Der (Museums-)Eisenbahntread

  • Ja, sogar die Wagen passen.

    Posse ist, dass man im Jahre 30 n.W. immer noch nicht in der Lage ist, eine leistungsfähige Anbindung von Chemnitz an Leipzig zu schaffen. Der beschriebenen Situation gingen unzählige andere Aktionen vorraus - die sprengen hier den Rahmen. Klar funktioniert die Ludmilla - hat nur mit zeitgemässer Anbindung der "Stadt der Moderne" nix zu tun. Der Hinweis war zu Lok und Garnitur ...

  • Steht nicht der zweigleisige Ausbau zur Debatte?

  • War genau so wie Elektrifizierung schon in der DDR ein Thema. Vor der Modernisierung stand auch schon mal die Stilllegung im Raum. Auf der Strecke fuhren früher auch Züge mit Neigetechnik (nicht immer Störungsfrei aber schneller....ich fand's geil).

    Dank Ausschreibung kam aber ein billigerer Anbieter (MRB) zum Einsatz.

  • Die Situation ist mir vollumfänglich bekannt. Ich hatte Verwandtschaft in Bad Lausick. Von den langen Wochenendreisezügen mit Babelsbergerin, über Nachwendegarnitur mit Ludmilla, Ferkeltaxe, BR 110 mit einem Senftopf dran und den schicken regionalmintfarbenen Halberstädtern und der Superrumänin.

  • Nein, ich meinte aktuellere Meldungen. Vor einem (!?!) stand dazu mal ein Artikel in der LVZ. Aber ja, abwarten und Tee trinken...

  • Soviel ich gelesen habe, soll die Elektrifizierung mit Mitteln aus dem Kohleausstieg finanziert werden, was immer auch das eine mit dem anderen zu tun hat. Betrieblich halte ich den durchgängig zweigleisigen Betrieb aber für wichtiger als ne Wäscheleine, denn eine eingleisige E- Strecke ist immer noch blockiert, wenn man was liegenbleibt oder Verspätung hat und die Zugfolge ist stark begrenzt. Naja, sehen wir mal.

    Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Muthes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen.

  • Das ist richtig. Nur steht der Ausbau dieser Strecke seit Mitte der 70er Jahre als ein Kernprojekt der Verbindung der Oberzentren mit Leipzig (und damit an den überregionalen Bahnverkehr) an. Die Vergabe der Streckenleistung an Extern zeigt die Wichtung dieser Verbindung bei Politik und DB doch ganz gut.

  • Was nützt der zweigleisige Ausbau wenn im Notfall/Ausfall/Blockade etc nicht agiert werden kann weil der Fdl im EStw im Nirgendwo sitzt und keinen Einblick ins Geschehen hat???


    Eingleisig is okay solange es Kreuzungsmöglichkeiten gibt.


    Aber mal im Ernst:ihr glaubt doch nicht das auf so einer Strecke Millionen investiert werden?

    Wieviele schreien nach einer elektronischen S-BahnAnbindung von Gera durchs Elstertal.

    Das erleben wir nicht.



    Die DR hatte für fast alle Strecken Strippe vorgesehen. Ganz einfach weil der Strom aus der Kohle kam und nicht wie das Rohöl teuer mit Valuta eingekauft werden mußte.

  • Der einfache Draht hat es ja dann immerhin 1990 von Velgast nach Barth geschafft.....


    Und weg ist er auch wieder....


    Genau wie Rostock-Stralsund. Da kam es auch erst gaaaanz spät. Trotz recht üppiger Gütermengen ....

    Wozu Ventile? 0,6 EDS Hemi


    Seine Freunde nennen ihn Mossi, die Anderen sprechen nur vom "dicken Typ mit der Zigarre".


    www.trabant-original.de

    Edited once, last by Mossi ().

  • P60W Also Gera-Leipzig mit Chemnitz-Leipzig zu vergleichen, ist schon ein ziemlicher Witz. Ein ehemaliges Oberzentrum mit 95.000 Einwohnern (Tendenz fallend) gegen eine Großstadt mit 247.000 Einwohnern (Tendenz steigend). Und daß es neben dem fehlenden zweiten Gleis heutzutage noch mehr selbstgemachte Engpässe gibt, ist mir nicht neu. Trotzdem ist die Zweigleisigkeit eine wichtige Vorbedingung für eine dichte Zugfolge und einen reibungslosen Betrieb. Ich kann Bundesbahn, Reichsbahn und DBAG gut vergleichen, weil jahrzehntelang Nutzer dieser Betriebe. Was besseres als die alte Bundesbahn gibt es nicht, punkt. Die Reichsbahner haben heldenhaft aus ihrer miesen Infrastruktur enorme Leistungen geholt, aber die Grenzen des Systems waren für jeden offensichtlich. Den Vogel hat natürlich die mehdornisierte Bahn abgeschossen. Wir haben heute im Osten in weiten Teilen die schwache Infrastruktur der DR plus einen radikalen Rückbau. Das ist eine Katastrophe. Aber der Westen holt leider auf...

    Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Muthes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen.

  • Wo holt der Westen auf, bei uns diskutieren die schon seit 1989(seit dem ich hier wohne) vllt. auch eher, das die bei uns das zweite Gleis bringen wollen das zwischen Passau und München der Zug in halb Std.Takt fahren sollte. leider ist bis heute nix passiert, ich denke nur; das es nicht nur am Geld liegen kann, da fallen auch gleich mal ein Zug aus, weil sie keine Leute haben........wer macht denn noch so ein Job, Feiertags und Weekend arbeiten, das passt doch heut zu Tage keinen mehr. Dann gibt es zwischen Pocking und Passau kaum Platz wo die das zweite Gleis hinbauen könnten, also würde in Pocking mit dem zweiten auch zu Ende sein.

    Ich habe immer gesagt: wenn die Anbindung besser wäre, würde ich auch mehr die Züge verwende, aber wenn das ne Lotterie ist, dann bleibe ich lieber bei meinen Autos oder Moped. Gruß

    Scheiß auf Fridays for Future, ich fahre 1:508o

    ;( Hat der Schlosser gefuscht, wird`s mit Farbe übertuscht 8o

  • Das war Ironie. Was im Osten schon demontiert war oder mehdornisiert wurde, geht auch im Westen dank eifriger BWLer zunehmend übern Jordan, wo es früher weitaus besser war.

    Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Muthes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen.