bestanden, im Gegenteil... wenn die Natur sagt das es für mich Zeit ist, dann muss das nicht unnötig verlängert werden.


    Und wenn jeder aus Überzeugung ungeimpfte eben damit leben kann, hätten wir ja kein Problem.

  • Jein...


    Weil die Kosten für diese Haltung eben trotzdem die Allgemeinheit trägt. Einfach liegenlassen bzw. sterben lassen geht nunmal nach unseren Gesetzen nicht, also treten beispielsweise alle Krankenversicherten für eine solche Einstellung ein und haften somit mit ihrem Geld.


    Ich finde diese Einstellung zumindest fragwürdig, weil das keine Einzelentscheidung ist, sondern man die Gesellschaft faktisch in Haftung nimmt.


    Das allerdings ist auch beim Rauchen, Trinken, sonstiger ungesunder Lebensweise, gefährlichen Sportarten - ja, am Ende auch beim Autofahren so. Insofern gibt es da großes Diskussionspotential. Ein weites Feld...

  • wenn der Patient verfügt das er keine lebensverlängernden oder erhaltenen Maßnahmen wünscht geht das sehr wohl das man einfach sterben darf...

    Und genauso ist es bei mir. Wenn ich Beatmung brauche, dann sagt Mutter natürlich es ist an der Zeit zu gehen. Ich weiß diese Einstellung teilt kaum jemand, aber das kann ja zum Glück jeder selbst entscheiden.

    Die einzigen kosten die dabei dann anfallen, das man ruhig gestellt wird um sich nicht zu quälen, und halt das Bettchen.

  • Ein Mitarbeiter in meiner Abteilung liegt seit Samstag im Spital…

    Ein zweiter ist nun wegen hartnäckigem Corona 2 Wochen ausgefallen und ist mittlerweile zum Schluss gekommen, dass die Impfung wohl doch keine so blöde Idee gewesen wäre.

    2 andere hatten es schon gehabt, einer im Oktober 20 mit mildem Verlauf und ein jüngerer im Dezember 2020 ohne Symptome.

    Für die Statistiker: in der Abteilung arbeiten 11 Leute. 8 sind geimpft (davon 2 nach der Erkrankung).

  • Aus beruflicher Erfahrung laufen hier mehrere Variablen zusammen, so gut wie niemand hat eine juristisch saubere Patientenverfügung, liegt diese nicht vor, gibts die ganz große Hafenrundfahrt mit allem. Ob man will oder nicht.


    Weiterhin hat die Erfahrung gezeigt, das aus der nüchternen Entscheidung mit Abstand: "dann lasst mich eben sterben" im Realfall ein ziemlich bescheidene Situation werden kann - gerade erst bei der Ablehnung künstlicher Ernährung gab es dann doch das Gebettel um Nahrung - etliche Tage hats gedauert, bis dann die Reserven aufgebraucht waren und der Sensenmann das Zepter in die Hand nahm..


    Ich unterstelle mal, den meisten ist die Auswirkung einer entsprechenden Verfügung nur in der Theorie bewusst.

    In der Praxis gibt es dann ganz neue Erkenntnisse. Spätestens wenn die kleinen Kinder am Bett stehen und fragen wann der entsprechende Elternteil wieder nach Hause kommt und dem anderen Elternteil klar wird, dass demnächst Alleinerziehung angesagt ist.


    Unfalltod ist das Eine. Langsames Versagen der Atemfunktion wg. Viruserkrankung oder anderer schöner Sachen wie Krebs das Andere....

  • Mossi genau das sind die Reaktionen die man immer zu hören bekommt, ich kann dir aber sagen das ich in dieser einen Hinsicht definitiv egoistisch bin, zu 100%.

    Ansonsten würde ich eher das Gegenteil behaupten...


    Aber ich habe gesehen wie mein Vater sich mit künstlicher Ernährung noch einige Tage länger als es hätte sein müssen gequält hat, und das war was prägendes. Auch da habe ich ihm die Entscheidung abgenommen... und glaube mal, das ist nicht so leicht wie es aussieht.

  • Auch Du hängst am Leben - wie jeder andere.


    Beim Sterben zusehen müssen (ich habe es schon vor fast 20 Jahren erlebt) ist trotzdem etwas anderes als selbst dort zu liegen. Wenn Dich Deine eigene Mutter anfleht, daß Du den Arzt bittest, ihr endlich die erlösende Spritze zu geben und Du ihr erklärst, daß das nicht geht...

    Mir muß hier keiner etwas erzählen - erst recht kein Heldenepos auf theoretischer Ebene.

  • wenn der Patient verfügt das er keine lebensverlängernden oder erhaltenen Maßnahmen wünscht geht das sehr wohl das man einfach sterben darf...

    Du verwechselst hier ein bischen was. Grundsätzlich ist erstmal jeder zur Hilfeleistung verpflichtet, die Unterlassung wäre ein Straftatbestand. Auch bei einer Patientenverfügung muss man dir ein möglichst humanes Ableben ermöglichen... was auch immer das bedeutet, und sei es bloß Schmerzlinderung etc. Dem kannst du dich eigentlich nur entziehen, so lange du noch selbst aus dem Bett springen und türmen kannst.


    Und selbst die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall trägt am Ende die ganze Gesellschaft mit.

  • Und genauso ist es bei mir. Wenn ich Beatmung brauche, dann sagt Mutter natürlich es ist an der Zeit zu gehen. Ich weiß diese Einstellung teilt kaum jemand, aber das kann ja zum Glück jeder selbst entscheiden.

    Die einzigen kosten die dabei dann anfallen, das man ruhig gestellt wird um sich nicht zu quälen, und halt das Bettchen.

    Wie hier schon erwähnt wurde, funktioniert das nur mit einer Patientenverfügung. Und ich setzte noch eins drauf, Diese muss heutzutage von einem Notar beglaubigt sein. Mit den selbst ausgedruckten Internetexemplaren kann man sich den Po abwischen. Die werden im Krankenhaus (im Normalfall) heute nicht akzeptiert, weil sie nicht beweislastsicher sind.


    Ich war gerichtlich bestellter Betreuer ich weiß wovon ich spreche. Verlässt sich ein Arzt auf eine nicht notariell beglaubigte Verfügung (wenn er mag kann er es ja machen, falls jemand hier behaupten will es geht doch), dann ist er ggf. dran wenn die Hinterbliebenen plötzlich und unerwartet es sich doch anders überlegen und eine Klage anstrengen wegen unterlassener Hilfeleistung mit allen möglichen Folgen die daraus erwachsen können (Stichwort: z.b. entgangene Lohneinnahmen des Verstorbenen usw.).

    Und ja, manch ein Arzt weiß das nicht, bzw. gibt es Ärzte die das Risiko eingehen. Aber das ist ja dann das Problem des Arztes.


    Wer sicher gehen will, dass sein letzter Wille in Punkto Krankheit und Sterben auch in seinem Sinne erfüllt wird, der sollte und muss einen Termin bei Notar machen. So einfach ist das. Und keine Angst, dass ist nicht teuer.

    Und da ich mit jener Verfügung in der Tasche am Sterbebett gestanden habe, die Ärzte greifen nur ein, wenn sie ein offensichtliches (schweres) Leiden erkennen können und unterstützen dann mit Schmerzmitteln.

    Wenn jemand sterben will dann darf er das und mit der notariellen Verfügung ist der Arzt per se freigesprochen und muss sich keiner Anklage wegen unterlassener Hilfeleistung stellen.

    Die Verfügungen sind schon so formuliert, dass es da keine Probleme für den Arzt gibt wenn jemand im Fall der Fälle sterben will.

  • Das ist ein ebenso wichtiges wie heißes Thema. Wir haben die Formulare auch schon jahrelang in der Schublade und schieben das vor uns her. Danke der freundlichen Erinnerung! ;)

    Ein Mitarbeiter in meiner Abteilung liegt seit Samstag im Spital…

    Ein zweiter ist nun wegen hartnäckigem Corona 2 Wochen ausgefallen und ist mittlerweile zum Schluss gekommen, dass die Impfung wohl doch keine so blöde Idee gewesen wäre.

    Hätte ihm aber auch mit Impfung genauso passieren können, muss man ehrlicherweise dazu sagen...

    Übrigens ... wenn angesichts der Ampel von den Linken die Rede ist: Die sind nicht Teil der neuen Koalition. ;)

    Zum Glück! DIE hätten uns gerade noch gefehlt.... ;)


    Die Todesrate bei Erkrankten liegt derzeit bei 0,8%, so zumindest wurde es vor Tagen veröffentlicht. Prüfen kann ich es nicht. Klingt ja auch nicht viel.

    Aber hochgerechnet ergeben sich da schon Zahlen...auf 100.000 Erkrankte immerhin 800, die nicht wieder aufstehen

    Dass sogar Du nochmal auf 100000 hochrechnest.... ;)

    Auf die 0.8% gebe ich ganz ehrlich gesagt nicht allzuviel. Dafür ist mir einfach zu viel "mit" bei "an oder mit" dabei. :/

    Was das ansonsten pro Impfung gesagte aber wohlgemerkt nicht infrage stellen soll. Ein Freund der allgem. Impfpflicht (ab welchem Alter?) bin ich in diesem speziellen Falle dennoch nicht, schon alleine wegen der lange Zeit gemachten gegenteiligen Beteuerungen nicht.

    Letztendlich würden die absolut Unwilligen dann wohl großenteils Mittel und Wege finden, auch ungeimpft an ihr Zertifikat zu kommen (was letztendlich schlimmer wäre, als wenn die offiziell ungeimpft herumlaufen...).

  • Grandpa

    Meine Frau hat regelmäßig als Krankenschwester mit eigentlich hoffnungslosen Fällen zu tun.

    Sie sagt immer wieder,dass Leute die ähnlich denken wie du, letzlich doch am Leben hängen.

    So konsequent, wie du vorgibst ist fast niemand.

  • Niemand hat vor eine Impfpflicht einzuführen

    ...die Absicht...zu errichten.

    Wie hier schon erwähnt wurde, funktioniert das nur mit einer Patientenverfügung. Und ich setzte noch eins drauf, Diese muss heutzutage von einem Notar beglaubigt sein.

    Möglicherweise verwechselst Du da was.

    Wir haben hier notariell Testament, Vorsorgevollmacht, Betreuungsvollmacht (geht mämlich extra). All das freiwillig. Und wir haben den ganzen Kram mit unserem Imperium. Das ist Pflicht. Aber die Patientenverfügung hat der Hausarzt beglaubugt.