Differentialsperre für den Kübel

  • Guten Morgen,


    ich bin neu hier aber nicht neu im Trabant. Wer baut/wer hat eine Differentialsperre für den Kübel, einfach um damit im Matsch weiter zu kommen. Ich denke da an eine mechanische Sperre, Sperrwirkung 50% +/-, lasse mich da gern beraten. Hat es neu ja meines Wissens nie gegeben. Eine ungefähre Summe wäre noch interessant.


    Grüße aus dem Kübel

  • Moin,
    einen Fuss auf dem Gas und den anderen gefühlvoll auf der Bremse, bringt knapp 50% Differenzialsperre :-) funktioniert in manchen Fällen wirklich und kostet nichts.

  • Moin , eine ganz vage Idee ist , ein Getreibe mit Diif.-Sperre aus einem japanischen vorderradgetriebenen Kleinwagen reinzuschrauben . Wobei mir nur Daihatsu bekannt ist , und bei diesem Hersteller auch nur 100 PS-Wagen , und ob die mit Diff.-sperre überhaupt in Europa verkauft wurden ??? Also eine Idee mit unendlich vielen Unbekannten . Vom Umbau-Schrauberwahnsinn ganz abgesehen . Auch die Motordrehzahl- und damit die Getriebeuntersetzungs-Unterschiede sind nicht "ohne": Trabi 4200 , Daihatsu 6500 und höher .
    Gruß!

  • einen Fuss auf dem Gas und den anderen gefühlvoll auf der Bremse, bringt knapp 50% Differenzialsperre funktioniert in manchen Fällen wirklich und kostet nichts.


    Das verstehe ich nicht. Könntest du das Funktionsprinzip mal etwas genauer erklären? Insbesondere für den (hoffentlich Standard-)Fall, dass beide Vorderradbremsen gleich gut funktionieren?


    Danke.
    Gruß Steffen


    PS: Im Übrigen gehe ich gerne mit der Aussage mit, dass man den Trabant Kübel durchaus auch in solchem Gelände bewegen kann, welches man eigentlich nur Allradlern zutrauen würde. Nur obige Aussage hängt mich jetzt komplett ab.

  • Umbausstz für VW Diff. im Trabant und dann nochmal in die Reserven greifen und ein Sperr- Diff. passend fürs VW Diff. kaufen.

  • Gerade gesehen das Teil kommt aus Tschechien. Auf ein bestimmtes Modell würde ich mich nicht unbedingt festlegen. Hatte mal eine Sperre von Ford, die gepasst hat und die Wellen im Angebot sehen aus wie Peugeot.
    Aber so richtig Sinn macht so ein Umbau für Alltagsbetrieb nicht.

  • War bis vor kurzen in Kleinanzeigen drinne

  • @Fridl, der Trabi sitzt fest, durch das Differential steht ein Rad und eins dreht sich. Nun betätige ich die Fußbremse und gebe Gas.
    Das stehende Rad kann ja durch das Bremsen nicht langsamer werden, da es ja schon steht. Das sich drehende Rad wird aber gebremst. Nun beginnt sich das stehende Rad leicht zu drehen und man kommt unter guten Bedingungen frei, es funktioniert wirklich. Nicht zu vergleichen mit einer Sperre, aber es funktioniert.
    Gruß Frank

  • Ja das ist mir schon klar das ich die passenden teile immer brauche.
    Wenn mir aber der Verkäufer es als an trabant angepasst verkauft und mir nicht sagen kann welche Welle ich brauche etc. Ist es halt doof. Das zu raus zufinden Ost dann die Nadel im Heuhaufen. Schade

  • Fridl , der Trabi sitzt fest, durch das Differential steht ein Rad und eins dreht sich. Nun betätige ich die Fußbremse und gebe Gas.Das stehende Rad kann ja durch das Bremsen nicht langsamer werden, da es ja schon steht. Das sich drehende Rad wird aber gebremst. Nun beginnt sich das stehende Rad leicht zu drehen und man kommt unter guten Bedingungen frei


    Naja, wer es glaubt... Wenn die Bremse auf beide Antriebsräder gleichmäßig wirkt, ist damit nichts gewonnen. Hinzu kommt ja noch ein stehendes Rad, welches erst mal von der Bremse losgelöst werden muss. Also träum weiter. Ich gehe mal davon aus, wenn du in der selben Situation einfach den im 2. oder 3. Gang versucht hättest, hätte es genau so funktioniert.


    Gruß Steffen

  • Wenn die Fuhre auf glattem Geläuf zum Stehen kommt , dabei ein Rad steht und das andere vollkommen durchdreht , dann verpufft (nahezu) vollkommen das Antriebsmoment des Motors. Nicht's geht mehr!
    Erfolgt jetzt ein zartes Anbremsen , dann braucht jedoch das durchdrehende Rad zum weiteren Durchdrehen ein (jetzt gegenüber dem losen Durchdrehen) höheres Drehmoment , und über das Diff wirkt dieses höhere Moment dann auch auf das stehende Rad , demzufolge zieht es auch wieder mit .


    Aber : ob von , nun beiden vorwärtszerrenden Rädern auch das ja logischerweise gleichzeitige "Gebremse" der Hinterräder mit überwunden wird, ja das hängt von der Bremsbalance , vom Untergrund , von der gefahrenen Schlammspur , vom Glatteis , vom Reifenprofil , von der Gummimischung usw usw ab . Kann funktionieren , muß nicht. Ein zarter Gas- und Bremsfuß ist gefragt.


    Meine bescheidene Meinung!

  • Ganau so ist es, und dies ist keine "Träumerei" Fridl.

  • Ich hab das durchaus verstanden. Habe aber meine Gegendarstellung nicht klar genug formuliert: Also nochmal so: Das Drehmoment, welches durch das sanfte Anbremsen des durchdrehenden Rades "gewonnen" wird, hebt sich dadurch vollständig wieder auf, dass das andere Rad ebenfalls gleich stark abgebremst wird. D.h. dieses Drehmoment stützt sich nicht am auf dieser Seite griffigeren Untergrund ab, sondern ebenfalls an der Bremse. Die Hinterradbremse mal ganz außen vor, die dürfte aber beim leichten Antippen nicht viel bremsen. Es würde also nur was nützen, wenn nur das durchdrehende Rad gebremst würde. Wie bei der automatischen Traktionskontrolle.


    Dass es in der Praxis trotzdem funktionieren kann, liegt hauptsächlich daran, dass durch das leichte Anbremsen die Antriebskräfte sanfter übertragen werden, und daher mit dem restlichen Grip die Fuhre wieder in Bewegung kommt. Den selben Effekt erzielt man aber auch, in dem man einfach einen größeren Gang nimmt, wie ich oben bereits schrieb.

  • Ja das ist mir schon klar das ich die passenden teile immer brauche.
    Wenn mir aber der Verkäufer es als an trabant angepasst verkauft und mir nicht sagen kann welche Welle ich brauche etc. Ist es halt doof. Das zu raus zufinden Ost dann die Nadel im Heuhaufen. Schade


    Bezugnehmend auf das selber herrausfinden,zu suchen oder sich selber mal einen Kopf machen: Meiner Meinung nach muss das ab und an auch so sein. Es sind viele findige Geschäftsleute unterwegs, die, ich will mal sagen recht zielgerecht Informationsquellen, wie Foren abgrasen und aus den Ideen/Umsetzungen/Optimierungen anderer schlauer Leute ein Geschäft machen. Für den, der sich ´ne Platte gemacht und häufig auch Geld investiert hat doch recht ärgerlich.
    Mir fällt da spontan der Querlenkerumbau vorn mit VW Kugelkopf ein, gut umgesetzt, fairer Preis ....eigentlich aber doch ein recht alter Hut.

  • @snoopy1810
    Da muß ich Matjes recht geben.
    Meiner Meinung nach gibt es bei den Umbauten am Trabant zwei Möglichkeiten. entweder existiert eine bezahlbare Plug'n Play Lösung vom Händler oder man muß sich selbst Gedanken machen. Letztere finde ich sogar schöner weil ich dann weiß wie was wo verbaut ist und weiß im Zweifel auch welcher Teile ich bei defekt nachkaufen kann.


    Bei der Sperre ist das doch im Grunde gar nicht so sehr das Problem. Man sucht sich ein Auto was einiger Maßen oft im Motorsprort("Breitensport") eingesetzt wird was grob der Größe Trabant entspricht. zusätzlich kommt hinzu das man ja bei der Radnabenverzahnung ja eh schon auf VW Antriebe setzen kann. daraus ergibt sich dann schon mal aus meiner Sicht ein "kleinster gemeinsamer Nenner" ;)
    Polo 86c Golf2 werden bei Berg und Rallye eingesetzt. aAso gibts dafür auch Sperren. nun geht man zu diversen Sperrenherstellern und lädt sich die Datenblätter mit den Maßen herunnter und sucht sich eine aus die von den Maßen her gut passt. nun mußß noch Tellerrad(Diff) angepasst werden und paar Adapter für die Gehäuselager, Antriebe des Spenderfahrzeugs kürzen (lassen). -->das wars!
    Bis auf die Radnabenverzahnung verhält sich das übrigens für Suzuki Opel Ford etc.pp. genau so


    :2tviper:

    2Stroke, Because one stroke isn't enough and four strokes waste two (many). :grinser:
    Motoren laufen fast immer, nur wie sie gehn ist eine ganz andere Frage. :zwinkerer:
    "...dafür, was wir alles getuned haben, läuft der Motor noch relativ gut..." :grinser:


    Schnellster Zweizylinder-Trabant Anklam 2008