Lebensdauer, Laufleistung und Identifizierung des Trabant Zweitakt Motors

  • Auf der ersten Seite Beitrag 16 konnte ich bei den Pleueln noch herausfinden wann die Schmiertaschen entfallen sind. Dort war ja noch ein Fragezeichen zwischen 1966 und 1974 was ich nun noch als Hinweis in den SRI gefunden habe. Nicht wie vermutet 1969 mit den 26 PS, sondern erst zwei Jahre später 1971 erhielten die Pleuel den Schrägschliff. Das Bild habe ich geändert und den Text angepasst (falls sich da jemand was gespeichert hat kann es aktualisiert werden).

  • Pertinax ist bei keinem Trabant im Serieneinsatz nachweisbar.

    Es fand sich beim lesen dieser kleine Satz:


    was bedeuten würde die Hebel waren vorher nicht aus Polyamid, also aus einem anderen Stoff.

    Und da mir dort nur Pertinax bekannt ist...…..

  • Miramid?

  • Laut der Wissensdatenbank war und ist "Miramid" nur ein Handelsname und es gehört zu den Polyamiden. Das hatte ich vorher nachgelesen um sicher zu gehen. ;)

    Quote


    Kompaktes Polyamid:

    Wichtige Handelsnamen für nichtfasrige Polyamide sind ..............., Miramid (BASF), .......

    Auszug aus : https://de.m.wikipedia.org/wiki/Polyamide

    (mit BASF ist die heutige BASF Leuna gemeint, also jene Örtlichkeit wo auch früher Miramid herkam)


    Es liegt also die Vermutung nahe, das der Name "Miramid" 1959 noch nicht existierte oder gebräuchlich war.

    Auf alle Fälle ist Polymid/Miramid der "Plastehebel". Soviel würde ich als sicher ansehen.

    Edited 3 times, last by Tim ().

  • Miramid ist nichts anderes als ein PE Werkstoff

    Biete Serienmotoren, Sportmotoren, Rennmotoren, Sport-VSD, Vergaserumbauten, Regenerierung Drehschieberflächen, Gehäusereparaturen, Aluschweißen, Sandstrahlen mit verschied.Material auf Anfrage

  • "Pertinax ist bei keinem Trabant im Serieneinsatz nachweisbar."


    Okay, da muss man mal bei 7000 Motoren aus der Frühzeit eine Ausnahme machen.....


    Und vielleicht mal nachgucken, was der Wartburg zu dem Zeitpunkt so hatte.


    Ich lasse mich gerne überraschen....

  • Hallo,

    ich hänge hier zwei Bilder von einem Motorgehäuse aus 1990 an.

    Dieses stammt von einem Motor, den ich vor etwa 25 Jahren aus einem sinnlos verheizten Fahrzeug ausgebaut habe, das auf einer wilden Müllkippe abgestellt wurde.

    Der Motor wurde mit blanken Benzin festgefahren, ein Pleuel war wie verschweißt mit dem Hubzapfen, entsprechend sahen auch die Kolben aus, diese Teile konnte ich nur noch entsorgen.

    Heute hatte ich das Gehäuse mal wieder in der Hand und mir viel auf, das die Drehschieberflächen schon vom Werk einen Versatz mit "eingebaut" hatten, siehe die markierten Stellen.

    Wäre dieses Gehäuse nach entsprechender Bearbeitung noch rettbar?



    Grüße

    Christian

    Ein Oldtimer ist wie die Freundin Deines besten Freundes, Du kannst Sie ansehen, ja bewundern aber bitte nicht berühren!

  • Wenn man die Flächen neu plant, ist das Gehäuse weiter verwendbar

  • Meinst du mit Versatz, dass die Flächen nicht plan sind, bzw. nicht eine Ebene haben?

    Ist es sicher das beide Teile von Anfang an zusammen waren?

    Schau dir mal die Lagergasse mit der Lupe an, ob der Schliff von Ober- und Unterseite in gemeinsamer Aufspannung bearbeitet sind.


    Und ja, wie Mario sagt, wäre nach dem planen alles wieder gut.


    Bei Teilen von 1990 muss man sich aber auch wenig wundern. Da gibt es leider sehr viel Pfusch aus der Zeit der trotzdem den Weg auf die Straße gefunden hat. Die Wendezeit eben....

    Edited 3 times, last by Tim ().

  • Der Versatz ist bei vielen Gehäusen festzustellen. Es sieht auch nicht danach aus, dass die Flächen der zwei Hälften gemeinsam hergestellt wurden.

  • Im Fall der Drehschieberflächen wurden sie das auch nicht. Jedenfalls nicht so wie sie heute nachgearbeitet werden, bzw. nicht so wie die Lagergasse.


    Das kann man aber nur bei neuen bzw. sehr wenig gelaufenen Gehäusen sehen, bzw. auf der gegenüberliegenden Seite der Kurbelkammer wo die Bearbeitungsspuren ähnlich sind, nur gröber ohne Feinschliff.

  • Ja genau ich meine den Versatz der beiden Hälften im Bereich der Drehschieberfläche.

    Es ist schon eine ganze Zeit her als ich diesen Motor ausgebaut habe, doch ich erinnere mich, das sich dieses Fahrzeug noch in einem sehr guten Allgemeinzustand befand.

    Das Armaturenbrett fehlte schon und diverses im Innenraum, aber ich gehe davon aus, das sich in den etwa 5 Jahren welches dieses Fahrzeug lebte niemand an dem Motor zu schaffen machte, zumal es kurz nach dem Ende der DDR gewesen ist, da baute man ggf. Motoren vom Schrottplatz ein, welche billigst und zur Genüge verfügbar waren.

    Eine Gehäuse Hälfte ist vom Januar und eine vom Februar 1990 laut Gussdatum, also passt das schon von der gemeinsamen Bearbeitung her.

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  • Die Drehschieberfläche mit der dazugehörigen Tasche wurde mit Sicherheit per Scheibenfräser eingebracht, je nach dem wie gut die Aufspannvorrichtung auf den jeweiligen Maschinen Ausgerichtet waren, hat es mehr oder weniger genau gepasst.