Farbtöne suchen und finden - die Diskussion

  • Kumul steht für kumuliert, also so viel wie zusammengezählt.

    798.8 + 65.2 = 864.0 --> + 150.0 = 1014.0 --> + 59.8 = 1073.8 --> + 13.0 = 1086.8

    sapere aude! incipe! (Horaz)
    (bzw. frei nach F. v. Schiller: "Erdreiste Dich zu denken!")

  • Das ist die Lösungsmittelhaltige 2K Formel von Standox. Dieser Lack darf aber seit Jahren nicht mehr verkauft werden also ist die Formel hinfällig.

    Ich kann dir die Farbe mit dem Nachfolgelack mischen.

  • Ich war heute bei einem Lackierer, da der mit der KFZ-Werkstatt zusammen arbeitet, in der ich einen Ferienjob mache, und der hat nach Lackierungen für Trabant gesucht. Dabei hat er in seinem Programm sogar Panamagrün gefunden. Nun darf ich nächste Woche meine Pappen selber lackieren. Karosserie geht leider nicht, da er danach Urlaub macht. Die wird dann im Herbst gemacht.

    Die DDR-Lackierungen bleichen ja nach einer gewissen Zeit langsam aus. Würde man mit heutigen Lacken einen Unterschied zwischen den Teilen erkennen? Vorausgesetzt ist natürlich, dass die Farbe genau die gleiche ist.

  • Es gibt noch die Möglichkeit deinen Originallack (natürlich aufbereitet) auslesen und passend anmischen zu lassen. Das hat mein Spezi bei meiner Hochglanzlackierung ganz gut hinbekommen. Und Du bekommst am Ende den Lack den Du willst.


    Lass dich aber in jedem Fall in Bezug auf Verträglichkeit mit dem Originallack bzw dem Lackaufbau auf selbigen beraten.


    Ich wünsche dir viel Erfolg dabei.


    Kai

  • Wie sich heraus stellte, kann man wohl von Duroplast nicht auslesen, generell geht das bei Kunststoffteilen wohl nicht.


    Gut, ich hatte mich dann mit Katalog und Lochschablone hingestellt und gut eine Stunde bei bestem Wetter gesucht.


    Ich konnte bei dem der aufgeschlüsselten Mischung zwischen Lochschablone und polierten Kotflügel meines 8/88er Papyrus keinen Farbunterschied erkennen.


    Den Code findet ihr im Bild, wenn ich Probe gespritzt hab gibt es noch mal ein Update.


    Prosol produziert ja auch für TW, daher bin ich guter Dinge.

  • Teilweise ja schon, aber keine mit den ich dort hätte spontan vorstellig werden können. Die Heckklappe von nem Uni wäre gut gewesen, aber die wäre auch nicht von meinem Trabant gewesen.

  • Deshalb hatte ich den Produktionszeitraum angeben. Laut Prosol hat TW wohl auch eine Farbkartei, diese wird meiner Meinung nach aber nur Grundtöne abdecken die häufiger gefragt werden.


    Und gern, das Forum hat mir auch schon sehr oft geholfen :thumbsup:.

  • Wie sich heraus stellte, kann man wohl von Duroplast nicht auslesen, generell geht das bei Kunststoffteilen wohl nicht.

    Diese Aussage darf man getrost anzweifeln.

    Ich kenne kein Farbspektrometer auf das dies zutrifft. Da wird der Mitarbeiter was durcheinandergebracht haben.

    Es gibt Hersteller die empfehlen bei Effektfarbtönen keine Messung von Kunstoffteilen, da der Effekt sich von dem auf Metallteilen unterscheidet.


    Beispiel: Es soll ne Seitenwand lackiert werden und der Kunde bringt nur ne Tankklappe aus KS - Die Seitenwand wird mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht zur angrenzenden Tür passen.

    Um dem nachträglichen Stress mit dem Kunden aus dem Weg zu gehen sagen sie lieber ''geht nicht'' statt den ausführlichen Weg zu gehen und es dem Kunden zu erklären warum sie es nicht machen wollen.



    So nen Spektrometer ist vereinfacht gesagt nichts anderes als nen kalibrierter Fotoapperat mit ner kalibrierten Lichtquelle. Damit werden (meißt) 3 Fotos aus unterschiedlichen Winkeln geschossen und der Computer rechnet die Daten nachher um, welche dann mit hinterlegten Spektros verglichen und teils angepasst werden.

    Alles keine Raketentechnik.

  • Wie sich heraus stellte, kann man wohl von Duroplast nicht auslesen,

    Wo? Ich war bei Prosol mit einem vorderen Kotflügel und habe jetzt ein "Rezept" für "Speedwellblue".

  • Leipzig, Maximilianallee.


    Der Kotflügel war auch rückseitig sauber, damit sich niemand am Elaskon versaut.


    Danke für die Info, vielleicht wollte man mir einfach die Gebühr ersparen, oder es war etwas defekt K.A.. Es betraf noch zwei andere Kunden mit kleineren Teilen. Gut bedient und beraten wurde ich dennoch.


    Der Ton wird auch sicher gut passen.


    Vielleicht sollte ich bei den mal anheuern, die Frage ist nur ob die einen Fachwirt mit handwerklichen Geschick einstellen :D.


    Kai

  • Auslesen geht auf jedem Material, nur die Oberfläche sollte eben sein.

    Und zu 100% auf Stoß passen auch die ausgelesenen nicht.

    Wenn ich einen See seh, brauch ich kein Meer mehr. :winker:

  • Für mich persönlich muss ein neulackierter Trabant nicht unbedingt die Originalfarbe haben, das hatten die alten, wieder aufgebauten Fahrzeuge in der DDR auch nicht unbedingt.


    Für mich ist nur wichtig, dass es sich um Farbtöne handelt, die in der DDR verfügbar waren, egal ob legal oder illegal beschafft.


    Wer z.B. jemand kannte, der in der 2. Hälfte der 80er im RAW Schöneweide in der Lackiererei gearbeitet hat, der wäre z.B. an Lacke gekommen wie das Dunkelrot und das Hellgrau der Berliner S-Bahn sowie das Orange und das Gelb der VEB Berliner Verkehrsbetriebe (Straßenbahn und U-Bahn). Diese hätte man natürlich auch noch mischen können.


    Beim VEB Waggonbau Bauzen sowie im RAW Halberstadt waren dagegen andere Farben verfügbar.

  • In meiner Ausführung geht es ja nur darum, was in der DDR authentische Farbtöne für ältere Automobile sind. Selbstverständlich gab es i m Arbeiter- und Bauernparadies noch andere Industriebetriebe mit eigener Lackiererei. Wer dort gearbeitet hat, der hatte natürlich entsprechend andere Farbtöne zur Auswahl.

  • sowie das Orange und das Gelb der VEB Berliner Verkehrsbetriebe

    War das Orange nicht genau das gleiche, wie damals bei den meisten Stadtwerken verwendet (z.B. bei Müll-Fahrzeugen, Kehrmaschinen etc...) ? Das gab es eigentlich auch bei jedem gut sortierten Farbenhändler in der DDR recht problemlos zu kaufen...

  • Das war wohl die TATRA Werksfarbe, in die dann auch die REKO und die Gothaer sowie die Linienbusse der BVB lackiert wurden. Letztere aber Front, Heck und Türen in orange, Seitenwände in hellgrau.


    Die Fahrzeuge der Stadtreinigung waren, wenn mich nicht Alles täuscht in einem anderen Ton, mit etwas mehr gelb-Anteil.


    Zumindest die TATRA-Bahnen außerhalb Berlins waren im gleichen Orange, hatten aber meist keinen schwarzen Zierstreifen. Altfahrzeuge aus Vorkriegs- oder DDR-Produktion hatten in der Republik meist andere Farben.