P 601 Probleme mit den Bremsen

  • Für mich war da das aha- Erlebnis die 89er Hinterradbremse. TÜV: Bremse hinten einseitig. Werkstatt, in der der TÜV gemacht wurde, erhält Reparaturauftrag, Ergebnis: Wir haben die Bremse geputzt, HU bestanden. 2 Jahre später: TÜV: Bremse hinten einseitig. Werkstatt: Wir haben die Bremse geputzt, HU bestanden. 2 Jahre später, ich bin mißtrauisch geworden, die Hinterachse bremst auch komisch. Forsch aufgemacht: Ein RBZ bombenfest gerostet, der andere so gut wie fest. Da war nie einer dran, das sah man. Seitdem: Selbst machen. Anderes Beispiel: TÜV: Schwenklagerbuchsen vorne ausgeschlagen; Werkstatt, in der der TÜV gemacht wurde (mittlerweile eine andere als die Bremsenputzer): Reparatur für 400,00 DM erledigt, HU bestanden. Ich hab mir das dann zuhause angesehen: Da war sowas von gar nichts an den völlig verdreckten Gelenken gemacht worden. Ausbau ergab Spiel wie ein Lämmerschwanz. Das war Mitte/Ende der 90er Jahre, seither mache ich alles selbst. Anders gehts nicht, Du wirst zu oft behumpst. Das letzte Mal warens Radlager beim Wartburg, mangels Spezialwerkzeug in die Werkstatt, die sich angeblich mit Oldtimern auskennt: Ich wette, die haben die einfach über die Innenringe reingekloppt, denn nach 20.000 km waren die schon wieder im Eimer. Aber beweise das mal.


    Gruß,
    Marlene

    Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Muthes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen.

  • Wer Autos hat wie unsere, der muß mittlerweile alles selber können/machen oder ein privates Netzwerk von Freunden haben, in dem sich gegenseitig geholfen wird und sich jeder nach seinen Fähigkeiten einbringt.


    Die einzige Möglichkeit, auch Werkstätten zu vertrauen, ist, wenn deren Chefs/Mitarbeiter selbst Teil der Fahrzeugszene sind, in der sie auch ihre Dienstleistungen anbieten. Solche Werkstätten und Dienstleister gibt es.


    Aber die normale Autowerkstatt unserer Tage, die ganz normale Autos repariert und deren Mitarbeiter weder Interesse noch Erfahrung an/mit Oldtimern haben, ist weder fachlich noch ökonomisch in der Lage, sachgerecht Reparaturen auszuführen.
    Das geht bei nicht vorhandenen Spezialwerkzeugen los und endet noch lange nicht dort, wo Mitarbeiter so jung sind, daß sie vom Zweitaktmotor und/oder der Trommelbremse nichts bzw. nur einen minimalen Kurzanschnitt im Theorieunterricht ihrer Berufsschulen gehört haben.
    Dazu kommen die üblichen dümmlichen Vorurteile (Stichwort Rasenmäher) und der daraus folgende, interessenlose Pfusch - denn bei dem bißchen Pappe ist ja alles nicht so wichtig.
    Wirtschaftlich kann sich auch keine Werkstatt leisten, wegen Ahnungslosigkeit stundenlang herumzusuchen und im "learning-by-Doing-Verfahren" völliges Neuland zu erschließen. Wenn die dafür nötige Areitszeit am Ende auf der Rechnung steht, probt der Kunde den Aufstand. Zu Recht.


    Alle KFZ-Schlosser und Mechatroniker, die heute 40 Jahre alt und jünger sind, haben ausnahmslos ihr Handwerk erst nach 1990 gelernt...also in der Ära, als IFA-Fahrzeuge de facto nicht mehr repariert, sondern nur noch "zu Ende" gefahren wurden.
    Wer noch auf IFA gelernt hat, muß mindestens älter als 40 sein...der Jahrgang 1974 war zur Wende 16 und hat angefangen zu lernen... ;)


    Und im Westen ist sowieso alles ganz anders...

  • Wobei ich auch meinem Bruder arge Vorwürfe machen würde, wenn er nach seiner Mechatronikerlehre keine Ahnung von Trommel hätte. Immerhin sitzen auch an heutigen Kleinwagen an der Hinterachse Trommeln. Bei Baustellenlastwagen auch.


    Also von daher...

  • naja das problem in meinem fall waren ja nicht nur die bremsen,
    ich will denen, die mir den wagen verkaufen keine absicht unterstellen oder betrug oder so,
    die hatten wirklich keine ahnung und der wagen ging durch 2 andere haende


    (hab ihn vor 10 jahren verkauft, november 12 wieder gekauft, bin also 2te und 6te hand)


    Das Problem ist eher, es ist zuviel fertig,
    Der Plan war aber auch, einen Sommer fahren (hab ich letztes Jahr gemacht) und dann nach und nach
    alles nach und nach zu machen -
    nun bin ich zu dem schluss gekommen, dass ich das meiste davon nicht so mal nebenher machen kann
    weil buchsen sind bei mir durch, die ganzen fahrwerksgummis, die spur muss man einstellen,
    stossdaempfer sind durch, hintere blattfeder ebenso, getriebe sifft usw usw....
    das macht man nicht mal nebenher am strassenrand im wohngebiet - und ich such hier schon
    seit 3 Jahren nach ner bezahlbaren Garage (in der man auch schrauben darf) - zusammen mit
    nem Wartburg-Club, der ebenfalls in der Gegend residiert.
    Wenn ich in die Werkstatt gehe lachen die mich aus oder reden von 3000 EUR plus -
    das Geld hab ich bloss nicht -
    Ich war Anfang des Monats in Zwickau, hab n paar Locations abgeklappert, aber selbst
    "die im Osten" wollen scheinbar nichts mehr mit den Fahrzeugen zu tun haben.
    Ich spare derweil ein wenig und im Herbst gehts dann zu demjenigen, der mir meinen
    Ersatzmotor verkauft hat - dem vertraue ich - und der Preisvorschlag stimmt soweit auch.
    Soll ja auch was dran verdienen der gute Mann, und ich schau dabei zu - will ja was lernen.
    (auf dem haenger gehts hoch)
    bis dahin steht er bei mir im geschaeft im parkhaus (wo ich nicht schrauben kann)


    Man kann vieles selber machen, muss aber nicht!

  • So ich habe mich nun nach dem Vergaser an die Bremsen gemacht da er nach rechts zieht beim bremsen.


    So wie ich das gesehen habe sind es Originale Sachsenring Bremsbacken, auf jeden fall ist dort das logo zusehen. Die Zylinder sind dicht und auch alle freigängig.


    Ich habe die Belege sauber gemacht und an geschliffen, was ich noch gemacht habe ist die obere Feder von hinten zu montieren da sie von vorne gespannt waren. Macht das ein unterschied?


    Nun seid ihr gefragt wieso zieht er dann nach Rechts wenn alles ok ist?


    Hier noch zwei Bilder




    Gruß
    Kalle

  • Wenn er nach rechts zieht liegts meist an mangelnder Bremsleistung der linken Seite......also links aufschrauben :)


    Außerdem sind die Federn falsch drin, die werden hinter den Belägen eingehängt. Hast du die Bremsbelaghalter rausgebaut oder fehlen die?


    Edit: Die obere Feder ist falsch eingehängt, die gehört hinter die Backen. (Danke an papyrus89)

  • Sind da rechts auch 2 rechte RBZ verbaut? Kann ich schlecht erkennen.

    Bei gleicher Umgebung lebt doch jeder in einer anderen Welt!


    Artur Schopenhauer

  • Die untere Feder wird immer vor den Bremsbacken eingehängt weil sie sonst die Bremsleitung anscheuern kann!
    Die obere sitzt hinter den Backen.


    Ich sehe auch einen rechten und einen linken Zylinder, wer hat das so montiert?

  • [quote='papyrus89','http://pf31.pappenforum.de/index.php/Thread/32861-P-601-Probleme-mit-den-Bremsen/?postID=393244#post393244']Die untere Feder wird immer vor den Bremsbacken eingehängt weil sie sonst die Bremsleitung anscheuern kann!]



    Muss auch nicht sein! Was, wenn die Leitung den Bogen nun obenrum macht?

  • Wenn er nach rechts zieht liegts meist an mangelnder Bremsleistung der linken Seite......also links aufschrauben :)


    Außerdem sind die Federn falsch drin, die werden hinter den Belägen eingehängt. Hast du die Bremsbelaghalter rausgebaut oder fehlen die?


    Edit: Die obere Feder ist falsch eingehängt, die gehört hinter die Backen. (Danke an papyrus89)


    Wenn er nach links zieht liegt es auch an der linken seite, nicht die rechte?Der Bremsbelaghalter ist vorhanden war/waren nur schon ausgebaut.Und die Obere feder kommt also dahinter nicht davor, gut


    Sind da rechts auch 2 rechte RBZ verbaut? Kann ich schlecht erkennen.


    Gute frage


    Die untere Feder wird immer vor den Bremsbacken eingehängt weil sie sonst die Bremsleitung anscheuern kann!
    Die obere sitzt hinter den Backen.


    Ich sehe auch einen rechten und einen linken Zylinder, wer hat das so montiert?


    Das war der Vorbesitzer denke ich mal, ich auf jeden fall nicht


    Noch ne ganz bescheuerte Frage....Wo hast du den Wagenheber angesetzt?


    Unter einem Träger bzw die Aufnahme von dem Hilfsrahmen oder wie der heißt.


    Was evtl noch interessant ist das auf der Linken Seite ein alter Bremsschlauch ist und auf der rechten ein Neuer <= Hilfreich???


    Was ist denn jetzt an der Bremsanlage falsch bzw was muss ich machen damit alles wieder in Ordnung ist :)


    Gruß
    Kalle

  • Ein Auto zieht bei ungleichmäßiger Bremsleistung immer in die Richtung welche stärker bremst.
    Wagenheber am Besten immer am Schweller direkt unterm Rohr ansetzten (das Rohr ist die Aufnahme für den originalen Wagenheber), es gibt genug andere Punkte aber der ist der Beste...Hilfsrahmen kann aber eigentlich auch nicht schaden wenn er sicher steht)
    Das mit den unterschiedlichen Bremsschläuchen könnte eine Ursache sein (zugequollen) aber ich vermute den Fehler auf der linken Seite.


    Du solltest die linke Seite öffnen und rechts vielleicht die Feder nach innen hängen. Dabei kannst du kontrollieren ob rechts auch zwei passende Radbremszylinder verbaut sind. Auf der Rückseite wo der Bremsbelag anliegt ist diese Fläche angeschrägt und die muss zur Achse zeigen.


    Es gibt eine Zeichnung die im Nachbarforum verlinkt ist, ich verlinke sie mal hier, ist allerdings für die linke Seite: http://www.trabiteile.de/bib/bremse.htm

  • Die Zylinder sind für die rechte Seite hinten scheinbar sinnlos angefräst, wobei das mit den Anfräsungen auch nicht immer stimmt, wichtig ist, vor allem bei Nachbauzylindern, die Richtung der Anlageflächen selber zu kontrollieren.


    Wird ein falscher Zylinder montiert dann bremst diese Backe deutlich stärker und schlecht dosierbar weil sie beim Bremsen nach aussen rutscht.

  • Weisst du wie du rechte und linke Zylinder unterscheiden kannst?


    Nein, tut mir leid das weiß ich noch nicht


    Ein Auto zieht bei ungleichmäßiger Bremsleistung immer in die Richtung welche stärker bremst.
    Wagenheber am Besten immer am Schweller direkt unterm Rohr ansetzten (das Rohr ist die Aufnahme für den originalen Wagenheber), es gibt genug andere Punkte aber der ist der Beste...Hilfsrahmen kann aber eigentlich auch nicht schaden wenn er sicher steht)
    Das mit den unterschiedlichen Bremsschläuchen könnte eine Ursache sein (zugequollen) aber ich vermute den Fehler auf der linken Seite.


    Du solltest die linke Seite öffnen und rechts vielleicht die Feder nach innen hängen. Dabei kannst du kontrollieren ob rechts auch zwei passende Radbremszylinder verbaut sind. Auf der Rückseite wo der Bremsbelag anliegt ist diese Fläche angeschrägt und die muss zur Achse zeigen.


    Es gibt eine Zeichnung die im Nachbarforum verlinkt ist, ich verlinke sie mal hier, ist allerdings für die linke Seite: http://www.trabiteile.de/bib/bremse.htm


    Also der Bremsbelag muss angeschrägt sein und in Richtung Motor bzw Achse zeigen?


    Sorry aber trommelbremsen sind für mich neuland wie der Rest vom Traban

  • in welche richtung heißt denn "zur Achse zeigen" ?


    sorry aber stehe gerade auf dem Schlauch



    EDIT:


    Ich muss also die Rote Linie einhalten oder sehe ich das falsch?


  • OK dann werde ich da Morgen mal nach schauen und hoffe das es wirklich an einem dummen Einbaufehler handelt.


    kann man da denn auch einen falschen RBZ verbaut haben, da die frage ja aufkam?


    Gruß
    Kalle