Lebensdauer, Laufleistung und Identifizierung des Trabant Zweitakt Motors..der Diskussionsthread

  • Mein Motor Bj. 1985 mit der "neueren" Kurbelwelle hat knapp 37000 km gehalten. Dann hat sich der Lagerkäfig schwungradseitig und der eines Mittellagers selbstständig gemacht. Längere Standzeiten hatte mein Trabi keine. Wurde zwischen zwei HU Perioden immer zwischen 1000 und 2000 km bewegt.

  • z1willi, kannst du bitte erklären wo du da den Fehler gesehen hast und vielleicht wenn möglich auch mit weiteren Bildern belegen?

  • also die Kurbelwellenabdichtung über dem Lager, wie auf dem Bild zu sehen, hatte Spiel. Man konnte sie hin und her bewegen. Auf der neuen Kurbelwelle war die Abdichtung straff drauf und ließ sich nicht bewegen. Ich habe noch ein Video dazu, weiß aber nicht, ob ich das hier hochladen kann.

    Ich versuche es mal noch ein weiteres Bild hochzuladen. Da ich die auf meinem Handy habe, stelle ich mich immer ein wenig blond an.

  • Also war der Innenring innen eingelaufen?

    Starterkranzschmierer, Luftwerkzeugbenutzer, 15W40 Mischer, Westblechpfleger, Autovordergaragemitwarmenwasserwascher, Wohnwagenmitheizungbesitzer, Hohlraumfluidierer usw. usf. och hör bloß uff....

    2 Mal editiert, zuletzt von Fahrfusshebel ()


  • Also war der Innenring innen eingelaufen?

    ja genau. Wie gesagt, ich habe zwei kurze Videos dazu. Da sieht man das genau.

    Einmal editiert, zuletzt von z1willi () aus folgendem Grund: Ein Beitrag von z1willi mit diesem Beitrag zusammengefügt.

  • Ich denke ich verstehe was da passiert ist und vermute jetzt mal das es auch ein Standfolgeschaden ist.

    Die Passung zwischen Innenring Kolbenringabdichtung und Kurbelwelle kann auch so ausfallen, dass der Ring recht locker sitzt. Kommt eine lange Standzeit hinzu die beispielweise die Kolbenringe verklebt hat (z.B. durch Ölkohle) und so Innenring samt Ringe am Außenring festklebt, so dreht sich alles auf dem Wellenstumpf der Hubscheibe mit und läuft dort auch sicher ein wenig ein, was letztendlich für Nebenluft sorgen kann.


    Der H1-1 Vergaser kann gut mit definierter (minimaler) Nebenluft der Kolbenringabdichtung umgehen. Wir es aber durch irgendwelche Umstände (einseitig) zu viel, so regiert der recht empfindlich mit den beschriebenen Symptomen.

  • Wird der Innenring der Kolbenringabdichtung nicht durch anziehen der Keilriemenscheibe mit fest?

  • ich versuche das mal mit den Videos:


    defekt

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  • Mit einer defekten Kurbelwelle hat das alles allerdings nur bedingt etwas zu tun.


    Gruß

    Benjamin

    Fährt und schraubt gern *Simson S50B1* *Schwalbe KR51/1* *Trabant 601 LX '88* *Lada Niva*

  • Dann lies dir die Überschrift nochmal durch, es geht nicht nur um Kurbelwellen sondern um den Motor insgesamt.

  • Der Benjamin möchte damit sicher nur sagen, das eine defekte Kolbenringabdichtung nicht insgesamt als Schaden der Kurbelwelle zu deklarieren ist, was natürlich vollkommen richtig ist.


    Eine defekte Kolbenringabdichtung kann man austauschen ohne Probleme. Dann könnte die Welle weiterlaufen.


    Das aber auch das ein Glücksspiel ist, dazu habe ich schon Material zum zeigen vorbereitet, was aber noch nicht ganz fertig ist. Ich werde das in einem der nächsten Beiträge darstellen und bebildern.

  • Sicherlich kann man die defekte Abdichtung tauschen. Aber das Risiko wollte ich nicht eingehen. Wer weiß, was noch eventuell mit der KW gewesen wäre.

    Die neue Welle stellt für mich eine Einheit dar, mit den dazugehörigen Abdichtungen. Diese Welle wurde seinerzeit auch als Gesamtteil hergestellt und getestet. Alles war genau auf die Neue (wie auch seinerzeit auf die alte Welle) abgestimmt.

    Gut ich revidiere das jetzt mal und sage: für MICH war es ein Kurbelwellenschaden

  • Wobei neue Kurbelwelle nicht gleich neue Kurbelwelle bedeutet, wie wir wissen.


    Gruß

    Benjamin

    Fährt und schraubt gern *Simson S50B1* *Schwalbe KR51/1* *Trabant 601 LX '88* *Lada Niva*

  • Wobei neue Kurbelwelle nicht gleich neue Kurbelwelle bedeutet, wie wir wissen.


    Gruß

    Benjamin

    Wie darf ich das verstehen?

  • Einige der neuen "lager" Wellen haben einfach schon Lagerspuren, die zum vorzeitigen Ausfall führen können. Speziell im oberen Pleuel Auge sorgen die Drähte die das Nadellager festhalten gerne für Rostspuren. Dann weißt du nie wie die Welle gelagert wurde, ob sie schonmal gefallen ist, ob sie verdreht ist, ob die Pleuel gerade sind, oder es einfach eine 2te wahl Welle ist... usw.

    Ich hatte bisher immer Glück, aber es gibt auch Fälle wo es mit neuen DDR-Wellen nicht so gut lief.

  • Sicherlich kann man die defekte Abdichtung tauschen. Aber das Risiko wollte ich nicht eingehen. Wer weiß, was noch eventuell mit der KW gewesen wäre.

    Das ist erstmal eine sehr gute Einstellung. Ich werde im Verlauf später noch ein paar Bilder zeigen.

    Wie aber auch erwähnt wurde, ist im Grunde auch die Lagerneu- bzw. Reg.Welle immer mit einem gewissen Restrisiko behaftet.

    Viele haben die Lagerung problemlos überstanden. Es gab aber auch schon Fälle bei denen das eingesetzte Konservierungsöl Schäden an den Hubzapfen in Form von Lochfraß verursacht hat.

    Im Pleuelkopf oben kann man das gut und schnell sehen. Im Fuss gibt es nur die Chance die Welle zu zerlegen.


    Wir haben schon vorsichtshalber neue Wellen auseinanderpressen lassen und da gabs sowohl Gute als auch Schlechte.

  • Sehr interessanter Thread, den ich bisher glatt übersehen habe! 8|


    Meine WE-Motoren haben bislang zw. nur 37tkm (wohl diversen mittleren QEK-Touren geschuldet) und ansonsten ziemlich genau 50tkm gehalten, sind zumeist auch am Mittellagertod/Auflösen eines Käfigs gestorben (bei relativ hohem Kurzstreckenanteil im Alltagsbetrieb). - Das gab es bei den alten, hier rollengelagerten, Wellen schlicht und ergreifend nicht (da war's ja bekanntlich höchstens das 6009, wo ein Lagerkäfig hochgehen konnte).

    Somit halte ich die mittige Kugellagerung der WE-Wellen nach wie vor für eine klare Verschlimmbesserung, die die vom Werk avisierten 100tkm eher unwahrscheinlich und sehr selten machten und machen.

    Mir ist aus der damaligen Werkstattpraxis überhaupt nur ein einziger Kunde erinnerlich, der die 100tkm mit einem WE-Motor nicht nur erreicht, sondern mit ca. 120tkm sogar deutlich überschritten hat.

    Das war aber ein ausgesprochenes Langstreckenauto, das u.a. regelmäßig zw. L und Rostock gependelt ist.

    (nebenbei bemerkt der im Innenraum leiseste Trabant, den ich je gefahren bin. Der war vom Besitzer sehr umfangreich mit Dämmstoffen versehen worden, u.a. viel Schaumstoff dabei. -Z.B. anstelle der wegrationalisierten Rückbank, die wg. implantierter Wabu -Schalensitze eh nicht mehr recht nutzbar gewesen wäre)

  • Und dennoch werden eure sehr wertvollen Beiträge bei vielen auf taube Ohren stoßen. Aber ich weiß, dass ich meine Welle(n) definitiv jemanden hier im Board anvertrauen werde wenn es so weit ist. Ihr habt einen bemerkenswerten Anspruch an die Ergebnisse.:thumbup:

  • (Antwort mit Bezug auf Beitrag 14 im Informationsthread)

    Bei 3 von diesen Hubzapfen gab es Korrosion (Lochfraß) einfach nur durch rumliegen.


    Die Empfehlung kann daher nur sein, sollte eine Lagerwelle äußerlich auch nur die geringsten Spuren von Korrosion haben, so ist es in jedem Fall ratsam die Welle auseinanderpressen und überprüfen zu lassen, bevor die Zapfen irrreparabel beschädigt werden.


    Was wäre deine Empfehlung um solche "Lagerschäden" auf ein Minimum zu redizueren?


    Vakuumieren der Wellen, damit so wenig wie möglich Sauerstoff ran kommt?

    Regelmäßiges durchbewegen und Ölen der Bauteile?

  • oder auch in Öl lagern.