Ausrücklager kugelgelagert

  • Habe vor kurzen beim Motorwechsel umgerüstet auf das kugelgelagerte Ausrücklager von Trabantwelt. Leider hat das Ausrücklager nach dem Einbau beim Fahren schleifende Geräusche gemacht. Der erneute Ausbau hat ans Licht gebracht, dass der Ring nicht in Nulllage zurück geht und dann schräg an der Getriebewelle schleift. Hatte das Problem schon mal jemand?

  • ich würde die Kupplung auf weniger Spiel einstellen und die Lagerstellen des Halters mit z.B. Bremsenpaste schmieren, ansonsten hast du mechanisch gesehen keine andere Chance da das Lager ja keine andere Position einnehmen kann

  • Kugelgelagertes Ausrücklager liegt nicht an


    Es hat also schon einmal Probleme gegeben. Der Innendurchmesser des kugelgelagerten Ausrücklagers ist um mehr als 1cm geringer als beim Graphitring. Da das Lager durch die nicht ebene Rückseite nicht bündig am Getriebe anliegt kann es auch nie wieder richtig zentriert werden und wird deshalb fast immer mehr oder weniger an der Getriebewelle schleifen.


    Ich baue wieder zurück auf den Graphitring. Das kugelgelagerte Ausrücklager für den Trabant ist meiner Meinung nach eine Fehlkonstruktion. Außerdem ist es mindestens dreimal so schwer wie das Originalteil. Die Ausrückgabel wird es zwar aushalten, aber wer weiß schon genau was passiert. Ebenso reicht wohl wegen des höheren Gewichtes des Lagers die Federkraft der Feder an der Ausrückwelle nicht immer aus um das Lager ganz zurück zu drücken.

  • Richtig, der geringe Innendurchmesser ist ein Problem. Ein bisschen Abhilfe kannst du dadurch schaffen, indem du das Ausrücklager best möglich ausrichtest, sodass die Getriebewelle mittig läuft.

    Meine Erfahrung mit dieser Bauart hast du in dem anderen Faden ja gelesen.

    Mit dem VW Lager ist es erst einmal besser... Aber besser wäre noch ein geführtes Ausrücken oder ein größerer Innendurchmesser...

  • Hallo,


    was spricht den gegen den Graphitring?



    Gruß

    Benjamin

    Fährt und schraubt gern IFA *Simson S50B1* *Schwalbe KR51/1* *Trabant 601 LX '88* :love:

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  • In meinen Trabant kommt sowas nun nicht mehr rein. Habe den alten, noch top erhaltenen Graphitring, wieder eingebaut und Ruhe ist. Der kugelgelagerte Ring (zumindest der von TW derzeit angebotene) ist, meiner Meinung nach, eine totale Fehlkonstruktion und eben auch völlig überflüssig. Never change a running System ;)

  • Das muss aber irgendwie immer jeder selber lernen, über die Sinnhaftigkeit dieses Lagers wurde hier schon des Öfteren geschrieben. ;-)

  • Das Kugelgelagerte Ausrücklager muss eigentlich ständig am Automaten anliegen, sprich Kupplungsspiel 0mm, so ist es auch bei allen anderen Fahrzeugen vorgesehen.

  • Und das macht dann beim Trabant Späne durch die unterschiedlichen Rotationszentren von Kupplung und Drucklager.

  • Also muss in das Getriebe eine Führung eingebaut werden und die Lageraufnahme in der Gabel geweitet werden, oder aber ganz einfach nicht einbauen.


    @Hegautrabi hatte selber auch noch nie eines eingebaut, daher war es mir nicht geläufig, das beides dezentral läuft, danke für den Hinweis.

  • Ich fahre mit so einem Ding seit 30.000km, man darf halt ungarische Teile nicht blind reinkloppen und denken, dass es funktioniert. Wenn man das Gehäuse ordentlich entgratet, passt es auch in die Ausrückgabel. Auch an der Welle schleift nichts, hatte den Spaß letztes Jahr auseinander um das Getriebe zu machen, da waren keine Spuren vorhanden.

    „Die Zensur ist das lebendige Zeugnis der Großen, dass sie nur verdummte Sklaven treten, aber keine freien Völker regieren können.“

    (Johann Nestroy)


  • Mario-P50K Dass kannst du so pauschal aber nicht stehen lassen, sonst liest das hier jemand und zieht für sich die offensichtliche Schlussfolgerung daraus und stellt wirklich die Kupplung auf 0-Spiel ein.


    Beim Trabant, ohne automatische Nachstellung, würde das bei langsamen Verschleiß der Kupplungsscheibe bedeuten, dass die Kupplung anfängt dauerhaft zu schleifen. Dadurch verschleißt sie noch stärker. Außerdem kann die dabei entstehende Wärme den Kupplungsbelag, die Schwungscheibe und den Automaten schädigen.


    Ein Ansatz wäre zum Beispiel, wie areasunshine vorschlug, das Spiel zu verringern und (öfter?) zu kontrollieren.


    Über die Sinnhaftigkeit gibt es eigentlich nicht viel zu diskutieren. Daher bin ich dafür, das aus zu lassen. Es ist meist für keinen Beteiligten eine Hilfe.


    P.S. Toni Du hast nicht zufällig Bilder von dem Drucklager unverbaut/verbaut gemacht?

  • Nöp, davon hab ich keine Bilder, ist aber das übliche Ungarnteil. Ich hatte meins 2008 oder 2009 aus Freital bestellt, 2-3 Grate/Kanten weg gefeilt und eingebaut.

    Im 89er hatte ich es auch für 35.000km drin und keine Probleme. Da muss ich mal gucken, ob das noch am Getriebe hängt, oder in einer der Kisten liegt, in denen die Technik eingelagert ist.

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