Opas 85er Limo (papyrus) gesucht

  • Mein Opa erwarb 1989 eine neue, papyrusweiße, Trabant Limosine.
    Er verkaufe den Wagen wegen einem Augenproblem bereits nach ca.2000 Km, im Januar 1990 für 15.000 Mark an einen Herren aus Sömmerda.


    Da es ja noch verhältnismäßig viele 89 er gibt, ist es ja durchaus möglich, dass dieser Trabant noch existiert.


    Leider hab ich nicht viele Daten:


    Motornummer: 1573154
    Fahrgestellnummer: 3490498


    keine Ausstellfenster, keine Chromstoßstangen.


    Wenn Ihr stolzer Besitzer eines papyrusfarbenen 601 seid, würde ich euch bitten mal nach der FIN zu sehen.


    Vielen Dank Philipp und Opa



    Herr gib Regen und Sonnenschein, für Reuß - Greiz, Schleiz und Lobenstein,

    und woll'n die annern auch was haam, so soll'n 'se es dir selber saa'n!











  • Danke Deluxe, hab mich schon gewundert, als ich das Trabantregister durchsucht habe.
    die Motornummer hab ich vom (maschienengeschriebenen) Kaufvertrag an den Käufer. da hats ich sicher jemand verschrieben.



    Herr gib Regen und Sonnenschein, für Reuß - Greiz, Schleiz und Lobenstein,

    und woll'n die annern auch was haam, so soll'n 'se es dir selber saa'n!











  • ?( wer hat denn 1990 noch 15 000,- DM fürn Trabant ausgegeben ?(

  • Genauer lesen: Januar 1990! Da waren das noch ganz "normale" Preise. Zwei Monate später sah die Welt schon ganz anders aus.

  • und die Autos keinen Pfifferling mehr wert sein sollten, konnte im Januar noch keiner ahnen


    Da haben sich ja meine Eltern damals gewaltig übers Ohr hauen lassen. 1991 für einen 89er deluxe in papyrus haben sie 2000,- DM bezahlt (...und blieben weiterhin schuldenfrei).

  • Ich habe im März 1991 3000 DM für einen 1300-er Dacia bezahlt. Aber er war mein erstes Auto und lief und lief….

  • Wobei, wenn man's ganz genau betrachtet, besagter Trabant als Einjähriger mit 15.000,- M schon sehr preisgünstig war (der Wendeeinfluss war im Januar '90 doch schon ansatzweise bei der Preisgestaltung spürbar). Noch ein Jahr früher wäre dieser Preis für einen "Jahreswagen" absolut illusorisch gewesen...
    Gruß Lutz

    Jawohl, Sie haben richtig gehört! Wir machen Hausbesuche! Selbstverständlich ohne langwierige vorherige Terminabsprache! Wir kommen auch zu Ihnen! Stets zu Diensten...Ihre Steuerfahndung! :grinsi:

  • Ich habe meinen Trabi aus den Raum Sömmerda vor 4 Jahren gekauft. Habe gerade mal wegen der Fahrgestellnr geschaut ist aber leider nicht die gesuchte.


    Über meinen Trabi gibt es leider nicht viele infos, wäre cool gewesen zu wissen wo er her stammt ;)


    Papyrus Limousine hätte ja gepasst.


    gruß

  • Daß ein halbes Jahr später alle Westgeld haben und die Autos keinen Pfifferling mehr wert sein sollten, konnte im Januar noch keiner ahnen.


    Genau genommen begann der rasante Preisvervall der Trabanten bereits im März 1990, nachdem unsere ehemaligen "Blockflöten" dank Unterstützung der damals regierenden Partei der Bundesrepublik die Wahl gewonnen hatten, und damit die Währungsunion absehbar wurde. Von da an wurden die Höfe der westdeutschen Gebrauchtwagenhändler radikal bis aufs letzte Wrack geleert und die Fahrzeuge (oder was davon übrig war ;) ) in der DDR wie warme Semmeln verhökert. Das Ganze oft mit abenteuerlichen Kreditverträgen, wie beispielsweise: Anzahlung in Mark der DDR, Beginn der Tilgung nach der Währungsunion in DM. Dabei stand anfangs noch nicht einmal fest, wann und zu welchen Konditionen die Währungsunion stattfinden wird.


    Ich möchte nicht wissen, wie viele Leute sich dabei finanziell übernommen haben, zumal ja scheinbar erschreckend viele Zeitgenossen überhaupt nicht darüber nachgedacht haben, dass die Einführung der Marktwirtschaft auch massive Einschnitte in die bisher gewohnte soziale Sicherheit bedeutet. Aber einen Trabant wollte da fast keiner mehr kaufen. Bei den "höherwertigen" Ostautos (Lada, Dacia etc.) war es in meiner Erinnerung nicht ganz so drastisch. Die wurden dann eher zu annähernd realistischen Preisen (statt der vorher üblichen Wucherpreise) gehandelt.


    Ein Paradebeispiel lieferte ein Schulfreund von mir ab: Kauft sich zu Wucher-Konditionen einen Opel Rekord 2.0 E. Dem war schon auf den ersten Blick anzusehen, dass er nur äußerlich "aufgehübscht" war. Den Beginn der Ratenzahlung nach der Währungsunion hat das Fahrzeug dann schon nicht mehr erlebt...


    edit: Hycomatheizer: Auch zu DDR-Zeiten gab es Menschen, die Skrupel hatten, extreme Wucherpreise für einen Gebrauchtwagen aufzurufen. Man musste nur großes Glück haben, einen solchen Verkäufer zu finden. Wobei ja 15.000 M auch schon deutlich über dem offiziellen Neuwagen-Preis liegen. Nicht selten lief es vermutlich so: Der Verkäufer ruft einen Preis auf, den er mit seinem Gewissen vereinbaren kann, den Zuschlag erhält dann der höchstbietende Interessent. Und (in diesem Punkt bin ich uneingeschränkt deiner Meinung): Die Zahl der Interessenten oder besser deren Bereitschaft zur Zahlung von astronomischen Preisen war im Januar 1990 sicherlich schon durch die Wende geprägt rückläufig.

  • Endlich einer, der mich verstanden hat.
    Zum Thema Wracks: Bei uns stand ein Porsche 924. Ein Porsche! Der sollte 9500 DM kosten ...