Getriebe Ausbauen [Tripodenantrieb]

  • So hier erstmal der Beweis, ich hatte den Motor komplett raus und habe viele Kleinigkeiten getauscht. Unter Anderem : 1 Kolbenring, die Kupplung, Starterkranz, Zylinderkopf und Fußdichtungen. Beim Ablassen des Getriebeöls im Warmgefahrenen Zustand gab es die erste Verwunderung : Maximal 300 ml kamen raus. Nagut, erstmal 1,5 Liter Nachgefüllt. Sofortige Minderung der Fahrgeräusche und erstmal war alles Supi. Doch schon bald hatte ich (wieder) die Larchen unter dem Auto, hatte ich damals auch, doch damals ging ich davon aus, dass es aus dem Vergaser das Benzin ist. Irgendwo an den Manschetten lüppert das Öl hinaus. Meine Frage nun ist, was muss ich genau beim Ausbau beachten ? Als erstes werde ich natürlich den Motor, Anlasser und Tüdelüt ausbauen. Da meine Kleine von 89' ist gehe ich von dem Tripodenantrieb aus, eigentlich will ich das Getriebe von Hilfsrahmen (Motor ist hier schon draußen) abschrauben und dann ohne Antriebswellen (die bleiben fein an den Rädern) rausheben. Irgendwie hab ich mal gehört man muss mit einer Plastiktüte in das Fett greifen, damit irgendwelche Nadellager nicht herausfliegen (Ich würde den Ausbau schön in der Garage machen, das selbst wenn etwas rausspringt, nicht einfach Verschwindet).


    So ein paar Tipps wären echt nett :thumbsup:
    Hier gibt es noch eine Belohnungsausfahrt mit dem Trabant auf Sylt.

    Rechtschreibfehler dienen der allgemeinen Belustigung.


    ------------


    Das Leben ist wie ein Zaubertrick, wenn du weißt wie es funktioniert, ist es langweilig.

  • ja wenn von den antriebswellen die ringe fallen, dann fliegen die nadeln umher, desswegn einen platiktüte über das tripoden gelenk stülpen und mit einem kabelbinder sichern...


    um das getriebe zu wechseln muss der motor im übrigen nicht ausgebaut werden , wenn man sich etwas geschickt anstellt geht es so !

  • Bei Tripode musst du eine Welle ausbauen, sonst bricht dir an nem Becher der Rand weg.
    Motor nehm ich fürs Getriebe grundsätzlich raus, die 10 Minuten Mehraufwand nehm ich gern in Kauf, bevor ich den noch Abstütze und mir trotzdem die Pfoten breche ^^

    „Die Zensur ist das lebendige Zeugnis der Großen, dass sie nur verdummte Sklaven treten, aber keine freien Völker regieren können.“

    (Johann Nestroy)


  • Also zur Vorgehensweise, erst das Getriebe an allen Stellen Losmachen (Wagen ist hochgebockt um Antriebswellen zu entlasten) und dann das Getriebe vorsichtig nach links (oder rechts ?) schieben und dann sofort Plastiktüte über die Antriebswelle machen, damit die Nadellager nicht wegfliegen und dann mit Kabelbinder sichern ?

    Rechtschreibfehler dienen der allgemeinen Belustigung.


    ------------


    Das Leben ist wie ein Zaubertrick, wenn du weißt wie es funktioniert, ist es langweilig.

  • ja so in etwa, auf einer seite muss du unten am achsschenkel noch den bolzen rausnhemen !

  • Als Neuling,der Du augenscheinlich bist,ist ein Reparaturhandbuch z.B. "Wie helfe ich mir selbst" immer ratsam.


    Das soll nicht heißen,dass Dir hier niemand helfen will.


    In Deinem Fall - die Antriebswelle so drehen,daß eines der Nadellager der Tripode oben ist,dann das ganze umfassen und
    aus der Glocke ziehen.
    Eine saubere helle Unterlage wäre auch ratsam falls doch was schiefgeht. ;)


    Ich umwickele die Nadellager anschließend immer mit Hansaplast.


    @ Zottel Ohne Ausbau des Motors ist schnell das passiert, was Toni angesprochen hat.Zumal die Übung fehlt.

  • haste auch recht !

  • Muss ich also das Getriebe mit den Antriebswellen ausbauen, oder können die an den Achsschenkeln bleiben ? Und ich habe das WHIMS von Oktober 78, da habe ich das nicht gefunden ?(

    Rechtschreibfehler dienen der allgemeinen Belustigung.


    ------------


    Das Leben ist wie ein Zaubertrick, wenn du weißt wie es funktioniert, ist es langweilig.

  • die Antriebe können in den Achsschenkeln bleiben. Getriebe vorsichtig nach vorne rausheben (bei ausgebautem Motor) und dabei die Antriebe einzeln entnehmen und sauber! abdecken. (wie gesagt wurde mit ner Plastetüte)

    Die Frösi... war das nicht ne Kinder- bzw Jugendzeitschift in der DDR mit lustigen Bastelbögen drin?? :top:
    Anklam 2016: 3.Platz in der Kategorie "Trabant Original Baujahr 79-84"
    und 4. Platz "Trabant 1.1 original"
    stirnfett.de

  • Worin unterscheiden sich die Achsschenkel alte und neue Antriebe :gruebel:

    sWE :winker:

    Trabant - seit 1958 ohne Rückruf

    und auch den Elchtest bestanden

  • An den Radlagersitzen.

    Die alten Achsschenkel haben 2 Rillenkugellagersitze mit dazwischeliegenden breitem Bund, die neuen haben eine durchgehende zylindrische Kontur für ein doppelreihiges Lager.

    Ausserdem sind innen, zur Antriebswelle hin, bei den alten noch 2 Gewinde (M4?) vorhanden an denen der Fettbecher angeschraubt wird. Die neueren haben das nur angedeutet denn das Gußteil ist das gleiche, nur anders bearbeitet.

  • Hallo

    Möchte hier nochmal nachfragen.

    Muss bei mir Getriebe wechseln, heißt erstmal ausbauen.

    Gleichlaufgelenkwellen

    Habe hier und im Whims gelesen aber bin nicht so richtig schlüssig geworden, mache das zum ersten mal.

    Motor ist raus

    vom Getriebe ist alles abgebaut

    Öl ist auch abgelassen

    vordere und hintere Aufhängung Muttern gelöst

    Soweit so gut.

    Nun ?

    - Aufbocken ?

    - Muss ich eine oder beide Wellen lösen ? wenn ja wo genau ?

    Die Sache mit den Tüten dann im nächsten Schritt leuchtet mir auch ein.

    Wenn ich da im Whims von 1990 lese (S.35) muß viel abmontiert werden, hört sich für mich sehr kompliziert an

  • So habs ich gemacht letztes Jahr.


    Hat wunderbar geklappt.

  • Das habe ich auch schon gesehen,

    aber muß das ?

  • Man kann nach dem lösen aller Halter und Muttern die das Getriebe halten auch ohne lösen der Antriebswellen rausheben und hinterher auch wieder einfädeln.

    Das ist aber allein unhandlich und gefährlich im Bezug auf die Becher im Getriebe.

    Man läuft da sehr schnell Gefahr zu verkanten und die Becherränder zu beschädigen.


    Die in dem Video gezeigte Möglichkeit ist zwar mit mehr Arbeit verbunden, verringert die Gefahr von Schaden an den (mittlerweile recht raren bzw. teuren) Bechern deutlich, wobei nach der Demontage der langen Welle man die Kurze relativ problemlos drin lassen kann und das Getriebe Richtung Motorseite herausfädelt ohne groß Schaden zu machen.

  • Also wäre es für einen wie mich, noch nie ein Getriebe ausgebaut, besser die lange Welle aus zu bauen und dann Getriebe nach links zu ziehen zwecks der anderen Welle. Zweiter Mann/Frau macht dann Tüte oder Ähnliches drum damit nix verloren geht

  • Definitiv

    sapere aude! incipe! (Horaz)
    (bzw. frei nach F. v. Schiller: "Erdreiste Dich zu denken!")

  • Ich hatte das Getriebe auch schon ohne Demontage der Wellen draußen. Das ging der Erinnerung nach problem- und gewaltfrei. Einzig das Spiel mit dem Einsammeln der Nadeln aus einem Lager musste ich leider auch spielen. Zum Glück hatte ich eine saubere Pappe untergelegt, so dass keine Nadel verloren ging.

    Die Tüte bzw. bei mir Deckel von Spraydosen für die freiliegenden Tripode sind also wirklich wichtig.

  • Ich habe das Problem, bekomme die Achsmutter nicht gelöst, eine Ratsche schon kaputt, die Verlängerung biegt sich nur, sogar mit meinem Körpergewicht, keinen mm. Die Sicherung habe ich leicht raus geschlagen, nix geht. Einen schlagschrauber habe ich nicht, also Problem :(

    Nun habe ich auch bissel Zeitdruck weil ich das Getriebe am Donnerstag tauschen fahre, heißt das jetzige gegen ein regeneriertes.


    Ich hatte das Getriebe auch schon ohne Demontage der Wellen draußen. Das ging der Erinnerung nach problem- und gewaltfrei. Einzig das Spiel mit dem Einsammeln der Nadeln aus einem Lager musste ich leider auch spielen. Zum Glück hatte ich eine saubere Pappe untergelegt, so dass keine Nadel verloren ging.

    Die Tüte bzw. bei mir Deckel von Spraydosen für die freiliegenden Tripode sind also wirklich wichtig.

    Weist du noch wie du das gemacht hast ?

    :thumbsup:Alles wird gut ;)

    Edited once, last by Guido: Ein Beitrag von Guido mit diesem Beitrag zusammengefügt. ().

  • Man sollte möglichst zu zweit sein oder einen Motorheber bzw einen Flaschenzug haben mit dem man das Getriebe langsam und gefühlvoll nach oben ziehen kann und gleichzeitig die Antriebe aus den Bechern ziehen kann ohne das sich da was verkanntet. Die Räder in der Luft das die Antriebe sich frei drehen können.

    Bei Scharniergelenkwellen ist das viel unproblematischer, gehen tut das aber bei beiden. Am einfachsten ist das beim unsynchronisierten Getriebe, da nerven aber viele andere Dinge.