• Es gibt da auch einen Film von den Amis, wo irgendwelche Weltretter in Nordkorea versuchen, einen Raketenstart zu verhindern. Zum Startplatz gelangen sie z.T. mit einem chicen grünen Multicar (M25?) ... Mehrfach zu sehen. Aber fragt mich nicht wie der heißt!:/ Würde sagen der ist nach 2000 gedreht.

  • bei "Louis und seinen verrückten Politessen" gab es jene (durch eine der Damen mit verursachte) Massenunfallszene, an der auch ein S100 beteiligt war. ?

    Ja, an diese Szene kann ich mich auch gut erinnern. Allerdings habe ich scheinbar inzwischen vergessen, warum ich als Teenager die Filme mit Louis de Funes so toll fand. Aus heutiger Sicht empfinde ich sie überwiegend als einfachen Klamauk, auch wenn mir die eine oder andere Szene immer noch ein Schmunzeln ins Gesicht zaubert.


    Ganz anders die Filme der Olsenbande. Die meisten davon sind auch aus meinem heutigen Blickwinkel noch erstklassig. Vermutlich weil sie sehr verschiedene humoristische Elemente beinhalten, mit denen alle Altersgruppen bedient werden. Und etwas Tiefgrund ist ebenfalls hier und da vorhanden.

    Wobei das dort ja auch nur absolute Billigheimer ohne bzw. mit schlechtem Image waren.

    Dass der Ostblock ein Billiglohnland war, ist bekannt. Alles, was in den Westen exportiert wurde (abgesehen von einzelnen Hitech-Geschichten oder Technik im Schwermaschinenbau), wurde einfach nur verramscht. Aber wie TV P50 erwähnte, ist eine etwas differenziertere Sichtweise vielleicht etwas angemessener:

    Von Bekannten auf der Insel habe ich was anderes gehört. Da war der Škoda sicher günstig aber durchaus wertgeschätzt.

    Wie die Billigprodukte aus dem Ostblock bei den Endverbrauchern im Westen wertgeschätzt wurden ist nochmal eine ganz andere Geschichte. Bei vielen Alltagsprodukten dürfte die genaue Herkunft für den Verbraucher nicht mal klar gewesen sein (egal ob aus dem Ostblock oder Fernost, hauptsache es taugt was und kostet wenig).


    Bei Autos ist das natürlich nochmal anders. Da ist (oder besser war früher) in der Regel bekannt, wo sie herkommen. Anfang der 1970er Jahre wurden die ersten japanischen Autos offiziell in Deutschland importiert. Soweit mir bekannt ist, war die Skepsis der Verbraucher gegenüber diesen Fahrzeugen anfangs genau so hoch, wie die gegen genau so gute Fahrzeuge wie Skoda, Lada, Moskvich. Blöderweise haben dann innerhalb weniger Jahre die Japaner die Theorie "Überholen ohne einzuholen" in die Tat umgesetzt, und nicht nur die osteuropäischen Automobilhersteller komplett abgehängt, sondern auch die westeuropäischen Hersteller technologisch überholt. Das hat sich erst ende der 1990er Jahre wieder relativiert.


    Was ich eigentlich sagen will oder wollte: Skepsis gegenüber "Billigautos" hat es in Westeuropa immer gegeben. Egal ob sie (zeitlich durcheinandergemischt) Lada, Skoda, Moskvich, Dacia, oder Mazda, Toyota, oder Hyunday, Kia, Daewoo heißen. Aber diejenigen, die sich ein solches Auto kauften, und im Betrieb auch keine bis wenig Probleme damit hatten (was ja der Normalfall sein sollte), wertschätzen diese Fahrzeuge schon sehr. Es sei denn, es sind derartige Deppen, über die ich hier gar nicht herziehen wollte... ;-)


    Gruß

    Steffen

  • Ich kann mich an einer Studie nach Fahrerzufriedenheit erinnern: die Ostblock- und Billigmarkenfahrer waren weitaus mehr zufrieden über ihre Autos als diejenigen, die den Wert eines Hauses gegen eine Nobelkarosse hatten eingetauscht. Der Ladakäufer hatte wohl viel realistischer Erwartungen.

  • ...oder gar keine - und die wurden dann eben glatt übertroffen. :lach:

    Die Skodas betreffend kann ich mich noch recht gut an einen Vergleichstest verschiedener Billigautos erinnern, welcher in den 80ern mal in einer eingeschmuggelten West-Autopostille drinstand. Mit dabei war auch ein Skoda (120, wenn ich mich recht erinnere). An dieser "klassischen Heckschleuder" wurde kaum ein gutes Haar gelassen, insbesondere am besagten Fahrverhalten.

    Ja, an diese Szene kann ich mich auch gut erinnern. Allerdings habe ich scheinbar inzwischen vergessen, warum ich als Teenager die Filme mit Louis de Funes so toll fand. Aus heutiger Sicht empfinde ich sie überwiegend als einfachen Klamauk, auch wenn mir die eine oder andere Szene immer noch ein Schmunzeln ins Gesicht zaubert.


    Ganz anders die Filme der Olsenbande. Die meisten davon sind auch aus meinem heutigen Blickwinkel noch erstklassig. Vermutlich weil sie sehr verschiedene humoristische Elemente beinhalten, mit denen alle Altersgruppen bedient werden. Und etwas Tiefgrund ist ebenfalls hier und da vorhanden.

    Bei mir war bzw. ist es genau andersrum: Louis des Funes war, ist und bleibt einer meiner großen Favoriten in Sachen leichter heiterer Film´kunst´ - was übrigens ebenso für Spencer/Hill und Laurel/Hardy gilt. Ich sehe mir Streifen von/mit den besagten Personen immer wieder mal sehr gerne an - nicht stets und ständig wohlgemerkt.

    - Aber wenigstens alle viertel- bis halbe Jahre brauche ich etwas aus dieser Schublade, um den Lachmuskeln mal wieder so richtig Zucker zu geben. Z.B. damit:

    :lach:

    In Sachen Olsenbande wiederum ist es so, daß ich die zu Ostzeiten gar nicht sonderlich gerne gesehen habe. Auch die Synchronisation fand ich damals furchtbar - bis ich dann mal eine Folge mit West-Synchro im Westfernsehen geguckt habe. Von da ab wußte ich, daß die Ostvariante die meilenweit bessere war...;)

    So richtig entdeckt und liebgewonnen habe ich Egon und Co wohl erst ab den späten 90ern. Klarer Favorit ist dabei die "....fährt nach Jütland"-Folge, von der ich bei passender Gelegenheit auch schon diverse Drehorte besucht habe.

  • Ich schau mir gerade die erste Staffel der Deutschland-Reihe (Deutschland 83) an. Sehr interessante Story, gut gezeichnete Charaktere und eine Menge zeitgenössische Fahrzeuge und Requisiten. Nicht ganz so “charmant“ wie Sedwitz (geht aufgrund der Story auch nicht), aber m.M.n. sehenswert.?

  • ich weiß nicht, ich bekomme da bissel Bauchschmerzen wo ich gesehen hab das RTL die Serie produziert hat.

  • Ich schau mir gerade die erste Staffel der Deutschland-Reihe (Deutschland 83) an. Sehr interessante Story, gut gezeichnete Charaktere und eine Menge zeitgenössische Fahrzeuge und Requisiten. Nicht ganz so “charmant“ wie Sedwitz (geht aufgrund der Story auch nicht), aber m.M.n. sehenswert.?

    Ich habe gerade die 2. Staffel geschaut. Sehr interessant...

    Das Leben ist zu kurz, um langweilige Autos zu fahren!

  • Wie gesagt: man muss es vor allem im Kontext zu dem sehen, was dieser Sender sonst so produziert und von sich gibt. ?Wirklich belastbar tiefgreifenden Geschichtsunterricht sollte man von solchen Formaten eh nicht erwarten.

    Dafür taugen eher Dokus, wenn auch diese natürlich immer mit einer gesunden Skepsis zu betrachten sind.

    Mit der Wahrheit ist das halt immer so eine Sache, auch und gerade bei geschichtlichen Betrachtungen. Schon alleine wg. Standpunkt und Absicht des jeweiligen Berichterstatters...

  • Ja - 86, also die 2. Staffel.

    Die 1. ("D. 83", die ich hauptsächlich meine und gesehen habe) wurde bei der UFA produziert, im Auftrag von RTL.

    Wegen der damals mässigen Quoten hat man die 2. Staffel quasi amazon überlassen, RTL hält aber die Ausstrahlungsrechte fürs hiesige Free-TV.

    Ein prinzipiell ähnliches "Sharing"-Modell also, wie bei "Babylon Berlin", wo sky und die ARD in ein Boot gestiegen sind. Wobei mich diese (ach so hochgeworbene) Serie auch nicht wirklich vom Hocker reißt...

  • Deutschland 86 ist aber von Amazon....

    Ich muss mich berichtigen. Die Serie bekommt hier einen sehr unschönen stilistischen Bruch. Offenbar durften Regie und Drehbuch-Autoren machen, worauf sie gerade Lust hatten oder was sie gerne mal ausprobieren wollten. Diese sinnfreien Matrix-Elemente, wüstes Geballer oder die überzogenen Phrasen... Mal sehen, ob ich mir das weiter antue.:|


    P.S. Der Deluxe von Martins Mutter gehört nicht ins Jahr 1983.?

  • Neulich habe ich eine Doku gesehen, in der ein Trabant vor kam. Der hatte einen Kühlergrill, welchen ich noch nie so gesehen hatte.

    Ist der Original?


    Der Trabi ist hier ab ca. 17min zu sehen:

    Sendung


    Screenshot:


  • Nein, der ist nicht original sondern Eigenbau.

    Wie so vieles zu DDR-Zeiten. Da gab es auch schon so einen Inidvidualisierungsdrang - der Unmengen Material fraß, aber die Autos weder schöner noch schneller gemacht hat. :grinser::zwinkerer: