Entstörgeschirr und Drehzahlmesser bei EBZA Bj. 89

  • Stern Transit? Du willst dann also Mittelwelle hören.

    Da ist dann heutzutage auch egal ob es entstört ist oder nicht, außer den Störgeräuschen des Motors wirst du da eh nicht viel mehr empfangen.

  • Schon klar, es ist sogar noch die Garantiekarte vom Kaufhaus K.M.St dabei, samt 2 Kakerlaken aus vermutlich DDR Zeiten, vom Rumliegen wird es doch aber auch nicht schöner, oder?

    Da kann man es doch gleich Einbauen ;)

  • Hallo,


    nicht unbedingt. Ein Entstörrgeschirr kann den sicheren Betrieb der Zündanlage auch massiv stören. Beispielsweise bist du auf den einen passenden und wahrscheinlich beiliegenden Typ Kerzenstecker angewiesen.

    Und wenn mal einer ausfällt?

    Oder das Zündkabel dort hin geht kaputt?


    Man sollte sich das schon überlegen, ob man es braucht und will.


    Gruß

    Benjamin

    Fährt und schraubt gern IFA *Simson S50B1* *Schwalbe KR51/1* *Trabant 601 LX '88* :love:

  • Ein Entstörrgeschirr kann den sicheren Betrieb der Zündanlage auch massiv stören.

    wat nu, entstörrgeschirr, oder störgeschirr? ;)

  • Das Ebza-Entstörgeschirr hat doch ganz andere Kappen für die Zündspulen.... und für die Kl. 1 kommen Gewindeverlängerungen auf die Spulen. Diese Verlängerungen gucken durch die Spulenkappen einfach durch und das Loch in der Kappe hat ein Durchführungsgummi montiert.


    Bei mir hat es dadurch Zündaussetzer gegeben da die Blechkappe durch das Gummi sich durchgescheuert hat gegen den Gewindestift und die Kl. 1 gegen Masse kurz geschlossen hat.

  • wat nu, entstörrgeschirr, oder störgeschirr? ;)

    Ich hab das schon mit Absicht so formuliert. :P



    Bei mir hat es dadurch Zündaussetzer gegeben da die Blechkappe durch das Gummi sich durchgescheuert hat gegen den Gewindestift und die Kl. 1 gegen Masse kurz geschlossen hat.

    Nur eine weitere mögliche Fehlerquelle.



    Grüße

    Benjamin

    Fährt und schraubt gern IFA *Simson S50B1* *Schwalbe KR51/1* *Trabant 601 LX '88* :love:

  • Wo ist nicht reingehört, sollte man sinnvollerweise drauf verzichten. Die Abschirmung neigt auch gerne dazu, den Zündfunken mal umzuleiten.

  • Also sollte ich den Satz wieder zurückgeben? Wenn er wirklich nichts bringt und nicht einmal montiert werden kann aufgrund anderer Kappen, kann ich damit ja nichts anfangen.

  • Die Kappen sind nicht das Problem. Die sind bei EBZA und U-Zündung die Gleichen, sofern wir von den "normalen", großen Zündspulen ausgehen. Das Problem bzw. der wesentliche Unterschied sind die Kleinteile. Einerseits der Verlängerungsstift (wobei das Kabel auch direkt - wie bei der U-Zündung - an die Zündspule kann, ist aber komplizierter beim Einbau), anderseits neben dem Einschraub-Kondensator auch die Kontaktblättchen (doppelt), die den Kontakt zur Zündspule herstellen. Die Blättchen kann man natürlich auch Anfertigen, sofern man geeignetes Material vorrätig hat. Anbei ein Bild von einem kompletten Satz:



    Das von Andi beschriebene Kurzschluss-Problem ist übrigens kein Problem des Entstörsatzes, sondern ein Montagefehler. Kappen und Bolzen sind fest verschraubt, so dass der Gummi nur eine Abdichtung ist und theoretischen auch weggelassen werden kann.

  • Das ganze Gedoehns ist nur fuer den LW und MW-Bereich nuetzlich, vermindert die Betriebssicherheit des Fahrzeuges jedoch enorm, und sei es nur, weil man schnell "mal was eben falsch zusammengesteckt" hat.


    Habe gestern mal vor der hiesigen Post mit dem Stern-Transit versucht, was auf LW, MW und KW zu empfangen. Ergebnis: 2 Polen und einen Franzose. Darueber hinaus nur meine Benizinpumpe...


    Sofern Dir also der Empfang polnischer/franzoesischer Sender wichtig ist, brauchst Du das Geschirr. Andernfalls legst Du Dir mit Sicherheit ein "Ei".


    Der KW-Empfang des Stern-Transit war uebrigens seinerzeit eigentlich nur in Ungarn wichtig: Nicht, dass da ploetzlich die Grenze auf ist, und man in die DDR - statt nach Oesterreich - zurueck faehrt, weil man's wg. fehlender Kenntnisse der ungarischen Sprache nicht mitbekommen hat. Diesen "Witz" haben wir uns uebriges bereits mitten in den '80ern erzaehlt, ohne zu ahnen, das es keiner war.