In memoriam: Abschied von DEFA-Stars und DDR-Schauspielern

  • Ich glaube diese Situation macht unsere Generation in gewissen Abständen immer durch. Egal ob Film oder Musik, irgendwann stirbt ein/ der Held und man merkt mal wieder, wie schnell 30, 40 Jahre um sind. Positiv finde ich dennoch, wenn einer dieser Helden natürlich und vor allem friedlich gehen darf, ohne Drogen oder andere äußere Einflüsse... mit Würde. Wer weiß, wen es in nächster Zeit noch treffen wird.:|

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  • Es ist für uns Hinterbliebene immer ein bißchen Abschied einer vertrauter Welt. Wie fünf (!) Andere in meiner Straße habe ich die elterliche Wohnung bezogen und mit einem gewissen Gleichmaß fallen die Leute, die man schon aus der frühsten Kindheit kennt, ein nach dem Andern weg...

  • Das stimmt leider. Und es ist oft auch erschreckend, wenn man einstmals vitale und lebesfrohe Bekannt- und Verwandtschaft (zu der man als kleener Knopp bewundernd aufgeschaut hat)

    "plötzlich" als Tattetgreis oder -greisin wiedersehen muss. Aber okay - das ist der Lauf des Lebens und sie sind wenigstens noch bei uns...

  • Rolf Hoppe war mein Held, ua.a. in einem schönen Kinderspielfilm der Nachwendezeit namens ,,Die Lok". Diesen würde ich gerne mal wieder sehen.


    Extram begeistert hat mich erst kürzlich Herbert Köfer mit seinen 97 Jahren. Kenne keinen zweiten Menschen, der in diesem Alter noch so geistig rege ist, wie er.

    Kitt & Silikon ersetzen bei uns die Präzision

  • Ich mag Herbert auch und hab ihn früher öfter in der Kauhalle in Schmöckwitz und in der Videothek in Zeuthen persönlich getroffen.


    Aber nu isser aus Zeuthen weggezogen und hat nochmal mit über 90 einen neuen Altersruhsitz gebaut. Vielleicht hat er auch Schiss vorm BER und dessen zu erwartenen Lärm gehabt. Man weiss es nicht......

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  • O.T.: Fraglich, ob er dessen Eröffnung überhaupt noch erlebt, selbst wenn er weit über 100 Jahre alt wird. 🤔

    (Die jüngst ruchbar gewordene, vom BER-Chef geforderte "Anpassung" geltender Bau- und Sich.vorschriften nach unten lässt jedenfalls wiedermal Zweifel daran zu...🙄)

  • Was ich neulich nur per Zufall mitbekommen habe:


    Micaela Kreißler ist bereits im August 2017 gestorben. Für mich gehört sie ja zu den schönsten Gesichtern des DDR-Fernsehens, bekanntgeworden u.a. durch die Rolle als Kapitäns-Ehefrau Inge Karsten in "Zur See" und viele andere Fernsehrollen wie z.B. in "Schwester Agnes" oder "Frühstück im Bett".

    Geboren in Innsbruck, in erster Ehe verheiratet mit einem der Söhne des DDR-Volkskammerpräsidenten Horst Sindermann, blieb sie mit ihrem zweiten Ehemann, dem Schauspieler Holger Mahlich 1982 im Westen.


    Aber daß es der MDR nicht geschafft hat, sie in der 2017er Ausgabe von "Abschied ist ein leises Wort" wenigstens zu nennen, geschweige denn ihr einen eigenen Beitrag in dieser Sendung zu widmen, ist schon ein Armutszeugnis, finde ich.