Ein paar kleine Probleme

  • Hi Leute,


    seit letzter Woche ist mein Trabbi offiziell zugelassen. Die Dekra hatte keinerlei Mängel festgestellt. Dennoch sind mir auf meiner ersten Tour ein paar kleine Sachen aufgefallen.


    1.Manchmal wirkt die Lenkung hubbelig, obwohl er sich butterweich lenkt. Allgemein wirkt das Fahrverhalten etwas steif.


    2. Der erste Gang geht beim Anfahren an der Kreuzung oft nur schwer rein. Wenn man beim Abbremsen erst den zweiten Gang einlegt geht der erste danach auch leicht rein. Wenn ich aber stehe und auf die Kupplung trete um den gang raus zu nehmen dann geht er anschließend wieder schlecht rein.


    3. Mein Zündschloss will gelegentlich den Schlüssel nicht mehr raus lassen. Dann muss ich ewig rackeln bis er draußen ist.


    Ich hoffe ihr habt ein paar Tipps für mich.


    LG

  • Glückwunsch!
    Allerdings ist Deine "Fehler" beschreibung etwas schwierig. Unter einer "hubbeligen" Lenkung und einem "steifen" Fahrverhalten kann ich mir nichts vorstellen. Du fährst wohl sonst Westwagen mit Servolenkung und so Zeug? Mag sein, daß Dir die Trabantlenkung deswegen komisch vorkommt. Ich finde die neumodischen Lenkungen schwabbelig, wenn ich mal sowas (selten genug) fahre. Ansonsten: Abschmieren gemäß Schmierplan -> Betriebsanleitung. Daß der erste nicht immer gleich reingeht, kommt vor. Wenn man dann kurz mal in den 2. schaltet, gehts. Das Getriebeöl sollte allerdings nicht älter als drei (nagut, fünf geht auch) Jahre sein und HLP 68 heißen. Außerdem sollte genug davon drin sein -> Betriebsanleitung. Kupplungspedalspiel kontrollieren -> Betriebsanleitung. Zündschlösser gibt es verschiedene. Ich kenne aus eigener Erfahrung zwei, das zuletzt verwendete und den Vorgänger. Der Vorgänger ist etwas hakeliger. Mach mal ein Bild von Deinem. Ich hatte allerdings bis auf einen Fehler im Elektroteil noch nie Probleme, aber da weiß sicher jemand hier noch was dazu.

    Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Muthes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen.

    Edited 2 times, last by Marlene ().

  • Ok ich werde nachher mal ein Foto von dem Zündschloss machen.


    Alles andere was du gesagt hast habe ich eigentlich beachtet (Lenkung abschmieren, Kupplungspiel, richtiges Öl in richtiger Menge.


    Vllt sollte ich mal jemanden fahren lassen ,der damit Erfahrung hat.


  • 2. Der erste Gang geht beim Anfahren an der Kreuzung oft nur schwer rein. Wenn man beim Abbremsen erst den zweiten Gang einlegt geht der erste danach auch leicht rein. Wenn ich aber stehe und auf die Kupplung trete um den gang raus zu nehmen dann geht er anschließend wieder schlecht rein.


    Versuche mal folgendes.
    Du stehst also an der Ampel.
    Gang ist raus und Fuß natürlich zwingend von der Kupplung! (Nie drauf rumstehen bleiben)
    Also Kupplung und dann geht der 1. nicht rein.
    Dann gar nicht weiter versuchen. Einfach Schaltknüppel wieder in Ausgangssituation bringen und einmal einkuppeln (muss jetzt nicht ganz sein, geht nur darum das das Getriebe vom Motor gedreht wird) und sofort wieder Kupplung und gang rein.


    Dauert eine halbe Sekunde und muss ich auch ab und zu machen. Hilft bei mir immer.
    Mein Öl wird alle 2 Jahre gewechselt oder nach 20tkm und ist HPL wie angegeben. Daran liegt es also nicht.


    Ich vermute mal das die Kupplung "so gut" Trennt das das Getriebe nicht mehr Dreht und ein stehendes Getriebe Lässt sich bekanntlich schlecht Schalten.


    Gruß Sascha

  • also das mit dem schalten hab ich seit dem Tipp im griff.


    zum Thema Lenkung. wenn ich etwas schneller durch kurven fahre und ein mü mehr oder weniger Gas gebe oder den lenkeinschlag leicht korrigiere gibt es ziemliche Schläge am lenkrad

  • Das ist nicht gut.
    Entweder ist das Differential defekt, eine oder beide Antriebswellen marode (eher selten) oder deine Achsführung/Lenkung ist total ausgeschlagen.
    Wie sah denn das alte Getriebeöl aus und wie viel kam raus?

  • Von welcher Bauart sind denn die Gelenkwellen der Radantriebe? Gleichlauf- oder Scharnier- ? Sind sie ausreichend abgeschmiert?


    Gibt es die beschriebenen "Schläge am Lenkrad" wirklich nur bei Kurvenfahrt, oder auch geradeaus bei Vollgas im ersten oder zweiten Gang?

  • also verbaut sind gleichlaufgelenkwellen,welche auch gut geschmiert sind. Lenkung und komplette radführung sind neu. also Öl würde ich das nicht mehr nennen was drin war. das war mehr Wasser.


    ob das ganze auch bei vollgasfahrten im 1./2. gang auftaucht weiß ich grad nicht genau. ist aber gut möglich. wenn dann aber abgeschwächt.


    wie kann ein Differential solche schläge hervorrufen?


    ich glaube ich brauch wirklich erst mal wen der die karre fährt.

  • Wenn das Differential durch eine gefressene Kegelradwelle die Drehzahldifferenz der Vorderräder nicht mehr ausgleichen kann, gibt es heftige Schläge auf die Lenkung. Irgendwohin muss die Kraft und das Auto möchte dann am liebsten nur noch geradeaus fahren.

  • Also den Eindruck, dass das Auto nur geradeaus will habe ich nicht. Ich werde sehen, dass ich jemanden finde, der Ahnung hat und eine Probefahrt macht.


    Wenn der Supergau eintritt heißt dass, das ich ein neues Getriebe brauche oder kann man das leicht selber machen?

  • hui das ist schon ein bissel was. Und nur ein Differential ist ja schon teuer genug. Ich glaube wenn dann setz ich ein Austauschgetriebe ein:-(

  • Dann schreib doch mal rein wo du herkommst. Profil ausfüllen ;D
    Gruß Sascha

  • also mittlerweile ist ein Kfz Meister mit meinem trabi gefahren und hat gesagt, dass daß Differential ok ist. er hat diese schläge aber auch festgestellt. er hat es als Druckpunkte beschrieben. besonders deutlich wird das ganze bei kurvenfahrten. zusätzliches Gas geben oder weg nehmen verstärken den Effekt. der Meister meinte, das meine Buchsen (die sind neu) weiter aufgerieben werden müssen. diese sollen saugend die laufbolzen bzw. Federgabeln aufnehmen. ich habe sie laut Forum aber nur soweit aufgerieben, dass sie mit großer Muskelkraft rein gingen. muss ich jetzt nach reiben? oder kommen die Druckpunkte woanders her?

  • Ohne selber gefahren zu sein ist das immer schlecht zu beurteilen.
    Würde es aber an stramm laufenden Buchsen liegen, dann hätten etliche Autos diese Symptome. Alle Achsen die ich aufarbeite mache ich so, und Schläge auf Lenkrad beim Beschleunigen in der Kurve habe ich damit noch nicht erlebt.

  • mmh ok könnte es am Lenkgetriebe liegen? aber das ist eigentlich neu

  • Hat noch wer einen Vorschlag?

  • Zieh mal die Antriebe aus den Achswellenrädern und gucke dir beides an. Die Achswellenräder können Verschleißstellen haben aus denen die Rollen nur mit einem Ruck herauskommen wenn sich die Länge der Welle unter Last ändern muss.
    Die Tripodensterne könnten defekt sein oder es fehlt einfach nur an der Schmierung im System.

  • ok dann werd ich das demnächst mal überprüfen