Mein erster Trabant - Positiver Sturz an der Hinterachse

  • Hallo liebes Pappenforum!


    Zuerst mal freue ich mich sehr hier zu sein. Ich heiße Marco, bin 25, komme aus der Nähe von Düsseldorf und bin seit ein paar Tagen nun auch stolzer Besitzer eines Trabant 601 (Bj. 1986), ...und leider ein ganz blutiger Anfänger. Beim erstmaligen Putzen gestern ist mir nun aufgefallen, dass der Trabi an den Rädern der Hinterachse einen für meine Augen doch sehr starken, positiven Sturz hat, der mir ein bisschen Angst macht. Auf der rechten Seite ist der Sturz meine ich noch extremer als links. Ich habe mal ein paar Bilder gemacht und hoffe, das man genug darauf erkennt.


    Meine Fragen an euch sind jetzt: Was würdet ihr mir raten? Ist das schlimm? "Soll das so?" Muss ich da dringend was machen oder kann ich mir da Zeit lassen und noch unbesorgt fahren? Kann man evtl. auf den ersten Blick schon erkennen, woran der Sturz liegt?


    Bei meiner bisherigen Suche hier im Forum habe ich ehrlicherweise noch nicht wirklich viel von diesen Sturzkorrekturen verstanden. Es scheint ja so Korrektursets zu geben, ist das das, was ich brauche, oder geht es da mehr um Tuning? Und, kann ich sowas selbst beheben oder brauche ich da jemanden, der mehr Ahnung hat als ich mit meinem Halbwissen?


    Ich bedanke mich jetzt schon für alle Hinweise und Antworten und bitte um Nachsicht, falls ich die ganz offensichtliche Antwort auf meine Fragen irgendwo übersehen haben sollte. Ich freue mich sehr auf die Zeit hier im Forum! :)


    Liebe Grüße,

    Marco

  • Das ist bei einer ordentlichen Blattfeder Normalzustand.

    Also erfreue dich daran...oder verbaue eine SturzKorrektur

  • Paßt so, keine Maßnahme erforderlich. Wieso ein Set, das den Sturz versaut, sich "Korrektur" nennt, frage ich mich, seit es das gibt.

    Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Muthes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen.

  • Das hat was mit dem Einfederweg und der damit verbundenen Sturzänderung der simplen Achsaufhängung zu tun, Marlene.


    Das Nutzungsprofil “voll beladen“ dürfte heute weitaus seltener vorkommen als damals, somit fährt man i.d.R. alleine und ohne Beladung des Kofferraums und damit mit ordentlich positivem Sturz umher. Und das wiederum ist der Reifenabnutzung und der Fahrstabilität nicht unbedingt zuträglich.


    Gruß

    Benjamin

    Fährt und schraubt gern IFA *Simson S50B1* *Schwalbe KR51/1* *Trabant 601 LX '88* :love:

  • Hallo, Scherzkoenig , das ist eine sehr schöne Vorstellung, die du da abgeliefert hast,

    also weiter so.

    Ich hab nur ein wenig geschmunzelt, weil du dir Sorgen machst. Die Feder und die Radstellung ist vollkommen in Ordnung,

    Wenn du mal zwei drei Freunde mitnimmst, geht die Feder und damit die Radstellung in die andere Richtung.

    Also keine Sorgen, und viel Spass mit dem kleinen.

    Macha

  • Die Sturzkorrektur korrigiert den positiven Radsturz in Richtung Null. Würde ich jetzt nicht als Tuning werten. Vorteil: Mehr aufliegende Radfläche (mehr Haftung, gleichmässiger Verschleiss) und eigentlich kein Nachteil (ausser bei Originalitätsfetischismus).

  • Wie gesagt....


    Zum Nachteil wird es dann, wenn man den Trabi mit Sturzkorrektur schwer beläd. Dann wird der Sturz nämlich negativ.


    Gruß

    Benjamin

    Fährt und schraubt gern IFA *Simson S50B1* *Schwalbe KR51/1* *Trabant 601 LX '88* :love:

  • Da ich ein Freund des positiven Sturzes bin, muss ich meinen Senf dazu geben. Lass es so, ist auch richtig so. Gerade Blattfedertrabanten hängen oft aufgrund ermüdeter Federn. Also freu dich, dass es (noch) so ist :-)

  • Genau! Ich hab so ne altersbedingte Sturz "korrektur" drin. Die fliegt aber bald raus, O-Bein statt X-Bein :-D

    Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Muthes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen.

  • In ein Zeit wo jeder sein wagen vertiefte, habe ich meins gerade erhöht damit er neue Blattfeder bekam.

    Dank der so gewonnene Bodenfreiheit habe ich mich ziemlich sorglos auf allerhand Landwegen getraut und musste eigentlich nur innehalten als ich Wanderer vorbei fuhr. Die will man ja nicht in einer Staubwolke zurücklassen.

  • Danke euch allen für die hilfreichen und lieben Antworten. Ich werde es jetzt so lassen. Auch wenn ich jetzt nicht sagen würde, dass es schon ausgeprägter Fetischismus ist, möchte ich schon da, wo ich kann, den Originalzustand schon so weit wie möglich beibehalten.


    Bisher scheinen sich die Reifen auch noch nicht ungleich abgenutzt zu haben, das behalte ich dann einfach im Auge.


    Nochmals lieben Dank,

    Gruß, Marco

  • Bei meinen nutzt sich der Außenbereich wesentlich schneller ab. Tausche zwar jedes Jahr von hinten nach vorn, aber irgendwann ist Feierabend. Nächstes Jahr müssen wohl neue her, aber die Reifen haben jetzt schon etliche Jahre und viele tausend Kilometer auf dem Buckel.


    Um das ganze noch weiter zu verzögern, müsste man wohl die Reifen auf der Felge drehen, aber das würde sich in meinen Augen nur bei so teuren Reifen wie den Heidenauern lohnen.


    Bei meiner Limousine ist der Sturz dank Schraubenfeder-HA noch ziemlich “frisch“, mir gefällt das optisch einfach sehr. Es passt zum Pappmann.


    Gruß

    Benjamin

    Fährt und schraubt gern IFA *Simson S50B1* *Schwalbe KR51/1* *Trabant 601 LX '88* :love:

  • Eigentlich sollte man für die Kilometerzahl die man jährlich zurücklegt verhältnismäßig zu viel Trabanten haben müssen. Dann altern die Reifen mehr als sie verschleißen und somit ist das Problem gelöst.

  • Ich ärgere mich schon lange nicht mehr drüber, sondern sehe das eher positiv, daß die Reifen schneller verschleißen, als sie altern. So komme ich wenigstens nicht in die Verlegenheit, mit überalterten Reifen rumzufahren.
    Meiner Erfahrung nach härtet die Gummimischung vieler Reifen nämlich schon nach wenigen Jahren genug aus, um sich beim sehr leichten Trabant schon recht negativ bemerkbar zu machen.
    Aus dem gleichen Grund wechsle ich auch kaum noch auf Sommerreifen. Nach 4 bis 5 Jahren (so alt werden die ja locker, wenn sie nur im Winter gefahren werden) ist die Gummimischung der WR eh nicht mehr schön weich, dann müßten die eh neu; im Ganzjahreseinsatz sind die dann nach 2...3 Jahren schon runter und kommen neu, eh die alten hart werden.

    sapere aude! incipe! (Horaz)
    (bzw. frei nach F. v. Schiller: "Erdreiste Dich zu denken!")

  • Das waren für mich bisher keine Alterungszeiträume für meine Diagonalpneumants. Ich habe jetzt hinten einen Heidenauer drauf, mal sehen wie lange der so durchhält.