Lenkmanschette wechseln / austauschen

  • TV, das Leben von Gummiteilen mittels Silikonspray oder Glycerin zu verlängern oder die Teile damit wieder geschmeidiger zu machen, geht definitiv. Die ursprüngliche chemische Formel wieder herzustellen allerdings definitiv nicht.


    Gruß

    Benjamin

    Fährt und schraubt gern IFA *Simson S50B1* *Schwalbe KR51/1* *Trabant 601 LX '88* :love:

  • Aber paß auf mit Kriechöl. Das macht Gummi so sanft, das es quillt und die Struktur verliert

  • Man sollte diese Teile dann aber auch ruhig beidseitig einfetten. Mir ist es auch schon aufgefallen das gerade solche alten Teile wo der ganze Motorraum so ne Fettbüchse ist noch prima geschmeidig sind. Auch an den Gelenkwellen.

  • Also ich habe meine bescheidenen 2 frisch erstandenen Stück kürzlich mit ein bisschen mit Ballistol benetzt und in einer Tüte ins dunkle und meistens frostfreie Lager gelegt.

    Nachdem Ballistol für und gegen alles hilft (mancher hat es auch schon als Medizin genommen) denke ich ist das auch eine Möglichkeit der Erhaltung.

    Habe übrigens letztens eine alte gebrauchte Manschette (noch mit Fett drin) verbaut, welche ich auf Lager hatte nachdem der "Zwischengast" nach 1,5 Jahren hinüber war.

  • Weichmacher bekommt man leider in kein Gummiteil mehr rein, auch nicht mit Weichspüler.

    das kann ich so nicht bestättigen. Bei der Arbeit benutzen wir Gummi-Profile für das Klemmen der Makrolon-Scheiben. Normalerweise schrumpfen diese mit der Zeit. Aber in Verbindung mit manchen Kühl/Schmiermitteln quellen diese auf und werden ganz weich.

    Weich und Weich sind im hiesigen Kontext vermutlich zwei völlig unterschiedliche Dinge. Gerade wenn dabei auch noch vom "aufquellen" die Rede ist. Ich bin selbst absolut kein Fachmann auf diesem Gebiet,


    Mein Laienhaftes Verständnis ist: Natürlich werden alte Gummis geschmeidiger und leichter verformbar, Aber das Zeug, was man da drauf schmiert, dringt eben nur in die Poren ein, und verringert damit die innere Reibung. Den tatsächlichen Zusammenhalt der inneren Struktur des Gummis kann man mit keinem Mittel regenerieren, es sei denn man Vulkanisiert es neu.


    Gruß Steffen

  • Ganz genau so ist es. :)


    Gruß

    Benjamin

    Fährt und schraubt gern IFA *Simson S50B1* *Schwalbe KR51/1* *Trabant 601 LX '88* :love:

  • Also kann man außer einer (geringen) temporären Verzögerung der Reißerei nichts machen.


    Hier ein schönes Beispiel. Scheibengummis die nicht in Form der Scheibe gelagert sind kann man auch getrost wegschmeißen.

    Unser 89er mit seinem ab Werk Gummi der seit 29 Jahren seinen Dienst macht:


    Und hier hab ich vor 2 Jahren einen mehr oder weniger als Rolle gelagerten neuen DDR-Gummi im 1.1er verbaut:



    Der scharfe Bogen bekommt dem Lagergummi nicht. Kann man sich also schenken sowas noch zu kaufen und zu verbauen.

  • Bezüglich Fett: War das Ceritol Wälzlagerfett +K30 nicht Kalziumseifenfett?
    Heutzutage werden in der Regel Fette auf der Basis von Lithiumseifen verwendet. Mir ist bei einigen Gummiteilen aufgefallen, dass sie eine Haptik wie Gummitiere besitzen. So lapperig kenne ich sie von früher nicht.

    Edited once, last by V603 ().

  • tim :

    mein Misselwitz-Gummi an der 89er Frontscheibe

    sah nach ganz wenigen Jahren keinen Deut besser aus.

    Ich bin nach wie vor der Meinung, daß man das nicht 100%ig verallgemeinern kann (Charge/Material, Lagerung - ich wiederhole mich...;)).

  • Da bin ich bei dir. Die aktuell verbauten inneren Manschetten am Kübel, wohlgemerkt das dritte Paar nach 4 Jahren und 2500km scheint erstmal zu halten.


    Lenkmanschette ist die 3. drin.

    1. DDR 2. Nachbau 3. jetzt wieder DDR.


    Ich bleibe aber dabei. Ein Großteil der alten Lagergummis ist (nach kurzer Einbauzeit) schrott.

  • Meine Schrottquote liegt nur bei gefühlten 10%


    Um es in Zahlen auszudrücken, eine Antriebswellenmanschette in 5 Jahren.


    Mein Lager bekommt regelmäßig Silikonspray, sonst nix und ich hab nur DDR-Gummis. Soll nicht heißen das ich die ultimative Lösung habe aber bisher scheint es bei mir zu funktionieren. Vielleicht liegts auch nur an dem recht feuchten Keller....wer weiß?

  • V603

    Ceritol bzw. SWC423 müßte Kalziumkomplexfett gewesen sein.

    sapere aude! incipe! (Horaz)
    (bzw. frei nach F. v. Schiller: "Erdreiste Dich zu denken!")

  • Nunja bei aktuell 3 eigenen mit ca. 10tkm gesamt im Jahr und div. betreuten Fahrzeugen sieht die Sachlage dann schon anders aus ;)

    Und um regelmäßig alles mit Silikon zu behandeln bräuchte ich das Zeug in Eimern :D

  • Verhindert die Glyzerinschicht nicht das verflüchtigen des Weichmachers ?

    Trabant - seit 1958 ohne Rückruf

    und auch den Elchtest bestanden

  • Gummi scheint heutzutage wirklich ein Problem zu sein: Beim Auto eines Kollegen haben sich an allen vier Reifen eines Markenherstellers, der übersetzt Brückenstein heißt, nach einem halben Jahr die Laufflächen gelöst...

    Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Muthes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen.

  • ..... nach einem halben Jahr die Laufflächen gelöst...

    Wie geht das ? Waren die runderneuert ?

    Trabant - seit 1958 ohne Rückruf

    und auch den Elchtest bestanden

  • Ich habe vor 3 Jahren LEC WEC in mein Lenkgetriebe des VW gekippt, seitdem ist es dicht . Soll ein reiner Weichmacher sein und macht Gummiteile wieder geschmeidig.

    Dieser Beitrag wurde 569 mal editiert, zum letzten Mal von DUOcalle: Heute, 22:24

  • Und jetzt soll man "LEC WEC" ins Trabantlenkkgetriebe kippen? Ich versteh den Zusammenhang nur teilweise, demnach hat man dann so ein Zeug an der Lenkstange schwabbeln wo eigentlich Fett hingehört?