Blattfeder lackieren?

  • Nabend Leute,
    bin der Meinung, es gab hier mal einen Thread wo das ausführlich diskutiert wurde, die SuFu hat leider nur unbeantwortete Threads ausgespuckt...


    Habe meine Hinterachs Blattfeder mal auseinandergenommen um ihr wieder neuen Glanz zu verleihen - aber was genau macht man da eigentlicht? Bringt es was die Federblätter zu lackieren, wenn ja womit? Oder genügt einfach ordentlich abschleifen und dann schön einfetten - könnt ihr mir da ein schönes, Druck- und Wasserfestes Fett empfehlen? Habe da mal was von Seilbahnfett gehört meine ich, wie sieht das mit Bosch-Fett aus, ist das auch anwendbar?

  • Also ich kann zumindest sagen wie ich es aktuell mache. Habe die Feder auseinandergebaut und in Einzelteile zerlegt. Danach jede Lage abgeschliffen und mit Grundierung sowie anschließend mit mattschwarzem Lack überlackiert.


    So wie mir gesagt wurde soll die Feder abschließend mit Graphit-Öl eingeschmiert werden. Dazu wollte ich aber gleich einen Thread aufmachen, was wie und wo an der Hinterachse mit welchem Fett konserviert werden kann / soll.

    ehemals aktiv unter "Berliner P50-Fan"

  • Lackieren hat m.E. keinen Sinn. Säubern, fetten,fertsch. Besonderes Fett ist nicht nötig. Etwas druckfest darf es natürlich sein ;) "Margarine" macht keinen Sinn. Wälzlagerfett oder LM 47, was man auch für Antriebe nimmt.

  • Seh ich fast genau so wie heckman. Wozu auf den Reibflächen lacken? Schlimmstenfalls fungiert der Lack dann dort als Schmirgel.


    Wir habens so gemacht: auseinander genommen, ordentlich entrostet und die Reibflächen etwas mehr geglättet. dann gefettet zusammengebaut und fertig. eventuell könnte man sie ja noch mit dem Band von Mike Sanders einwickeln oder die original Ledergamaschen dran machen. Aber mehr nicht. Alles andere ist nur für den schönen Schein. ;)

  • Wunderbar, hört sich doch gut an. :)
    Habe jetzt der Optik wegen nur von 'außen' lackiert. Als Schmierfett habe ich mal zur Meißelpaste gegriffen, wird vorwigend für schwere bewegte Teile an Baumaschinen verwendet, Wasserfest, Korrosionsbeständig und sehr hohe Druckaufnahme wird versprochen. Mal sehen wie sich aufer Straße macht. :)


    Habe aber beim zerlegen der vorderen Blattfeder ein ganz anderes Problem festgestellt: Das 5. Federblatt (von oben nach unten gezählt) ist scheinbar mal gebrochen und wurde einfach auf die Länge des 4. Blattes gekürzt. Hat vielleicht zufällig Jemand eine zerlegte Blattfeder rumliegen..?
    Denn das so wieder zusammenzubauen wäre ja mehr Unsinn als Leichtsinn.

  • war vor Jahren egentlich eine ganz brauchbare Variante und einigermaßen dauerhaft komfortabel bezüglich Federungskomfort. Ledermanschetten unten wasserdurchlässig, also nicht die Federn "luftdicht" einwickeln. Gelegentlich ein steifwerdendes Fett aus einer Spraydose mit Schnorchel nachspühen. Gruß!

  • Meißelpaste hat an der Stelle nichts zu suchen. Ich kann sagen das Meißelpaste ich falschen Einsatzbereich fatale Schäde nach sich ziehen kann. Wenn bei uns teilweise Kunden ihre Bagger mit Meißelpaste abgefettet haben, sind binnen kürzester Zeit zu Trockenreibung und Einlaufspuren aufgetreten. Einige Bolzen ließen sich fast nicht mehr entfernen....geschweige denn von der Geräuschkulisse sämtlicher Bolzen. Ich empfehle dir normales Wälzlagerfett.

  • Fusseltuning

    Die Frösi... war das nicht ne Kinder- bzw Jugendzeitschift in der DDR mit lustigen Bastelbögen drin?? :top:
    Anklam 2016: 3.Platz in der Kategorie "Trabant Original Baujahr 79-84"
    und 4. Platz "Trabant 1.1 original"
    stirnfett.de

  • Naja, das Bild stammt von dieser Seite: http://www.transtrabant.cz/small-car/ ...
    Ich vermute schon, dass die Jungs das ordentlich gemacht haben.Eines der Bilder auf dieser Seite zeigt auch, wie sie mitm Drahtigel die einzelnen Elemente der Blattfeder abschleifen. Deswegen gehe ich von einer sachgemäßen Handhabung aus.Außerdem sehe ich keinen Nachteil daran die Blattfedern mit einer Umwickelung vor Dreck zu schützen. Einzig über Ästethik lässt sich hier wohl streiten - ansonsten bitte Gegendarstellung.

  • Ich kann mir nicht vorstellen, dass so ein Tape lange hält, von der Optik mal ganz zu schweigen. Aber die ist bei den Jungs, von denen das Bild stammt wohl eher zweitrangig, da gehts um Nutzen. Benzinkanister vorne am Grill sind ja auch nicht gerade hübsch :)

  • "Früher" haben wir die Federn lediglich ab und an mit Grahitlöung eingepinselt- fertsch.

    Frei nach Loriot:

    Ein Leben ohne Trabi ist möglich, aber sinnlos.

  • Nochmal zum Thema Lack: Ich persönlich würde die Feder nicht (wieder :whistling: ) lackieren, der Lack neigt bei der Belastung zu Stick-Slip-Effekten, welche sich dann in einem recht "ruckeligen" Federverhalten äußern. Die besten Erfahrungen mit Blattfedern an verschiedenen Fahrzeugen habe ich bisher mit der folgenden Methode gemacht: Die Feder auseinanderbauen, reinigen/entrosten, mit Graphitfett satt einfetten, Kunststoffzwischenlagen verwenden (die hier passen z.B. ganz gut, wenn man sie auf die richtige Länge bringt), zusammenbauen und mit MS Fettband umwickeln. Die Fettbandgeschichte ist zwar eine ziemliche Sauerei, sorgt aber für weitestgehende Wartungsfreiheit der Feder. Falls allerdings wirklich mal ein Nachschmieren erforderlich werden sollte, wird's unangenehm, kam aber in bisher rd. 35tkm Alltagsbetrieb, Sommer wie Winter, noch nicht vor, das Federverhalten der bisher so aufbereiteten Federn ist wie am ersten Tage.





    Schöne Grüße




    Micha

  • gab doch schon mal nen thread über das thema, kann jetzt aber weder themenname noch zusammenhang sagen.


    hatte da damals schon gepostet. aufgrund längst vergangener (lehrzeit!) experimente, nehm ich schon jahrelang motorrad-kettensprühfett für solche anwendungen. haftet richtig gut, und is sehr kriechfähig (das von castrol oder s100 von gericke)


    lackieren würd ich die einzelnen federlagen nicht aus nem anderen grund. durch die reibung zwischen den federlagen beim einfedern is die blattfeder "selbstdämpfend". da reibt sich lack auf dauer wahrscheinlich schnell ab (siehe vorredner), öl oder fett macht die ganze sache aber durch reibungsverminderung deutlich komfortabler....

    ICH WEISS NICH WO DER TREND HINGEHT, ICH GEH MAL IN DIE GARAGE!!!
    ECKEN, KANTEN - TRABANT.

    heiligtümer:
    ´77er kombi :rolleyes:
    ´84er kombi
    ´54er mz rt125 re (renneigenbau)
    ´88er yamaha srx6

  • Hallo!


    Habe selber keinen Trabant o. ä. aber einen Pickup mit Blattfedern. Diese habe ich bisher immer grundiert und lackiert- was nicht lange gehalten hat, aber auch keinerlei negative Effekte nach sich zog.
    Suche selber noch nach einer Möglichkeit diese optisch schön aussehen zu lassen.


    Was ich jedoch DRINGEND abrate ist die Federn mit Fett einzuschmieren!
    Durch das Fett bleibt jedes Staub-/ Sandkörnchen hängen und diese sorgen für einen kontinuierlichen abrasiven Abtrag des Metalls!
    Fett ist absolutes Gift bei Blattfedern, weil eben jeder Mist hängen bliebt und sich schön schmiergelnd dort auch hält.


    Gruß,
    Juppi

  • Also ich habe bei meinem 64er die Federn zerlegt und zum Brünieren gegeben. Hält jetz seit fast 2 Jahren und sieht, wie ich finde, sehr ordentlich aus. Aber ein ne dünne Schicht Fett muss schon sein. Irgendwie muss die Feder ja geschmiert werden. Und dann halt immer mal mit Graphitöl einpinseln oder einsprühen.

  • Das mit dem Brüniertem sieht wirklich gut aus. Das würde ich bei meiner nächsten Feder genau so machen.

    Neapel sehen und sterben-Tour 2012
    Ich war dabei!


    50 Jahre Trabant 601
    Die Jubiläumstour 2014
    Ich war auch dabei!
    :raser:

  • Brünieren ist aber nun kein wirklicher Korrossionsschutz. Bzw. ein sehr geringer. galvanisch verzinken könnte ich mir vorstellen, dann hätte ich aber Angst das sich das Zink gegenseitig aufreibt und es sich wieder negativ auswirkt. Evtl. wäre vernickeln oder verchromen eine bessere Wahl.

    Biete feines Glasperlstrahlen. Zylinderköpfe, Riemenscheiben, Vergaser, Schrauben etc.
    Bei Interesse bitte PN.

  • Warum der ganze Aufwand? ?(
    Wenn die einfach nur entrostet ist (Flex mit Zopfbürste) und geschmiert ist....?
    Brünieren? Wie heiß wird denn die Feder dabei?