August-Horch Museum oder Trabantaustellung---Zwickau

  • Hallo!


    Werd in meinem Urlaub in zwei Wochen die Stadt Zwickau besuchen und will natürlich eine Austellung in der Richtung besuchen. Nun gibt es ja das August-Horch Museum und die intertrab-Austellung.


    Sind beide empfehlenswert oder nur eins von beiden? Wo sieht man mehr? Was ist wo besser?


    Würd mich über ein paar nette Tips freuen, vielleicht auch was man sich sonst noch in Zwickau anschauen könnte....


    Vielen Dank im Voraus


    René

  • Na wenn Du genügend Zeit im Urlaub hast ,besuch doch einfach beide !


    http://www.schrauberkollektiv-…/Horch-Museum-Zwickau.htm


    Weitere Tipps:


    http://www.schrauberkollektiv-…tes-und-Interessantes.htm


    Schönen Urlaub ! :thumbsup:

    DAS GELD WIRD ABGESCHAFFT.
    ICH KENN´ SCHON EINEN, DER NICHTS MEHR HAT...
    Karl Marx (1818 - 1883)

  • Früher genügte das Horch-Museum, denn dort stand alles drin.
    Später wurde de facto ein Teil ausgelagert und zur "Mobilen Trabantausstellung" umfunktioniert.


    Beispiele:
    Vlies-Produktionsstrecke fürs Duroplast, Ur-P50-Kombi und einiges mehr.


    Das Ergebnis:
    Dem Horchmuseum fehlt ein großer Teil Trabantgeschichte. Statt dessen ist der Vorkriegsteil stark erweitert worden und August Horch wird auch in hohem Maße persönlich hauffiert. Früher reduzierte man ihn auf den Kriegs- und Rüstungsprofiteur und den Ausbeuter der Arbeiter, heute ist er heiliger Gottvater des Zwickauer Automobilbaus. Goldene Mittelwege sind nicht erwünscht, offenbar.


    Die Intertrab-Ausstellung hingegen ist nichts weiter als ein Teil des Trabant-Altbestands des Horchmuseums, den man um eine Reihe von Fahrzeugen und Umgebungsexponaten erweitert hat.


    Um alles zu sehen, muß man heute demzufolge beide Ausstellungen besuchen - doppelter Eintritt inclusive.

  • ich kenn biis jetz nur das horch museum. von der aufmachung seit der renovierung ist das absolut sehenswert. wenn man sich auch für andere autos auser trabis intressiert kann man sich die nase an 16 zylindern und gewaltigen sportkabriolets breitdrücken.


    mir persönlich ists egal ob gut oder schlecht über horch geredet wird. die automobile die er gebaut hat sind erste sahne und absolut sehenswert. wenn man ne biografie lesen will muss man siwieso nicht in nem automuseum suchen

    Ich suche S50/ S51 Papiere / Typschild. das älteste gewinnt, bitte per PN anbieten

  • Das Horchmuseum ist absolut sehenswert, denn da kann man sehen, daß vor dem Krieg bessere Autos gebaut wurden, als jetzt. Die alten Wagen haben zwar auch 20 Liter auf 100 km genommen, aber die jetzigen SUV; VR 6 oder V 8 sind ja genau solche Saufkühe. Das waren früher noch Autos und keine fahrenden Computer wie jetzt, wo der Fahrer nur noch die Verantwortung hat und am Lenkrad dreht.
    Die Trabantausstellung besteht nicht, wie hier vorher ausgeführt aus dem ausgelagerten Trabant - Bestand des Horch - Museums. Gut, die Duroplaststrecke und der Ur - P 50 Kombi stehen als Leihgaben bei uns, aber der Rest gehört nicht dem Horch - Museum! Wir sind auch kein Ableger desselben. Besucht unsere Ausstellung und macht Euch selber ein Bild.
    Viel Spaß. Übrigens, wenn Du viel Zeit hast, dann fahre auch mal nach Frankenberg in das Barkas - Framo Museum. Absolut lohnenswert.
    Gruß Jürgen

  • Nicht zu vergessen das Nutzfahrzeugmuseum in Hartmannsdorf und das Agrarmuseum in Blankenhain bei Crimmitschau. Für dieses brauchst du aber einen ganzen Tag, absolut empfehlenswert.

  • Hai
    Es ist alles schön Anschauen was hier Geschrieben wurde, wenn mann Zeit hat.Schau es dir an.

    Am 04.06 bis 06.06 .2021findet das, 25. Trabi Treffen Weimar Süssenborn bei REAL.

    Infos auf: Trabi-Team-Thueringen.de


    ------------!!!! Fällt aus bzw. Verschoben 2022!!--------------


    Dieser Beitrag wurde nach besten Wissen und Gewissen von mir erstellt und auf Rechtschreibefehler überprüft, sollten dennoch Fehler enthalten sein, entschuldigung.

  • Das Horchmuseum ist absolut sehenswert, denn da kann man sehen, daß vor dem Krieg bessere Autos gebaut wurden, als jetzt. Die alten Wagen haben zwar auch 20 Liter auf 100 km genommen, aber die jetzigen SUV; VR 6 oder V 8 sind ja genau solche Saufkühe. Das waren früher noch Autos und keine fahrenden Computer wie jetzt, wo der Fahrer nur noch die Verantwortung hat und am Lenkrad dreht.


    Tut mir leid, aber da vergleichst Du schon wieder Äpfel mit Birnen, und das auf undifferenzierteste und falscheste Art und Weise. So pauschal kann man das einfach nicht sagen."Das war noch Blech!!" – ich kann's echt nicht mehr hören...Schau Dir doch nur mal objektiv die VK-DKW's an: Aus Holz und Kunstleder zusammengenagelte, schwachbrüstige Möhren, die, wenn sie nicht von Fäule heimgesucht wurden, dem Holzwurm anheim fielen (ok, das meist nur bei längerem Stillstand). Und auch die Fertigungsqualität war vor dem Krieg nicht zwangsläufig gut, nur weil man damals unter "Massenproduktion" etwas verstand, das heute als Manufakturherstellung durchgehen würde ;)


    In der Aussage steckt aber trotzdem etwas, das man nicht oft genug honorieren kann: Das AHM lebt hauptsächlich von der Vorkriegs-Geschichte, die in der Oldtimerszene insgesamt ja eher unpopulär geworden sind. Vielleicht ist das bei euch im Osten etwas anders geartet, bei uns jedenfalls fahren nur alte Leutchen über 70 mit solch alten Autos oder interessieren sich dafür. Im Audi-Werksmuseum in Ingolstadt würde man ja am liebsten alles mit Quattros und Concept Cars aus den 90ern pflastern. Über den Horch-Kult in Zwickau, kann man geteilter Meinung sein; Benz macht's ja nicht viel anders. So funktioniert Geschichte nunmal, wenn sie für's Marketing ausgeschlachtet wird. Auch mit dem gerne kolportierten Status Zwickaus als wichtigstes Automobilbauzentrum der Vorkriegszeit bin ich nicht ganz einverstanden: Zur gleichen Zeit stand in Stettin (heute Polen) eine moderne Automobilfabrik, die qualitativ gleichwertige, aber günstigere Luxuswagen baute als Horch und Mercedes und zudem den ersten deutschen Wagen mit Frontantrieb auf die Straße brachte. Ich will damit nur sagen: Nur weil ein anerkennenswert tolles Museum in Zwickau steht, sollte man sich trotzdem den differenzierten Blick für die Automobilgeschichte bewahren.


    Und was den geringeren Trabant-Anteil im AHM angeht: Ich hab' nichts vermisst, denn der Trabant ist ja nur ein (!) Abschnitt in der Geschichte des Zwickauer Autobaus. Und es kann sich, glaube ich, niemand beklagen, dass die DDR-Geschichte in dem Museum unterrepräsentiert wäre...genauso könnte man ein ganzes Museum nur mit Horch, oder nur mit Wanderer, oder nur mit Audi – oder nur mit Trabant füllen ;)


    Grüße,
    Freddy


    Nachtrag:


    Quote

    wenn man ne biografie lesen will muss man siwieso nicht in nem automuseum suchen


    Leider doch – die Horch-Autobiographie "Ich baute Autos" gibt's als Neuauflage nur in Zwickau im Museum für 15 € und nicht über den Buchhandel. Allerdings rate ich vom Kauf eher ab, denn das Buch ist herstellungstechnisch unglaublich schlecht gemacht und eigentlich eine Zumutung für jeden Leser. Das nur der Vollständigkeit halber :rolleyes:

  • Ich glaube, du hast Jürgens Beitrag aber auch nicht ganz verstanden... er meinte ja nicht die DKW-Vehikel fürs normale Volk (wobei die modernen Plastik-Eimer a la Daewoo Matiz oder Twingo ja qualitativ auch nur modernerer Müll sind), sondern die Oberklasse... und insofern muss ich ihm recht geben.

  • Ich habe Jürgens Beitrag schon richtig verstanden. Trotzdem ist er sachlich wie argumentativ weder schlüssig noch richtig. Und ich bleibe dabei: Äpfel mit Birnen.