Restaurierungsgeschichte B1000 HP Baujahr 1976

  • Gefederte Kupplungsscheibe und ein Automat ohne Bandmitnahme

    Darf/kann man sowas in der Kombination fahren?

    Beim B1000 nicht unüblich.

    Immerhin 180er Kupplung und keine 200er, da sieht die Ersatzteilversorgung noch flauer aus.


    Zum Regenerieren kann man sie übrigens zur Firma Kuma in Gerbstedt schicken. Nicht ganz billig, aber immer noch deutlich günstiger als den Preisaufschlag des Dir nächstgelegenen Händlers mit zu bezahlen, der sie auch nur dort machen läßt. :zwinkerer:

  • Reibfläche überdrehen und Rand entsprechend nachsetzen.

    Dann geht das wieder.

    MEine ausfebauten sehen fast alle so aus

  • Die Problematik mit den Hitzerissen in der Schwungmasse waren sogar dem Werk bekannt - und nachsetzen und bis zu 0,5 mm oder etwas mehr....


    ein nicht unerheblicher Teil der 900er Schwungmassen sieht übrigens auch so aus.


    was übrigens genau der Grund war, letzten Endes auf eine 200er Kupplung auszuweichen....


    Interessant ist auch dazu die Aussage eines Entwicklungsingenieurs Barkas-Museum.

  • Mossi : Was hatte denn der Entwicklungsingenieur aus dem Barkasmuseum dazu zu sagen?

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  • Lustig - umwegreicher Informationsfluß Frankenberg - Rostock - Karl-Marx-Stadt. :grinser:


    Wenn Du donnerstags mal Zeit hast, fährste am besten mal selber rüber nach Frankenberg und unterhältst Dich mit Herrn Rehm, der immer an dem Tag Dienst im Museum hat. :zwinkerer:

  • So, ich hab mich gestern mal dem Motor gewidmet.

    Sieht auf den ersten Blick garnicht so schlecht aus.

    Keine Scharten in den Lagerflächen und auch sonst ziemlich Sauber alles.


    Kurbelwelle brauch ich ne Regenerierte.

    Die Lager habens hinter sich.

    Der mittlere Kolben hatte mal gefressen,

    Aber das hatte ich auch schon durch den Krümmer gesehen.

    Hab mir schon mal das zweite Schleifmaß zurecht gelegt.

    (Ich hoffe nur, daß das reicht, wenn ich mir die Riefe im Zylinder 2 so anschaue...)

    Der Radialwellendichtring hat die Konsistenz von Holz erreicht. Auch neu.


    Ich werde den Rumpf erstmal wieder zusammen bauen, alle Dichtflächen, Passbohrungen, Gewinde und Lagerflächen mit Deckeln und Stopfen versehen und den Motor danach auch Strahlen und Pulvern.

    Danach geht's dann zur mechanischen Weiterbearbeitung.

    Ich hab mir mal ne Hohnahle gekauft.

    Ich probier das mal selbst, den Zylinder auf Maß zu bringen.

    Ich hab ja auf Arbeit die Möglichkeit dazu.

  • Ohne die Laufflächen zu bohren übernimmst du deren Fehler in der Geometrie auf das nächste Maß. Ich würde nicht nur honen.

  • ..Genau das wollte ich auch grad sagen...

    Zum schlichten und kreuzschliff einbringen kannst du die verwenden.

    Dafür sind die ja auch gedacht.

    Aber das kann der Schleifer dann auch mit machen, so wie es sein sollte.

  • Na das ich die vorher ausdrehe hab ich jetzt als logisch empfundenen.

    Das mach ich natürlich vorher.

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  • Ich würde die Finger von den grünen Wedis lassen, sonst machst du das in einem halben Jahr nochmal.....



    Interessant wird auch, wie weit das Pulver um die Auslässe herum verbrennt....

  • Pulvern würde Ich den nicht, die wechselne Thermische Belastung macht das Pulver spröde und lässt es Unterosten.

  • [Blocked Image: https://i.ebayimg.com/00/s/ODAyWDEwMjQ=/z/bM4AAOSwwpdW3wQi/%24_72.JPG]

    Mossi hat recht , selbst wenn die Grünen noch weich sind , taugen tun die nix. Beim Kumpel nun schon der dritte anlauf , aber nun richtig.

  • Sieht nicht aus, als wenn die gegen herausdrücken gesichert sind.


    Ist noch ein Nullring für die Abdichtung gegens Gehäuse verbaut?

  • O-Ring ist schon mal verbaut:



  • Ja der Nullring ist

    verbaut , hab schon 2 Motoren damit gemacht , gibts auch mit Zylinderschrauben als Sicherung gegen rausdrücken des Wedis.

  • Was es derwegen mittlerweile alles gibt.

    Da kann man mal sehen, das sich Kluge Köpfe in unserem Hobby doch ganz schön Gedanken machen.

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  • Naja, ich sag mal so, dafür muss man keine Intelligenzbestie sein. Das sowas erst nach und nach auf den Markt schwappt liegt wohl eher daran das das Herstellen für andere, ohne dabei wirklich Gewinn zu machen, unattraktiv ist.

  • Die Sichering gegen Herausdrücken lässt sich herstellungstechnisch eleganzer als mit Schrauben lösen.


    Ansonsten ist dies eines der wichtigsten Teile schlechthin.....



    Es hat bis dato keinen wahrnehmbaren Bedarf gegeben, weil ein Grossteil derer, die sich mit dem Thema Wartburgmotorabdichtung im Rahmen der Überholung beschäftigen mussten, vermutlich hocherfreut waren, die guten originalen grünen neuen Ringe verbauen zu können.

  • Die Sichering gegen Herausdrücken lässt sich herstellungstechnisch eleganter als mit Schrauben lösen.

    gelinde gesagt ist das misst. Unnötige Verformung und herabsetzung der Dichtleistung können das Resultat sein. Der Drahtring ist da als axiale Sicherung schon besser.