Diskussion zur Elektromobilität und E-Auto

  • An dem Faktum, dass ein batterieelektrisches Fahrzeug nach rd. 7 Jahren einen neuen Akku benoetigt, dessen Preis ziemlich sicher den Zeitwert des Fahrzeuges uebersteigt

    Aber du gehst dabei vom Preis heute aus. Wie wird der Preis in 20, 30 Jahten sein und wie weit sind dann die Akkus?


    1920 war ein Auto auch eher noch Luxus und erst mit der Massenmotorisierung ala Käfer wurde es für Ottonormal bezahlbar.....

    Als ziemlich sicher darf eher gelten, dass das durchschnittliche E-Auto den durchschnittlichen Verbrenner an 'Lebens'jahren eher nicht überleben wird, den überduchschnittlichen (15, 20 und mehr Jahre) wohl erst recht nicht.

    Das ist mit Verlaub der größte Unsinn.

  • Akkugeräte kommen mir nicht mehr in die Werkstatt. Wenn du sie brauchst, hält der Akku nicht durch, nach 5 - 6 Jahren ist der Akku tot, selbst bei einer Handlampe.

    Dann hast du eindeutig die falschen Akkugeräte, Ich bin mittlerweile fast komplett auf Akku umgestiegen, weil es einfach Praktischer und ungebundener ist und bis auf den Makitaschrott habe Ich keine Probleme mit meine Akkugeräte.

  • Das ist mit Verlaub der größte Unsinn.

    Das hätte ich gerne mal bewiesen...

    (wir reden von E-Auto incl. des orig. Akkus. Sobald - ob der Kosten unwahrscheinlicherweise - ein 2. reinkommt, ist die Öko- und Klimabilanz eh im Allerwertesten )

  • Das auch ein E-Auto einem Verschleiß an Bauteilen unterliegt ist unbestritten. Das dazu insbesondere der Akku gehören wird, ist nach Stand heute anzunehmen.


    Das man nach gut 130 Jahren Verbrenner relativ gut weiß was geht und was nicht und das man Erfahrungen mit dem E-Auto nach kaum 10 Jahren nach dem Anlaufen der E-Motorisierung (in Wirklichkeit ist es ja viel weniger Zeit) kein vergleichbares Fazit schließen kann wird doch keiner ernsthaft anzweifeln.


    Du tust gerade so, als würde jedes der E-Autos nach Schlag 7/8 Jahren zwingend einen neuen Akku brauchen.


    Das wird garantiert nicht der Fall sein.


    Der Verbrenner braucht auch mit zunehmender Laufleistung immer mehr Verschleißteile ersetzt bis hin zum Austauschmotor. Und wenn das soweit ist, ist deine Bilanz genauso im Popo.

    Früher wurden Verbrennermotoren immer noch generalüberholt. Welcher Hersteller macht das heute noch im industriellen Rahmen für Pkw?


    Und wenn ich manchmal live sehe welche unterirdischen Qualitäten manche Hersteller heute abliefern (aus technischer Sicht),

    dann kaufe ich mir tatsächlich lieber ein E-Auto als einen Verbrenner. (tue ich natürlich nicht weil ich weiter Trabant fahre).


    Du gehst zu sehr von deinem älteren braven Schwedenstahl aus. Ich habe hier jetzt öfter Fahrzeuge mit Bj. 2015 und jünger auf dem Hof und die sind alles andere als gut und hochwertig.

    Noch dazu wo heute außer waschen und saugen absolut niemand mehr, die wenigen Bastler außen vor und die fahren selten aktuelle Autos, einen Finger in technische Richtung rührt.


    Die Dinger müssen heute fahren und wenns kaputt ist in die (teure) Werkstatt.


    Und gerade eben was den Antrieb angeht, ist der E-Antrieb dem Verbrenner Lichtjahre voraus.

    Da spult der Motor mal eben eine Million Kilometer ab und lacht darüber. Und Getriebe gibts oft garkeins.


    Und wenn der Akku wirklich nach 8 Jahren kaputt ist, also nicht nur etwas Kapazität verloren hat, sondern so defekt ist das es nicht weiter geht, dann muss ein neuer rein...ganz klar. Spart man sich an von dem Geld was man nicht für Verschleiß in 8 Jahren ausgeben musste.


    Lait dem ADAC Artikel geben Hersteller auf die Akus längere Garantien. Lexus bis zu 10 Jahre.

    Wenn man die Kiste also ordentlich behandelt, wovor soll man da Angst haben.


    Nach wenigen Jahren der Elektromotorisierung Beweise für die uneingeschränkte Alltagstauglichkeit fordern um sie mit über 100 Jahren Verbrennererfahrung zu vergleichen finde ich schon etwas aberwitzig.

    Das geht einfach nicht.


    Ich sehe das Ding jeden Tag live nebenan und höre über den Alltag damit und fahre ab und an mal mit.

    Und im Gegensatz zu dem X3 Diesel vorher ist das nochmal ein Quantensprung. Einzig nennenswerter Nachteil, Reichweite und Nachladezeit, die aber bedeutungslos werden wenn man sich drauf einstellt.

    Läuft jetzt rund 3 Jahre und der angezeigte Kapazitätsverlust am Akku ist nahezu Null.


    Und es haben schon tausende dieser Fahrzeuge bewiesen, das hunderttausende von Kilometer problemlos abgespult wurden. Das es da Ausreißer gibt...keine Frage...die gibts immer.

  • Das Hauptproblem für die lange Lebensdauer der Fahrzeuge ist die relative Reparierbarkeit.


    Mechanik wie Fahrwerk etc. ist vermutlich unproblematisch, aber spätestens beim Steuerungssystem und eben auch den Speichern ist vermutlich ein klassisches Restaurieren, so wie wir es betreiben, perspektivisch nicht mehr möglich.

  • Das wird wohl so kommen (wird aber bei jüngeren und mittelalten Hightech-Verbrennern kaum anders werden, der Halbwertzeit der überzahlreichen Elektronik geschuldet).


    Danke @ Tim, für das erneute und ausführliche Pro-Tesla-Statement (fast könnte man glauben, Du arbeitest inzw. wirklich da... ;) ).

    So ganz uneinseitig liest sich diese Batterieauto-Lobeshymne irgendwie auch nicht... ;)


    Hunderttausende km, Millionen gar... - wird sich erst im (teuer bezahlten) Feldversuchersuch erweisen müssen.

    Zumindest habe ich da mal von einem Holländer gelesen, der die Langzeithaltbarkeit mit seinem Tesla Model S beweisen wollte. Hatte er zum damaligen Zeitpunkt auch schon über 400 tkm geschafft - mit 2. Motor (!) und einem ausgetauschten Akku. Und genau letzteres wird ziemlich sicher die absolute Ausnahme bleiben, wegen der Kosten und des Aufwandes, die in keinem Verhältnis zum Fzg.-Restwert stehen, wie oben schon richtig gesagt wurde.

  • Bei welchen Verbrennern muss denn heutzutage eigentlich Motor oder Getriebe ausgetauscht werden? Die Benziner, die ich bisher hatte, warf ich so bei Laufleistungen um die 200000km raus, jeweils mit erstem Motor, erstem Getriebe, erster Kupplung. Und jedes Mal war ich mindestens der zweite Besitzer und an den Autos waren die Karosserien fertig. Alter rund 20 Jahre.

    Kann natürlich sein, dass die moderneren Autos wieder schneller verschleißen, das weiß ich nicht. Beim 2008er Niva bin ich mal gespannt, da knacke ich demnächst erst die 100000km.



    VG

    Benjamin

    Fährt und schraubt gern *Simson S50B1* *Schwalbe KR51/1* *Trabant 601 LX '88* *Lada Niva 1700*

  • Mit solchen lächerlichen Laufleistungen erntest du vermutlich nur Spott.

    Kein Auto muss mit 200.000 getauscht werden, selbst heute gibt es noch Hersteller, die problemlos 100.000 oder 200.000 mehr machen. Oft Autos, wo man es eher nicht erwarten würde.

    Starterkranzschmierer, Luftwerkzeugbenutzer, 15W40 Mischer, Westblechpfleger, Autovordergaragemitwarmenwasserwascher, Wohnwagenmitheizungbesitzer, Hohlraumfluidierer usw. usf. och hör bloß uff....

  • Oh jetzt schäme ich mich aber! :wechgeh:


    Tja das war dann einfach nicht mehr lohnenswert, aufgrund jeweils des Alters. Ich lass doch nicht an einem lumpigen Mazda oder Ford die Karosserie klempnern, das ist den Liebhaber-Stücken vorbehalten. Anschaffungspreise der Autos lagen auch immer weit unter 10000€.

    Freilich, beim '85er Mazda 626 GD Hatchback tut es mir im Nachhinein wirklich auch leid, das war ein Sahne-Auto. Aber recht frisch im ersten Job, nach dem Maschinenbaustudium, mit plötzlich gut Geld jeden Monat in der Tasche, musste das Auto mit den Faustgroßen Löchern im Schweller und den ewig rostigen Radläufen eben mal durch etwas Neueres ersetzt werden.


    Die Motoren / Getriebe / Kupplungen haben zu den Zeitpunkten ja auch noch einwandfrei funktioniert. :schulterzuck:



    VG

    Benjamin

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  • Laufleistung erster SAAB9000 über 450tkm, leider 3 Unfallschäden.

    Laufleistung zweiter SAAB9000 aktuell über 350tkm.

    Da es SAAB nicht mehr gibt, sieht die Ersatzteilversorgung immer schlechter aus.

  • Die Postkugel hat nach 22 Jahren treuem Dienst jetzt nach 340 Tkm einen Ausstauschmotor erhalten. (2.0L). Nicht, weil der Oelverbrauch exorbitant oder die Maschine defekt war, sondern weil ich es nicht mag, die Technik "totzunueddeln". Eine solche Laufzeit ist bei diesem Motor absolut normal. Man schafft eigentlich auch noch 50-100 tkm mehr.


    Diese Ueberholung hat was knapp ueber 4000 Euro gekostet.


    Wenn mir ein Hersteller eines batterieelektrischen Pkw's einen vergleichbaren MTBF-Wert bietet und mit aehnlichen Austauschkosten um die Ecke kommt, bin ich dabei.


    Also meine Vorgabe: 300 Tkm oder 20 Jahre bei 80% Akkukapazitaet am Ende der Lebensdauer. Reichweite 500km (im Winter oder mit Klima versteht sich), Ladezeit von 30 auf 100% maximal 30 Minuten. Kosten fuer den Akkutausch: 4500 Euro incl. Einbau. Der Hersteller, der dies bietet, darf sich gern bei mir melden. Bis dahin bleibt der batterielektrische Antrieb fuer mich nichts als ein Rueckschritt zum Zwecke der Profitmaximierung auf Kosten der Umwelt. Denn batterielektrische Fahrzeuge sind derzeit zu 100% mit Kohlestrom unterwegs (DKW=DampfKraftWagen).


    Vermutlich sind aber bereits 3 Generationen batterieelektrische Fahrzeuge durch die Presse gewandet, ehe ich an den Motor der Postkugel mal wieder "ran" muss. Und ob es dann was Besseres gibt oder ich gar noch was benoetige, steht in den Sternen.

  • Hallo Postkugel, was ist denn eigentlich deine Postkugel für ein Fahrzeug?

    Habe ich das schon mal irgendwo gesehen?

  • Ein postgelber Beatle, mit (darf ich das sagen?) auch schon neuen Deckschwellern, was bei dem Alter ok ist.

    Poku beim 2,0 hätte ich jetzt schon persönlich noch nicht eingegriffen.

    Was wurde alles gemacht?

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    Einmal editiert, zuletzt von Fahrfusshebel ()

  • Wenn ich da zum Beispiel den Akku meines Handys betrachte der jetzt gut 5 Jahre im Gebrauch ist und mittlerweile schon ziemlich tot, dann wäre mir das auf einen Auto Akku hochgerechnet zu teuer.

  • Ennatz (ehemaliges PF Mitglied) zb fährt schon recht lange einen Toyota Hybrid aus den 90ern mit irgendwas um die 300.000km. Erstakku. Das Ding funktioniert bis heute tadellos. 50km sind rein elektrisch drin. Allerdings entlädt das Auto den Akku nur bis 50%. Verbrauch bei ordentlicher Fahrweise unter 3 Liter. Allein durch das rekupieren kommt einiges zusammen.

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  • Das ist ordentlich, aber eben auch ein völlig anderes Antriebs- und Ladekonzept. Wirkliche Rückschlüsse auf die potentielle Akku-Haltbarkeit der rein batt.elektrisch fahrenden Autos lassen sich davon kaum ableiten.


    Der alte Schwede (der eigentlich gar keiner ist) hat inzw. runde 277000 auf der Uhr und wird demnächst 19, normale Durchschnittsfahrleistung also.

    18 hatten wir ursprünglich nur angestrebt - die Pflicht ist also erfüllt und jetzt kommt die Kür, die ihn hoffentlich auch noch gut und gerne 20 werden lässt. Der läuft und läuft, fährt sich immer noch sehr angenehm, nach all den Jahren knarzt und klappert auch noch immer nix. Meine Frau liebt das Auto (und nicht nur die... ;) ).

  • weil ein Hybrid Akku weniger belastet wird, geht los bei dem kleineren e-motor, und geht weiter bei der geringen Reichweite, oder teilweise auch geschwindigkeitabhängigem zuschalten des verbrennern usw.


    In einem reinen elektro Fahrzeug muss der Akku alles übernehmen, auch die volle Leistung bringen wenn das Pedal auf bodenblech liegt.


    In meinen Augen wirklich nur wenig vergleichbar.