Was macht ihr denn gerade?

  • Ganz genau so..... da kann schon bei neuen und reg. Wellen der Fall sein. Und genau das kann man ohne zerlegen nicht sehen.


    Und wo sollst du kaufen? Gute Frage. Zumindest die Wellen die heute mit Nadellager 3mm und Lagerinnenring (Hülse auf dem Zapfen) angeboten werden, sollten das Problem nicht mehr in dem Maß haben, eben weil das Lager nicht mehr auf dem Hupzapfen selber läuft. und weil die auch keine 30 Jahre wie auch immer gelagert wurden.

  • ja aber jetzt mal ehrlich, erstmal alle neuen Wellen zum zerlegen geben? Ich meine dann kann ich gleich ne regenerierte kaufen...

    Wenn mir einer sagen kann wo ich das zerlegen, prüfen und wieder zusammen setzen günstig bekomme denke ich eventuell drüber nach, aber für jede Welle jetzt zusätzlich zur Anschaffung nochmal 300€+ bezahlen?

  • Damit wurde das derzeitige generelle Problem sehr schön umschrieben.

  • Ich hatte genau diesen Fall schon gehabt. Eine "neue DDR Welle" in Plastesack.


    Habe sie geölt und durchbewegt.

    Siehe da - die beiden Mittellager machten Geräusche.


    Musste es dann unter "Lehrgeld" verbuchen und die Welle so wie sie war zum regenerieren bringen.

  • bei mir machen die Lager ja keine Geräusche wenn ich sie durchdrehe, deshalb sträube ich mich ja etwas davor...

  • Ein hoch emotionales Thema unter den geneigten Motorenspezialisten im Forum, wie mir scheint. Wichtige Teile werden nun zunehmend seltener und damit natürlich auch teurer, so dass ein kapitaler Motorschaden in Zukunft richtig Geld kosten wird. Daran muss man sich wohl gewöhnen. Unsere kleinen Kisten werden dafür in der Gesamtheit ja auch dieses Jahr allesamt die Mutation zum Odltimer vollendet haben.


    Ich selbst habe nicht die geringste Ahnung von Motoren zusammenbauen/montieren/stecken/etc. Aus dieser Diskussion nehme ich jedoch mal mit, dass es Mitforisten gibt, bei denen man bei Bedarf mal freundlich anfragen kann. Nicht unbedingt wegen des Preises, sondern hauptsächlich der Qualität wegen. Finde ich doch einigermaßen beruhigend.

  • ja aber jetzt mal ehrlich, erstmal alle neuen Wellen zum zerlegen geben? Ich meine dann kann ich gleich ne regenerierte kaufen...

    Wenn mir einer sagen kann wo ich das zerlegen, prüfen und wieder zusammen setzen günstig bekomme denke ich eventuell drüber nach, aber für jede Welle jetzt zusätzlich zur Anschaffung nochmal 300€+ bezahlen?

    Mitunter ist das Zerlegen, Prüfen und wieder Verpressen günstiger, als wenn die Welle nach kurzer Zeit wieder ausfällt.


    Eine neue Lagerwelle hatte Ich auch schon zerlegt, da ein Mittellager gehakt hatte. Die Lagerwalzen der Pleuellager haben schon Schwarze Streifen auf Hubzapfen und Pleuelauge hinterlassen und das war kein verharztes Öl. Erst nach den Zerlegen konntest du auch sehen, das Rostspuren in den Mittellagern waren.


    Pleuelauge wurde Geläppt und war wieder sauber, Hubzapfen nicht, die haben dann Hülsen bekommen, der Rest neue Lager.


    Hätte Ich die Welle so eingebaut, wäre sie mit Sicherheit bald wieder ausgefallen, jetzt läuft sie seit 1 Jahr im Alltagsbetrieb ohne Auffälligkeiten.

  • 5kg Kohlrüben für die Schmorvrucken morgen würfeln....


  • Interessante Kombination, bei uns kennen wir eigentlich nur Schmorgurken mit Hackfleisch, Zwiebeln und saurer Sahne (sehr lecker übrigens). Andere Region, andere Rezepte...:)


    Was ich mich bei dieser großen Angst, quasi alle vorhanden DDR-Kurbelwellen seien schadhaft (und dürften ohne Zerlegebegutachtung nicht mehr verbaut werden) unweigerlich frage:

    wird das sofort einbaufähige Material nicht auch so - sozusagen "künstlich"- nochmal verknappt und verteuert? 🤔

    Wenn es so ist, dass (wie Tim meint und auch ich glaube) selbst Wellen mit leichtem Lochfrass o.ä. am Zapfen "noch jahrelang unauffällig laufen" - warum dann diese mögliche Laufzeit nicht auch nutzen? Bei vielen Wenigfahrern können das glatt Jahrzehnte werden...

    Für tatsächlich malade Zapfen gibt es dann doch immer noch die (wenn auch teilw. umstrittene) Alternative mit Hülsen und anderen Lagern - wirklich verloren gehen die im E-Fall also auch nicht wirklich.

    Hinzu kommt - wie viele und ich ja bereits erfahren mussten - dass auch aktuell reg. Wellen mitnichten ein langes Leben garantieren können, mitunter leider sogar das Gegenteil der Fall war und ist. X/


    Wie oft kann man so eine Welle eigentlich schadfrei zerlegen und die Bestandteile wieder sicher neu verpressen , gibt es dazu Erfahrungswerte ?

    - Ich hatte z.B. schon zu Ostzeiten 2x den Fall, dass eine frisch reg. verbaute und zunächst tadellos laufende, Welle schon nach wenigen km (max. 150) ausfiel, weil sie offenbar nicht richtig verpresst und schlagartig in sich verdreht war (also Pleuelversatz und somit 1 ZZP nicht mehr einstellbar).

    Steigt dieses Risiko nicht, je öfter man eine Welle auseinander- und zusammenbaut?


    @Tim: die "Langlöcher" sind minimal und keinelsfalls aufregend - vmtl. wohl dem relativ hohen Kurzstreckenanteil zuzuschreiben, der den Motor in seinem 1. Leben auf ganze 27tkm in gut 10 Jahren kommen ließ.

  • Gurken kommen hier maximal in den Salat....


    Und aus Hack wird hier entweder ein Stullenbelag oder eine Bulette.


    einzige legitime Nebennutzung wäre tatsächlich noch im Schmorkohl oder als Hochzeitstorte.


    Außerdem gehört zur Vrucke das gute Kasseler vom vegerarisch-halalen Kasslertier.... 😁😋


  • Kohlrüben war früher das arme Leute Essen. Aber auf jeden Fall Gesund. Alt geworden ist die Kohlrübengeneration auf jeden Fall.

    Zu Hause früher gab es das auch manchmal, mein Geschmack ist es nicht.

  • Heute Vormittag 180km 1.1 am Stück gegurkt. Jetzt fängt es an zu regnen und das Kfz steht trocken. Spar ich mir das putzen.

    Einige Daumen und Lichthupen kamen.

    Die P33 gehen nun ganz gut, auffällig ist aber die Seitenwindanfälligkeit, vermutlich dem Querschnitt geschuldet. Positiv ist aber, wie die Kopfsteinpflaster fast wegbügeln.

  • Wrucke auch Mecklenburgische Ananas genannt.


    Gab es heute als Kohlrübeneintopf bei mir. Früher war das auch nicht so

    mein Ding, aber scheinbar kann meine Frau besser kochen, als meine

    Mutter früher.

    Die Zubereitung wie Schmorgurken kannte ich bisher auch noch nicht.

    Aber es ist ja wie immer bei der Kocherei - ein schlechter Koch kann

    das beste Gericht versauen.


    Zu DDR - Zeiten stand auf jeder Speisekarte Gulasch ungarisch.

    Ich hab damals immer gesagt : " Das setze mal einem Ungarn vor - der kommt

    nie und nimmer darauf dass das Gulasch sein soll. "

  • @Tim

    Hast du auch die Zeichnung vom Hubzapfen bzgl. Härte bzw. Anlassen und Co?

  • ja aber jetzt mal ehrlich, erstmal alle neuen Wellen zum zerlegen geben? Ich meine dann kann ich gleich ne regenerierte kaufen...

    Nein das musst du nicht und verlangt auch keiner. Es bleibt halt nur ein Restrisiko für vorzeitige Geräusche oder gar Ausfälle.


    Ich habe meine 64er Neuwelle zerlegen lassen, aber nur soweit das die Pleuel getauscht werden können. Zapfen waren gut. Außen gabs dann noch ein neues aktuelles SKF 6009N drauf und der Preis war 160€.

    Was ich mich bei dieser großen Angst, quasi alle vorhanden DDR-Kurbelwellen seien schadhaft (und dürften ohne Zerlegebegutachtung nicht mehr verbaut werden)

    Das hat keiner behauptet!!! Es ist eben nur so, das es Gute und Schlechte gibt und ohne zerlegen kann man es nicht sehen.

    Ganz einfach......

    Ich habe selber auch reichlich neue Wellen liegen und werde nicht jede Neuwelle zerlegen. Die sind aber auch nur (wie bei dir sicher auch) für den Eigenbedarf und das ist was ganz anderes, als wenn man für andere Motoren baut, oder wie Frank das gewerblich macht.


    Quote

    Wenn es so ist, dass (wie Tim meint und auch ich glaube) selbst Wellen mit leichtem Lochfrass o.ä. am Zapfen "noch jahrelang unauffällig laufen" - warum dann diese mögliche Laufzeit nicht auch nutzen?

    Es kommt darauf an wieviel vom dem Lochfraß da ist. Und da man es eben nicht sehen kann, bleibt es ein Glücksspiel.


    Für tatsächlich malade Zapfen gibt es dann doch immer noch die (wenn auch teilw. umstrittene) Alternative mit Hülsen und anderen Lagern -

    Hier ist zu unterscheiden was mit Hülse gemeint ist.


    Umstritten ist ein komplette Hülse über den gesamten Zapfen, wo vorher der Zapfen runtergeschliffen wird. Damit wird der Zapfen geschwächt und kann vorzeitig brechen.


    Vollkommen unproblematisch und sogar besser für den Zapfen ist eine Lagerinnenhülse, die nur so breit ist wie das Pleuel und als Lagerinnenring für das 3 mm Nadellager dient.

    Wie oft kann man so eine Welle eigentlich schadfrei zerlegen und die Bestandteile wieder sicher neu verpressen , gibt es dazu Erfahrungswerte ?

    Steigt dieses Risiko nicht, je öfter man eine Welle auseinander- und zusammenbaut?

    Es gibt Vorgaben für die Passungen und Werte für den Pressdruck. Solange man diese Werte einhält, kann man die Teile so oft zerlegen wie man will.

    Dafür braucht man beim zusammenpressen zwingend eine Presse mit Manometer. Erfahrungswerte? Wo sollen die bei den Anwesenden herkommen?

    Ich kann dir soviel sagen, alles was ich bisher zerlegt habe, war von der Verpressung her einwandfrei. Selbst die DDR-Welle mit durchgender Hülse, die aber auch in einem 23 PSer steckte und damit weniger Gefahr läuft zu brechen..


    Und am Ende des Tages ist das alles zusammengefasst genau der Punkt. Die regenerierte Welle kann nur so gut sein und so lange halten, wie das Ausgangsmaterial vor dem Regenerieren.

  • darf ich dich mal fragen wo du deine hast prüfen lassen? Weil einen Preis in der von dir genannten Größenordnung würde ich ja denke ich ausgeben. Ist natürlich abhängig von den Teilen die ersetzt werden müssen.

    Ich kenne nur einfach niemanden der eine Welle zerlegen würde um diese zu prüfen, und wenn alles gut wieder zusammenzubauen. Die mir bekannten Anbieter wollen natürlich regenerieren um den größtmöglichen Gewinn einzufahren...

  • @Tim

    Hast du auch die Zeichnung vom Hubzapfen bzgl. Härte bzw. Anlassen und Co?

    Allseitig gehärtet auf HRC 60±² Härtetiefe 1-1,2mm. Dann feinstgeschliffen auf Ra= 0,32 µm, Welligkeit in Umfangsrichtung 0,3µm.

    Toleranz für:

    -Rundheit 0,002

    -Paralellität 0,002

    -Geradheit 0,0016