Was macht ihr denn gerade?

  • Hat irgendjemand eine Ahnung, wo man eine genaue Beschreibung der TGL 48-73502 bekommt?

    Die Suche dazu im Netz war leider erfolglos. Außer Ersatzteilkatalogen wo es angegeben ist, dass der Schraubenzieher nach dieser Norm sein muss, finde ich nichts.

    Oder hat jemand ein Buch wo (Hand)Werkzeuge nach TGL aufgeschlüsselt und beschrieben sind? Auch dazu finde ich nach Stunden der Suche nicht. :(


    Die TGL 48-73502 handelt Schraubenzieher mit Holzgriff ab und erstetzt Mitte der 50ziger Anfang der 60ziger die DIN 5270.


    Möglicherweise wurde hier in der TGL zur DIN etwas geändert. Über die DIN 5270 habe ich von einem Verlag in Berlin einen Auszug bekommen, der die Schraubenzieher beschreibt. Denn auch zu der DIN findet man im Netz nichts aussagekräftiges.

    Sämtliche Schraubenzieher die ich habe und die nach TGL sind, haben nicht die Maße der in der DIN angegebenen Tabelle. Also wurde da vielleicht in den Abmaßen bei der TGL etwas geändert?


    Möglicherweise haben die sich auch einfac nicht an die Norm gehalten. Ich habe drei Prospekte von:

    -Gebrüder Heller Schmalkalden

    -Gebrüder Wenzel Schmalkalden

    -Voltus Schmalkalden

    und alle ihre Schraubenzieher nach dieser Norm haben andere Abmaße als im Normblatt angegeben, zumindest was die Heft- und Klingenlänge betrifft.


    Heute ist die DIN 5270 was ganz anderes als 1946. Aus dem Jahr stammt der Auszug.


    Edited 2 times, last by Tim ().

  • Wenn die Schraubenzieher kleiner als der Norm sind, hat in den Jahrzehnten wohl jemand die mal wieder scharf geschliffen.

  • Ich nehme Bits. Die kommen von verschiedenen Herstellern und haben verschiedene Maße. Der Schraubendreher ist lediglich ein Bithalter. Damit geht auch das Unterbrechergahäuse relativ leicht ab.

    Wenn Dir das ganz sehr weichtig ist, dann könnte ich gelegentlich mal in der Aktienspinnerei nachfragen...

  • Ja oder so doll gedrückt das die Klinge im Heft tiefer eingetaucht ist.

    Aber nein, ich habe genug um die oben gemachten Aussagen zu bestätigen. Und da gehts auch nicht um 1-2mm, eher darum das einer 10-15mm kürzer ist als die Norm es angibt und das nicht weil er so oft nachgeschliffen wurde ;)

  • Hab nun, nachdem noch einige Kleinigkeiten gefehlt haben, den Vergasertausch vorgenommen. Der Sparversager raus, der Blockvergaser rein.

    Für einige von Euch sicher nicht neu, jedoch für mich eine völlig neue Aufgabenstellung ist das Einstellen bei betriebswarmen Motor...

    Wie zum Teufel soll ich an die Umgemischschraube heran kommen, wenn ein Krümmer mit Krümmerheizung verbaut ist?=O:/

    Dass ist das, was ich gerade mache....grübeln :saint:





    Da ist Null Platz für die dicken Wurstfinger....^^

  • Für einige von Euch sicher nicht neu, jedoch für mich eine völlig neue Aufgabenstellung ist das Einstellen bei betriebswarmen Motor...

    Wie zum Teufel soll ich an die Umgemischschraube heran kommen, wenn ein Krümmer mit Krümmerheizung verbaut ist?=O:/


    Da ist Null Platz für die dicken Wurstfinger....^^

    Ergänzend muss ich sagen, es handelt sich um einen 2-7.

    Wie ich gerade lese, wäre ein 2-9 geeigneter gewesen, da dort die LGRS mit Kreuzbohrungen versehen, und die DK Anschlagschraube weiter nach vorn geneigt ist.

    Das macht das einstellen besser möglich bei Krümmerheizung.

    Und nu nochmal alles raus? 8|:/

  • Wie zum Teufel soll ich an die Umgemischschraube heran kommen, wenn ein Krümmer mit Krümmerheizung verbaut ist?=O:/

    Dieser Vergaser war halt nicht für Krümmer mit Heizungsmantel vorgesehen. Das Sinnvollste wäre es wohl, einen der neueren Vergaser zu wählen.

  • Ich hatte das Problem auch schon mal. Ich habe oben im Schlitz ein ca. 2,5-3cm langen, passenden Blechstreifen eingeklemmt. So konnte man dann mit nem langen Schraubenzieher wie an einer Flügelmutter die Schraube drehen.

    Ggf. mit einer Schlüsselfeile den Schlitz minimal anpassen je nach dem was man fürn Blech da hat.


    Gekontert dann erst nachdem wieder alles etwas abgekühlt war.

  • Weiterbildung zum Thema Schraubendreher und deren DIN- und TGL-Normen in netter Runde :thumbsup:

    Und als wenn das noch nicht genug wäre.....heute kam ein Paket mit einem Werkzeugkonvolut diveres.


    Darunter das......:



    Wer mag jetzt mal bei sich suchen gehen nach solchen....... 😁

  • Dieser Vergaser war halt nicht für Krümmer mit Heizungsmantel vorgesehen. Das Sinnvollste wäre es wohl, einen der neueren Vergaser zu wählen.

    Ja, das werde ich wohl müssen, es sei denn, ich probiere den Tipp von Tim aus, und löte einen Messingstreifen in die LGRS ein.

    Doch dazu muss er auch wieder raus...:S

    Nicht mit gewissen Unstolz kann ich sagen, das ich mit meinem Wissen den so voreingestellt bekommen habe, das er doch schon recht gut läuft :thumbup: Eine kleine Proberunde konnte ich gestern noch drehen 8)

    Mich interessiert auch der Grund, warum man vom H1-1 auf einen Blockvergaser zurückgeht.

    Woran liegts?

    Zunächst dieser, das der Spaßvergaser schon einige Jahre auf dem Buckel hat, und überholt werden müsste..

    Zum anderen festgestellt wurde (bei AU) das er zu mager läuft..

    Ich in diesem Zusammenhang hier mal gelesen habe, das diese Entwicklung garnicht mehr auf lange Zeit getestet werden konnte, und vermutet wird, das diese Vergaser langfristig den Motor schädigen... (ähnliche Probleme sind mir vom Sparvergaser an den Simson Motoren bekannt)

    Ich nicht darauf aus bin, Benzin zu sparen, sondern Wert darauf lege, das der Wagen vernünftig läuft

    Auch aus Lernzwecken für mich um besser zu verstehen, denn der Hb 1-1 ist sehr schwer zu verstehen und einzustellen, wenn man es nicht regelmäßig macht ;)


  • Ich habe heute eben die Scheiben rausgenommen. Habe mit schlimmerem gerechnet, wurde jedoch überrascht :)

  • So jetzt habe ich es raus. Die Angabe des Schraubenziehers A 0,5 in allen Ersatzteillisten ab 1964 für den 601 (also 64; 67; 70; 73; 80; 90) ist FALSCH!!!


    In der TGL 48-73502 gibt es keinen Schraubenzieher 0,5. Die TGL-Tabelle fängt erst bei 0,6 an. Und der 0,6er der TGL entspricht von den Abmaßen her (bis auf geringe Längenänderung der Klinge, auch später nochmal in Neuauflage der TGL) dem 0,5er der alten DIN 5270.

    Die DIN war bei den kleinen Größen feiner unterteilt, da gab es 0,4er; 0.5er und 0,6er aufwärts.

    Die Herschaften bei Sachenring haben das ganz einfach beim Erstellen des 1. 601er Katalog falsch übernommen, da es auch genau die Zeit war in der von DIN auf TGL umgestellt wurde. Im Katalog von 1961 für den 500er ist noch die DIN 5270 angegeben und da gab es noch den 0,5er. Vermutlich ohne nachzusehen hat man dann ganz einfach einen 0,5er nach TGL draus gemacht, den es aber in der Norm nie gegeben hat.........


    Das Ganze hat jetzt nur eine Woche Internetrecherche, ein paar email´s und Telefonate gekostet..........