Einstellen eines Sparvergasers 28H1-1

  • Hallo,


    gleich vorweg: Über die Suche habe ich auf genau meine Fragen keine Antwort gefunden. Leider.


    Zunächst: Ich habe keine verplombte Schraube, ich vermute, dass da schonmal gedreht wurde.
    Deshalb wüsste ich gerne, wie die Leerlaufgemischschraube ab Werk gedreht war (zur Regulierung
    des CO-Wertes). Ich habe mal etwas von 2,5 Umdrehungen rausschrauben gelesen. Wichtig ist mir das auch,
    da ich vermute, dass es auch Auswirkungen auf den Leerlauf hat.


    Die Umgemischschraube kann ich ja dann noch einstellen. Nur an die LGS kommt man ja dann nicht
    mehr ohne weiteres dran. Aber wie ist die UGS normalerweise ungefähr gedreht? 2 Umdrehungen raus?
    Oder sollte die ganz drin bleiben? Ich bräuchte mal einen groben Anhaltspunkt.


    Grund- und Startstellung der Drosselklappe habe ich schon eingestellt.


    MfG
    Marius

  • Hallo!


    Vielleicht hilft dir mein Bildchen weiter.


    Ab Werk wurde möglichst so eingestellt, dass minimale Emissionen auftraten. Ich habe meinen Vergaser so eingestellt, dass mein Leerlauf für die Insassen angenehm ist, also alles möglichst wenig klappert und dröhnt weil der Motor zu sehr schwingt. Musst du einfach ausprobieren.

    Images

    • CO- Emission.png
  • Hallo passt vielleicht nicht unbedingt zum Thema aber gibt es Listen/Tabellen, wo drinsteht gegen welche Vergaser man den H1-1 tauschen kann.


    Habe gelesen hab 28H2-7 aufwärts oder so ähnlich.


    Gibt es so eine Zuordnung von Vergaser zu Motor bzw. Typ oder Baujahr?



    Gruß Christoph

  • Hallo,


    ah, noch jemand mit Sparvergaser-Problemen? :rolleyes:


    also ganz verstehen tu ich die Tabelle ja jetzt nicht.
    Bedeutet das, dass die Leerlaufgemischschraube ab Werk ca. 4 Umdr.
    rausgedreht war? Oder kannst du mir vielleicht einen persönlichen
    Erfahrungswert geben, wie weit ich sie rausdrehen muss, damit
    ich ungefähr hinkomme? Weil ansonsten komm ich ja nicht mehr
    an die Schraube in eingebautem Zustand ran.


    Danke für die Hilfe
    Marius

  • Die Tabelle dient dir lediglich als Spektrum in welchen deine Einstellungen liegen sollten.
    Bitte nicht falsch verstehen, aber wenn gerade des H1-1 bezüglich wenig Wissen vorhanden sein sollte, Finger weg. Es wird vom wilden Rumgedrehe nicht besser werden...
    Mein Tipp für nicht Vergaserprofis: HB2-9 Vergaser besorgen, neu Abdichten, Planen, Bedüsen und los gehts ;)


    Grüße aus Wien!

  • Ich wollte iegentlich nur so eine Liste.


    Habe an meinen überall Blockvergaser dran- ohne Probleme!


    Gruß Christoph

  • Es gibt keinen Festwert aber Werk, da man den Vergaser auf den Motor einstellt und da ist jeder Motor anders.


    Und man kommt im eingebauten Zustand ran, schwer aber es geht. Anders ist es auch kaum möglich, es sei den du baust den Motor aus und konstruierst dir etwas, wo der Motor ohne Auto und Getriebe laufen kann.
    Man muß zum Einstellen daran, wie ist deiner Krativität überlassen. Sowas wie ein Madenschraubenzieher geht ganz gut, am besten mit besonders langer Klinge.


    Jeder hat auch seine persönlichen Erfahrungen mit Grundeinstellungen am H1-1. LGS ca. 2 Umdrehungen, UGS genauso. Dann starten und warm laufen lassen. Nun an der UGS ein Standgas einstellen. Jetzt an der LGS solange drehen (egal wierum) bis die höchste Drehzahl erreicht ist. Dann bei diesem Punkt bleiben und die UGS solange drehen bis er irgendwas zwischen 7 und 800 hat.


    Grundvorraussetzung dafür ist aber, das alles sauber und dicht ist, Drosselklappe genau stimmt und vor allem die O-Ringe auf UGS und LGS keine alten undichten, sondern frische neue sind. Ist das nicht der Fall, wird ein Einstellen unmöglich.


    Hier so hab ich den letzten Motor eingestellt, bevor er ins Auto kam. :thumbsup:
    (achtung Qualität ist mies)
    http://www.youtube.com/watch?v=tSgP-_Q64CI

  • wenn wenig Wissen vorhanden sein sollte, Finger weg. Es wird vom wilden Rumgedrehe nicht besser werden...
    Mein Tipp für nicht Vergaserprofis: HB2-9 Vergaser besorgen


    Na hör mal :rolleyes: Ein unbeschriebenes Blatt bin ich jetzt auch nicht und jeder beschäftigt sich irgendwann mal mit einem neuen Maschinenteil!
    Also sei mir nicht böse, aber wo wären wir, wenn jeder gleich vor sowas davonlaufen würde und sich was einfacheres sucht?
    Irgendwann muss man nunmal damit anfangen, sich mit etwas genauer zu beschäftigen, sonst wird man ja nie "Vergaserprofi" ;)


    Jetzt an der UGS solange drehen (egal wierum) bis die höchste Drehzahl erreicht ist. Dann bei diesem Punkt bleiben und die UGS solange drehen bis er irgendwas zwischen 7 und 800 hat.


    Nachdem man die UGS bis auf höchste Drehzahl dreht, sollte man aber mit der LGS auf 800 rpm kommen und nicht mit der UGS, oder? Weil was hätte dann das mit der hohen Drehzahl für einen Sinn? Dann hätte man ja auch gleich 800 einstellen können. Ansonsten: Vielen vielen Dank, dass ich jetzt wenigstens einen kleinen Anhaltspunkt habe, wie die Schrauben gedreht sein müssen.


    Weil ich meine, prinzipiell kann es ja auch sein, dass die LGS ab Werk fast ganz draußen war oder auch ganz drin. Ich habe eben keine Ahnung!


    MfG
    Marius



    PS: noch eine Frage an TV P50, du scheinst dich ja auszukennen.
    Bei der Grundstellung der Drosselklappe ist nur ein Öffnungswinkel angegeben, jedoch kein Spaltmaß wie bei der Startstellung. Gehe ich richtig in der Annahme, dass es sich um ein Spaltmaß zwischen 0,05 und 0,1 mm handeln muss?

  • Ich hab nicht alles im Kopf, weiß aber wo ich nachlesen kann.
    Die DK wird eingestellt, einfach nur das sie nicht klemmt/klemmen kann und die Einstellung für den Start steht hier:
    http://2takter.de/vergaser/ Aber da hast du die Einstellung ja her?
    Also nur so einstellen, das sie auf Null nicht klemmt. Sie soll ja im Prinzip ganz zu sein, da der Leerlauf über das Leerlaufsystem geht der einen Bypass zur Drosselklappe darstellt beim H1-1. Das merkt man dann schon wenn sie zu ist und an die Anschalgschraube kommt und quasi von allein wieder auffallen kann, wenn man den Vergaser kopfüber hält.
    Hoffe das ist verständlich.


    Quote

    Nachdem man die UGS bis auf höchste Drehzahl dreht, sollte man aber mit der LGS auf 800 rpm kommen und nicht mit der UGS, oder?


    Ja, vergiss was ich vorhin schrieb, bin durcheinandergekommen mit den Abkürzungen.
    Erstmal überhaupt einen Leerlauf finden. Dann solange an der LGS drehen bis der höchste Leerlauf da ist. Dann mit der UGS wieder auf 7-800 einregeln. So stimmt es. :top:
    Sorry :)

  • Super, dann wäre doch das schonmal geklärt! :thumbsup:


    Sagmal, an welchen Schrauben waren zur Abdichtung überall O-Ringe? Auf jeden fall an der UGS, aber bei mir sind nirgendwo O-Ringe verbaut gewesen.
    Vor allem brauche ich Dichtungen wie für den Zerstäuber. Aber ich glaube, da wird mir nur selberschneiden übrig bleiben...
    Vielleicht gibt es ja auch eine gute Explosionszeichnung, nicht nur diese komische schematische Schnittzeichnung,


    MfG
    Marius

  • UGS und LGS haben jeweils Ringe. Welche Größe weiß ich nicht, hatte das Problem letztens auch und mir fehlt der ETKA vom Modell mit Sparvergaser. Ich hab dann was von Arbeit genommen, was mit Improvisation gepasst hat, aber nicht das Richtige war.
    Den kleinen Dichtring am Zerstäuber gibts sicher im Fachhandel, aber auch da fehlt mir gerade die genaue Bezeichnung.

  • @TVP 50: Dichtungspapier und selber schnippeln.


    Nullringe sind absolut wichtig. Kann hier jeder bestätigen. Die LGS dreht sich sehr gern selbständig in eine von ihr bevozugten Position. :)
    Ich habe zur Sicherung noch zusätzlich Teroson Scheibendichtmasse auf die Schrauben gemacht, da bleibt es dicht, verstellt sich nicht und man kommt immer wieder ran...

    Kacke auf dem Trabidach wird erst bei 180 flach. :hä:


    ifa-ig-sachsen

  • Also ne Dichtung aus einen Schulhefter zu schnippeln sollte man schon beherschen.
    HB Typen = Dichtring
    H1.1 Typen = Papierdichtung


    Steffen
    Hast Du die MEZA wieder ausgebaut und einen guten alten H1.1 reingehangen? :grinser:

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  • Also ich habe hier irgendwo gelesen, dass einem das Drehen an der UGS auch nichts bringt, wenn die Grundstellung der DK nicht stimmt. Aber jetzt lese ich hier, dass die offensichtlich nur so eingestellt wird, dass sie nicht klemmt, also aufgrund des speziellen Leerlaufkanals nicht relevant ist. Was stimmt nun? Ist es doch wichtig, dass die DK 0,05- 0,1 mm offen steht bei entspanntem Zustand?
    Und ist der Ring an der LGS wirklich ein normaler O-Ring? Der sieht so anders aus...

  • Diese 0,05mm sind nur ein Maß um ganz sicher zu gehen, dass die Klappe nicht klemmt. Sie muss vollständig geschlossen sein! Angenommen du nimmst die Feder ab, schließt die Drosselklappe und hälst den Vergaser über Kopf, dann soll die Klappe von alleine wieder aufgehen: ein sicheres Zeichen dafür, dass sie nicht klemmt. Normalerweise ist die Madenschraube zur Einstellung gekontert und mit einem Lacktropfen "versiegelt", eigentlich braucht man da gar nichts weiter dran zu stellen...


    Fakt ist: Klappe soll geschlossen sein, aber nicht klemmen!

  • Wie kann dann die DK-Grundeinstellung dafür sorgen, dass ein wildes Rumgedrehe an der UGS sinnlos wird?

  • Quote

    TV P50


    Sie soll ja im Prinzip ganz zu sein, da der Leerlauf über das Leerlaufsystem geht der einen Bypass zur Drosselklappe darstellt beim H1-1.



    Sobald du Gas gibst und sich die Drosselklappe öffnet legst du Quasi aus Mangel an Unterdruck den Bypass lahm.

  • @ massel210


    Schau dir doch mal bitte das Bild an! Es ist wie mit dem Strom: Er geht den Weg des geringsten Widerstandes. Sobald sich die DK öffnet, wird das Leerlaufkanalsystem quasi wirkungslos. Wer also seine Drehzahl mit Hilfe der DK einstellt und dann eine Feinjustierung per UGS versucht, schlägt fehl!

  • Wenn die DK leicht geöffnet ist,funktioniert das Leerlaufsystem nicht mehr richtig.Deshalb die Grundeinstellung der DK.(einige die es nicht besser wissen oder können,stellen das Standgas mit dem Bouwdenzug ein oder mit der Anschlagschraube der DK,dann kannst Du an beiden Schrauben drehen wie Du willst)


    edit zu langsam

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