Der Neue hat Fragen zu einer Takraf Hebebühne

  • Hallo,


    ich bin Uwe und komme aus dem Raum Stuttgart. Ich habe schon einige coole Trabis gesehen, aber mir hat es der Fiat 500 angetan. Warum bin ich trotzdem hier? Weil ich mit über 50 nicht mehr so unterm Auto rumkrabbeln möchte, habe ich mit eine Takraf 1.5to zugelegt. Ich hoffe, die stemmt auch meinen Skoda Yeti ein paar cm hoch, zum Reifen wechseln. Mit dem Fiat sollte sie leichtes Spiel haben.

    Eine Anleitung habe ich bereits runter geladen, ein paar Fragen bleiben dennoch.

    -An dem Hebel zum Betätigen vom zweiwege Ventil ist oben ein Blech (siehe Bilder) dran, welches sofort weg gefallen ist. Der Verkäufer meinte, das Blech verhindert, dass man den Hebel beim Ablassen zu weit nach oben hebt und das Ventil unten Luft zieht bzw. Öl austritt. Ich konnte nicht herausfinden, wie das Blech richtig montiert wird - kein Schraubloch oder ähnliches.


    -Ich habe keine Deichsel - bei awt-shop gibt es die für über 60€. Damit kann man wohl das dritte Rad in der Höhe einstellen. Das muss man aber doch nicht ständig machen - oder? Wie hängt man das Ding denn am Rad einhängen zum schieben? Hat da jemand vielleicht ein Bild? Das kann man doch bestimmt selbst machen.


    - Ich muss mir noch Auffahrrampen bauen und eventuell auch Längsträger, um die Hebebühnen-Aufnahmepunkte am Unterboden zu erreichen. Auch da wäre ich über Bilder und Tipps dankbar.


    Uwe

  • Das Blech ist scheinbar nicht original. Zumindest ist bei mir da keins.

    Das Rangierrad ist nicht höhenverstellbar. Vielmehr wird der vordere Teil der Bühne mit den beiden Drehspindeln so lange angehoben, bis das Rad frei ist bzw. die Bühne nicht mehr kippeln kann.

    Zur Deichsel siehe Bild, meine hat sich vermutlich mal dem herunterfahrenden Hubtisch entgegengestellt und verloren. Daher die Krümmung.




  • Hallo Uwe,


    Die Deichsel fehlt bei mir auch. Zum Lenken genügt mir ein massiver Hartholzstab. Mit Rücksicht auf den Garagenboden vermeide ich es aber weitgehend, das Teil überhaupt zu verschieben. Mit ein paar zurechtgebastelten Holzpaletten und ner kleinen Rampe, kann man die Bühne stationär belassen und bequem mit dem Auto drauf fahren. Mein Trabi parkt da jetzt immer.


    Das Rad ist sehr wohl höhenverstellbar, und zwar mit der Spindel die man auf den Fotos hinter der Deichsel sieht. Wie Tacker aber bereits richtig schrieb, ist es nicht erforderlich (und auch unpraktisch) dort öfter dran herum zu schrauben. Man kann es so einstellen dass es bei austarierter Bühne (mit den seitlichen Spindeln) gerade so vom Boden abhebt, und hat dann bei eingezogenen seitlichen Spindeln noch genügend Bodenfreiheit zum Rangieren.


    Gruß Steffen

  • Ich hab kein Bild zur Hand aber ich hab mir zwei Rohre genommen und als T verschweißt und unten ein Loch gebohrt.


    Und ja das Rad ist genau mit der Spindel höhenverstellbar. Ich hab da ne ausrangierte Ratsche aus nem alten DDR Nusskasten mit Nuss dauerhaft drauf um ggf. die Höhe zu verstellen. Um über meine schiefen Betonplatten zu fahren und ggf. unter ein tiefes Auto (bei Nutzung ohne Rampen) zu kommen dreh ich da schon ab und an.

    Ich hab meine als ich sie bekommen hab mit neuen Dichtringen versehen und entlüftet.


    Der schwerste Brocken war bisher eine 2009er S-Klasse die etwa 1.8 Tonnen wiegt. Ging problemlos bis fast ganz oben.

    Der Yeti sollte kein Problem sein.

    Die Dinger haben genug Reserve.

  • Danke für die Hinweise und Bilder,

    vielleicht ist an dem Ventil ein Anschlag dran, der bei mir nicht mehr richtig funktioniert und es hat jemand das Blech hingeklebt, um den Hub zu begrenzen. Ich kann mir schon vorstellen, dass dann am Ventil Falschluft rein kommen kann.

    Das mit der Deichsel sollte kein Problem werden - das Bild vom awt-shop, welches ich oben verlinkt habe, hat mich etwas irritiert - der Preis auch. Ich dachte, da steckt mehr dahinter.

    Ich denke, ich werde vorne und hinten Holzrampen bauen - zwischen den Armen vielleicht OSB-Platten, mit Balken unterfüttert.

    Dann zwei Baudielen, an den Enden abgeschrägt, um den Fiat hochnehmen zu können, ohne dass er ausfedert (wenn z.B. der Motor raus kommt, sollten die Achsen nicht so lange ausgefedert bleiben).

    Wenn ich die Baudielen etwas enger zusammenschiebe, kann ich da vier Klötze drauf legen, um die Hebebühnenaufnahmepunkte vom Yeti und Fiesta (der Wagen meiner Frau) zu erreichen - Radwechsel sollte dann schnell machbar sein.


    Uwe

  • Ich hatte die 1T Variante, mit frischen Öl und etwas zugedrehten Druckbegrenzer gingen auch 2T, die Deichsel bestand bei mir auch nur aus 2 zum T zusammengeschweißten Rohren

  • Wenn ich die Baudielen etwas enger zusammenschiebe...

    Mit dem Begriff "Baudiele" kann ich leider nix anfangen. Bin halt beruflich ein "Sesselfurzer" ;-) . Aber vermutlich passt das schon so. Ich lege einfach zwei (gleich) dicke Holzbohlen unter, deren Länge jeweils beide Hebepunkte überspannt. Für Fahrzeuge mit stark abweichenden Abständen würde ich dann natürlich auch verschieden lange Bohlen benötigen. Unter die Hebepunkte kommen dann vier gleiche Kanthölzer, für den Trabant genügt das bereits. Bei Fahrzeugen mit Falz unter dem Schweller sollten die Kanthölzer dann entsprechend ausgespart sein, oder man packt noch ein handelsübliches Gummiteil mit entsprechender Nut dazwischen. Nach meinem Dafürhalten ist das sehr standfest und sicher. Sollte jemand Bedenken haben: bitte gern intervenieren!


    Wichtig ist natürlich auch, dass das Fahrzeug gewichtsmäßig ausbalanciert ist. Gerade wenn du, wie du oben schriebst, größere schwere Baugruppen demontieren willst. Ggf. muss das mit Ballast ausgeglichen werden. Aber da du die Bedienungsanleitung bereits gelesen hast, weisst du das ja selbst.

    Der schwerste Brocken war bisher eine 2009er S-Klasse die etwa 1.8 Tonnen wiegt. Ging problemlos bis fast ganz oben.

    Der Vorbesitzer meiner 1500kg-Bühne hat nach eigener Aussage mal einen VW T5 mit langem Radstand damit angehoben. Allerdings nur so hoch wie unbedingt nötig (kleinergleich 60 cm). Die Hydraulik hat es wohl geschafft. Allerdings war das Ganze so instabil, dass er, bevor er darunter kroch, noch zwei Hebekissen von der Feuerwehr an den Fahrzeugenden installierte.


    Irgendwie sieht meine Bühne auch ein wenig krumm aus. Ob das aber mit dieser Aktion oder schon viel früher verursacht wurde, ist nicht mehr nachvollziehbar.


    Geschichtlich ist noch interessant, dass die Bühne bei mir jetzt wieder auf dem selben Grundstück steht, wo sie schon von Anfang an zu DDR-Zeiten ihren ihren Dienst tat. Nur der genaue Standort ist wenige Meter von dem früheren entfernt... ;-)


    Gruß Steffen

  • Baudielen sind einfache Bretter bzw, Bohlen aus Nadelholz, 4-5cm dick und 20-30cm breit - die wurden früher als Boden für ein Gerüst verwendet.



    Uwe

  • Danke für die Aufklärung, ich dachte du meinst irgendein ausziehbares Spezialteil, weil du von "zusammenschieben" schriebst...


    Manchmal habe ich wohl eine Baudiele vorm Kopf :brettvormkop:


    Gruß Steffen :winker:


    PS: Bei uns sagt man glaube ich eher "Rüstbohlen"