Trabant 1.1 Bremssattel Kolben Brünierung ? wie erneuern? Bremssattelkolben = welches Material?

  • Hallo
    ich bin dabei einen Bremssattel des Trabant 1.1 Vorn neu abzudichten.
    Der Bremssattelkolben hatte ein wenig Rost. Ich wollte nicht mit feinem Sandpapier drauf. Also den guten Essigreiniger (keine Essenz) für 0,55 Euro je Liter und dort 2 Tage eingelegt. Ergebnis 1. stinkt wie Hulle und 2. = blank. NUR eben absolut blank. Nicht nur den Rost konnte ich wegwischen, sondern auch die braune Schutzschicht. Ich denke das Braune war mal eine Brünierung???? Oder hat jemand eine Ahnung was das gewesen sein könnte?? Ich bin jetzt chemisch nicht gut bewandert. Essigreiniger = Säure. Särue löst Rost. Und Brünierung - so dachte ich - sei ja durch Essigessenz hergestellt worden. Mmh.. was ist da passiert? Jemand eine Ahnung?


    Der Bremssattelkolben - aus welchem Maerial ist der? weiss das jemand?

  • Hallo,
    ich kenne es nur so, dass brünierte Teile schwarz aussehen. Das ist auch eher eine optische Sache, kein allzu guter Korrosionsschutz.


    Gruß
    Benjamin

    Fährt und schraubt gern *Simson S50B1* *Schwalbe KR51/1* *Trabant 601 LX '88* *Lada Niva 1700*

  • Das glaube ich nicht, jeder der beim Bund war kennt die brünierten Flinten. Diese sind auch so beschichtet und halten dauerhaft den Rost und Kratzer fern.


    Die Brünierung ist dünner und ich glaube auch hitzebeständiger als Chrom.

    :top::top::top:El Marcel


    :lach:190 000 km Autogas im 1.1 bei [Blockierte Grafik: http://images.spritmonitor.de/146653.png] :lach:


    Endlich geschafft: 250 000 km!! Auf dem Weg zur nächsten Viertelmillion. :top:

    :fahrrad:Dritter Platz Mifa Klappfahrrad Anklam 2017- Danke den Teilnehmern mit der Bud Spencer Mucke- die hat beflügelt und unmenschliche Kräfte entwickelt!!!

    :fahrrad:Dritter Platz MiFa Klappfahrrad Anklam 2018 - Titelverteidigung!

    :top: Dritter Platz Trabant 1.1 Original, mit Anhänger

    :fahrrad:Zweiter Platz MiFa Klappfahrrad Anklam 2019 - vorwärts immer...!

  • Brünierung dann aber immer in Verbindung mit Ölbenetzung o.ä.
    Trocken ist das nicht viel wert, zumindest bei uns im Maschinenbau.



    Gruß
    Benjamin

    Fährt und schraubt gern *Simson S50B1* *Schwalbe KR51/1* *Trabant 601 LX '88* *Lada Niva 1700*

  • Ja, mit Ölbenetzung hält es länger... kenne ich von Waffen...
    Aber Frage, wie ist das bei dem Kolben? Neu brünnieren? Oder so lassen?
    Schön ist das irgendwie nicht, zwar glatt wie Kinderpopo, aber aber aber :(
    Reicht da die normale Standartbrünierung von Balistol - Klever wohl aus?


    Fakt ist:
    Essigreiniger ist hervorragender Rost- und Schmutzlöser aber löst auch Brünnierung, wenn es denn welche gewesen ist.

  • jeder der beim Bund war kennt die brünierten Flinten. Diese sind auch so beschichtet und halten dauerhaft den Rost und Kratzer fern.

    Obwohl ich das nicht glaube, klingt das sehr interessant. Weil: Das ist seit 30 Jahren das erste Indiz, das vermuten ließe, dass die Bundeswehr über bessere Technologien verfügte, als die NVA.


    Auch bei der NVA waren die Waffen brüniert. Normalerweise sind die auch nicht verrostet. Sie wurden ja auch regelmäßig gereinigt und geölt. Aber bei längeren Manövern, wenn über mehrere Tage kein Waffenreinigen stattfand und es dazu auch noch nass draußen war, dann gab es schon mal hier und da Flugrost. Das normalerweise regelmäßige Reinigen bewirkte, dass die schwarze, passivierte Oberfläche nach und nach immer blanker wurde und damit immer anfälliger. Deshalb wurden in regelmäßigen Abständen (genau weiß ich es nicht, vermutlich alle 1-2 Jahre) die Waffen wieder neu brüniert.


    Auch gab es in der DDR jede Menge brünierte Handwerkzeuge (z.B. die Schraubenschlüssel in diversen Bordwerkzeugen). Ohne regelmäßige Pflege sind diese im feuchten Milieu auch in kürzester Zeit vergammelt. Und diese Erfahrung hatte ich schon gemacht, bevor ich gezwungenermaßen mit der Waffen-Sch..ße zu tun hatte. Also @Marcel : was für zauberhafte Erfahrungen hast du denn nun wirklich mit der extrem haltbaren Bundeswehr-Brünierung gemacht?


    Gruß Steffen

  • Bau den Kolben blank ein. Die offene Seite schützt du mit einer ordentlichen Farbe (ich nehme da Bremssattellack). Die andere Seite ist a, durch die Manchette geschützt und b, steht sie voll in der Bremsflüssigkeit.

  • Glaub original waren die auch blank, wie hier
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    Was mich immer noch beschäftigt ist, wie man den Bremssattel wieder ansehbar machen kann ohne das Teil mit Farbe zuzukleistern. Verzinken oder ähnlich wird ja immer abgeraten ... Vielleicht doch einen alten Kolben nehmen + alte Führungsbolzen, das alles drin lassen um diesen Bereich zu schützen und dann galvanisch-verzinken wie auf dem Bild ????


    [Blockierte Grafik: https://www.trabiteile.de/images/Bremssattel_ha.jpg]

  • Ich lass die Pulvern. Hält und sieht gut aus.
    Kannst doch ein Silbernes Pulver nehmen?
    Bei der Grundierung Trizink weiß ich nicht ob die ohne Deckfarbe geht.

  • Wer rät vom Verzinken ab?
    Ich mache das regelmäßig, aber vorher gut entrosten. Idealerweise strahlen. Aber nicht mit grobem Zeug, ich nehme Glasperlen.
    Essig geht auch, dauert nur länger.
    Und beim Verzinken muss auch nichts irgendwo reingesteckt werden, einfach das Gehäuse so abgeben.

  • Der Kolben...
    Denen passiert aber nichts, wenn sie Rostnarben haben, sind die Sättel eh Schrott. Wenn sie noch gut sind, bleiben sie es auch.
    Der Materialauftrag beträgt ein paar Tausendstel.
    Ich habe das wirklich schon oft gemacht, bei gesundem Material brauchst du keine Bedenken zu haben.

  • Bin gerade am Zusammenbauen, mir stellt sich jetzt die Frage, ob man die Führungsbolzen mit Bremsenpaste bestreichen sollte? Im Internet gibt's wie immer zwei Meinungen dazu von bloß nicht, das zieht den Dreck an, bis soll man machen damit der Sattel nicht irgendwann fest sitzt. Wenn ich meine alten Staubmanschetten so anschaue, bin ich der Meinung da war auch Bremsenpaste drin...

  • PS - Entrosten...


    Ich wollte es nicht glauben, ABER


    NP - Markt - der gute Essigreiniger für 55 cent je Liter.


    Versucht das einfach mal, ihr werdet Euch wundern !!! Das Zeugs verwende ich jetzt bei allen verrosteten Teilen die in eine Schale passen.. Dauert zwar.. aber schonend !!! GENIAL !!! Zwischendurch saubermachen und Essig wechseln, irgendwann ist der erschöpft und schwarz... Die Teile sehen aus wie neu nach no einem Bad ! Und keine rauhe Oberfläche wie beim Strahlen.


    Schade dass es sowas nicht für ein ganzes Auto gibt :( (bezahlbar meine ich, Kosten sind dabenn bei Entlaugen bei ca. 2.500 Euro :( )