Neue Kurbelwelle in altes Gehäuse

  • Ich möchte eine neue Kurbelwelle (kugelgelagert) mit Kolbenringabdichtung in ein altes Gehäuse (Kurbelwelle war Walzengelagert) mit Simmerringabdichtung einbauen.


    Meines Wissens nach muss ich dazu die Riemenscheibe um 2mm abdrehen da die Kolbenringabdichtung dicker ist und in das Gehäuse ein Loch bohren zur Arretierung der mittleren Abdichtung. Sie Simmerringabdichtung auf der Schwungscheibe bleibt so und wird erneuert.
    Ich muss nur die abgebrochenen Schrauben des Zündungsgehäuses noch entfernen (notfalls mit Helicoil....auf jeden Fall nicht mit Gewalt um das Gehäuse zu zerstören).
    Habe ich was vergessen oder muss noch etwas umgearbeitet werden?
    Hat jemand eine alte KW und sucht noch das passende Gehäuse (incl. Riemenscheibe) im Tausch?
    Wenn ich die alte KW zur Regenerierung abgebe, bekomme ich dann die neue Ausführung mit Kolbenringabdichtung zurück?

  • Nein du hast nix vergessen. Deine beschriebenen Schritte sind zielführend. Ob und wie du die Welle vom regenerieren wieder zurück bekommst, das musst du mit der jeweiligen Kurbelwellenschmiede deines Vertrauen absprechen. Legst du Wert auf orginal, dann mussst du schauen was für ein Kurbelgehäuse (Nummer) in dein Baujahr rein muss. Ich denke das passende für dich zu haben wenn du möchtest. Gruss Klaus

  • Danke Klaus für das Angebot. Mir wurde soeben gerade eine KW mit Walzenlagern im Austausch gegen meine alte KW angeboten. Genaues BJ ist mir egal, Hauptsache die Welle passt perfekt. Also keine Bastelarbeit. Zeit habe ich genug da mein verbauter Motor glänzend läuft.
    Ich habe mich (wenn der Preis ok ist) dazu entschlossen wieder eine alte KW zu verbauen und mir die neue aufzuheben, da in meinen jetziger Motor neueste Ausführung ist.
    Ich möchte hier nicht um ein paar Euro feilschen, wenn das Angebot (welches ich schon habe) einen Preis bekommt der mir zusagt werde ich zuschlagen. Ansonsten komme ich dankend auf das Angebot von Klaus zurück.


    Nachtrag:
    Mir wird hier von einem Forumsmitglied eine neue originale Welle angeboten (im Austausch gegen meine alte) die ich auch kaufen werde. Damit hat sich das Thema Umbau erledigt und ein altes Gehäuse wird mit einer originalen KW weiterlaufen ohne Umbau und ohne Riemenscheibe abdrehen.
    Des weiteren habe ich ja Zeit und werde die nutzen um den Lüfter und die Lima mit neuen Lagern auszustatten, die Luftleitbleche zu lackieren und so weiter.


    Nun habe ich noch eine Frage: Welche Simmerringe nutze ich am besten?

  • Wenn du kannst, dann würde ich empfehlen keine Simmeringe mehr zu verwenden und auf Kolbenring Abdichtung umzubauen. Auch für die alte Ausführung Kurbelwelle gibt es einen Umrüstsatz.

  • Die Idee ist gut aber dazu müsste ich die Riemenscheibe abdrehen. Wo bekomme ich so einen Umrüstsatz her? Ich habe mal Deluxe angeschrieben, soweit ich gelesen habe hat er die noch "Kistenweise".

  • Quote

    Wenn du kannst, dann würde ich empfehlen keine Simmeringe mehr zu verwenden und auf Kolbenring Abdichtung umzubauen. Auch für die alte Ausführung Kurbelwelle gibt es einen Umrüstsatz.


    Klaus,warum keine Wedi,erkläre mal bitte.

    Biete Serienmotoren, Sportmotoren, Rennmotoren, Sport-VSD, Vergaserumbauten, Regenerierung Drehschieberflächen, Gehäusereparaturen, Aluschweißen, Sandstrahlen mit verschied.Material auf Anfrage

  • Klaus,warum keine Wedi,erkläre mal bitte.



    Ich habe auch mal einen Motor mit neuen Simmeringen ausgestattet. Dazu habe ich neue VITON-Dichtringe genommen und auf der Riemenseite mir einen Aluadapterring gedreht für den Wedi 62x42x8


    VITON-Dichtringe habe ich genommen da sie Benzin und Temperaturbeständiger sein sollen.

  • Habe mich für Kolbenringabdichtung inzwischen entschieden und bei Deluxe eingekauft :)
    Ich fahre im Jahr momentan nur ca 2-3 TKM im Jahr und damit bin ich auf der sicheren Seite was die Lebensdauer angeht.

  • Gerade bei den geringen Laufleistungen wärst du mit Simmerringen auch nicht schlechter dran gewesen :) Der einzige Vorteil der neuen Dichtung ist doch, dass sie ewig halten? Aber so ein WeDi hält ja nun denke ich mal auch die Zeit, bis eine Motorinstandsetzung empfohlen wurde, also so 70 000 km...

  • Meine Simmerringe sind jetzt nach ca. 30.000Km im Ar*** und müssen gemacht werden .... Ich fahre im Jahr weniger als 5.000Km und das wird wohl der Grund sein. Mal schauen wann ich meinen Motor wieder einsetzen kann ;)

  • Simmeringe halten i.d.R. sehr lange, solange die Qualität stimmt.
    Nur als Beispiel, mein 68er ist ungeöffnet und dicht. Der 58er hat auch die originalen Ringe von 58 wieder drin. Warum? Weil sie dicht sind und auch nicht porös.
    Und: Simmeringe verleihen dem Motor eine bessere Laufkultur, weil sie eben abdichten, was eine Kolbenringabdichtung nicht macht.

  • Ich bin immer noch unentschlossen und hin und hergerissen. Die Nachrüstvariante der Kolbenringabdichtung liegt vor mir



    Für die Schwungmasse:
    Das habe ich gerade gefunden: http://www.q11-shop.de/k/teile…ndichtring-419-730-287427
    Da gibts vielleicht einen passenden Simmerring 55x70x8 in FPM (Fluor-Kautschuk/Viton), aber was bedeutet "Rechtsdrall"?


    Der Ring ist in diversen Falschtaktern entweder KW-Abdichtung oder für die Nockenwelle.


    Und warum bieten die hier nen 68er an obwohl es ein 70er sein müsste? http://www.lott.de/autoteile/_TRABANT/::XZ46765

  • Mit einem 55x68x8 wirst Du nicht viel beginnen können.
    Ich denke, es muss nicht Viton sein, NBR reicht. Der "Rechtsdrall" ist ein Rückfördersystem. Solche Dichtringe sind am Trabant sonst nur am Getriebeausgang (Vorderachswellenrad). Ob der hier so viel bringt?

  • Hallo,
    sorry das ich dieses Thema wieder aufnehme. Wollte aber kein neues Thema erstellen wenn dieses Problem schon beschrieben ist. Nur ich habe die ganze Geschichte anders herum...im Vergleich zu aerasunshine. In meinem Motor war eine KW des neuen Typs verbaut, ich habe eine nagelneue des alten Typs (original aus DDR Produktion).


    Ist es in irgendeiner Weise möglich die "alte" KW in eine neues Gehäuse einzusetzen (wahrscheinlich aufgrund der Bastelarbeit, Nuten fräsen etc. nicht) -> oder macht es Sinn die KW zum Motorspezialisten zu bringen das er mir die Mittellager austauscht?


    Was würdet Ihr mir empfehlen?

  • Richtig, es scheitert an den fehlenden Nuten für die Mittellager.
    Die Mittellager tauschen dürfte auch nicht wirklich gehen, denn die alten Zylinderlager laufen direkt auf der Kurbelwelle. Spricht, es gibt keinen Innenring, den man abzieht, neue Lager passen also nicht drauf, zumindest nicht einfach im Wechsel.


    Evtl. wäre für dich einfach ein Tauschgeschäft am sinnvollsten?

    sapere aude! incipe! (Horaz)
    (bzw. frei nach F. v. Schiller: "Erdreiste Dich zu denken!")

  • Da ich ausschließlich die Wellen neuer Bauart verwende könnte ich tauschen.
    Ein Gehäuse für die Welle mit Zylinderrollenlager habe ich bestimmt, brauchst du ein konkretes Baujahr?
    Voraussetzung ist aber, dass bei deinem die Drehschieberflächen in Ordnung sind, und auch sonst nichts Gravierendes beschädigt ist.

  • Derjenige, der mir damals seine alte KW verkauft hat, suchte lange vergeblich ein altes Gehäuse in die er sie einbauen konnte. Im Endeffekt hat er mir die Welle verkauft und ich ihm meine alte als Regenerierungsbasis vermacht. Läuft wunderbar :-)