Plötzlich Trabant Besitzer - Was nun?

  • Ein Messgerät habe ich leider nicht. Müsste ich irgendwo schlauchen.

    ... oder sogar kaufen. Ich verstehe es nicht - wenn ich einen Oldtimer fahren will (ja, ein 77er Trabant ist einer) dann muss auch ein gewisses Maß an Werkzeuggrundausstattung vorhanden sein. Das Messgerät kostet im Baumarkt 12 Euro. Nach einem Ladegerät frage ich lieber nicht. Wenn du das alles vor Ort hats, können wir mit der Batterie weitermachen. Zu den Reifen sage ich nichts ...

  • Ich habe selber gestaunt, dass der mit diesen Reifen überhaupt TÜV bekommen hat. Also wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, hat meiner Diagonal 5.20x13 und dort müssen ca. 1,6 Bar drauf. Keine Angst, ich mache damit nur Testfahrten um unser Haus ...


    Und bei neuen Reifen sind die Radial günstiger und komfortabler - also die bessere Wahl?


    Die Radial 145R13 kann ich dann auch einfach auf meine aktuellen Felgen ziehen?

  • ... dann muss auch ein gewisses Maß an Werkzeuggrundausstattung vorhanden sein.

    Da muss ich mal kurz einhaken. Woher soll denn diese Grundausstattung stammen, wenn mir der Trabant erst vor wenigen Monaten vor die Füße gefallen ist und ich zuvor noch nie etwas bei einem Auto außer Räder- und Ölwechsel durchgeführt habe? Dementsprechend muss ich mir doch ersteinmal Kenntnisse aneignen und eine Grundausstattung langsam anlegen ... verstehe da dein Unverständnis nicht.


    Naja, Cottbus ist halt ein bisschen weit jedesmal für den TÜV ....

    Was meinst Du damit? Verstehe ich gerade nicht.

  • Ja du hast 5.20 und ja ca. 1.6 bar. Zu empfehlen wären für den Alltag schon Radialreifen in 145R13.


    Ich fahre dereinst auch mit 1964er P20 zur HU...

    Wenn man damit fahren will sollte man halt vor jeder Fahrt genau prüfen ob alles ok ist, der Luftdruck stimmt und vor allem sehr defensiv und mit min. doppelt soviel Abstand wie gewöhnlich. Fahrten bei Nässe sind unbedingt zu vermeiden, weil das praktisch wie auf Glatteis ist.

    Du wirst sehr schnell merken, das man mit den ollen Pellen nichts mehr gewinnen kann.


    Werkzeuge bekommt man für den Anfang auch immer gut und günstig auf dem Flohmarkt. Da kostet so ein Meßgerät 1-5€. Auch div. anderes findet man da für nen schmalen Taler.

  • 155/70R13 ginge auch noch. Da gibt's in der aktuelle Handel mehr Wahl. Aber dann hat man modernes Profil.


    Vorne im WHIMS 1988 (oder WHIMS 1979) steht eine ganze Liste Werkzeuge, und hinten sind Zeichnungen* um 'selber' Spezialwerkzeuge anzufertigen. Insbesondere bei den Werkzeuge, die man fast immer in der Hand hat (zB. die Schlüsselweiten 8 bis 17), würde ich nicht an Qualität sparen. (Auf schlechtes Werkzeug steht oft was man damit tun soll: Drop & Forget)


    Hat schon jemand bemerkt daß die Batterie falsch herum steht? Mit den beiden Polen nach hinten hat der Regen freies Spiel, und eigentlich sollen die originelle Anlasser (Plus) und Masse (Minus) Leitung dann auch nicht passen. Der Minus, der zum Fahrzeugmitte zeigt, ist mit einer Motor-Getriebe-Verbindingsschraube verbunden, Plus (beim Radkasten) geht zum Anlasser. Etwa wie hier.



    *Wobei man besser vorher die Maße kontrolliert, Ich war froh daß ich neulich für die Winkelplatte 15.33 den Konstruktor zum Passen ein Kurbelwellengehäuse mitgeben konnte, denn die Maße auf der Zeichnung erstellten sich als zu knapp.

  • Ich habe aktuell einen 155R13 genommen, weil der vom Werk ohne Eintragung innerhalb der BE erlaubt ist und den größten Abrollumfang hat, was ihn entweder ein ticken schneller macht bzw. bei gleicher Geschwindigkeit die Drehzahl reduziert.

  • Ja, 155/70-13 ist ganz knapp über dem minimal zulässigen Abrollumfang. Ich fahre die seit Jahren wegen der geringfügig kürzeren Gesamtübersetzung und weil mir etwas flacher und breiter ganz gut gefällt.

  • Sind auf dem Minuspol eventuell Zahlen eingeschlagen? Das ist dann Baumonat und Jahr.

  • 155R13 ist aber 80er Querschnitt. Ohne Angabe immer 80% der Breite.

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    Das tut uns leid.

  • Und ich finde, die Heidenauer 5.20-13 sehen besser aus und fahren besser als die kleinen 145er. Aber jeder wie er mag. Jedenfalls sind die aktuell montierten da total hart und rutschig.

    Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Muthes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen.

  • Ich fahre (auf verschiedenen Autos) beides, und jede Sorte hat ihre Vor- und Nachteile. Insgesamt fahren sich die Radialen (bei mir 145/80) besser und sicherer, die Diagonalos sind schon spürbar schwammiger. Dafür rollen die komfortabler ab, insbesondere auf Kopfsteinpflaster merkt man da einen deutlichen Unterschied.

    Mehr als 2bar habe ich auf die Radialreifen aber noch nie aufgepumpt, alles darüber ist mir persönlich viel zu hart und polterig (wir haben hier im Umkreis noch mehr als ausreichend schlechte Fahrbahnzustände). Die Straßenlage ist auch mit diesem 'niedrigen' Druck astrein. ;)

  • 155R13 ist aber 80er Querschnitt

    Niemand hat oben etwas anderes behauptet. TV fährt lieber die größeren, Hegau lieber die kleineren. Mehr kann ich da nicht herauslesen.

    Edited once, last by Fridl: Tippfehler am Handy ().

  • Sind auf dem Minuspol eventuell Zahlen eingeschlagen? Das ist dann Baumonat und Jahr.

    Schau ich morgen mal nach. Danke Für den Tipp.

  • Das stimmt natürlich - aber oberhalb von ca. 5 Jahren steigt eben doch potentiell das gewisse Ausfallrisiko. Eine Prüfung des Istzustandes ersetzt das freilich nicht, ist aber allemal gut zu wissen, wie alt der Akku eigentlich ist.