Restaurierung DKW F8 Pritschenwagen Bj. 1940

  • "Ich bin der Dreher Eilig...und was nicht rund wird feil ich!" 8o


    Wünsch, zeig mal die Finger nach der Graphit-Pampe

  • Shell Retinax G mit Zuschlagstoffen?

  • Zu meiner Zeit gabs ein Tritt in den Hintern, wenn man so rum mit der Feile an der Drehbank stand.:thumbsup:

  • Ok. Ich brauche da keine Hilfe von hinten. Es ging auch so. :zwinkerer:

  • Zu meiner Zeit gabs ein Tritt in den Hintern, wenn man so rum mit der Feile an der Drehbank stand.:thumbsup:

    Ohne Futterschutz und langärmelig hätte ich vom Meister auch paar hinter die Backen bekommen, egal wie rum ich stehe😅

  • Tach :thumbsup:

    Unglaublich aber ich kann mal wieder was vermelden....


    Ich habe jetzt ewig zugebracht um brauchbare Kolben aufzutreiben die auch noch so gut sind, dass man lediglich ein Paar Kolbenringstifte neu setzten muss.:verwirrter:

    Jetzt konnte ich den Block aufs 3. Schleifmaß bringen um nicht zu viel Material raus nehmen zu müssen.

    Der Knaller waren die vorher verbauten Kolben im alten Zylindermaß wo Kolbenringstoßmaße bis fast 4mm(!) zu entdecken waren....

    Für meine besorgten Kolben fürs 3. Schleifmaß bezahlbare Ringe zu bekommen war ähnlich abenteuerlich.

    Nach langer Recherche wurde ich fündig bei einem athener Großhändler für Garten und Waldgerätschaften...:wechgeh:


    Naja jetzt könnte es mal wieder flüssiger voran gehen...:hmm:

  • Die Laufflächen sind ausgespindelt, also sozusagen schlichtausgedreht. Durch eine feine Riefung kann auch hier Öl haften ohne Hohnfläche. Ein Trabantmotor läuft genauso bearbeitet seit mehreren 10.000km in meinem 87er Uni problemlos.

  • So eine Aussage habe ich schon immer gesucht, vielen Dank. Hast Du die Möglichkeit die Maße des Zylinder genau zu prüfen, vor allem die Rundheit würde mich interessieren? Ich möchte mir meine Zylinder auch selber aufbereiten und wollte aber nicht in ein Hongerät investieren.

    Verrätst Du mir noch Schneidenradius und Vorschub, da weiß ich das es funktioniert und muss nicht rumexperimentieren.🙏

  • Das Maß ermittel ich aufs Hundertstel genau per 3punkt Innenmessschraube.


    Rundheit sollte unter 1 Hundertstel sein da das Werkzeug ein rotierender "Drehstahl" ist.


    Der Schneidenradius ist glaube 1 und der Vorschub 50m/min.


    Na dann mal los:winker:

  • Danke für Deine schnelle Antwort, beim "Metervorschub" bräuchte ich eigentlich noch die Drehzahl um die Rautiefe zu rechnen. Ich denke aber es wird keine allzu große Rolle spielen, da ja auch der Kreuzschliff vom honen sicherlich im Guss nach paar 100km weg ist.

    Ich werde meine Ergebnisse/Erfahrungen in meinem Thread posten.

    Vielleicht gibt es ja auch irgendwann einen Thread über mech. Bearbeitungen, scheint ja einige hier zu geben, die sich damit auskennen.

    Meine Erfahrungen möchte ich auf jeden Fall gerne teilen und kann sogar alles genau protokollieren.

    In Deinem Thread ist das aber OT, also Danke noch mal!:thumbup:

  • da ja auch der Kreuzschliff vom honen sicherlich im Guss nach paar 100km weg ist.

    Ganz so schnell geht es nicht. Nach ca. 5000km ist er schon merklich schwach und nach etwa 10.000km ist er dann weg. Aber natürlich auch nur im Bereich der Kolbenringe. Alles darunter ist er auch nach 50.000km noch sehr gut erkennbar.

  • Na das mit den Kilometern war vielleicht etwas überspitzt, aber ein 3/4 seiner Standzeit kommt er ja doch schon ohne Kreuzschliff an der Nutzfläche klar, wenn ich da nicht einen Denkfehler habe.

  • Nach Monaten sind Motor und Getriebe endlich wieder vereint.:verwirrt:

    Junge junge wer denkt der F8 ist ein ganz simples Auto hat seinen Antrieb noch nicht zerlegt bzw. zusammengesteckt...

    Alleine die unterschiedlich großen Zylinderrollen wieder in den Freilauf fummeln.:kelly:

    Aber das beste war das üppige Kupplungspaket mit seinen unzähligen Scheiben und 12 Druckfedern endlich zusammen zu haben, nur um dann 3mm Versatz der Rollenkettenflucht vorzufinden....:bäh:

    Also Kupplung nochmal ab und zerlegen um einen Abstandsring(schnell aus ner Trabant Achsstumpfmutter gedreht), laut Rep.buch, dahinter zu montieren. :beleidigt:


    Anbei noch die Explosionszeichnungen der simplen Kupplung und des langweiligen Freilaufs.:lach:

  • Es sei dir ein schwacher Trost, aber auch das F 9 Getriebe bietet noch die ein oder andere Finesse....


    Aber wenigstens Trockenkupplung.

  • Und schon gets weiter :lach:

    Ich habe den Motor endlich auf den Rahmen gehievt. Der Herr Lotze hat sich dabei freundlicherweiße mit den Rücken gebrochen. :verwirrt:

    Danach widmete ich mich des Zündplattenpuzzles. Anhand der gemachten Fotos ging das Zusammensetzen gut von Hand.

    Danach begann ich endlich das Vorderfahrwerk. Die umgebauten Querlenker bekamen ihre Trabantsilentbüchsen und der Radantrieb wurde bestückt. Für die Federgabel und das Schwenklager gabs zum Glück auf Arbeit noch uralte Passscheiben fürs Höhenspiel :staun:. Auch hier passt vom Trabant nüscht.

    Nuja die erste Seite ist soweit montiert, was alleine durch die Federspannung zum schreien schön war. :doh:

    Man merkt dem Fahrzeug seinen manufakturischen Aufbau immer wieder an. Im Vergleich zum Trabant aufwendige Kleinarbeit die immer wieder Probleme bereitet.

  • Siehste hilft doch , wenn man sagt , daß man dich vermisst. :)

  • Krümel na freilich. Ich habs regelrecht gespürt. :scratchchin:


    Achja...

  • Jutn Tach,


    Heute habe ich die Vorderachse mit den Bremsteilen komplettiert. Leider habe ich zurzeit nur eine altes Bremsseil zur Verfügung. Das Linke ist eine spätere Nachproduktion. Wär mal interessant wie lange noch Verschleißteile u.ä. für F8/P70 produziert worden.