Schwenklager/Federgabel Trabant 500 kaputt

  • Hallo Trabi-Freunde,
    hab ne kurze Frage zu meinem Trabant. Also ich war vor kurzer Zeit hier in Luxemburg beim Tüv, der hat bemängelt meine "rotule de suspension" wäre ausgeschlagen; auf deutsch das Schwenklager. Wie kann ich das nun reparieren? Brauche ich dazu nur das Komplettset für die Federgabel, so wie ich es hier https://www.trabantwelt.de/Tra…Premium-Trabant::457.html finde, oder muss ich dazu auch ein neues Schwenklager bestellen? Es liegt daran, dass ich beim Geradeausfahren und beim Linkslenken ein Hämmern auf der Fahrerseite höre.
    Würde mich über eine Antwort freuen, dann kann ich mir das Teil so schnell wie möglich besorgen. ;)

  • Na die Federgabel ist das obere Lager, das Schwenklager das untere.


    Mußt du schon herausfinden, welches du da brauchst. Und vergleichen, ob deine Federgabel so aussieht wie in dem Angebot. Wenn die noch original ist, war die leicht anders. Ist aber in die neuere Version ersetzbar wenn du nicht so den Wert auf Originalität legst. Beim unteren Schwenklager ist das durch Unterschiede bei den Laufflächen nicht so einfach...

    Wenn ich einen See seh, brauch ich kein Meer mehr. :winker:

  • Also es ist das obere Lager welches kaputt ist. Sprich ich brauche nur Federgabel samt Buchsen und Dichtungen, oder fehlt dann noch ein anderes Teil?

  • Dann gehts vom Material her. Was sich für mich nicht erschließt, ob du die Buchse nach dem Einpressen ausreiben mußt oder nicht. Wenn nein, brauchst du ne 20er Reibahle. Und die Ausgleichscheiben zum Beheben des Höhenspiels sind ja auch nicht bei...

    Wenn ich einen See seh, brauch ich kein Meer mehr. :winker:

  • und wenn die federgabel selbe noch ok ist, reicht doch auch einfach eine neue buchse oder nicht??


    weil wenn wir ehrlich sind, meistens sind nur die buchsen im laufe der jahre verschlissen...

  • Ich lass es sws bei einem Bekannten in der Werkstatt machen, der hat das nötige Material. Ist nur damit ich wissen muss, welche Teile dass ich brauche. Vielen Dank, ist echt klasse dass man hier immer so schnell eine Antwort bekommt :thumbsup:

  • @ Grandpa:


    :haeman:


    Dann unterstelle ich dir hiermit, du hast noch nie ne Gabel nachgemessen beim Buchsenwechsel.


    Kann zwar nur vom mir sprechen, aber die Verwendbarkeit von gebrauchten Federgabeln liegt weit unter 20 Prozent. Und selbst wenn man eingelaufene abdrehen kann, braucht man immer noch Übermaßbuchsen dafür...

    Wenn ich einen See seh, brauch ich kein Meer mehr. :winker:

  • Hab mir jetzt das Komplettset bestellt, neue Federgabel inklusive Buchsen, Ausgleichsscheiben, usw...........35 Euro sind ja nicht die Welt und damit mein Trabi einwandfrei läuft sind sie mir dass auf jeden Fall wert ;)


  • erwischt, hab ich tatsächlich noch nie, aber ich gucke ob riefen, oder rillen drinne sind, oder abersonstige wellen, und wenn nicht geht die wieder rein.
    bisher hab ich damit noch keine probleme gehabt.


    aber gut zu wissen das man es so eigentlich nicht unbedingt macht :thumbsup:
    was vermisst man den am besten dadran?? nur damit ich nen bisschen dazu lerne, und wie sieht das ganze mitm laufbolzen aus?? ^^

  • Hallo,


    aufreiben auf die neue Federgabel muss man die Buchsen trotzdem nach dem Einpressen.
    Und wenn eine Federgabel absolut gleichmäßig (nicht z.B. ballig) und riefenfrei verschlissen ist, würde ich sogar sagen, dass man eine neue Buchse auch auf eine alte Gabel aufreiben kann. Natürlich nur, wenn der Durchmesser nicht schon von Haus aus in der Buchse zu groß ist und der Verschleiß an der Gabel bis unter die Härteschicht gekommen ist.


    Die Federgabeln sind doch gehärtet, die Buchsen aus Plaste-Pressstoff. Was wird da denn eher verschleißen?



    Gruß
    Benjamin

    Fährt und schraubt gern IFA *Simson S50B1* *Schwalbe KR51/1* *Trabant 601 LX '88* :love:

  • @ Grandpa: Ich muß aber ebenso anführen, das die Wechselfälle die bei mir auftreten, zum Großteil Härtefälle sind. Stellenweise haben andere Firmen zum erreichen der HU schon alle Ausgleichsscheiben entfernt, damit der Prüfer durch das nicht vorhandene Höhenspiel die ausgeleierte Buchse nicht mitkriegt...


    Die Federgabel hat ein Maß von 20,0mm ab Werk, nicht regeneriert. Hat die Gabel das Maß nicht mehr, ist diese eingelaufen. Da müssen auch keine eindeutig sichtbaren Laufspuren dran sein. Plan ist die Fläche meistens nicht mehr...


    Und gewerblich ist die Arbeit auch...


    Daher bei mir: Wenn das Normmaß nicht mehr da: Neue oder aufarbeitete Gabel...

    Wenn ich einen See seh, brauch ich kein Meer mehr. :winker:

  • @ Bepone:


    Hab ich mir auch so gedacht, die Plastebuchse wird doch wohl nicht die Gabel aufreiben? Doch! Neue Buchse saß total locker. Hab mir dann auch so ein Federgabelset bei Trabantwelt bestellt. Dann ging alles glatt.

  • Der Bolzen arbeitet sich in der Regel durch Dreck und Rost ein. Die Weiche Buchse nimmt den Dreck auf und reibt dann damit wir Sandpapier am Bolzen.


    Wenn die Abdichtung stimmt hält so ein Bolzen auch mal nen 2.Satz Buchsen, so zumindest meine Erfahrung.



    Mich würde eher mal interessieren ob da nun was dran ist das der Bolzen gehärtet sein soll. Ich kann das nicht wirklich glauben da die Buchsen durch ihre Materialwahl, egal ob neu oder alte, doch eh weicher als der Stahl sind.

  • ich würde schon Buchsen und Federgabel wechseln, da die Bolzen immer etwas oval auslaufen. Die müßten wenigstens überschliffen werden. Die Härte spielt nicht so die Rolle, wenn regelmäßig (und wir haben zu DDR - Zeiten im Kraftverkehr unsere Autos beinahe alle 8 Tage in der Pflegehalle abgefettet!) abgefettet wird.


    Übrigens habe ich noch jede Menge Buchsen der alten Ausführung (P 50 / P 60 alte P 601). Auch paar neue Federgabeln der alten Ausführung sind noch da.


    Gruß Jürgen

  • Die Laufflächen der Bolzen sind gehärtet - spann mal in die Drehbank ein.... ;)