Bodenblech mit Dachpappe dämmen

  • Hallo Ich wollte mal fragen ob jemand weiß, wie gut oder schlecht dämmen mit Dachpappe ist? Vieleicht hat das ja schonmal jemand gemacht? Auf jedenfall meint ein Kumpel von mir das stinkt vielleicht ne Woche, mein Vater (gelernter Dachdecker) sagt das stinkt weitaus länger und so ein Typ aus irgendeim Forum meint das macht die Lautsprechermembran kaputt. Ich würde jetzt gern wissen wer recht hat, ob man das machen kann und mit welcher Pappe das geht ?

  • Ich gebe deinem Vater eher recht. Das wird immer stinken wenn der Trabant länger in der Sonne steht. Und wozu soll das überhaupt gut sein ??? Was hat das Bodenblech mit einer Lautsprechermembran zu tun ?


    Ich sag dir lass die originalen Dämmmatten drin, das reicht doch vollkommen aus :thumbup: Was nützt dir Dachpappe wenn danach der Trabi wie ein Teerwerk stinkt. Und was ist wenn dort Feuchtigkeit unterzieht ? Das Risiko wäre mir persönlich zu hoch.

  • Also auf Ideen kommen die Leute... ?( Aber ne Kolbenrückzugsfeder haben ja auch schon welche versucht einzubauen...


    Ich würde Dachpappe nur in ein Fahrzeug legen, wenn es dananch in die Presse geht. Sozusagen quasi günstig entsorgt...


    Dachpappe kostet mittlerweile in der Entsorgung mehr als in der Anschaffung... Bei uns im Moment 198 Euro die Tonne...


    Mal abgesehen davon, das das Zeug sackschwer ist, wie humbatz klebt und spätestens bei Wärme nicht mehr riecht, sondern stinkt...


    PS: Asbest soll auch wärmedämmen... ^^

    Wenn ich einen See seh, brauch ich kein Meer mehr. :winker:

  • wahrscheinlich wurde da was vermischt.


    Es gibt Bitumenplatten zur Schalldämpfung.

  • Mir persönlich geht es darum ich will den Geräuschpegel etwas dämmen und Dachpappe als ersatz für Betummatten nehmen. Ich will mir eine kleine Anlage einbauen und um da etwas besseren Klang zu kriegen will ich die Geräusche minimieren. Gewicht ist bei der Angelegenheit nichtmal negertiv sondern eher positiv. Ich wollte wissen ob sowas schonmal wer gemacht hat?

  • Hallo


    Also am Besten nimmst du für dein vorhaben bitum matten aus dem car hifi bereich.


    Habe ich auch genommen,gibt es bei ebay einfach mal schauen.


    Da gibt es verschiedene stärken u grössen.

  • Unter den werksoriginalen Bitumenmatten des 1.1ers gammelt es ganz gern. Solche Matten gibt es nach wie vor zu kaufen. Die sollen aber nur Körperschall, als Dröhneffekte vermindern.


    Aber wie wird es erst faulen, wenn flächig Dachpappe verarbeitet wird?


    Es wird nichts bringen außer einem häßlchen optischen Eindruck und neue Rostherde. Das Geld wäre in dauerhaften, langfristigen Erhaltungsmaßnahmen mit Sicherheit besser angelegt...

  • Ich wurde lieber Alubutylmatten nehmen.


    Positiv
    - sind leichter
    - lassen sich besser verarbeiten (je nach Stärke, verformen)
    - einfach nur verlegen, nicht erst warm machen (Verkleben)
    - bessere Dämmeigenschaften


    Negativ
    - teurer

  • Eben Deli das mein ich auch. Der Skoda S100 gammelt ja auch wie hubatz genau unter diesem schei*** Bitumen.

  • Moin,


    spannende Ideen haben manche Leute. Vorweg: ich möchte dem Autor nix unterstellen, aber die besten Ergebnisse bei der Innengeräuschminimierung hatte ich bisher damit das Fahrzeug technisch in einen einwandfreien Zustand zu versetzen. Neue Auspuffgummis und eine Auspuffanlage ohne unnötige Öffnungen machen den Trabant schon erstaunlich leise. Die Motor- und Getriebeaufhängungen tragen auch zu diversem Dröhnen bei. Wenn man dann noch diverse Klappergeräusche etc. im Innenraum beseitigt (Zum Beispiel alle Innenverkleidungen richtig befestigen), dann hört man eigentlich bei Tempo 70 auf der Ebene hauptsächlich den Wind pfeifen. Da nützt dann auch die Dachpappe unterm Dach der Pappe nix. Ist denn das Bodenblech tatsächlich eine der Hautplärmquellen, so dass eine Dämmung über die üblichen Fussmatten hinaus Sinn macht?


    Gruß, Felix

  • Naja klar trägt das alles dazu bei aber mir bringen die besten Motor- und Getriebeaufhängungen nichts, wenn durch die Hifi Anlage alles klappert und knallt natürlich würde ich mich danach auch an die Türen setzten und die dämmen.

  • Achso, jetzt versteh ich das erst. Es geht nicht um Nebengeräuschdämmung, sondern darum, dass auf Grund deiner Musikanlage das Bodenblech nicht zur Membran wird, mitschwingt und den Sound versaut. Ja gut, da bin ich dann raus, sorry, Thema verfehlt. Ich hab nicht mal nen Radio im Trabi. Auf kurzen Strecken genieße ich die Informationsfreiheit und Ruhe beim Trabi fahren. Auf langen Strecken ist meine Frau dabei, da ists dann eigentlich auch ohne Radio nie langweilig. :)

  • Ich hatte immer wieder überlegt eins einzubauen. Aber ich habs dann am Ende immer wegen Unwichtigkeit verworfen. Als Trabantfahrer ist man ja auch irgendwie minimalistisch. Aber ich glaube wir kommen jetzt vom Thema ab. :)


    Edit: Noch was zum Thema: Ich würde niemals Dachpappe auf das Bodenblech auftragen. Der Gestank ist sicher Geschmackssache, aber es gibt Materialien welche genau für deinen Anwendungsfall entwickelt wurden. Daher kann ich meinen Vorrednern nur beipflichten mal zu recherchieren, was man üblicherweise für diesen Zweck einsetzt. Bitumenkram ist vermutlich auch nicht so toll. Sollte zwar im Fahrzeuginneren nicht so spröde werden wie unterm Auto, aber hat das Zeug nicht auch unschöne Ausdünstungen? Kann mir nicht vorstellen, dass das gut ist.

  • Das Lächerlichste an den "Boom-Cars" ist doch eigentlich, wenn der Nummernschildrahmen/-kasten wie blöde vibriert ... :lach:

    "Geradeaus ist frei! ... Nein, das andere 'Geradeaus'!!!"

  • Moin! Nicht die morgendliche Entdröhnung nach der Vormännertagsfete, sondern den Trabi zum Flüsterer zu machen ist gemeint. Die Karosse meines Dacia's ( Bj 74, in Fankreich produziert, also kein rum. Pfusch) war nach 10 Jahren an den Türen und im Fußbodenbereich wegen Feuchtigkeit unter den Bitumenmatten vollkommen durch. Generalaufaufbau notwendig. Dabei Blech-Daciatüren mit Dachpappe erfolgreich entdröhnt; Vorher Dachpappengeruchsprobe, Oberkanten penibel verklebt und konserviert. Hat 20 Jahre ohne Geruch, ohne Durchrostung funktioniert, und alle Türen leben wahrscheinlich heute noch. Der Fußboden wurde aber nur mit Schwergummimatten ausgelegt. Wegen möglichem Gammel durch Steusalzwasser und: einmal war der Hauptbremszylinder undicht, Bremsflüssigkeit im Fußraum.


    FelixBRB hat den Nagel auf den Kopf getroffen. Und dazu noch Querwand hinter dem Motor einbauen. Habe selbst mit einem Kumpel seinen Trabi über ca 5Jahre immer leiser gemacht. Dieser Trabi war auch ohne "Bodenbitumen" innen sehr, sehr leise. Allerdings: Dämmmaterialmasse geschätzt über 100kg. Gruß!


  • Das Lächerlichste an den "Boom-Cars" ist doch eigentlich, wenn der Nummernschildrahmen/-kasten wie blöde vibriert ...

    Ich will das Auto ja dämmen damit genau das nicht passiert, aber du scheinst im Thema zu sein :thumbup:
    Naja um zum Ursprung zurück zu kehren, es hat also noch niemand mit Dachpappe probiert. Meiner Meinung nach ist Dachpappe prinzipiell dasselbe wie Betumenmatten und genau diese Matten werden ja im Car-Hifi-Bereich hoch und runter verkauft.

  • Nö, im Thema stehe ich gar nicht - die meisten meiner Trabis sind stumm (im Blick auf Radios). :) Ich bin nur Beobachter. ;)


    Was sagen denn die Musikanlagenspezis, die ihre High-End-Orgien in Autos anderer Hersteller implantieren, zum Thema Antidröhn? Die dürften doch vor ähnlichen Fragen stehen, weil bekanntlich jedes Kraftfahrzeug einen Resonanzkörper darstellt ... Dachpappe oder lieber nicht ...?

    "Geradeaus ist frei! ... Nein, das andere 'Geradeaus'!!!"

  • Ich hab das Jahrelang professionell betrieben, und kann dir desshalb aus Erfahrung sagen: Lass den Mist mit der Dachpappe. Stinkt, schwer zu verlegen, zu schwer und vor allem wird die brüchig, Feuchtigkeit zieht ein und es gammelt.
    Nimm Alubutyl, die Vorteile stehen oben schon Alle drin. Ist zwar teuer, aber die Rolle macht sich bezahlt.

    Fuhrpark:
    -601 A-Kübel Bj. 86