Nach Umbau auf EBZA sprint er kalt nicht an..

  • Hallo zusammen,


    folgende Situation: Ich hab nen mir nen neuen Motor gebaut, neue KW Lager, neue Kolben/Zylinder/Kolbenringe, Simmerringe, Kupplung, Druckplatte, kugelgelagertes Ausrücklager, etc etc, alles neu. Ich hab dann meine alte Unterbrecheplatte eingebaut und der lief mehr schlecht als recht, ist aber sofort angesprungen. Ich hatte aber öfter mal Ärger mit den Unterbrechern und noch ne EBZA hier liegen. Also rein damit, verkabelt, ZZP eingestellt und dann wollte der kleine nicht. Nochmal alles nachgesehen, Zündfunken geprüft,die Kerzen gereinigt und alles für gut befunden. Mit nem kleinen Sprüh Startpilot war der sofort da, spricht auf den Choke an, nimmt Gas an und läuft dann wunderbar. Ich bin gestern ~50km gefahren, alles super. Kein ruckeln, klingeln, nichts. Warm springt der auf der ersten Umdrehung an. Mit den Unterbrechern ist der mit Choke nach ein paar Umdrehungen angesprungen, warm ebenfalls ohne auf der ersten Umdrehung. Standgas ist warm gut, die Kerzen schön braun, so wie es sein soll. Den Vergaser (28H1-1) habe ich vorher gereinigt und mit neuen Dichtungen versehen, aber die Einstellschrauben nicht angerührt, war ja vorher alles in Ordnung. Die Zündspulen sind die gleichen wie vorher, die Kerzen ebenfalls. Sind 6 Monate alte Isolator 225, der Luftfilter ist auch vor 6 Monaten neu gekommen. Der Anlasser zieht knackig durch..
    Gestern nach der ersten kleinen 5km Probefahrt stand der für 2 Stunden. Der hat nur den kleinen Rest Gemisch gezündet und anschließend nur noch georgelt. Wieder ein bisschen Startpilot rein und der lief. Anschließend bin ich 15km gefahren und hab nach den Kerzen geguckt. Da der Motor ja noch schön warm war ist der auch direkt wieder angesprungen.


    Mein Ansatz fürs Wochenende:
    - Chokebetätigung prüfen
    - planlos alles nachgucken


    Ich würde mich sehr über Ideen freuen.


    Gruß,
    Thomas

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  • So wie du es beschreibst, wird es eher weniger an der Zündanlage und eher am Vergaser liegen. Wenn ein Motor neu zusammengebaut wird, so muß der Vergsaer zwindend darauf eingestellt werden. Einfach mit der alten Einstellung ala "hat ja so funktioniert" an den neuen Motor ist ein Trugschluß.
    nimm dir also den Vergaser nochmal komplett vor. Besonders auch den Schwimmerstand.

  • Ok, dann guck ich da nochmal nach. Ich bin jetzt erst nach dem Motto "lief ja vorher" gefahren, weil ich wusste, das der Koffer so läuft. Bevor ich da wild rumdrehe... ;)


    Kerzenbild sieht super aus. Ich les mich gerade mal ein den Vergaser ein, ich bin noch nicht in den Genuss gekommen den einstellen zu dürfen.
    Was mir gerade noch einfällt... Vorher war keine Isolierplatte dran, jetzt hab ich eine verbaut. Aber die 2mm Unterschied in der Ansauglänge dürfte ja kaum bis garnichts ausmachen.


    Edit:


    Der neue Motor sprang ja mit Unterbrechern sofort an. Hab ich was an der EBZA falsch gemacht? Alles zusammengebaut, verkabelt, Messuhr rein und Zyl 1 3mm vor OT gedreht. Die Geberplatte ganz nach links und im Uhrzeigersinn bis zum hörbaren Funken gedreht, gleichzeitig hatte ich an Spule 1 ne Prüflampe dran.

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    Edited once, last by Uergh ().

  • Hallo,


    Was ist an den Serien-Vergasern denn "auf den Motor einzustellen" außer CO-Gehalt und Leerlaufdrehzahl?


    Gruß
    Benjamin

    Fährt und schraubt gern IFA *Simson S50B1* *Schwalbe KR51/1* *Trabant 601 LX '88* :love:

  • Der neue Motor sprang ja mit Unterbrechern sofort an. Hab ich was an der EBZA falsch gemacht?


    Theoretisch wäre es denkbar, dass Dein EBZA-Exemplar mit der geringeren Bordspannung, wie sie beim Anlassen auftritt, nicht klarkommt. Du könntest probehalber mal die 15 trennen und aus einer separaten Batterie speisen. Anschieben geht natürlich auch.


    MfG
    hjs

  • Auch eine Idee. Ich hab hier noch zwei weitere Zündboxen liegen, die kann ich ja mal ausprobieren.
    Ich messe dann auch mal den Spannungsabfall beim starten. Da ist aktuell ne 56Ah Batterie aus nem 1989er VW Caddy 1.6 Diesel drin. Passt gerade eben so. :whistling:
    Am Sonntag check ich das mal alles durch.

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  • Der Hinweis mit der geringen Bordspannung ist gar nicht schlecht... Ich hatte mit der alten Batterie (vermutl. Zellenschluss) auch massive Startschwierigkeiten beim Kaltstart. Der Anlasser hat normal gedreht, aber der Motor wollte oftmals einfach nicht anspringen. Beim Warmstart gab es keine Probleme. Mit der neuen Batterie waren die Kaltstartprobleme sofort weg.

  • Mal die Auflösung, da sowas meist zu selten gepostet wird:


    Ich hab ganz einfach den Choke zu lasch eingestellt. Der hatte sich etwas gelockert. Nachgestellt, fertig.

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